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	<title>Marthe Hanau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marthe_Hanau&amp;diff=2162379&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;René Thiemann: Zahl ausgeschrieben. Schreibweise vereinheitlicht.</title>
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		<updated>2026-03-26T13:12:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zahl ausgeschrieben. Schreibweise vereinheitlicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marthe Hanau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Januar]] [[1886]] in [[Paris]]; † [[14. Juli]] [[1935]] in [[Fresnes (Val-de-Marne)|Fresnes]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.afmeg.info/squelettes/dicofemmesjuives/pages/notice/hanau.htm |wayback=20101012033405 |text=&amp;#039;&amp;#039;HANAU Marthe 1886–1935. La banquière des années folles.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-04-30 03:57:04 InternetArchiveBot }} Auf: &amp;#039;&amp;#039;Présences féminines juives en France (XIXè-XXè siècles).&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine französische Anlagebetrügerin. Sie betrog die französischen Finanzmärkte in den 1920er- und 1930er-Jahren um einige Millionen [[Französischer Franc|Francs]] und löste damit einen Skandal aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Marthe Hanaus Eltern waren jüdische Kleinhändler aus dem [[Elsass]]. Sie heiratete Lazare Bloch, von dem sie sich später wieder scheiden ließ. Im Jahr 1925 gründete sie mit ihm die Wirtschaftszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Gazette du Franc&amp;#039;&amp;#039;, die sie auch nach ihrer Scheidung mit ihm weiter betrieb. In dieser Zeitschrift wurden regelmäßig Aktientipps für Spekulanten verbreitet, und zwar wurden überwiegend Papiere solcher Unternehmen beworben, deren Miteigentümer die beiden waren, und hier wiederum häufig reine [[Mantelgesellschaft|Firmenmäntel]] ohne operative Tätigkeit oder gar Scheinfirmen. Dennoch schossen die Kurse dieser Aktien einfach aufgrund des gesteigerten Handelsvolumens in die Höhe.&lt;br /&gt;
Hanau baute ihre Finanz- und Beratungsaktivitäten weiter aus, gründete eine [[Nachrichtenagentur|Finanznachrichten-Agentur]] mit Namen &amp;#039;&amp;#039;Agence Interpresse&amp;#039;&amp;#039; und brachte [[Anleihe|Obligationen]] auf den Markt, die acht Prozent Gewinn versprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurden Banken und die konkurrierende Agentur &amp;#039;&amp;#039;[[Havas|Agence Havas]]&amp;#039;&amp;#039; auf die dubiose Geschäftemacherei aufmerksam und begannen, diese Machenschaften zu untersuchen und zu bekämpfen. Zunächst gelang es Hanau noch durch Bestechung verschiedener Politiker, Zeit zu gewinnen und den öffentlichen Skandal abzuwenden, am 17. Dezember 1928 aber wurden Hanau, Bloch und weitere Komplizen durch die Polizei verhaftet. Sie wurden des Betrugs angeklagt und saßen zunächst im [[Gefängnis Saint-Lazare]] ein. Zu dieser Zeit hatten Investoren, die den verbrecherischen Anlageempfehlungen gefolgt waren, bereits 120 Millionen Francs verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünfzehn Monate später fand die Prozesseröffnung statt. Marthe Hanau hielt dem Gericht vor, dieses verstehe nichts von Finanzgeschäften, behauptete, sie könne alles Geld zurückzahlen, und verlangte ihre Freilassung gegen [[Kaution]]. Als ihr dieses Ansinnen abgeschlagen wurde, trat sie in Hungerstreik und wurde drei Wochen später in eine Klinik in [[Neuilly-sur-Seine|Neuilly]] verlegt, wo man sie zwangsernährte. In einem unbeaufsichtigten Moment konnte sie fliehen, kehrte aber wieder ins Gefängnis Saint-Lazare zurück.&lt;br /&gt;
Die Hauptverhandlungen begannen am 20. Februar 1932, während derer Hanau die Namen aller Politiker bekannt machte, die von ihr bestochen worden waren, und damit einen Skandal auslöste. Sie wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, wobei man ihr aber 15 Monate anrechnete, die sie schon abgesessen hatte. Bloch wurde zu 18 Monaten Gefängnis, die übrigen Komplizen zu Geldstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
Nach ihrer Haftentlassung erwarb Marthe Hanau das &amp;#039;&amp;#039;Forces&amp;#039;&amp;#039;-Magazin, geriet aber aufgrund Geheimnisverrats 1932 erneut mit dem Gesetz in Konflikt und wurde abermals zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Sie ging in Berufung, die aber abschlägig beschieden wurde, woraufhin sie floh. Der Polizei gelang es später, sie zu ergreifen, so dass sie ihre Haft antreten musste. Sie tötete sich im Gefängnis mit einer Überdosis an Schlafmitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Affäre um Marthe Hanau wie auch die folgende [[Alexandre Stavisky|Stavisky-Affäre]] (1933/34) wurden von antisemitischen Kreisen in Frankreich als kleine &amp;#039;&amp;#039;[[Panama-Skandal]]e&amp;#039;&amp;#039; bewusst geschürt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Léon Poliakov]], Christian Delacampagne, Patrick Girard: &amp;#039;&amp;#039;Rassismus. Über Fremdenfeindlichkeit und Rassenwahn&amp;#039;&amp;#039;, Luchterhand-Literaturverlag, Hamburg 1992, ISBN 3-630-71061-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* T. de Morembert, &amp;#039;&amp;#039;Hanau Marthe&amp;#039;&amp;#039;, in: M. Prévost, Roman d&amp;#039;Amat (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire de biographie française&amp;#039;&amp;#039;, Paris, Letouzey et Ané, 1954&lt;br /&gt;
* [[Dominique Desanti]]: &amp;#039;&amp;#039;Marthe Hanau : la banquière des années folles&amp;#039;&amp;#039;. Paris: Fayard, 1968&lt;br /&gt;
* Florence Montreynaud, &amp;#039;&amp;#039;Le XXe siècle des femmes&amp;#039;&amp;#039;, Paris, Nathan, 1989, S. 219–220&lt;br /&gt;
* Hanau Marthe, in: Lucienne Mazenod, Ghislaine Schoeller, &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des femmes célèbres&amp;#039;&amp;#039;, Paris, Robert Laffont-Bouquins, 1992, S. 386.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische Aufarbeitung ==&lt;br /&gt;
Das Leben Marthe Hanaus bildet die Vorlage für [[Dieter Kühn (Schriftsteller)|Dieter Kühns]] Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Die Präsidentin (Roman)|Die Präsidentin]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1973.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=41898124 |Autor=Renate Merklein |Titel=Und Madames Ganovenehre? |Jahr=1973 |Nr=45 |Seiten=200 |Datum=1973-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 erschien der Kinofilm &amp;#039;&amp;#039;[[Die Bankiersfrau|La Banquière]]&amp;#039;&amp;#039;, der das Schicksal Marthe Hanaus verfremdet darstellte, mit [[Romy Schneider]] in der Hauptrolle der „Emma Eckhert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/007052}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12366327X|LCCN=n/85/371992|VIAF=27984934}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hanau, Marthe}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betrüger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hanau, Marthe&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französische Anlagebetrügerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Januar 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Juli 1935&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Fresnes (Val-de-Marne)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;René Thiemann</name></author>
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