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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Monchiquit</id>
	<title>Monchiquit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T21:43:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Monchiquit&amp;diff=1717638&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rauenstein: /* Auftreten und Fundorte */</title>
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		<updated>2024-03-03T15:09:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Auftreten und Fundorte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monchiquit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein dunkles bis schwarzes, [[Natrium|natriumbetontes]] [[Alkaligestein]] [[Magma|magmatischen]] Ursprungs und gehört zur Gruppe der [[alkalisch]]en [[Lamprophyr]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name Monchiquit leitet sich von seiner [[Typlokalität]], der [[Serra de Monchique]] beim gleichnamigen [[Monchique]] im südlichen [[Portugal]] ([[Algarve]]), ab. Das Gestein wurde zum ersten Mal von M. Hunter und [[Karl Heinrich Rosenbusch]] im Jahr 1890 wissenschaftlich beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Hunter und H. Rosenbusch (1890): &amp;#039;&amp;#039;Über Monchiquit, ein camptonitisches Ganggestein aus der Gefolgschaft der Eläolithsyenite.&amp;#039;&amp;#039; Tschermaks Mineralogische und Petrographische Mitteilungen. Wien. Vol. 11, 2nd Ser., S. 445–466.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Äußere Erscheinung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sill Sainte Dorothee.jpg|mini|350px|Monchiquit-Lagergang bei Sainte Dorothée, Quebec, Kanada. Durchsetzt von Ocelli-Lagen. Petrologische Provinz der Montérégie-Hügel]]&lt;br /&gt;
Monchiquit ist ein feinkörniges, graues bis fast schwarzes, [[Mesotypes Gestein|mesotypes]] bis [[melanokrates Gestein]]. Es besitzt generell eine pan[[idiomorph]]e und gleichzeitig [[Porphyr|porphyrische]], granulare, oft auch [[amygdaloid]]e oder [[Ocellus|ocellare]] [[Textur (Geologie)|Textur]] mit dichter, meist glasiger Grundmasse. Als Einsprenglinge fungieren [[Amphibol]], [[Klinopyroxen]] und [[Olivin]] (einschließlich Umwandlungsprodukten), manchmal auch [[Biotit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifikation ==&lt;br /&gt;
Wie alle anderen Lamprophyre kann auch der Monchiquit nicht mit Hilfe des [[Streckeisendiagramm|Streckeisen-]] oder des [[TAS-Diagramm]]s definiert werden. Die Unterscheidung der einzelnen Lamprophyre erfolgt anhand ihres tatsächlichen Mineralbestands, wobei zwischen hellen und dunklen Mineralen unterschieden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Monchiquit zeichnet sich in seiner [[Leukokrates Gestein|leukokraten]] Komponente dadurch aus, dass keinerlei [[Feldspat]] in der Grundmasse vorliegt und nur Glas oder [[Foide]] auftreten. Als melanokrate Komponenten besitzt er braunen [[Amphibol]], [[Augit|Titanaugit]], [[Olivin]] und [[Biotit]]. Er ist folglich dem [[Camptonit]] und dem [[Sannait]] sehr ähnlich, unterscheidet sich aber durch seinen Feldspatmangel und durch seine oft glasige Ausbildung. Chemisch und mineralogisch steht er auch dem [[Limburgit]] recht nahe, besitzt aber einen anderen strukturellen Aufbau und erhöhten Wassergehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:TAS-Monchiquites.jpg|mini|500px|right|Ausgewählte Monchiquit-Zusammensetzungen im TAS-Diagramm]]&lt;br /&gt;
Der SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt der Monchiquite bewegt sich generell zwischen 39 und 42 % (kann aber bis 47 % ansteigen), ihr Gehalt an den Alkalien Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O + K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O liegt zwischen 4 und 9 %, wobei der Natriumgehalt den Kaliumgehalt überwiegt. Sie fallen somit vorwiegend ins TAS-Feld U1 der [[Basanit (Gestein)|Basanit]]e bzw. [[Tephrit]]e, können aber auch gelegentlich ins [[Foidit]]-Feld und ins [[Basalt]]-Feld überwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mineralogie ===&lt;br /&gt;
Definitionsgemäß besitzen Monchiquite folgenden Mineralbestand:&lt;br /&gt;
* [[Amphibol]], meist brauner [[Kaersutit]], [[Hastingsit]] oder [[Barkevikit]]&lt;br /&gt;
