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	<title>Max de Crinis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_de_Crinis&amp;diff=1320971&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: Kat: Österreichischer Emigrant in D</title>
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		<updated>2026-01-27T07:38:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat: Österreichischer Emigrant in D&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maximinus „Max“ Friedrich Alexander de Crinis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Mai]] [[1889]] in [[Ehrenhausen]], [[Steiermark]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taufbuch&amp;quot;&amp;gt;Taufbuch Ehrenhausen, tom. C, fol. 105 ([https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/graz-seckau/ehrenhausen/1167/?pg=106 Faksimile]), abgerufen am 29. Januar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[2. Mai]] [[1945]] in [[Stahnsdorf]] bei [[Berlin]]) war ein [[österreich]]ischer [[Psychiater]] und [[Neurologe]]. Im [[NS-Staat]] war er Ordinarius und Direktor der [[Universität zu Köln|Universitätsnervenklinik Köln]] sowie der Psychiatrischen- und Nervenklinik der [[Charité]] in Berlin. Er war [[SS-Standartenführer]] und als Ministerialreferent für medizinische Fachfragen im Amt Wissenschaft des [[Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung|Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung]] an der Vorbereitung und Durchführung der [[NS-Krankenmorde]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Studium ===&lt;br /&gt;
Max de Crinis wurde am 29. Mai 1889 als Sohn des Arztes Alexander „Alex“ de Crinis (1849–1912) und dessen Frau Maria, geb. Bullmann (1859–1929), in Ehrenhausen geboren und am 5. Juni 1889 auf den Namen Maximinus Friedrich Alexander getauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taufbuch&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|gtb|15|01|1929|13|Todesanzeige}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Kurzmann/Wiltraud Resch: Denkmäler und Schicksale der St. Peter Stadtfriedhof in Graz, Graz 2002, S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Familie seines Vaters war seit 1640 in der Steiermark ansässig; die seiner Mutter stammt aus [[Altweilnau]] im [[Taunus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Degeners Wer ist&amp;#039;s? Begr. und hrsg. von Herrmann A.L. Degener, X. Ausgabe (1935), Berlin 1935, S, 260.&amp;lt;/ref&amp;gt; De Crinis besuchte von 1895 bis 1899 die Volksschule in seinem Geburtsort und von 1899 bis 1907 das [[k.k.]] II. Staatsgymnasium in Graz. Der als ehrgeizig und fleißig beschriebene de Crinis trat 1907 von der Katholischen zur Evangelischen Kirche über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De Crinis studierte in [[Universität Graz|Graz]] und [[Universität Innsbruck|Innsbruck]] [[Studium der Medizin|Medizin]] wie sein Vater. 1908 wurde er Mitglied des [[Corps Joannea]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1930, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;50&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 144&amp;lt;/ref&amp;gt; 1912 wurde er in Graz zum [[Dr. med.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Für eine neurologisch-psychiatrische Ausbildung verblieb er als Assistent an der dortigen Universitätsnervenklinik. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde er am 29. Jänner 1916&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|fdb|29|01|1916|16|Verordnungsblatt für die k.&amp;amp;nbsp;k. Landwehr Nr. &amp;lt;nowiki&amp;gt;1[5]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;|ALTSEITE=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Landsturm]]assistenzarzt und psychiatrischer Sachverständiger am [[Militärgericht]] in Graz. Besonders widmete er sich der Erforschung von [[Posttraumatische Belastungsstörung|Kriegsneurosen]]. 1916 heiratete de Crinis die ein Jahr jüngere Schauspielerin Lili Anna Szikora (1890–1945). Er hatte einen Sohn, Xandi de Crinis (1929–1963).