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	<title>Misha Defonseca - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-30211-76: Links</title>
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		<updated>2025-10-27T20:06:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Misha Defonseca&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Mai]] [[1937]] in [[Etterbeek]]; geboren als &amp;#039;&amp;#039;Monique Ernestine de Wael&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Liste belgischer Schriftsteller|belgische Schriftstellerin]], die vor allem durch das 1997 erschienene, vorgeblich autobiographische Buch &amp;#039;&amp;#039;Misha: A Mémoire of the Holocaust Years&amp;#039;&amp;#039; (auf Deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Überleben unter Wölfen&amp;#039;&amp;#039;) bekannt wurde. Die „Autobiographie“, die auch als Vorlage für einen im Jahr 2007 produzierten Kinofilm diente, entpuppte sich später als komplette [[Fälschung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article127941070/Millionenstrafe-wegen-erfundenen-Holocaust-Buchs.html &amp;#039;&amp;#039;Millionenstrafe wegen erfundenen Holocaust-Buchs&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Die Welt]] am 13. Mai 2014, abgerufen am 13. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Monique de Wael wurde als Tochter katholischer Eltern geboren. Der Vater, Robert De Wael, der für den belgischen Widerstand arbeitete, wurde mit seiner Frau inhaftiert, in das [[KZ Brauweiler]] bei Köln gebracht, wo er ermordet wurde. Nach der Arrestierung der Eltern wuchs das Kind bei seinen Großeltern und später bei einem Onkel auf. In der Gemeinde wurde sie „Verräterkind“ genannt, weil ihr Vater der [[Gestapo]] die Namen von Widerstandskämpfern verraten habe. Nach der Befreiung Belgiens wurde sein Name auf einem Gedenkstein der Stadt Schaerbeek für die Opfer der Naziherrschaft herausgemeißelt.&amp;lt;ref&amp;gt; Marc Metdepenningen: [https://www.lesoir.be/art/le-sombre-passe-du-pere-de-misha_t-20080302-00F3AJ.html Evénement: Le sombre passé du père de Misha] Le Soir, 2. März 2008, abgerufen am 24. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monique de Wael arbeitete in Belgien bei [[Bull (Computerhersteller)|Honeywell-Bull]] und lernte dort den Manager Maurice Joseph Defonseca kennen, den sie 1973 heiratete. Ab 1980 lebten die beiden in [[Amsterdam]], dann seit 1985 in den USA. Dort verfasste Defonseca Mitte der 1990er Jahre gemeinsam mit der Ghostwriterin Vera Lee&amp;lt;ref&amp;gt;[https://jewishnews.timesofisrael.com/author-fake-holocaust-memoir-author-must-repay-13-3m/ Author of fake Holocaust memoir must repay £13.3m], Jewish News, 13. Mai 2014, abgerufen am 24. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; ihr Buch &amp;#039;&amp;#039;Misha: A Mémoire of the Holocaust Years&amp;#039;&amp;#039;, das 1997 beim von Jane Daniel geführten Kleinverlag Mt. Ivy Press in Gloucester, Massachusetts erschien. In diesem von der Autorin als autobiographisch bezeichneten Werk wird die Geschichte eines [[Juden|jüdischen]] Mädchens erzählt, das beschützt von [[Wolf|Wölfen]] quer durch das von [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschland]] besetzte Europa wandert, um ihre verschleppten Eltern zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Publizist [[Henryk M. Broder]] äußerte bereits 1996 Zweifel an Defonsecas Geschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Henryk M. Broder]]: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9133130.html „Holocaust: Verliebt in eine tote Kobra“], in: [[Der Spiegel]] vom 9. Dezember 1996, abgerufen am 14. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Recherchen der belgischen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Le Soir]]&amp;#039;&amp;#039; stellten im Februar 2008 schließlich klar, dass die Geschichte frei erfunden war, ebenso die vorgebliche jüdische Abstammung der Autorin. Defonseca bestätigte schließlich die Recherchen und räumte ein, dass die Geschichte nicht den Tatsachen entspreche.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/kultur/literatur/gefaelschte-holocaust-memoiren-erfolgsautorin-gesteht-betrug-a-538651.html Erfolgsautorin gesteht Betrug]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Spiegel Online]] vom 29. Februar 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den zwischen der Verlegerin Daniel und den beiden Co-Autorinnen Defonseca und Lee geschlossenen Vertrag kam es später zu einem Rechtsstreit, da die Verlegerin anstelle von Lee bei der Anmeldung des Buches beim Copyright Office ihren eigenen Verlag als Co-Autor eingebracht hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KLUFT&amp;quot;&amp;gt;Daniel A. Kluft: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.mondaq.com/unitedstates/copyright/311406/225-million-verdict-in-copyright-registration-case-vacated-due-to-fake-holocaust-memoir United States: $22.5 Million Verdict In Copyright Registration Case Vacated Due To Fake Holocaust Memoir]&amp;#039;&amp;#039;. In: mondaq.com vom 6. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem hatte sie Lee nicht als Co-Autorin auf dem Cover genannt. Darüber erhob Lee 1998 Klage, der sich Defonseca anschloss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KLUFT&amp;quot; /&amp;gt; Vor Gericht erstritten sie 2005 Entschädigungszahlungen in Höhe von 9,9 Mio. USD für Lee und 22,5 Mio. USD für Defonseca.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KLUFT&amp;quot; /&amp;gt; Daniel erhob gegen das Urteil Einspruch. Nachdem zwischenzeitlich die Zweifel am Wahrheitsgehalt der Geschichte laut wurden, wurde das Urteil gegen Daniel 2014 zum Teil aufgehoben, da sich nach Auffassung des Gerichtes sowohl Daniel als auch Defonseca „sehr unangemessen“ verhalten hätten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KLUFT&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/kultur/literatur/holocaust-buch-ueberleben-unter-woelfen-autorin-defonseca-verurteilt-a-969044.html Gefälschte Holocaust-Autobiografie – Autorin muss Millionen zahlen]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Spiegel Online]] vom 13. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
[[Sam Hobkinson]] veröffentlichte 2021 einen Dokumentarfilm mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Misha und die Wölfe&amp;#039;&amp;#039;, in dem er der Geschichte um Misha Defonseca und andere Beteiligte nachgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;Heike Hupertz: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/frau-gab-sich-als-holocaust-ueberlebende-aus-dokumentation-bei-arte-17646920.html Wie eine Frau sich als Holocaust-Überlebende ausgab]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[faz.net]] vom 23. November 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Misery Lit]]&lt;br /&gt;
* [[Binjamin Wilkomirski]]&lt;br /&gt;
* [[Jerzy Kosinski]]&lt;br /&gt;
* [[Martin Gray]]&lt;br /&gt;
* [[Laurel Rose Willson]]&lt;br /&gt;
* [[Pseudologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1051070473}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm6570587}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lefigaro.fr/culture/2008/02/28/03004-20080228ARTFIG00667-survivre-avec-les-loups-la-supercherie-.php Interview mit Misha Defonseca über ihr wahres Leben] in lefigaro.fr (französisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.lefigaro.fr/livres/2008/03/01/03005-20080301ARTFIG00111-survivre-avec-les-loups-l-editeur-presente-ses-excuses-.php Erklärung des französischen Verlegers] in lefigaro.fr (französisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1051070473|LCCN=n00050488|NDL=00667221|VIAF=19818037}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Defonseca, Misha}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaustliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Belgien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fälscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Defonseca, Misha&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=De Wael, Monique Ernestine (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=belgische Schriftstellerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Mai 1937&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Etterbeek]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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