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	<title>Neutempler-Orden - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T12:11:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Neutempler-Orden&amp;diff=745828&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kuhni74: /* Entstehung */rechtsgewinkelt</title>
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		<updated>2024-08-16T08:55:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung: &lt;/span&gt;rechtsgewinkelt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Flag of the Order of New Templars.svg|mini|„Der goldene Grund als Symbol der Ewigkeit, die Lilien als Symbol der (Rassen-) Reinheit und das rote Hakenkreuz als Symbol des aufsteigenden Arioheroischen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilfried Daim |Titel=Der Mann, der Hitler die Ideen gab |TitelErg=Jörg Lanz von Liebenfels |Datum=1994 |Seiten=115 |Hrsg=Vma-Vertriebsgesellschaft |Ort=Wiesbaden |ISBN=978-3-928127-73-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| Bild1       = Ordre_cistercien.svg&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = Die militärische Struktur des Zisterzienserordens diente als Vorlage für den Neutemplerorden – die Lilien des Ordenswappens finden sich auch im Wappen des ONT.&lt;br /&gt;
| Breite1     = 200&lt;br /&gt;
| Bild2       = Flag of the Knights Templar.svg&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = Der Aufbau des ONT war der katholischen Militärorganisation [[Tempelherrenritter]] entsprechend organisiert.&lt;br /&gt;
| Breite2     = 200}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neutempler-Orden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ordo Novi Templi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ONT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war eine [[Völkische Bewegung|völkisch]]-religiöse Organisation. Sie wurde 1900 von [[Jörg Lanz von Liebenfels]] in [[Wien]] gegründet.&amp;lt;ref name=GC93&amp;gt;[[Nicholas Goodrick-Clarke]]: &amp;#039;&amp;#039;Ariosophy&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wouter J. Hanegraaff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Gnosis and Western Esotericism&amp;#039;&amp;#039;, Leiden 2006, S. 91–97, hier: S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lanz nutzte diesen Orden, um seine Ideen, die er zunächst als „Theozoologie“ oder „Ario-Christentum“ und ab 1915 als „[[Ariosophie]]“ bezeichnete, zu verbreiten. Der Orden verband [[Esoterik|esoterische]] [[Frömmigkeit]] mit damals modernen Begriffen der [[Rassentheorie|Rassenkunde]] und der [[Eugenik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausrichtung und Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
Ziel von Lanz war es mit dem Neutempler-Orden den [[Rassenkampf]] zwischen angeblich höherrassigen „[[Herrenmensch]]en“ und minderrassige „Tiermenschen“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilfried Daim |Titel=Der Mann, der Hitler die Ideen gab |Verlag=Carl Ueberreuter Verlag |Seiten=140}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu fördern und mit Gewalt „bis aufs [[Kastration]]smesser“ (Lanz) durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Der Mann, der Hitler die Ideen gab. |Seiten=41}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lanz’ Ideen sollten es der [[Oberschicht]] und [[Imperialismus|imperialistischen]] Gruppen erlauben „jede [[Ausbeutung]]“ zu rechtfertigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilfried Daim |Titel=Der Mann, der Hitler die Ideen gab |Seiten=156}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Konkret sollte „die [[Sklaverei|Versklavung]]“ der Bevölkerung wieder eingeführt werden und diese Herrschaft durch „die Entmannung“ von Andersdenkenden durchgesetzt werden. Frauen sollten als „Sklavinnen“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilfried Daim |Titel=Der Mann der Hitler die Ideen gab |Verlag=Carl Ueberreuter Verlag |Seiten=42}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und „Zuchtmütter“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilfried Daim |Titel=Der Mann, der Hitler die Ideen gab |Verlag=Carl Ueberreuter Verlag |Seiten=282}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktivitäten der Neutempler-Organisation ==&lt;br /&gt;
