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	<title>Oshana-System - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T06:23:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-12-03T13:47:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|1|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Oshana-System.png|mini|hochkant=1.5|Karte des &amp;#039;&amp;#039;Oshana-Systems&amp;#039;&amp;#039; im Norden Namibias, angrenzend an den [[Kunene (Fluss)|Kunene]] bis zur [[Etosha-Pfanne]] im Grenzgebiet zwischen Angola und Namibia, in roter Umrandung das umgebende &amp;#039;&amp;#039;Cuvelai-Etosha-Becken&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Etosha pan.jpeg|mini|hochkant=1.5|Satellitenaufnahme des Cuvelai-Etosha-Systems: Oben links der Flusslauf des Kunene, unten rechts die Etosha-Pfanne, dazwischen der Fächer der Oshanas]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oshana efundja1.jpg|mini|hochkant=1.5|Wasserführendes Oshana während des Efundja]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oshana-System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cuvelai-System&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cuvelai-Feuchtgebiet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein weitverzweigtes Netz gefällearmer, seichter in Nord-Süd-Richtung verlaufender Abflussrinnen und Senken, der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Iishana&amp;#039;&amp;#039; (singular &amp;#039;&amp;#039;Oshana&amp;#039;&amp;#039;), in Nordzentral-[[Namibia]]. Es erstreckt sich über weite Teile der namensgebenden Region [[Oshana]] – von [[Cuvelai]] im [[Hochland von Bié]] im Norden bis zum Nordufer der [[Etosha-Pfanne]] und von [[Ruacana]] im Westen bis [[Ondangwa]] im Osten und ist die bestimmende Landschaftsform in Nordzentralnamibia. Das Cuvelai-System ist ein besonderes [[Feuchtgebiet]] auf Grundlage der [[Ramsar-Konvention]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Beschreibung und natürlicher Wasserhaushalt ==&lt;br /&gt;
Ihren Ursprung nehmen die Oshanas etwa 100 km nördlich der Grenze Namibias auf [[angola]]nischem Gebiet, von wo aus sie nach Süden abfließen, sich zum [[Ekuma]] vereinigen und schließlich in die Etosha-Pfanne münden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Oshanas&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich in [[Oshivambo]] &amp;#039;&amp;#039;Iishana&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet man nach dem Begriff in der regionalen Sprache Oshivambo parallel liegende breite Trockentäler, deren Begrenzung durch geringe Erhebungen sandig-lehmiger Ablagerungen gegeben ist. Die unregelmäßige Wasserführung, die periodisch zu länglichen Seen und Sumpfgebieten führt, richtet sich nach den Niederschlägen in Südangola.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klimm, Karl-Günther Schneider, Sigrid von Hatten: &amp;#039;&amp;#039;Das Südliche Afrika.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Namibia – Botswana&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Länderkunden.&amp;#039;&amp;#039; Band 39). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994, ISBN 3-534-07188-3, S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die westlichen Oshanas durch ablaufende Niederschläge im angolanischen Hochland gefüllt werden, stammt das Wasser der östlichen Oshanas meist nur aus lokalen Niederschlägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oshanas bilden im trockenen Zustand offene, grasige, aber sonst vegetationsfreie Senken („Pfannen“). Nur die Ränder und höhergelegene Bereiche sind mit [[Mopane]] und [[Makalanipalme]]n (&amp;#039;&amp;#039;[[Doumpalmen|Hyphaene]] petersiana&amp;#039;&amp;#039;) bewachsen. Die Wasserführung beschränkt sich auf die Regenzeit im Sommer. Nach massiven Niederschlägen in der Großregion Nordnamibia/Südangola füllen sich die Kanäle und Senken des Gebiets; dann treten größere Fluten, die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Efundjas&amp;#039;&amp;#039;, auf. Aufgrund der weiten Verzweigung und des geringen Gefälles der Oshanas stehen dann weite Gebiete von [[Nordzentralnamibia]] unter