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	<title>Michel Rocard - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bujo: /* Politische Karriere und Wirken */ lf</title>
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		<updated>2026-04-06T09:57:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Politische Karriere und Wirken: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Michel Rocard-IMG 3829.jpg|mini|hochkant|Michel Rocard (2012)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Michel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Louis Léon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rocard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|mi&amp;#039;ʃɛl ʁɔ&amp;#039;kaʁ}}] (* [[23. August]] [[1930]] in [[Courbevoie]], [[Département Seine]]; † [[2. Juli]] [[2016]] in [[Paris]]) war ein [[Frankreich|französischer]] sozialistischer [[Politiker]]. Er war von 1967 bis 1973 nationaler Sekretär der [[Parti socialiste unifié]] (PSU), von 1993 bis 1994 Erster Sekretär der [[Parti socialiste (Frankreich)|Parti socialiste]] (PS). Von 1988 bis 1991 war er französischer Premierminister. Von 1994 bis 2009 gehörte Rocard dem [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie, Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Michel Louis Léon Rocard&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maitron&amp;quot;&amp;gt;Jean-François Merle, Pierre Emmanuel Guigo: &amp;#039;&amp;#039;[https://maitron.fr/spip.php?article175754 ROCARD Michel, Louis, Léon.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Le Maitron. Dictionnaire biographique mouvement ouvrier et mouvement social.&amp;#039;&amp;#039; 29. März 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; war der Sohn von [[Yves Rocard]], einem [[Physiker]], [[Resistance]]kämpfer und Anhänger [[Charles de Gaulle|de Gaulles]], der als einer der „Väter“ des französischen [[Force de dissuasion nucléaire française|Kernwaffenprogramms]] gilt, und Renée Favre, Leiterin eines Wohnheims für junge Frauen. Michel Rocard wuchs im bürgerlichen [[7. Arrondissement (Paris)|7. Pariser Arrondissement]] auf, besuchte die [[École Alsacienne]], dann das [[Lycée Louis-le-Grand]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maitron&amp;quot; /&amp;gt; und engagierte sich im evangelischen Pfadfinderverband [[Éclaireuses et Éclaireurs Unionistes de France|Éclaireurs Unionistes]] (seine Mutter war Protestantin).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Enttäuschung seines Vaters interessierte er sich nicht für Mathematik und Naturwissenschaften und schrieb sich nicht an der [[École polytechnique]], sondern am [[Institut d’études politiques de Paris|Institut für Politische Studien]] (Sciences Po) ein. Da der Vater nicht bereit war, ihm dieses Studium zu finanzieren, verdiente der junge Rocard seinen Unterhalt als [[Zerspanungsmechaniker|Dreher und Fräser]] in den Werkstätten der [[École normale supérieure (Paris)|École normale supérieure]], wo sein Vater Professor war. Der dortige Vorarbeiter war in der Arbeiterbewegung aktiv und überzeugte Michel Rocard vom Sozialismus.&amp;lt;ref&amp;gt;Sandrine Treiner: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.radiofrance.fr/franceculture/podcasts/a-voix-nue/l-affranchissement-paternel-8555332 Michel Rocard. L&amp;#039;affranchissement paternel.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;À voix nue&amp;#039;&amp;#039;, Radio France, 17. Juni 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Vertreter der linken Studentengewerkschaft [[Union nationale des étudiants de France|UNEF]] und Gegenspieler des rechten Studentenvertreters [[Jean-Marie Le Pen]]. Nach dem Abschluss des Sciences Po durchlief er 1956 bis 1958 die Verwaltungshochschule [[École nationale d’administration]] (ENA).