Die Aufgaben der Mitglieder der Neutempler-Organisation waren:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ekkehard Hieronymus |Titel=Jörg Lanz von Liebenfels |Hrsg=Puschner, Uwe; Schmitz, Walter; Ulbricht, Justus H. |Sammelwerk=Handbuch zur &amp;quot;Völkischen Bewegung&amp;quot; 1871-1918 |Seiten=136}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Erstellung von [[Stammbaum|Stammbäumen]].&lt;br /&gt;
# [[Vetternwirtschaft]] in Form von Pflege von [[Seilschaft]]en ([[Korruption]]) aus dem [[Netzwerk]] der Neutempler.&lt;br /&gt;
# [[Heiratsvermittlung]].&lt;br /&gt;
# Anwerbung neuer Mitglieder – entweder für höhere Aufgaben ([[Freimaurerei|Freimaurer]] oder Angehörige anderer Geheimbünde) oder als Auftragsarbeiter („Menschen mit unfeinen Umgangsformen“).&lt;br /&gt;
# Gründung neuer Versammlungsorte.&lt;br /&gt;
# Gründung von Kinderheimen und Aufbau von Dorfgemeinschaften zur Selbstversorgung – etwa als Versteck.&lt;br /&gt;
# Leitung der Überseekolonien.&lt;br /&gt;
# Pflegen einer fleischarmen oder [[Vegetarismus|vegetarischen]] [[Ernährung]].&lt;br /&gt;
# Einrichtung von [[Urnenfriedhof|Urnenfriedhöfen]] zum Kultivieren eines [[Totenkult]]s nach einer [[Feuerbestattung]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Jörg Lanz von Liebenfels.jpg|miniatur|hochkant=0.9|Adolf Lanz in seiner Kutte (vor 1907).]]&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nivard Schloegl Bueste.JPG|mini|Der rechtsextreme Antisemit [[Nivard Schlögl]] hat Adolf Lanz ausgebildet und radikalisiert.]]Lanz war kurz zuvor aus dem [[Zisterzienser]]-Orden ausgetreten und knüpfte bei der Namensgebung seines eigenen Ordens an den mittelalterlichen [[Templerorden]] an. Sein Interesse an den Templern wurde durch das zeitgenössisch populäre Motiv der Gralsritter in der [[Neuromantik|neuromantischen]] Musik und Literatur von [[Richard Wagner]], [[Erwin Guido Kolbenheyer]] und [[Friedrich Lienhard]] geweckt. Zudem waren die Templer eng mit den Zisterziensern verbunden; [[Bernhard von Clairvaux]], der Begründer des Zisterzienserordens, hatte auch die Ordensregeln der Templer verfasst und lobte diese später für ihren Einsatz bei den [[Kreuzzug|Kreuzzügen]].&lt;br /&gt;
[[Datei:ONT Kreuz.svg|mini|[[Kruckenkreuz|Krukenkreuz]] auf der Brust der ONT-Mitglieder – in Anlehnung an den [[Zisterzienser]]orden.]]&lt;br /&gt;
Um die Zeit seiner Ordensgründung herum entwickelte sich Lanz zu einem entschiedenen [[Rassismus|Rassisten]], der in den [[Arier]]n die höchststehende Rasse sah, die sich seit Urzeiten in einem Abwehrkampf gegen niedere Rassen befinde.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke 2006, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor diesem Hintergrund entwarf er die Vorstellung, dass die Templer das Ziel gehabt hätten, im gesamten [[Mittelmeerraum]] ein arisches Großreich zu errichten. Die Verfolgung der Templer ab 1312 interpretierte er als einen Triumph rassisch Minderwertiger, deren Ziel es sei, die Herrschaft und Reinerhaltung der arischen Rasse zu untergraben. Zudem war er davon überzeugt, dass die [[katholische Kirche]] seit dieser Zeit die wahre christliche Lehre, als deren Kern er eben seine Vorstellungen eines [[Rassenkampf]]es betrachtete, unterdrückte. Seinen eigenen Orden sah er daher als einen Neubeginn des über Jahrhunderte hin unterbrochenen Kreuzzugs gegen niedere Rassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicholas Goodrick-Clarke |Titel=Ariosophy |Hrsg=Wouter J. Hanegraaff |Sammelwerk=Dictionary of Gnosis and Western Esotericism |Ort=Leiden |Datum=2006 |Sprache=en |Seiten=91–97 |Fundstelle=hier: S.