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	<title>Magnetooptik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T20:15:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magnetooptik&amp;diff=149223&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rumkritzeln: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|1 */</title>
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		<updated>2025-05-13T19:48:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|1&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magnetooptik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Teilgebiet der [[Optik]], das sich mit der Wechselwirkung von [[Licht]] mit Materie im [[Magnetismus|magnetischen Feld]] beschäftigt. In Kurzform besteht die Wechselwirkung darin, dass durch ein extern angelegtes Magnetfeld ein Material [[Doppelbrechung|doppelbrechend]] gemacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Magnetooptik begann 1845, als [[Michael Faraday]] eine Drehung der [[Polarisationsebene]] von linear polarisiertem Licht nach Durchstrahlung eines durchsichtigen Mediums parallel zu einem von außen angelegten Magnetfeld beobachtete ([[Faraday-Effekt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 entdeckte [[John Kerr (Physiker)|John Kerr]] eine Drehung der Polarisationsebene von Licht, das an [[ferromagnetisch]]en Metalloberflächen reflektiert wird ([[magnetooptischer Kerr-Effekt]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor = J. Kerr | Titel = On the magnetisation of light and the illumination of magnetic lines of force | Sammelwerk = Rep. Brit. Ass. S | Band = 5 | Datum = 1876 | Seiten = 85|Online=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere wichtige Entdeckung für die Magnetooptik ist der [[Zeeman-Effekt]] (1896), der aber erst mit der Entwicklung der [[Quantenmechanik]] erklärt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1908 stellte [[Woldemar Voigt (Physiker)|Woldemar Voigt]] eine umfassende Theorie der Magnetooptik im Rahmen der klassischen [[Elektrodynamik]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Woldemar Voigt|Titel=Magneto- und Elektrooptik|Sammelwerk=Mathematische Vorlesungen an der Universität Göttingen|Band=Band 3|Verlag=Teubner|Ort=Leipzig|Datum=1908}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Optische Effekte, die sich auf [[Reflexion (Physik)|Reflexion]] und [[Absorption (Physik)|Absorption]] beschränken, werden im Rahmen der klassischen [[Elektrodynamik]] mit Hilfe des [[komplexwertig]]en [[Permittivität|Dielektrizitäts]][[tensor]]s&amp;amp;nbsp;ε beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall eines [[isotrop]]en Mediums in Abwesenheit äußerer Felder hat ε identische Diagonalterme (&amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon_{xx} = \varepsilon_{yy} = \varepsilon_{zz}&amp;lt;/math&amp;gt;), die Nichtdiagonalelemente sind alle Null. Diese spezielle Form des Tensors erlaubt es, ε wie einen [[Skalar (Physik)|Skalar]] zu behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anwesenheit eines äußeren Magnetfelds verändern sich die Diagonalelemente so, dass sie nicht mehr alle untereinander identisch sind, und es tauchen Nichtdiagonalelemente auf, die noch dazu asymmetrisch sind. Für die magnetooptischen Effekte sind dabei diese Nichtdiagonalterme des Tensors, die auch &amp;#039;&amp;#039;magnetooptische Konstanten&amp;#039;&amp;#039; genannt werden, von großer Wichtigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Magnetfeld in z-Richtung hat der Dielektrizitätstensor eines in Abwesenheit eines magnetischen Felds isotropen Körpers folgendes Aussehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon = \begin{pmatrix}&lt;br /&gt;
 \varepsilon_{xx} &amp;amp; \varepsilon_{xy}  &amp;amp; 0 \\&lt;br /&gt;
-\varepsilon_{xy} &amp;amp; \varepsilon_{yy}  &amp;amp; 0 \\&lt;br /&gt;
                0 &amp;amp; 0                 &amp;amp; \varepsilon_{zz}  \\&lt;br /&gt;
\end{pmatrix}&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wobei aufgrund der Annahme der Isotropie &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon_{xx} = \varepsilon_{yy}&amp;lt;/math&amp;gt; gilt. &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon_{zz}&amp;lt;/math&amp;gt; hat den Wert der skalaren Dielektrizitätskonstante, die der Körper in Abwesenheit eines Magnetfeldes hat. Die Nichtdiagonalelemente &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon_{xy}&amp;lt;/math&amp;gt; sind im Allgemeinen klein gegen die Diagonalelemente und linear vom Magnetfeld abhängig. &amp;lt;math&amp;gt;(\varepsilon_{xx}-\varepsilon_{zz})&amp;lt;/math&amp;gt; ist quadratisch vom Magnetfeld abhängig und klein gegen &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon_{zz}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe des in der [[Kristalloptik]] beschriebenen mathematischen Formalismus erhält man durch Lösung der [[Wellengleichung]] für anisotrope Festkörper die [[Brechungsindex|Brechungsindizes]] und den Polarisationscharakter in diesem Medium:&lt;br /&gt;
* für Wellen, die sich parallel zum Magnetfeld ausbreiten, erhält man zwei zirkular polarisierte Wellen mit einem Brechungsindex &amp;lt;math&amp;gt;n_{\pm} = \sqrt{\varepsilon_{xx} \pm i \varepsilon_{xy}}&amp;lt;/math&amp;gt; (&amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; ist die [[imaginäre Einheit]])&lt;br /&gt;
