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	<title>Magnus Poser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T20:33:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magnus_Poser&amp;diff=698276&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-32245-52: /* Ehrennamen */</title>
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		<updated>2025-11-16T00:50:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ehrennamen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel für Magnus Poser.jpg|mini|Gedenktafel an Posers altem Wohnhaus in Jena]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magnus Poser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Januar]] [[1907]] in [[Jena]]; † [[21. Juli]] [[1944]] im [[KZ Buchenwald]]) war ein deutscher kommunistischer [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Magnus Poser wurde als jüngstes von vier Kindern als Sohn eines Zimmermanns in Jena geboren. Er besuchte die Jenaer Ostschule und schloss sich nach dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] der &amp;#039;&amp;#039;Freien Sozialistischen Arbeiterjugend&amp;#039;&amp;#039; an, der Vorläuferorganisation des [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands]] (KJVD). Nach dem Schulabschluss begann er eine Ausbildung zum Tischler, die er 1925 als Geselle abschloss. Nach bestandener Gesellenprüfung ging Poser auf die „[[Wanderjahr|Walz]]“, die ihn durch die [[Schweiz]], [[Österreich]], [[Ungarn]], die [[Tschechoslowakei]], [[Dänemark]], [[Finnland]] und in die [[Sowjetunion]] führte. In letzterer unternahm er den Versuch, ein Arbeiter-Studium aufzunehmen, was ihm jedoch nicht gelang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 kehrte Poser nach Deutschland zurück, trat kurz darauf in die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] ein und fand eine Arbeitsstelle in der Jenaer Firma [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Carl Zeiss]]. Poser wurde gesellschaftlich und politisch aktiv. Er engagierte sich in der Jenaer Sektion der [[Naturfreunde]], durch die er auch mit Gewerkschaftern, Sozialisten, Sozialdemokraten und Anhängern anderer linker Strömungen zusammenkam. 1929 trat er dem [[Freidenker]]verband bei. Ein Jahr später wurde er Vorstandsmitglied der &amp;#039;&amp;#039;Proletarischen Freidenker (Opposition)&amp;#039;&amp;#039;. Am 26. November 1930 verlor Poser seinen Arbeitsplatz, da er zuvor wegen „Landfriedensbruchs“ zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübertragung]] an die Nationalsozialisten schloss sich Poser einer illegalen Widerstandsgruppe an. Er wurde am 26. November 1933 erneut verhaftet, in das [[KZ Bad Sulza]] eingeliefert und am 20. April 1934 vom [[Oberlandesgericht Jena]] wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zwei Jahren und vier Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, welche er im Landesgefängnis Ichtershausen verbüßte. Danach war Poser wieder als Tischler tätig. Wenige Wochen nach seiner Entlassung heiratete er am 26. September [[Lydia Poser|Lydia Orban]], die er schon lange aus dem KJD kannte und die mit ihm ebenfalls zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Er formierte in Jena trotz polizeilicher Überwachung eine Widerstandsgruppe, die unter anderem eine illegale Druckerei besaß. Die Auflage der dort erstellten Flugschriften betrug oft über 1.000 Exemplare und richtete sich in Einzelfällen in französischer und russischer Sprache auch direkt an Zwangsarbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Ulrich Schneider (Historiker)|Ulrich Schneider]] |url=https://www.jungewelt.de/artikel/470607.faschismus-weigert-euch-munition-herzustellen.html |titel=Faschismus: »Weigert euch, Munition herzustellen!« |werk=junge welt |datum=2024-03-04 |sprache=de |abruf=2024-03-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 1942 nahm er Kontakt zu [[Theodor Neubauer]] auf. Von da an gehörte Poser mit zu den führenden Mitgliedern einer in Thüringen weit verzweigten Widerstandsorganisation, die Verbindungen nach Berlin zu [[Franz Jacob]] und [[Anton Saefkow]] sowie der militärischen Opposition um [[Claus Schenk Graf von Stauffenberg]] und den [[Kreisauer Kreis]] hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Magnus Poser wurde am 14. Juli 1944 an seiner Arbeitsstelle verhaftet und in den Weimarer Marstall, den Sitz der [[Gestapo]], überführt. Nach Verhören und Folterungen versuchte er angeblich in der Nacht vom 20. zum 21. Juli 1944 zu fliehen, soll aber im angrenzenden Park von fünf Schüssen getroffen worden sein, an deren Folgen er im Krankenrevier des KZ Buchenwald verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkstätten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:16Nordfriedhof.JPG|mini|hochkant|Porträtbüste Posers an der Gedenkstätte auf dem Nordfriedhof]]&lt;br /&gt;
Mitte der 1980er Jahre wurde auf dem [[Nordfriedhof (Jena)|Jenaer Nordfriedhof]] eine monumentale Gedenkstätte für die Opfer des antifaschistischen Widerstands angelegt. Sie diente in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Zeit unter anderem als Veranstaltungsort für politische Manifestationen von Parteifunktionären und gesellschaftlichen Organisationen an Gedenk- und Feiertagen. Vor einem etwa 3&amp;amp;nbsp;m hohen Betonblock mit der Inschrift „Ruhm und Ehre den Helden des antifaschistischen Widerstandskampfes“ und dem Dreiecksemblem steht auf einem Sockel eine Portraitbüste von Magnus Poser. Die Urne Magnus Posers war ursprünglich an anderer Stelle bestattet und wurde in den umgestalteten Ehrenhain umgebettet.&lt;br /&gt;