&amp;amp;nbsp;93}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 erwarb Lanz die kleine [[Burg Werfenstein|Burgruine Werfenstein]] bei [[Grein]] in [[Oberösterreich]] als Priorat des Ordens. Im selben Jahr publizierte er ein Programm des Ordens, in welchem er ihn als Vereinigung von Ariern beschrieb, deren Ziele darin bestünden, das Rassenbewusstsein durch [[Genealogie|genealogische]] und [[Heraldik|heraldische]] Forschung, durch Schönheitswettbewerbe und durch die Gründung rassisch vorbildlicher Staaten in unterentwickelten Regionen der Welt zu fördern. Für den Orden entwickelte er eine eigene [[Liturgie]] und [[Zeremonie]]n. In den Ordensregeln wurde festgelegt, dass nur [[blond]]e und [[Augenfarbe|blauäugige]] Männer beitreten durften, die zudem weiteren Kriterien des Ariertums genügen mussten, welche Lanz in seiner Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Ostara (Zeitschrift)|Ostara]]&amp;#039;&amp;#039; dargelegt hatte. Innerhalb des Ordens wurde eine Hierarchie eingerichtet, die sich nach der (vermeintlichen) rassischen Reinheit richtete. Am Weihnachtstag 1907 hisste Lanz auf dem Turm seiner Ordensburg zwei Flaggen: eine mit dem Wappen derer von Liebenfels, einem vermutlich um 1790 ausgestorbenen Adelsgeschlecht, als dessen Nachkomme er sich ausgab, und eine mit einer rechtsgewinkelten [[Swastika]] (Hakenkreuz), einem damals in der [[Völkische Bewegung|völkischen Bewegung]] beliebten Symbol.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke: &amp;#039;&amp;#039;Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Graz 1997, S. 98, und 2006, S. 93 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1908 wurden auf Werfenstein öffentlichkeitswirksame Feste veranstaltet. Etliche hundert Gäste reisten auf der Donau, an der die Burg liegt, mit dem Dampfschiff an und wurden mit Kanonenschüssen empfangen, um anschließend im Burghof ausgiebig zu feiern. Dies fand große Resonanz in der nationalen Presse und förderte das Interesse an Lanz’ Publikationen.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke 1997, S. 98 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanz arbeitete weiter an den Zeremonien und verfasste andächtige Gesänge und Verse. Die Burg ließ er u.&amp;amp;nbsp;a. mit weihevollen Darstellungen [[Hugo von Payns]]’, des ersten Großmeisters der Templer, und mit Darstellungen der „Äfflinge“, die in seiner Theozoologie als die Herkunft der niederen Rassen galten, dekorieren. 1915 und 1916 erschien in zwei Teilen ein &amp;#039;&amp;#039;Neutempler-Brevier&amp;#039;&amp;#039;, das Lanz mit anderen Ordensbrüdern verfasst hatte. Es enthielt [[Psalm]]en und Lobgesänge, die an die christliche Tradition anknüpften, aber [[Jesus Christus|Christus]] anflehten, die arische Rasse zu erlösen und die niederen Rassen auszulöschen.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke 2006, S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg ===&lt;br /&gt;
Bis 1914 beschränkten sich die Aktivitäten auf Wien und Werfenstein, und der Orden hatte nur etwa 50 Mitglieder. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Krieg]] begann er jedoch zu expandieren, und es wurden etliche Stützpunkte in Deutschland und in Ungarn, wo Lanz sich seit 1918 aufhielt, eingerichtet. Der maßgebliche Organisator dieser Renaissance des Ordens war zunächst Detlef Schmude.