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://tng.adler-wien.eu/ |titel=ADLER Heraldisch-Genealogische Gesellschaft, Wien |abruf=2021-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruflicher Werdegang ===&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1918 wurde de Crinis zum Oberarzt ernannt. 1920 [[Habilitation|habilitierte]] er sich mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Beteiligung der humoralen Lebensvorgänge des menschlichen Organismus am epileptischen Anfall.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Monographien aus dem Gesamtgebiete der Neurologie und Psychiatrie, Heft 22, Springer, Berlin 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende Oktober erhielt er seine Habilitationsurkunde. Seine Ernennung zum außerordentlichen Professor für Psychiatrie und Neuropathologie in Graz erfolgte am 30. Juli 1924,&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wrz|26|08|1924|1|Amtlicher Teil}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Berufung zum Ordinarius 1927.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Orientierung ===&lt;br /&gt;
Im Bereich der südöstlichen deutschen Sprachgrenze des österreichisch-ungarischen [[Vielvölkerstaat]]es aufgewachsen, war de Crinis ausgeprägt [[Deutschnationalismus|deutschnational]] eingestellt. Schon während seiner Studienzeit hatte er sich einer deutschnationalen Korporation angeschlossen. Nach Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] betätigte er sich in der [[Großdeutsche Volkspartei|Großdeutschen Volkspartei]], die sich der Bildung eines großdeutschen Reiches verschrieben hatte. Er war 1918 in einem [[Freikorps]] und gehörte auch dem [[Steirischer Heimatschutz|Steirischen Heimatschutz]] an, der die Abtrennung der [[Untersteiermark]] von Nachkriegsösterreich bekämpfte. 1927 schloss diese Bewegung eine erste Kampfgemeinschaft mit der österreichischen [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Österreichs – Hitlerbewegung|NSDAP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 21. Dezember 1931 trat der antisemitisch gesinnte de Crinis der NSDAP bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 688.247).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/5590600&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine politischen Aktivitäten führten am 22. Mai 1934 zu seiner Verhaftung. Nach dem [[Juliputsch|Putsch der Nationalsozialisten in Österreich]] und der Ermordung des Bundeskanzlers [[Engelbert Dollfuß]] am 25.&amp;amp;nbsp;Juli 1934 floh de Crinis nach Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Direktor der Psychiatrischen Universitätsnervenklinik Köln ===&lt;br /&gt;
In Köln wurde er als Ordinarius für Psychiatrie und Neurologie als Nachfolger des als Jude entlassenen [[Gustav Aschaffenburg]] eingestellt und mit Berufungsurkunde vom 9. Oktober 1934 rückwirkend zum Direktor der [[Uniklinik Köln|Psychiatrischen Universitätsnervenklinik]] ernannt. Verbunden mit seiner Ernennung zu einem preußischen Beamten war der Erwerb der preußischen Staats- und damit auch der deutschen Reichsangehörigkeit. Seine Berufung nach Köln wurde vom [[Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung]] gegen das Votum der Fakultät durchgesetzt. Diese hatte Defizite in der wissenschaftlichen Praxis von de Crinis auf dem Gebiet der Psychiatrie geltend gemacht, die als Schwerpunkt der zu besetzenden Stelle galt. Ministerialrat [[Daniel Achelis]] setzte sich in einem Schreiben vom 6. Juli 1937 mit folgendem Argument darüber hinweg und schlug ihn für die Neubesetzung vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=De Crienies [sic] sei Nationalsozialist und habe aus diesem Grunde seinen Lehrstuhl in Graz verloren. Seine Bedeutung als Wissenschaftler sei ausreichend für einen psychiatrischen Lehrstuhl.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Beddies |Titel=Universitätspsychiatrie im Dritten Reich. Die Nervenklinik der Charité unter Karl Bonhoeffer und Maximinian de Crinis |Hrsg=Rüdiger vom Bruch, Christoph Jahr, Rebecca Schaarschmidt |Sammelwerk=Die Berliner Universität in der NS-Zeit |Band=Band 2, Fachbereiche und Fakultäten |Verlag=Steiner |Ort=Stuttgart |Datum=2005 |ISBN=3-515-08658-7 |Online={{Google Buch|BuchID=re_ouqw0tFAC|Seite=67}} |Abruf=2022-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