* für Wellen, die sich senkrecht zum Magnetfeld ausbreiten, erhält man als Lösung zwei linear polarisierte Wellen:&lt;br /&gt;
** die erste Welle, die parallel zum Magnetfeld polarisiert ist, hat den Brechungsindex &amp;lt;math&amp;gt;n_{||}=\sqrt{\varepsilon_{zz}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
** die zweite Welle, die senkrecht zum Magnetfeld polarisiert ist, hat den Brechungsindex &amp;lt;math&amp;gt;n_{\perp}=\sqrt{\varepsilon_{xx}+\frac{\varepsilon_{xy}^2}{\varepsilon_{xx}}}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Magnetooptische Effekte ==&lt;br /&gt;
=== Effekte in Absorption ===&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|Die Zuordnung der Effekte ist teilweise fehlerhaft. So beschreibt der [[Cotton-Mouton-Effekt]] ({{lang|en|magnetic linear birefringence}}, MLB)}}&lt;br /&gt;
==== Zirkularer magnetischer Dichroismus ====&lt;br /&gt;
Beim [[Dichroismus|zirkularen magnetischen Dichroismus]] (MCD) liegt die Magnetisierung parallel zur [[Ausbreitungsrichtung]] des Lichts, das zirkular polarisiert ist. Man unterscheidet zwischen einer polaren und einer longitudinalen Geometrie. Bei der polaren Geometrie liegt die Magnetisierung senkrecht zur Oberfläche, bei der longitudinalen liegt die Magnetisierung parallel zur Oberfläche in der [[Einfallsebene]]. Hier wird die unterschiedliche Absorption für die beiden Polarisationsrichtungen ausgenutzt. Diese ist proportional zum Imaginärteil des Brechungsindex. Der gemessene Effekt entspricht somit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{Im}(n_{+} - n_{-}) = \operatorname{Im}\left(\sqrt{\varepsilon_{xx} + \mathrm{i}\,\varepsilon_{xy}} - \sqrt{\varepsilon_{xx} - \mathrm{i}\,\varepsilon_{xy}}\right) \approx \operatorname{Re}\left(\frac{\varepsilon_{xy}}{\sqrt{\varepsilon_{xx}}}\right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Voigt-Effekt und linearer magnetischer Dichroismus ====&lt;br /&gt;
Beim 1898 entdeckten [[Voigt-Effekt]]&amp;lt;!-- Paker oder Parker? --&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S. Paker, 1987 Webster&amp;#039;s Biographical Dictionary. 1959&amp;lt;/ref&amp;gt;, dem [[Dichroismus|linearen magnetischen Dichroismus]] ({{enS|magnetic linear dichroism}}, MLD) und dem [[Cotton-Mouton-Effekt]], liegt die [[Magnetismus#Magnetfelder und Feldlinien|Magnetfeldrichtung]] parallel zu der Oberfläche, die von der einfallenden Welle senkrecht getroffen wird. Der Cotton-Mouton-Effekt, der vor allem in Flüssigkeiten auftritt, beruht auf der elektrischen und magnetischen Anisotropie der Moleküle. Durch das angelegte Feld werden die Moleküle ausgerichtet und bewirken eine quadratisch vom Feld abhängige Änderung der Diagonalterme des &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon&amp;lt;/math&amp;gt;-Tensors, &amp;lt;math&amp;gt;\varepsilon_{xx} = \varepsilon_{yy} \neq \varepsilon_{zz}&amp;lt;/math&amp;gt;. Der Voigt-Effekt, der in Metalldampf gemessen wird, und der MLD, der am Festkörper gemessen wird, werden durch die Ausrichtung der Elektronenhüllen verursacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{Im}(n_{\perp} - n_{||}) = \operatorname{Im}\left(\sqrt{\varepsilon_{xx} + \frac{\varepsilon_{xy}^2}{\varepsilon_{xx}}} - \sqrt{\varepsilon_{zz}})\right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Effekte in Transmission ===&lt;br /&gt;
*[[Faraday-Effekt]]&lt;br /&gt;
*[[Zeeman-Effekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Effekte in Reflexion ===&lt;br /&gt;
Der wichtigste Effekt ist der [[Magnetooptischer Kerr-Effekt|magnetooptische Kerr-Effekt]] (MOKE), der in drei unterschiedlichen Geometrien existiert:&lt;br /&gt;
*Polarer magnetooptischer Kerr-Effekt (PMOKE)&lt;br /&gt;
*Longitudinaler magnetooptischer Kerr-Effekt (LMOKE)&lt;br /&gt;
*Transversaler magnetooptischer Kerr-Effekt (TMOKE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zusätzlich gibt es noch den Oberflächen-magnetooptischen Kerr-Effekt (SMOKE)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der magnetooptische Kerr-Effekt ist nicht mit dem elektrooptischen [[Kerr-Effekt]] zu verwechseln, bei dem die Polarisationsebene durch Anlegen elektrischer Felder gedreht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Die bekannteste Anwendung der Magnetooptik findet man in der [[Magneto Optical Disk]] (MOD). Diese wird mit Hilfe des [[Magnetooptischer Kerr-Effekt|magnetooptischen Kerr-Effekts]] ausgelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine magnetische Druckfarbe von Seriennummern von [[Euro-Banknoten]] erlaubt ein magnetooptisches Lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Titel=magnetooptische Effekte|Sammelwerk= Lexikon der Optik|Hrsg=[[Harry Paul (Physiker)|Harry Paul]]|Verlag= Springer Medien | Datum=2003 |ISBN=978-3-827-41422-9  |Online=https://www.spektrum.de/lexikon/optik/magnetooptische-effekte/1943}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Magneto-optics|Magnetooptik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Optik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magnetismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rumkritzeln</name></author>
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