&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Louis Andreani, Raphaëlle Bacqué: [https://www.lemonde.fr/disparitions/article/2016/07/02/l-ancien-premier-ministre-michel-rocard-est-mort_4962631_3382.html &amp;#039;&amp;#039;Michel Rocard, figure essentielle de la gauche, est mort&amp;#039;&amp;#039; (Nachruf)]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Le Monde]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. Juli 2016, abgerufen am 4. Juli 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Zeit machte er ein Praktikum im Stab von [[Alain Savary]], damals Staatssekretär für Marokko und Tunesien im Außenministerium.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maitron&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem ENA-Abschluss wurde Rocard 1958 zum [[Finanzinspektor]] ernannt, 1965 wurde er Generalsekretär der Kommission für wirtschaftliche Bilanzen und Budget der Nation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rocard heiratete dreimal: 1954 die Soziologin [[Geneviève Poujol]] (1930–2023), 1972 die Psychologin Michèle Legendre (1941–2023) und 2002 die Kommunikationsberaterin Sylvie Pélissier. Aus seiner ersten und zweiten Ehe hatte er jeweils zwei Kinder (Francis und Sylvie, Loïc und Olivier).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Von der SFIO über die PSU zur PS ===&lt;br /&gt;
Michel Rocard trat 1949 dem Studentenbund der sozialistischen Partei [[Section française de l’Internationale ouvrière|SFIO]] bei, deren Generalsekretär er 1954 wurde. Von der Politik des Parteivorsitzenden und zeitweiligen Premierministers [[Guy Mollet]] enttäuscht, vor allem hinsichtlich des [[Algerienkrieg]]s, trat Rocard aus der SFIO aus und war 1958 Mitbegründer der [[Parti socialiste autonome (Frankreich)|Parti socialiste autonome]] (PSA). Zusammen mit anderen Gegnern des Kolonialismus und der [[Fünfte Französische Republik|Fünften Republik]] de Gaulles, wie [[Pierre Mendès France]], moskau-kritischen Kommunisten und linksgerichteten Christen schloss sich die PSA 1960 zur [[Parti socialiste unifié|Parti Socialiste Unifié]] (PSU) zusammen. Um seinen Beamtenstatus nicht zu gefährden, veröffentlichte Rocard seine politischen Ideen zunächst unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Georges Servet&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er auf dem Kongress von [[Grenoble]] 1966 von sich reden machte, wurde er im Folgejahr Generalsekretär der PSU. Diese Partei, die zwar prominente Anhänger unter Intellektuellen hatte, aber bei Wahlen schwach abschnitt, leitete er bis 1973. Anders als die klassische Linke forderte sie keine Verstaatlichungen, sondern trat für [[Arbeiterselbstverwaltung]] &amp;#039;&amp;#039;([[autogestion]])&amp;#039;&amp;#039; ein. Unterstützung erhielt sie dabei von der ehemals christlichen, nun dekonfessionalisierten und nach links gewendeten Gewerkschaft [[Confédération française démocratique du travail]] (CFDT). In der Krise im [[Mai 1968 in Frankreich|Mai 1968]] bemühte sich Rocard um eine politische Lösung: er gewann damit die Unterstützung der [[Union nationale des étudiants de France|UNEF]], des bedeutendsten Studentenverbands in dieser Epoche. Rocards Kandidatur um einen Parlamentssitz bei der Wahl im Juni 1968, einem Erdrutschsieg für die Gaullisten, scheiterte. Er kandidierte auch bei der [[Präsidentschaftswahl in Frankreich 1969|Präsidentschaftswahl von 1969]], konnte aber nur 3,6 Prozent (rund 800.000 Stimmen) auf sich vereinigen. Bei der Nachwahl im Oktober 1969 gewann er hingegen das Abgeordnetenmandat im 4. Wahlkreis des [[Département Yvelines|Départements Yvelines]] gegen den früheren Premierminister [[Maurice Couve de Murville (Politiker)|Maurice Couve de Murville]]. Den Sitz in der Nationalversammlung verlor er jedoch wieder bei der nächsten regulären Wahl im März 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rocard unterstützte bei der [[Präsidentschaftswahl in Frankreich 1974|Wahl 1974]] die Kampagne [[François Mitterrand]]s um die [[Staatspräsident (Frankreich)|Präsidentschaft]]. Im Oktober 1974 erreichte sein Antrag, die PSU der [[Parti socialiste (Frankreich)|Parti socialiste]] (PS) unter Mitterrand anzuschließen, nur 40 % der