Im Wohnhaus Magnus Posers, Karl-Liebknecht-Straße 55 in Jena, wurde zu seinem Gedenken 1967 eine Tafel mit der Inschrift: „Hier wohnte von 1908–1944 der antifaschistische Widerstandskämpfer Magnus Poser, der von den Faschisten am 21. Juli 1944 ermordet wurde“ angebracht. In den Jahren 1977 bis 1989 befand sich in diesem Gebäude eine Gedenkstätte, die dem Leben und Wirken Magnus Posers gewidmet war. Diese wurde 1989 geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutsche Post der DDR gab zu Ehren von Theodor Neubauer und Magnus Poser 1970 eine Sonderbriefmarke heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrennamen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schulen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Nach Magnus Poser wurden in der DDR [[Polytechnische Oberschule]]n in Jena, [[Frauenprießnitz]], [[Lehesten (Thüringer Wald)]], [[Ottendorf (Thüringen)]], [[Mittelpöllnitz]], [[Saalfeld/Saale|Saalfeld]], [[Bad Salzungen]], [[Gera]], [[Lengfeld (Thüringen)]], [[Lippersdorf-Erdmannsdorf]], [[Bürgel (Thüringen)]] und [[Zella-Mehlis]] benannt. Berufsschulen mit seinem Namen gab es in [[Delitzsch]] und [[Zwochau]]. Eine Förder-Schule in [[Apolda]] trug ebenfalls seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Militärische Einheiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Den Traditionsnamen „Magnus Poser“ trugen die 13. [[Volkspolizei-Bereitschaften|VP-Bereitschaft]] in [[Meiningen]] und weiterhin die [[Raketenabteilung]] 11 der [[11. motorisierte Schützendivision|11. motorisierten Schützendivision]] der [[Nationale Volksarmee|NVA]] in [[Hermsdorf (Thüringen)|Hermsdorf]] ab dem 1. März 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Straßen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* In Jena, [[Fürstenwalde/Spree|Fürstenwalde]], [[Oberhof]] und [[Zella-Mehlis]] gibt es eine Magnus-Poser-Straße. Auch im Neubauviertel des Leipziger Stadtbezirks [[Schönefeld (Leipzig)|Schönefeld]] befindet sich eine Poserstraße. In Gera erhielt die Magnus-Poser-Straße 1991 wieder ihren alten Namen &amp;#039;&amp;#039;Untermhäuser Straße&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sonstiges&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Der Zubringertrawler mit der Fischereikennnummer &amp;#039;&amp;#039;ROS 420&amp;#039;&amp;#039; der [[Artur Becker (Schiffstyp)|„Artur Becker“-Baureihe]] erhielt seinen Namen.&lt;br /&gt;
* In Jena wurden eine [[Druckerei]] und ein Jugendklub der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* In [[Stadtroda]] wurde ein [[Kindergarten]] nach ihm benannt. Dieser wurde jedoch nach der Wende geschlossen.&lt;br /&gt;
* In [[Remschütz]] unterhielt der [[Carl Zeiss (Unternehmen)|VEB Carl Zeiss]] Jena ein [[Ferienlager|Betriebsferienlager]] „Magnus Poser“.&lt;br /&gt;
* Von 1977 bis 1989 trug der Jenaer [[Kernberglauf]] den Untertitel „zum Gedenken an Magnus Poser“; dessen Witwe Lydia Poser war Schirmherrin.&lt;br /&gt;
* In [[Bad Blankenburg]] trug das FDGB-Erholungsheim bis 1990 seinen Namen.&lt;br /&gt;
* In [[Gera]] trug das &amp;quot;Bezirksausbildungszentrum der [[Gesellschaft für Sport und Technik]]&amp;quot; (GST) seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;Tourist Stadtplan Gera, VEB Tourist Verlag Berlin/Leipzig 1988, Feld J/K 9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gertrud Glondajewski, Heinz Schumann: &amp;#039;&amp;#039;Die Neubauer-Poser-Gruppe. Dokumente und Materialien des illegalen antifaschistischen Kampfes (Thüringen 1939–1945).&amp;#039;&amp;#039; Dietz Verlag, Berlin 1957.&lt;br /&gt;
* Ruth Bahmann: &amp;#039;&amp;#039;Magnus Poser. Lebensbild eines Kommunisten.&amp;#039;&amp;#039; Hrsgg. v. Bezirksleitung Gera der SED, Kommission zur Erforschung der Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung und Kreisleitung Jena-Stadt der SED, Kommission zur Erforschung der Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung (= &amp;#039;&amp;#039;Leben wird unser Programm. Lebensbilder revolutionärer Kämpfer&amp;#039;&amp;#039;, Heft 1), Jena 1981/82.&lt;br /&gt;
* Willy Schilling: &amp;#039;&amp;#039;Im Widerstand. Magnus Poser (1907–1944).&amp;#039;&amp;#039; In: Mario Hesselbarth, Eberhart Schulz, [[Manfred Weißbecker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gelebte Ideen. Sozialisten in Thüringen: biographische Skizzen.&amp;#039;&amp;#039; [[Rosa-Luxemburg-Stiftung]] Thüringen, Jena 2006, S. 331–341.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6 ([http://www.stiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=4904 online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|magnus-poser}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle| url=https://thueringen.vvn-bda.de/2014/07/07/erinnerung-an-den-widerstandskampfer-magnus-poser-zum-70-todestag/| titel=Erinnerung an den Widerstandskämpfer Magnus Poser| abruf=2024-07-21| abruf-verborgen=1| autor=Elke Pudszuhn| hrsg=Landesvereinigung Thüringen der VVN-BdA| datum=2014-07-07}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124999638|VIAF=961076}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Poser, Magnus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Neubauer-Poser-Gruppe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Poser, Magnus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Januar 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Jena]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Juli 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-32245-52</name></author>
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