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke 1997, S. 102–104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte schon 1914 ein zweites Priorat in Hollenberg bei [[Kornelimünster]] (heute Ortsteil von [[Aachen]]) gegründet und übernahm bald nach seiner Rückkehr von der Front de facto die Rolle des emigrierten Lanz. Sein Priorat von Hollenberg blieb allerdings ein Provisorium, für das nie ein passendes Gebäude gefunden wurde und das er 1926 auflöste. Inzwischen gab es jedoch zwei neue Priorate: eines in der Wallanlage Wickeloh in der Gemeinde [[Groß Oesingen]] nahe dem [[Niedersachsen|niedersächsischen]] [[Uelzen]] und das Priorat Marienkamp, das Lanz selbst gegründet hatte und das ab 1926 seinen offiziellen Sitz in einer Kirchenruine aus dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in [[Balatoncsicsó]] am Nordufer des ungarischen [[Balaton]] hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke 1997, S. 107 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhard Ohse: [https://www.az-online.de/isenhagener-land/wesendorf/neutempler-zahrenholz-waren-1320227.html Als die Neutempler in Zahrenholz waren]. In: az-online, 13. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Strudengau Burg Werfenstein.jpg|miniatur|Burg Werfenstein an der Donau (2010)]]In finanzieller Hinsicht verdankte der Orden sein Überleben in der Nachkriegszeit dem Wiener Industriellen Johann Walthari Wölfl. Dieser war ein begeisterter Leser der &amp;#039;&amp;#039;Ostara&amp;#039;&amp;#039; und bot Lanz beträchtliche Geldmittel unter der Bedingung an, dass man ihm das Priorat Werfenstein anvertrauen würde. Er erhielt dieses Amt und ermöglichte anschließend durch seine Zuwendungen ein Aufblühen der österreichischen Sektion des Ordens. Wölfl trug neben Lanz wesentlich zur weiteren Ausgestaltung der Liturgie des Ordens bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke 1997, S. 105 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruine Dietfurt.JPG|miniatur|Ruine Dietfurt (2005)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren gab es eine Initiative, die von Angehörigen des Hollenberg-Priorats ausging und sich zum Ziel setzte, ein Priorat in Norddeutschland zu errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke 1997, S. 104 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1926 erwarben einige Ordensbrüder alte Erdwälle in der Nähe des Ostseebades [[Prerow]], die als Hertesburg bekannt waren. Man errichtete dort eine Holzkirche und weihte diese 1927 als Hertesburg-Presbyterium ein. Dieses fungierte als ein Zentrum der Ordensaktivitäten, bis das Gelände 1935 dem [[Darß]]-Nationalpark zugeschlagen wurde. Ebenfalls 1927 wurde die [[Ruine Dietfurt]] im Weiler [[Dietfurt (Inzigkofen)|Dietfurt]], nahe dem [[Hohenzollernsche Lande|hohenzollernschen]] [[Sigmaringen]], als Priorat eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke 1997, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 gründete Wölfl in Wien den &amp;#039;&amp;#039;Lumenklub&amp;#039;&amp;#039;, der personell eng mit dem ONT verflochten war und dessen Ideologie einer breiteren Öffentlichkeit nahebringen sollte. Der Klub diente auch als Zentrum zur Anwerbung von Mitgliedern für die ab 1933 in Österreich verbotene [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]. Im Zusammenhang mit dem &amp;#039;&amp;#039;Lumenklub&amp;#039;&amp;#039; stand auch die &amp;#039;&amp;#039;Ostara-Rundschau&amp;#039;&amp;#039;, die Wölfl ab 1931 herausgab und die der internationalen Kooperation radikal-rechter Gruppen dienen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke 1997, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Höhepunkt erreichte der Orden um 1930 mit etwa 300 bis 400 Mitgliedern. Gegen Ende der 1930er Jahre wurde er wie alle anderen religiösen „Sekten“ in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Goodrick-Clarke: &amp;#039;&amp;#039;Lanz von Liebenfels&amp;#039;&amp;#039;. In: Wouter J. Hanegraaff (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Gnosis and Western Esotericism&amp;#039;&amp;#039;, Leiden 2006, S. 673–675, hier S. 675.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachwirkung ===&lt;br /&gt;