Als Klinikdirektor und Ordinarius konnte sich de Crinis erstmals auch in Deutschland durch seine [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|rassenhygienischen]] und [[Eugenik|eugenischen]] Aktivitäten profilieren. Die &amp;#039;&amp;#039;Dozentenschaft&amp;#039;&amp;#039; der Kölner Universität führte er ab November 1934 bis zu seinem Wechsel nach Berlin 1938. In der 1935 gegründeten [[Gesellschaft Deutscher Neurologen und Psychiater]] fungierte er als Beirat. Für das [[Erbgesundheitsgericht]] Köln war er gutachterlich tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine wissenschaftliche Karriere setzte de Crinis durch histopathologische und histochemische Arbeiten fort. Eine Abhandlung über die Anatomie der Hörrinde publizierte er 1934. Bekannt wurde er aber auch durch die Entwicklung einer besonderen Form der Hirnzellenfixierung. Hirnpunktionen, die er später im Zusammenhang mit seinen Forschungen über [[Hirntumor]]e vornahm, können als „fragwürdige Menschenversuche“&amp;lt;ref&amp;gt;Jasper, S. 68f.&amp;lt;/ref&amp;gt; gesehen werden. De Crinis war auch beteiligt an einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekt zum biologischen Nachweis der [[innersekretorisch]]en Störungen bei [[Schizophrenie]]. Geisteskrankheiten führte er nach seiner These auf Eiweißzerfallstoxikosen zurück. Seit 1940 befasste sich de Crinis auch mit dem menschlichen Gesichtsausdruck.&amp;lt;ref&amp;gt;Maximinian de Crinis: &amp;#039;&amp;#039;Der menschliche Gesichtsausdruck und seine diagnostische Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1942.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Gebiet der Neuropathologie, Neurophysiologie, Neurologie und Psychiatrie publizierte er insgesamt 60 wissenschaftliche Arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Klimpel, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaft in der SS ===&lt;br /&gt;
In die [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 276.171) trat de Crinis am 18. Februar 1936 als Untersturmführer ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/520425&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 20. April 1937 wurde er zum SS-Obersturmführer, am 11. September 1938 zum SS-Hauptsturmführer befördert. SS-Standartenführer wurde er November 1943.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Grüttner: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;. Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De Crinis hatte enge Kontakte zum [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst der SS]] (SD) und war mit [[Reinhard Heydrich]], dem Chef und [[Walter Schellenberg (SS-Mitglied)|Walter Schellenberg]] als dem Leiter des Amtes IV E (Abwehr) des [[Reichssicherheitshauptamt]]es befreundet. Letzterer beschreibt ihn in seinen Erinnerungen als „väterlichen Freund“, in dessen Haus er „wie ein Sohn verkehrte“. Er sei „eine große, vornehme Erscheinung, politisch versiert und von beachtlicher Allgemeinbildung“ gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Schellenberg: &amp;#039;&amp;#039;Aufzeichnungen: Die Memoiren des letzten Geheimdienstchefs unter Hitler.&amp;#039;&amp;#039; Limes, 1979, ISBN 3-8090-2138-5, S. 79 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Person seines Vertrauens bezog Schellenberg de Crinis auch in das als [[Venlo-Zwischenfall]] bekannte Unternehmen ein, bei dem er am 29. Oktober 1939 Schellenberg nach Holland begleitete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.mythoselser.de/texts/schellenberg2.htm |titel=Walter Schellenberg: Der Venlo-Zwischenfall |abruf=2022-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Koblank: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.venlo-zwischenfall.de/ Der Venlo-Zwischenfall]&amp;#039;&amp;#039;, Online-Edition Mythos Elser 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Dienst der Wehrmacht und Waffen-SS ===&lt;br /&gt;