Delegiertenstimmen, woraufhin er die PSU verließ und der PS beitrat. Zahlreiche Mitglieder der PSU wie auch der Gewerkschaft CFDT folgten ihm. In ihren Reihen stieg er im Februar 1975 zum Mitglied des Exekutivausschusses der Sozialistischen Partei auf. Rocard wurde 1977 zum Bürgermeister der Stadt [[Conflans-Sainte-Honorine]] (Département Yvelines) gewählt, dieses Amt übte er drei Amtszeiten lang bis 1993 aus. Zudem wurde er 1978 als Vertreter des 3. Wahlkreises von Yvelines erneut in die Nationalversammlung gewählt, der er diesmal bis 1981 angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Politik Rocards ===&lt;br /&gt;
Das Ende der 1970er Jahre wurde vom Aufkommen des &amp;#039;&amp;#039;Rocardisme&amp;#039;&amp;#039;, der Ideen und der Politik Rocards, geprägt, einer populären Strömung, des &amp;#039;&amp;#039;Courant Rocard&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der Sozialistischen Partei, die den Gegenpol zum eher traditionellen Sozialismus seines Rivalen François Mitterrand bildete. So wurde Rocard zu einer unumgänglichen Figur der Intellektuellenlandschaft Frankreichs. Charakteristisch für seine Politik war ein demokratischer und antiautoritärer Sozialismus, der vor allem auf Mitbestimmung und Selbstverwaltung in Wirtschaft und Gesellschaft setzte &amp;#039;&amp;#039;(socialisme autogestionnaire)&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– deshalb auch die strikte Ablehnung des [[Kommunismus]]&amp;amp;nbsp;– und exemplarisch für das Streben einer Generation von Sozialisten, die sich im Hinblick auf die Zeit nach Mitterrand mit dem Erbe von Pierre Mendès-France befasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister und Premierminister ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michel Rocard16.JPG|mini|Michel Rocard (1981)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wahl seines Parteikollegen Mitterrand zum Staatspräsidenten wurde Rocard 1981 &amp;#039;&amp;#039;[[Ministre d’État (Frankreich)|Ministre d’État]]&amp;#039;&amp;#039; (Staatsminister) für Raumplanung und -ordnung in der Regierung von [[Pierre Mauroy]]. Anschließend war er ab März 1983 Landwirtschaftsminister im [[Kabinett Mauroy|Kabinett Mauroy III]]. Er blieb auch unter [[Laurent Fabius]] in dieser Funktion, trat aber im April 1985 aus Protest über die Einführung des [[Verhältniswahl]]rechts für die Parlamentswahlen von seinem Amt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sein Intimfeind François Mitterrand die [[Präsidentschaftswahl in Frankreich 1988|Präsidentschaftswahl am 8. Mai 1988]] erneut gewonnen hatte, ernannte er Rocard am 12. Mai 1988 zum Premierminister. Manche Stimmen interpretierten die Ernennung Rocards als Maßnahme Mitterrands, um von dessen Popularität zu profitieren. Nach den Parlamentswahlen im Juni 1988 konstituierte sich am 26. Juni 1988 erneut eine Regierung unter Rocard. Da die Parti socialiste und ihre linken Verbündeten keine eigene Mehrheit im Parlament hatten, bemühte sich Rocard um eine &amp;#039;&amp;#039;ouverture&amp;#039;&amp;#039; (Öffnung) der Regierung für bürgerliche Kräfte. Seinem Kabinett ([[Kabinett Rocard II|Rocard II]]) gehörten auch drei Minister der bürgerlichen [[Union pour la démocratie française|UDF]] an (die dafür jedoch aus ihrer Partei ausgeschlossen wurden). Zudem scherten die Abgeordneten des christdemokratischen [[Centre des démocrates sociaux|CDS]] vorübergehend aus der UDF aus: Sie bildeten eine eigene Fraktion in der Nationalversammlung und votierten bei wichtigen Abstimmungen mit Rocards Regierung.&amp;lt;ref&amp;gt;Moshe Maor: &amp;#039;&amp;#039;Parties, Conflicts and Coalitions in Western Europe. Organisational determinants of coalition bargaining.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London/New York 1998, S. 84–85.