1942 gründete Lanz in dem ehemaligen Ordenspriorat Petena bei [[Waging am See]], [[Oberbayern]], mit seinem früheren Ordensbruder Georg Hauerstein den Vitalis-Neutemplerorden. Dieser akzeptierte auch weibliche Mitglieder und war bis 1973 aktiv. [[Nicholas Goodrick-Clarke]] sieht die Bedeutung des ONT &amp;#039;&amp;#039;„mehr in dem, was er ausgedrückt, als in dem, was er erreicht hat. Er kann als Symptom diffuser Unzufriedenheit genommen werden, dessen eigene Mischung typischer Sorgen, Interessen und Lebensstile in klarem Zusammenhang mit den unterschwelligen Ängsten innerhalb der österreichischen und deutschen Gesellschaft stand. Seine [[Elitarismus|elitären]] und [[endzeit]]lichen Antworten auf diese Ängste vervollständigten den [[genozid]]ischen Impuls.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Goodrick-Clarke 1997, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versammlungsorte ==&lt;br /&gt;
In der Forschung sind sieben [[Konspirative Wohnung|konspirative]] Versammlungsorte (Priorate) der Neutempler-Organisation bekannt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ekkehard Hieronymus |Titel=Jörg Lanz von Liebenfels |Hrsg=Puschner, Uwe; Schmitz, Walter; Ulbricht, Justus H. |Sammelwerk=Handbuch zur &amp;quot;Völkischen Bewegung&amp;quot; 1871-1918 |Seiten=135-136}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# 1907 – Burg Werfenstein – Walthari Wölfl war Besitzer und Verwalter (Erzpriorat).&lt;br /&gt;
# 1921–1926 – Hollenberg, fiktiver Name nach einem angeblich heiligen Berg bei [[Kelmis]] – [[Detlef Schmude]] – die dortigen Mitglieder wurden 1926 von Marienkamp-Szt. Balázs übernommen.&lt;br /&gt;
# 1925–1927 Wickeloh bei [[Groß Oesingen]] in der Lüneburger Heide – Besitzer war Georg Hauerstein.&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhard Ohse: [https://www.az-online.de/isenhagener-land/wesendorf/neutempler-zahrenholz-waren-1320227.html &amp;#039;&amp;#039;Als die Neutempler in Zahrenholz waren&amp;#039;&amp;#039;], auf az-online.de vom 13. Juli 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# 1925 – Marienkamp (Szent Balázs) in [[Balatoncsicsó]] am [[Balaton|Plattensee]]/[[Ungarn]] – hier wohnte Lanz längere Zeit.&lt;br /&gt;
# 1927 – [[Ruine Dietfurt]] in Staufen bei [[Sigmaringen]].&lt;br /&gt;
# 1928 – Hertesburg bei [[Prerow]] in Vorpommern – im Besitz von [[Georg Hauerstein]] (späterer Gründer der auch Frauen aufnehmenden [[Neuvitaleisenschaft]] bzw. [[Vitalis Neu Templer]]).&lt;br /&gt;
# 1937 – Pilisszentkereszt (Heiligenkreuz) im [[Pilis (Gebirge)|Pilis-Gebirge]] in Ungarn.&lt;br /&gt;
# 1938 – Püttenhof (Neutempleisen-Erzpriorat Petena) bei [[Waging am See]] in [[Oberbayern]].&lt;br /&gt;
#  ? – Ulfilas in der [[Schweiz]].&lt;br /&gt;
#  ? – Teutoburg in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walther Paape: &amp;#039;&amp;#039;Drum haben wir ein Tempelhaus gegründet. Der Neutemplerorden (Ordo Novi Templi, ONT) des Lanz von Liebenfels und sein Erzpriorat Staufen in Dietfurt bei Sigmaringen&amp;#039;&amp;#039;. [[Gmeiner-Verlag]], Meßkirch 2007. ISBN 3-89977-205-9.&lt;br /&gt;
* Walther Paape: &amp;#039;&amp;#039;Im Wahn des Auserwähltseins. Die Rassereligion des Lanz von Liebenfels, der Neutemplerorden und das Erzpriorat Staufen in Dietfurt – Eine österreichisch-deutsche Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Gmeiner-Verlag, Meßkirch 2015. ISBN 978-3-8392-1720-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dsk-nsdoku-oberschwaben.de/fileadmin/benutzerdaten/dsk-nsdoku-oberschwaben-de/Forschungsergebnisse/Dietfurt_-_Orden_der_Neutempler.pdf &amp;#039;&amp;#039;Dietfurt bei Sigmaringen – Deutscher Hauptsitz des Neutemplerorden&amp;#039;&amp;#039;], Bericht auf dsk-nsdoku-oberschwaben.de (PDF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=7659489-0|LCCN=n/86/867479|VIAF=156029004}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ariosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet in den 1900er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Wien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kuhni74</name></author>
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