Als beratender Psychiater war de Crinis bereits ab 1937 beim Wehrkreisarzt III aktiv. Für den [[Mobilmachung|Mob-Fall]] wurde auch der Umgang mit den zu erwartenden Opfern wie [[Kriegszitterer]]n, Hysterikern und Neurotikern, aber auch mit [[Kriegsdienstverweigerer]]n und Homosexuellen besprochen. In Berlin betätigte er sich 1939 als beratender Armeepsychiater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine besonderen Verdienste für die [[Wehrmacht]] wurde de Crinis am 1. Februar 1941 zum [[Oberfeldarzt]] und zum 1. Dezember 1942 „gemäß Erlaß des Oberbefehlshabers des Heeres“ zum [[Oberstarzt]] ernannt. 1939 erhielt er das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] II. und I. Klasse sowie 1941 die [[Ehrenzeichen für deutsche Volkspflege|Medaille für deutsche Volkspflege]]. Im Jahr 1943 wurde er zum Mitglied der Gelehrtenakademie [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Oktober 1944 wurde de Crinis zum obersten beratenden Heerespsychiater bestellt und leitete das Institut für Allgemeine Psychiatrie und Wehrpsychologie der [[Pépinière|Militärärztlichen Akademie]]. Als beratender Psychiater war er auch beim Heeressanitäts-Inspekteur (als Nachfolger von Oberstarzt [[Otto Wuth]]) und für die [[Waffen-SS]] bereits ab 1942 tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ordinarius und Direktor der Psychiatrischen- und Nervenklinik der Charité in Berlin ===&lt;br /&gt;
Mit der Emeritierung von [[Karl Bonhoeffer]] 1938 wurden das Ordinariat und die Direktion der Psychiatrischen- und Nervenklinik der [[Charité]] in Berlin frei. Bonhoeffer war es nicht gelungen, seine Nachfolge rechtzeitig durch Präsentation eines konsensfähigen Kandidaten zu regeln. Fakultät und Ministerium hatten hierzu unterschiedliche Vorstellungen. Ebenso wie Bonhoeffer äußerte sich auch die Fakultät negativ zu einer Kandidatur de Crinis’. Der Dekan und Direktor der I. Medizinischen Universitätsklinik der Charité, [[Richard Siebeck]], sprach sich gegenüber dem Ministerium wie folgt aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Seiner vorbildlichen Persönlichkeit und seinem politischen Einsatz entsprechen offenbar nicht seine Leistungen auf dem Gebiet der Psychiatrie. Er hat sich überwiegend mit physiologisch-chemischen und rein hirnanatomischen Untersuchungen beschäftigt, auf dem eigentlichen Gebiet der Psychiatrie aber kaum betätigt. Seine Arbeiten über Aufbau und Abbau der Großhirnleistungen und ihre anatomischen Grundlagen werden stark angefochten. […] So sehr ich de Crinis persönlich schätze, so kann ich mich nach eingehenden Erkundigungen nicht davon überzeugen, daß er als Psychiater den Anforderungen der hiesigen Klinik gewachsen wäre.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Beddies |Titel=Universitätspsychiatrie im Dritten Reich. Die Nervenklinik der Charité unter Karl Bonhoeffer und Maximinian de Crinis |Hrsg=Rüdiger vom Bruch, Christoph Jahr, Rebecca Schaarschmidt |Sammelwerk=Die Berliner Universität in der NS-Zeit |Band=Band 2, Fachbereiche und Fakultäten |Verlag=Steiner |Ort=Stuttgart |Datum=2005 |ISBN=3-515-08658-7 |Online={{Google Buch|BuchID=re_ouqw0tFAC|Seite=63}} |Abruf=2022-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Siebeck angesprochenen Erkundigungen bestanden in einer Umfrage bei sämtlichen Fachkollegen an deutschen Hochschulen. Diese ergab eine lediglich zweimalige Nennung von de Crinis’ Namen. Der einzige Fachvertreter, der sich dezidiert für ihn ausgesprochen hatte, war [[Carl Schneider (Mediziner)|Carl Schneider]] aus [[Heidelberg]], der sich später als [[T4-Gutachter]] maßgebend an den [[NS-Krankenmorde]]n beteiligte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ebenso wie vorher in Köln setzte sich auch jetzt das Ministerium, nicht zuletzt bestärkt durch die starke Unterstützung durch die NS-Dozentenschaft, gegenüber der Fakultät durch und ernannte de Crinis zum 1. November 1938 zum Professor für Psychiatrie und Neurologie sowie zum Direktor der Nervenklinik der Charité.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Referent im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung ===&lt;br /&gt;