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch am Tag der Ernennung drängte Rocard auf die Unterzeichnung des [[Matignon-Abkommen (1988)|Matignon-Abkommens]]. Dieses besiegelte die Autonomie [[Neukaledonien]]s und setzte den gewalttätigen Ausschreitungen auf der Insel ein Ende. In einem landesweiten [[Referendum in Frankreich 1988 zur Selbstbestimmung Neukaledoniens|Referendum am 6. November 1988]] votierten 80 % der Abstimmenden für die Inhalte des Matignon-Abkommens. Rocard ist auch die Einführung des &amp;#039;&amp;#039;Revenu Minimum d’Insertion&amp;#039;&amp;#039; (= einer Form der Sozialhilfe, RMI) am 12. Oktober 1988 zu verdanken (loi no 88-1088 du 1er décembre 1988). Es gab nur drei Gegenstimmen und 24 Enthaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 bemühte sich Rocard um eine bessere Regelung der [[Parteienfinanzierung]], die mit einer Amnestie für vorangegangene Manöver verbunden sein sollte. Dies scheiterte an einem öffentlichen [[Eklat]], als der sozialistische [[Justizminister]] das Ermittlungsverfahren gegen die wichtigste Geldwaschanlage seiner Partei niederschlagen ließ. Wegen der schlechten Wirtschaftslage und Unstimmigkeiten mit Mitterrand sah sich Rocard im Mai 1991 zum [[Rücktritt]] von seiner Funktion als Premierminister genötigt; [[Edith Cresson]] wurde seine Nachfolgerin. Mitterrands Beliebtheit im Volk sank, Rocard dagegen blieb populär. Bei der [[Parlamentswahl in Frankreich 1993|Parlamentswahl im März 1993]] erhielt die PS nur 17,4 % der Stimmen nach 34,8 % bei der Parlamentswahl 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1993 wurde er als Nachfolger [[Laurent Fabius]]’ zum Ersten Sekretär (= Parteivorsitzenden) der Sozialistischen Partei gewählt und nahm eine tiefgreifende Reform ihrer Führungsorgane in Angriff. Nach seiner [[Europawahl 1994|Wahl in das Europäische Parlament im Juni 1994]] trat er vom Parteivorsitz zurück; [[Henri Emmanuelli]] wurde sein interimistischer Nachfolger und [[Lionel Jospin]] sein Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken für die EU und die Polargebiete ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Europawahl 1994]] wurde er in das Europäische Parlament (EP) gewählt, dort saß er in der [[Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament|Fraktion der europäischen Sozialisten]]. Zusätzlich gehörte er vom 2. Oktober 1995 bis 18. November 1997 dem [[Senat (Frankreich)|französischen Senat]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.senat.fr/senateur/rocard_michel95064m.html Michel Rocard auf www.senat.fr], abgerufen am 4. Juli 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Als EU-Abgeordneter wurde er [[Europawahl 1999|1999]] und 2004 wiedergewählt, zum 31. Januar 2009 gab er sein Mandat auf. Er profilierte sich mit seinen Einsatz für die [[Entwicklungsländer]] und seit 2003 durch seine Ablehnung der Einführung eines [[Softwarepatent]]es auf EU-Ebene.&lt;br /&gt;
Anfang 2005 reiste eine EU-Delegation von [[Wahlbeobachter]]n unter seiner Führung in die [[Palästinensische Autonomiegebiete|Palästinensischen Autonomiegebiete]], um die dortige Präsidentschaftswahl zu beobachten. 2009 schuf [[Nicolas Sarkozy]] für ihn ein neues Botschafteramt in [[Nordpol|Nord-]] und [[Südpol]]-Politik („[[Ambassadeur des pôles et des enjeux maritimes|Ambassadeur de la négociation internationale pour les pôles arctique et antarctique]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Camille Escudé, [[Lydie Lescarmontier]] |Titel=Les pôles : Au centre des nouveaux enjeux géopolitiques et climatiques en 100 questions |Verlag=Éditions Tallandier |Ort=Paris |Datum=2025 |ISBN=979-10-210-6285-6 |Seiten=164, 166}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), das er bis zu seinem Tod ausübte. Er setzte er sich dabei für das Madrid-Protokoll&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; zum Schutz der Antarktis ein, ein 1991 unterzeichnetes Zusatzprotokoll zum [[Antarktis-Vertrag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1988: Großkreuz des [[Ordre national du Mérite]]&lt;br /&gt;
* 1991: Großkreuz des [[Verdienstorden der Republik Polen|Verdienstordens der Republik Polen]]&lt;br /&gt;
* 1992: Companion des [[Order of Australia]]&lt;br /&gt;