* [[Klinopyroxen]], in der Regel violettfarbener [[Augit|Titanaugit]]&lt;br /&gt;
* [[Olivin]], manchmal mit [[Resorption]]serscheinungen&lt;br /&gt;
* [[Biotit]], auch [[Phlogopit]]&lt;br /&gt;
Als helle Bestandteile treten [[Foide]] an die Stelle von Feldspäten. Dies drückt die Untersättigung des Monchiquits an SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aus. Als Foid kommt meist [[Analcim]] vor, es können aber auch [[Hauyn]], [[Leucit]], [[Nephelin]] oder [[Nosean]] an seine Stelle rücken. Im Gegensatz zu anderen Lamprophyren existiert zusätzlich eine gefärbte oder auch farblose [[Glas]]komponente in der Grundmasse. Es ist noch nicht geklärt, ob der Analcim primär entstanden ist, oder ein sekundäres Umwandlungsprodukt aus der Glaskomponente darstellt. Auch [[Ocelli]] und Amygdalen können gegenwärtig sein, sind aber nicht so häufig wie bei Camptoniten. Sie werden meist von [[Calcit]] ausgefüllt. Als Umwandlungsprodukt der Grundmasse treten auch [[Zeolithgruppe|Zeolithe]] auf. Liegt ein tiefbrauner Biotit vor und fehlt Olivin, so indiziert dies die Varietät [[Fourchit]], benannt nach den [[Fourche Mountains]] in [[Arkansas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Akzessorien]] sind [[Apatit]], [[Magnetit]], [[Spinell]], [[Titanit]] und [[Titanomagnetit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chemische Zusammensetzung ===&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle zeigt gemittelte Gesteinsanalysen von Monchiquitgängen aus der Typlokalität in der Serra de Monchique, aus [[Williston (Vermont)|Williston]] in [[Vermont]] ([[Lake Champlain|Lake-Champlain]]-Provinz) sowie aus den [[Montérégie-Hügel]]n in [[Québec]].&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe3&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Oxid     !!Typlokalität (Gew. %)  !!Vermont (Gew. %) !!Montérégie-Hügel (Gew. %) !!Spurenelemente  !!Typlokalität (ppm)  !!Vermont (ppm) !!Montérégie-Hügel (ppm)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;                   ||43,05    ||40,69   ||42,32       ||Pb           ||   6      ||          ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|TiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;                   || 3,80    || 2,81   || 3,89       ||Cu           ||  35      ||  95      ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;       ||14,56    ||12,33   ||15,03       ||Ni           ||  46      || 205      ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; (tot) ||11,69    ||14,37   || 6,95       ||Cr           || 134      || 226      ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|FeO                               ||         ||        || 6,42       ||V            || 272      || 276      ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MnO                               || 0,21    || 0,21   || 0,22       ||Zr           || 359      || 314      || 410&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|MgO                               || 7,46    || 9,99   || 5,86       ||Y            ||  37      ||  38      ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|CaO                               ||10,45    ||13,56   ||11,88       ||Sr           ||1700      ||1605      ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O                   || 4,80    || 2,77   || 4,30       ||Ba           || 997      ||1188      || 765&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O                    || 2,83    || 1,94   || 2,17       ||Rb           ||  89      ||  55      ||  46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|P&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;        || 1,06    || 1,32   || 0,88       ||Nb           || 111      || 127      ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die angeführten Analysen enthalten keine [[Volatilisierung|Volatile]] wie [[Wasser]] und [[Kohlendioxid]]; letztere betragen bei Monchiquiten gewöhnlich zwischen 4 und 8 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutlich zu erkennen ist der [[Ultrabasisches Gestein|ultrabasische]] Charakter der Monchiquite (SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; kleiner 45 %), die Natriumvormacht bei den Alkalien, erhöhte Gehalte an Mg, Fe und Ca und starke Anreicherung bei den [[Inkompatibles Element|inkompatiblen Elementen]] Nb, P, Sr, V und Zr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sainte Dorothee XP.jpg|mini|350px|Dünnschliff des Monchiquit-Lagerganges von Sainte Dorthée, Quebec, Kanada. Gekreuzte Polarisatoren.]]