1939 wurde de Crinis Mitglied des Kuratoriums des [[Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung]]. Im folgenden Jahr ernannte ihn Minister [[Bernhard Rust]] zum 1. Januar 1940 zum Nachfolger von [[Ernst Bach (Mediziner)|Ernst Bach]], der ein Ordinariat in Marburg übernahm und sich maßgeblich für die Berufung de Crinis nach Berlin eingesetzt hatte. Unter Belassung seiner Ämter als Hochschullehrer und Klinikdirektor wurde de Crinis im Ministerium als Referent für medizinische Sachfragen eingesetzt. In dieser Funktion konnte er sich auch zu Problemen der medizinischen Ausbildung und den damit zusammenhängenden Berufungsfragen als fachkompetent mit entsprechenden Gewicht äußern. Eine enge fachliche Zusammenarbeit fand mit dem Reichsgesundheitsführer der NSDAP und Staatssekretär für Gesundheitswesen im Reichsinnenministerium [[Leonardo Conti (Mediziner)|Leonardo Conti]] statt. Kontakte bestanden ebenfalls zum Reichsarzt [[Ernst-Robert Grawitz]]. 1944 wirkte er zugleich im Beirat des Bevollmächtigten für das Gesundheitswesen [[Karl Brandt (Mediziner)|Karl Brandt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Verdienste um die nationalsozialistische Bewegung wurde de Crinis mit dem [[Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP|Goldenen Parteiabzeichen der NSDAP]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem umstrittenen „Englandflug“&amp;lt;!--Heß flog nach Schottland--&amp;gt; des Führerstellvertreters [[Rudolf Heß]] am 10. Mai 1941 wurde de Crinis mit der Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens beauftragt, um die politisch opportune Diagnose „Geisteskrankheit“ zu stützen. Im Auftrag von Walter Schellenberg soll er kurz vor Kriegsende auch den Gesundheitszustand von Außenminister [[Joachim von Ribbentrop]] sowie von Hitler – sicherlich ohne Untersuchung der Genannten – beurteilt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.langenacht-suedwestkirchhof.de/Vorschau%202004/de%20Crinis%20Beschreibung.htm |titel=Maximinian de Crinis (1889–1945) |abruf=2023-05-13 |offline=1}} Exposé von Klaus-Jürgen Neumärker&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Hitler habe er die [[Parkinsonsche Krankheit]] diagnostiziert, wie er Anfang 1945 in einem Gespräch mit [[Folke Bernadotte|Graf Folke Bernadotte]] erklärte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Die letzten Tage des Dritten Reiches |Sammelwerk=Neue Steierische Zeitung |Nummer=110 |Datum=1945-10-03 |Seiten=1 |Online=[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nes&amp;amp;datum=19451003&amp;amp;seite=1 ANNO – AustriaN Newspapers Online] |Abruf=2020-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Die letzten Tage des Dritten Reiches |Sammelwerk=Neue Steierische Zeitung |Nummer=111 |Datum=1945-10-04 |Seiten=3 |Online=[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nes&amp;amp;datum=19451004&amp;amp;seite=3 ANNO – AustriaN Newspapers Online] |Abruf=2020-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein medizinisches Gutachten für eine Amtsenthebung zugunsten [[Heinrich Himmler|Himmlers]] jedoch abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Günther Schenck]]: &amp;#039;&amp;#039;Patient Hitler. Eine medizinische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-0776-X, S. 414f., 436.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beteiligung an der Planung der nationalsozialistischen Kranken- und Behindertenmorde ===&lt;br /&gt;
Max de Crinis zählte als einflussreichster Nationalsozialist im Gefüge der deutschen Psychiatrie zu den Protagonisten der nationalsozialistischen Kranken- und Behindertenmorde, wie sie in der [[Kinder-Euthanasie|Kinder-„Euthanasie“]], der [[Aktion T4]] und der nachfolgenden dezentralen „[[Aktion Brandt]]“ realisiert wurden. Obwohl er bei der Planung und Organisation der Kranken- und Behindertenmorde kein offizielles Amt einnahm, ist doch seine maßgebliche Rolle aufgrund seiner Stellung und auch aus dem noch erhaltenen Schriftverkehr zur „Aktion Brandt“ belegbar. Die diesbezüglichen Akten der Charité wurden allerdings nach Kriegsende vom damaligen Ärztlichen Direktor Friedrich Hall teilweise vernichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Gerrens: &amp;#039;&amp;#039;Medizinisches Ethos und Theologische Ethik: Karl und Dietrich Bonhoeffer in der Auseinandersetzung um Zwangssterilisation