* 2000: Offizier des [[Ordre national du Québec]]&lt;br /&gt;
* 2008: Großoffizier der [[Ehrenlegion]] der Nation&lt;br /&gt;
* 2015: Großkreuz der Ehrenlegion&lt;br /&gt;
* [[Ordre du Mérite agricole|Ehrenkommandant für Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
* Ehrenkommandant der [[Orden der Ehre (Griechenland)|Griechischen Legion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
Zur Immigrationspolitik: „Frankreich kann nicht das ganze Elend der Welt aufnehmen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Juliette Deborde |url=https://www.liberation.fr/france/2015/04/22/misere-du-monde-ce-qu-a-vraiment-dit-michel-rocard_1256930 |titel=«Misère du monde», ce qu&amp;#039;a vraiment dit Michel Rocard |werk=[[Libération]] |datum=2015-04-22 |zugriff=2016-08-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Frage eines Journalisten, ob er es bereue, niemals Präsident gewesen zu sein, antwortete Rocard: {{Zitat|Ich meine, ein akzeptabler Premier gewesen zu sein, weiß aber nicht, ob ich einen guten Präsidenten gegeben hätte.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen auf Deutsch ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von ganzem Herzen bei der Sache.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Französischen von Gerd Treffer, DEFAB, Ingolstadt 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118967657}}&lt;br /&gt;
* [http://pluriel.free.fr/rocard.html Kurzbiographie (auf Französisch)]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20090318152443/http://www.freescape.eu.org/biblio/article.php3?id_article=149 Interview in Libération 2003] (französisch)&lt;br /&gt;
* [http://ffii.fr/discours_michel_rocard_reunion_commission_parlementaire_juri_avec_commissaire_mccreevy_article107.html Rede von Michel Rocard in der er die Methode, mit der einige die Softwarepatente in Europa fördern, kritisiert] (französisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-07/frankreich-tod-premierminister-michel-rocard Nachruf] (zeit.de)&lt;br /&gt;
* {{MdEP|1977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Premierminister Frankreichs 5. Republik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118967657|LCCN=n/50/46596|VIAF=54153505}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rocard, Michel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Premierminister (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftsminister (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Nationalversammlung (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senator (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender der PS (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SFIO-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kandidat für das Präsidentenamt (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Conflans-Sainte-Honorine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des französischen Nationalverdienstordens (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Republik Polen (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Ehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Offizier des Ordre national du Québec]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Companion des Order of Australia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der École nationale d’administration]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzbeamter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2016]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rocard, Michel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Servet, Georges (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Politiker (PSA, PSU, PS), Mitglied der Nationalversammlung, MdEP&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. August 1930&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Courbevoie]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Juli 2016&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bujo</name></author>
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