&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres ultramafischen bis mafischen Charakters, belegt durch niedrige SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Werte und [[Fraktionierte Kristallisation (Petrologie)|fraktionierte Kristallisation]] von Olivin und Klinopyroxen, ist anzunehmen, dass Monchiquite durch [[Partielle Schmelze|partielles Aufschmelzen]] aus [[Erdmantel|Mantelmaterial]] hervorgegangen sind. Ihr negatives [[Metalle der Seltenen Erden|REE-Muster]], ihre Anreicherung an LREE (leichte Seltene Erden) und inkompatiblen Elementen deuten auf angereichertes Mantelgestein, sehr wahrscheinlich Granat[[peridotit]] bzw. Granat[[lherzolith]] als Ausgangsgestein. Angereichertes Mantelgestein findet sich entweder in der [[Lithosphäre]] in einem Tiefenbereich von 100 bis 200 Kilometer oder in tieferen Mantelbereichen unterhalb 660 Kilometer (unterhalb der [[Asthenosphäre]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufstiegsmechanismus ist möglicherweise an einen [[Hotspot (Geologie)|Hotspot]]-Mantelplume gekoppelt, denkbar sind aber auch tiefreichende tektonische Störungen, die Aufschmelzen unter Druckverfall bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auftreten und Fundorte ==&lt;br /&gt;
Der Monchiquit ist ein typisches [[Gang (Geologie)|Ganggestein]] in [[Alkaligestein]]skomplexen ([[Syenit|Alkalisyenite]], [[Gabbro|Alkaligabbros]]). Er kann aber auch [[Lava]]ströme bilden, wie zum Beispiel in den [[Hopi-Buttes-Volcanic-Field|Hopi Buttes]] in [[Arizona]], oder kleine [[Intrusion (Geologie)|Intrusion]]skörper. Neben [[Alnöit]]en, [[Polzenit]]en und ultrabasischen alkalischen Ganggesteinen tritt er in [[Nephelinit|nephelinitisch]]-[[Karbonatit|karbonatitischen]] Assoziationen auf. In [[Karbonatit]]en kommt er sogar relativ häufig vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monchiquit ist meist mit [[Camptonit]]en, gelegentlich auch mit [[Limburgit]]en assoziiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzigen Vorkommen von Monchiquit in Deutschland sind subvulkanische Gänge am Horberig bei [[Oberbergen (Vogtsburg im Kaiserstuhl)|Oberbergen]] im [[Kaiserstuhl (Baden)|Kaiserstuhl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundorte von Monchiquit sind die bereits erwähnte Typlokalität in [[Portugal]], [[Australien]] ([[Victoria (Australien)|Victoria]]), [[Brasilien]] ([[Fernando de Noronha]], [[Minas Gerais]]), [[Deutschland]] ([[Kaiserstuhl (Baden)|Kaiserstuhl]]), [[England]] ([[Jersey]]), [[Frankreich]] ([[Département Haute-Garonne]]), [[Indien]] ([[Kathiawar]], [[Meghalaya]]), [[Iran]], [[Kamerun]] (Oberlauf des [[Benue]]), [[Kanada]] ([[Ontario]], [[Québec]]), [[Marokko]] ([[Provinz Taourirt|Taourirt]]), [[Polen]] ([[Westkarpaten|Äußere Westkarpaten]]), [[Schottland]] ([[Caithness]], [[Inverness-shire]]), [[Tschechien]] ([[Ústí nad Labem]]), [[Türkei]], [[Ungarn]], die [[Vereinigte Staaten|USA]] ([[Arkansas]], [[Arizona]] – [[Hopi-Buttes-Volcanic-Field]], [[Montana]], [[Neuengland]]staaten, [[New Mexico]] – [[Navajo-Volcanic-Field]]) und [[Wales]] ([[Monmouthshire]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=W. Wimmenauer|Jahr=1985|Titel=Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine|Verlag=Enke Verlag|ISBN=3-432-94671-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://geosec.biz/Monchiquite-Lamprophyre-Glen-Garry-Thin-Section-Microscope-Slide-P3267382.aspx MONCHIQUITE LAMPROPHYRE GLEN GARRY THIN SECTION MICROSCOPE SLIDE] (PDF-Datei; 3,44&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://petrology.oxfordjournals.org/cgi/reprint/38/1/115.pdf Monchiquite von der Serra de Monchique und der Gorringe Bank] PDF-Datei; 452 kB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Subvulkanisches Gestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rauenstein</name></author>
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