und „Euthanasie“ im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Oldenbourg Wissenschaftsverlag 1996, ISBN 3-486-64573-0, S. 18, Anmerkung 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur organisatorischen und fachlichen Vorbereitung der ersten Phase der Erwachsenen-„Euthanasie“ (Aktion T4) etablierte sich ein Kreis ausgesuchter Psychiater, der sich am 10. August 1939 in Berlin traf und dem neben den weiteren Hauptakteuren wie [[Philipp Bouhler]], [[Viktor Brack]], [[Hans Hefelmann]], [[Herbert Linden]], [[Karl Brandt (Mediziner)|Karl Brandt]], [[Werner Heyde]], [[Carl Schneider (Mediziner)|Carl Schneider]], [[Hans Heinze]] auch de Crinis angehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Walter Schmuhl: &amp;#039;&amp;#039;Rassenhygiene, Nationalsozialismus, Euthanasie. Von der Verhütung zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ 1890–1945.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1987/1992, S. 191.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Aufgaben dieses Kreises zählte auch die Anwerbung von geeignetem „Fachpersonal“. In einem Treffen Anfang Februar 1940 in Berlin sollten geladene Ärzte als Gutachter für die Aktion T4 gewonnen werden. Nach Aussage des späteren T4-Gutachters [[Friedrich Mennecke]] zählte auch de Crinis zu diesem Anwerbergremium:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[…] Dann wurden wir gefragt, ob wir bereit seien, als Untergutachter […] mitzuwirken. Es ist nicht der einzelne gefragt worden, sondern es wurde in dem Kreis, wie wir so saßen, mehr im offenen Colloquium, dieses ganze Thema behandelt. Es beteiligten sich in der Hauptsache an diesem Colloquium die älteren Herren, Professor Nietzsche [Nitsche d.V.] und Faltlhauser, dann ein Herr, dessen Name ich nicht mehr weiß, der aber möglicherweise der Professor Dekrinis [de Crinis d.V.] aus Berlin gewesen ist. Ich kenne ihn nicht persönlich, und das Resumé dieses Colloquiums war, daß man unter diesen Umständen doch diese Maßnahmen mitmachen und unterstützen könne. Gegen die Maßnahmen hat keiner Bedenken geäußert. […]&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Aussage Friedrich Mennecke in der öffentlichen Sitzung im sogenannten „Eichberg-Prozeß“ am 2. Dezember 1946, zitiert nach Klee: &amp;#039;&amp;#039;„Euthanasie“ im NS-Staat.&amp;#039;&amp;#039; S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beteiligung de Crinis’ an der zweiten Phase der „Euthanasie“-Morde existieren schriftliche Belege. Am 25. August 1943 wandte sich der ärztliche Leiter der T4-Organisation [[Hermann Paul Nitsche]] wie folgt an de Crinis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Was unsere Aktion bei Prof. Br. [Brandt d.V.] anlangt, so […] hat er mir durch Herrn [[Werner Blankenburg|Blankenburg]] die Ermächtigung erteilt, im Sinne meines ihm mündlich gemachten E. [Euthanasie d.V.] –Vorschlages vorzugehen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Oktober 1943 schrieb Nitsche erneut an de Crinis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Sie erinnern sich, daß ich Prof. Br., als wir beide Ende Juni bei ihm waren, einen ganz konkreten Vorschlag in der E-Frage machte.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] Koblenz, Personalakten de Crinis und Nitsche, zitiert nach Aly &amp;#039;&amp;#039;Aktion T4.&amp;#039;&amp;#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Zustimmung Brandts setzte Nitsche am 17. August 1943 eine Besprechung mit ausgewählten Psychiatern an, auf der die dezentralisierte Krankentötung durch Injektionen überdosierter Medikamente festgelegt wurde. Die Zahl der Tötungen wurde in das Ermessen der örtlichen Anstaltsärzte gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De Crinis’ bedeutende Rolle bei der Planung und Durchführung der Krankenmorde gilt als gesichert. So wird er als „graue Eminenz“ der „Euthanasie“-Organisation bezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;Dörner, Ebbinghaus, Linne (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Nürnberger Ärzteprozeß 1946/47. Wortprotokolle, Anklage- und Verteidigungsmaterial, Quellen zum Umfeld.&amp;#039;&amp;#039; München 2000, Erschließungsband S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; und als Kontaktperson zu den anderen Reichsbehörden.&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Süß: &amp;#039;&amp;#039;Der „Volkskörper“ im Krieg. Gesundheitspolitik, Gesundheitsverhältnisse und Krankenmord im nationalsozialistischen Deutschland 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; München 1998/99, ISBN 3-486-56719-5, S. 356, Anmerkung 213.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch am Entwurf von Hitlers Ermächtigungsschreiben vom 1. September 1939&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://neurologie.med-network.de/geschichte/decrinis.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Charité – Max de Crinis Direktor 1938–1945&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070521220145}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und den Beratungen über ein (nicht zustande gekommenes) „Euthanasie-Gesetz“ soll de Crinis beteiligt gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Heinz Roth]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erfassung zur Vernichtung. Von der Sozialhygiene zum „Gesetz über Sterbehilfe“.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1984, ISBN 3-922866-16-6, S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die laufenden Tötungen im Rahmen der Kinder-„Euthanasie“ waren ihm sicherlich ebenso bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Beddies vom Institut für Geschichte der Medizin im Zentrum für Human- und Gesundheitswissenschaften der Charité-Universitätsmedizin Berlin kommt zu folgendem Resumé:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es kann letztlich nicht bezweifelt werden, daß de Crinis qua seiner zahlreichen Funktionen und Ämter und auch über persönliche Kontakte umfassend über die Krankentötungen und auch über die Medizin-Verbrechen in den Konzentrationslagern informiert und auch beteiligt gewesen ist.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rüdiger vom Bruch]], Christoph Jahr, Rebecca Schaarschmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Universität in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Band II: &amp;#039;&amp;#039;Fachbereiche und Fakultäten.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2004, ISBN 3-515-08658-7, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben des zwangsverpflichteten [[Elsass|elsässischen]] Chirurgen [[Adolphe Jung]], der zwischen 1942 und 1945 Privatassistent von [[Ferdinand Sauerbruch]] war, gab de Crinis am 15. Februar 1945 gegenüber Sauerbruch an, die SS habe in einem [[Konzentrationslager]] bei Berlin insgesamt 8000 Häftlinge umgebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Hardinghaus |Titel=Ferdinand Sauerbruch und die Charité. Operationen gegen Hitler. |Verlag=Europa Verlag |Ort=Berlin/München/Wien/Zürich |Datum=2019 |ISBN=978-3-95890-236-7 |Seiten=180}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsende und Tod ===&lt;br /&gt;
De Crinis ging am 21. April 1945 noch ein letztes Mal in seine nach Berlin-Buch ausgelagerte Klinik und erwartete dann in seiner Villa am Wannsee den Einmarsch der Roten Armee. Am 1. Mai 1945 versuchte er, zusammen mit seiner Frau die Front nach Westen in seinem Wagen zu durchbrechen. Der Versuch scheiterte jedoch am [[Teltowkanal]]. De Crinis und seine Ehefrau begingen daraufhin am 2. Mai 1945 gemeinsamen [[Selbstmord]] durch mitgeführtes [[Zyankali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
De Crinis wurde am 18. August 1945 auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]] bei Berlin beerdigt. Zusammen mit 1.112 Opfern der [[Diktatur|Gewaltherrschaft]] wurde er 1995 aus unbekannten Gründen auf die Stahnsdorfer Anlage für die „Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“ umgebettet. Zwischenzeitlich hat allerdings nach Protesten das [[Land Berlin]] entschieden, diese [[Umbettung]] de Crinis’ wieder rückgängig zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10508153/2706882/ |text=Als Psychiater an der Tötung Behinderter und psychisch Kranker beteiligt |archive-today=20120912035552}}, Märkische Allgemeine, 3. Mai 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Ehrenzeichen für Verdienste um das Rote Kreuz]] II. Klasse mit Kriegsdekoration (1916)&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|gtb|20|10|1916|14|Auszeichnungen vom Roten Kreuz|ALTSEITE=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ehrenmitglied]] der [[Gesellschaft der Ärzte in Wien|Wiener Medizinischen Gesellschaft]] (2. Oktober 1942)&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|vob|10|10|1942|5|Festsitzung der Medizinischen Gesellschaft}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=(mit Hermann Pfeiffer)&lt;br /&gt;
   |Titel=Zur Ätiologie und Pathogenese gewisser Psychoneurosen&lt;br /&gt;
   |Datum=1913}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|wrz|29|04|1913|12|Kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gerichtliche Psychiatrie&amp;#039;&amp;#039;. (Handbücherei für den Öffentlichen Gesundheitsdienst, Band 15). Berlin : Carl Heymanns Verlag 1938 [https://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/doccontent?id=29550 Digitalisat der Niederschlesischen Digitalen Bibliothek Wroclaw]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Götz Aly]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aktion T4 1939–1945. Die „Euthanasie“-Zentrale in der Tiergartenstraße 4.&amp;#039;&amp;#039; Hentrich, Berlin 1989, ISBN 3-926175-66-4.&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 36.&lt;br /&gt;
* Hinrich Jasper: &amp;#039;&amp;#039;Maximinian de Crinis (1889–1945). Eine Studie zur Psychiatrie im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 63). Matthiesen, Husum 1991, ISBN 3-7868-4063-6 (mit Nachweisen).&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;„Euthanasie“ im NS-Staat.&amp;#039;&amp;#039; 11. Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-596-24326-2.&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Max de Crinis.&amp;#039;&amp;#039; In: Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0.&lt;br /&gt;
* [[Volker Klimpel]]: &amp;#039;&amp;#039;Ärzte-Tode.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-2769-8.&lt;br /&gt;
* [[Alexander Mitscherlich]], Fred Mielke: &amp;#039;&amp;#039;Medizin ohne Menschlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-596-22003-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119012847}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://neurologie.med-network.de/geschichte/decrinis.html |text=Charité – Max de Crinis Direktor 1938–1945 |wayback=20070521220145}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10508153/2706882/ |text=Als Psychiater an der Tötung Behinderter und psychisch Kranker beteiligt |archive-today =2012.09.12-035552}}&lt;br /&gt;
* Ansgar Fabri: [https://biapsy.de/index.php/de/9-biographien-a-z/134-crinis-de-max Biographie von Max de Crinis] In: [https://biapsy.de/index.php/de Biographisches Archiv der Psychiatrie (BIAPSY)], 2015.&lt;br /&gt;
* Katrin Hammerstein: [https://ns-reichsministerien.de/2019/04/26/psychiater-und-referent-im-reichserziehungsministerium-maximinian-de-crinis/ Psychiater und Referent im Reichserziehungsministerium: Maximinian de Crinis], 26. April 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119012847|LCCN=n87151052|VIAF=812735}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Crinis, Max De}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Charité)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Graz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aktion T4)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Graz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Crinis, Max de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Crinis, Maximinus Friedrich Alexander de (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-deutscher Psychiater und Neurologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Mai 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ehrenhausen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Mai 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stahnsdorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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