Wasser. Mit einer Ausdehnung von über 30.000 km² bildet das Oshana-System dann zeitweilig das bedeutendste Feuchtgebiet [[Namibia]]s. Während der Efundja finden sich im Oshana-Gebiet 260 Vogelarten, darunter 90 für Feuchtgebiete spezifische Arten wie [[Flamingo]]s, [[Pelikane]] und [[Sattelstorch]]e. Die Kanäle sind dann voll von Fischen, die von den Einheimischen mit bloßen Händen oder einfachen Reusen gefangen werden. Auch nach den Niederschlägen bleiben die Oshanas noch längere Zeit als seichte Seen gefüllt, die langsam verdunsten, da wasserundurchlässige Bodenschichten ein schnelles Versickern des Wassers verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Forscherteam unter Beteiligung der [[Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe]] geht von einem unterirdischen Wasserspeicher in [[Ohangwena]] von 20 Milliarden [[Kubikmeter]] Größe aus, der die Region bis zu 400 Jahre lang mit Trinkwasser versorgen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/-a-845638.html &amp;#039;&amp;#039; Wasser für Namibia Forscher finden gigantischen See unter der Wüste.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel Online&amp;#039;&amp;#039;, 21. Juli 2012; [https://www.az.com.na/nachrichten/aquifer-im-norden-neu-evaluiert/ &amp;#039;&amp;#039;Aquifer im Norden neu evaluiert.&amp;#039;&amp;#039;] [[Allgemeine Zeitung (Windhoek)|Allgemeine Zeitung]], 10. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsraum ==&lt;br /&gt;
Das zusammenhängende Gebiet des Oshana-Systems und der Etosha-Pfanne bildet die Lebensgrundlage für 45 Prozent der Bevölkerung Namibias.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rsis.ramsar.org/ris/745 &amp;#039;&amp;#039;Etosha Pan.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ramsar Sites Information Service&amp;#039;&amp;#039; (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das [[Ovamboland]] sind die Oshanas und ihre sommerliche Flut essentiell. Die in der Region vorherrschenden Sandböden und der [[Kalahari-Sandstein]] sind extrem nährstoffarm und bieten kaum Wasserrückhaltekapazität. Nur das Flutwasser sorgt für ein Auffüllen der Grundwasserreserven und einen dichten Graswuchs, der für Weidewirtschaft genutzt wird. Darüber hinaus finden sich in den gefluteten Tümpeln und Rinnen der Sommermonate viele Fische, die von den Bewohnern gefangen und frisch oder getrocknet als Nahrung verwendet werden. Allerdings bieten die Tümpel und Sumpfflächen auch ideale Brutstätten für Mücken, so dass unter anderem [[Malaria]] weit verbreitet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da eine größere &amp;#039;&amp;#039;Efundja&amp;#039;&amp;#039; letztmals in den 1950er Jahren vorgekommen war und seither ein massiver Bevölkerungszuwachs stattgefunden hatte, wurden in den folgenden Jahrzehnten viele Ansiedlungen und Weideflächen auch auf eigentlich selten geflutete Mulden und &amp;#039;&amp;#039;Oshanas&amp;#039;&amp;#039; ausgeweitet. In der [[Trockenzeit]] wird dadurch die Tragfähigkeit des Landes zunehmend überschritten; die Grundwasserreserven sind schneller erschöpft. Bei höheren Fluten oder gar einer großen &amp;#039;&amp;#039;Efundja&amp;#039;&amp;#039;, wie sie zwischen 2008 und 2011 wieder vorkam,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.adaptation-undp.org/projects/ldcf-angola &amp;#039;&amp;#039;Climate-resilient development &amp;amp; enhanced adaptive capacity for disaster risk in Angola’s Cuvelai River Basin. Introduction.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Climate Change Adaptation&amp;#039;&amp;#039;, [[UNDP]] (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; kommt es dadurch zu großen Schäden und Verlusten an Haus und Vieh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausreichende Verfügbarkeit von Wasser und der Eintrag nährstoffreicher [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimente]] erlaubt eine ertragreiche Landwirtschaft, die jedoch ausschließlich als [[Subsistenzwirtschaft]] betrieben wird. Industrielle Landwirtschaft findet trotz der Eignung des Landes kaum statt. Angebaut werden überwiegend Melonen, Kürbisse, Mais, Hirse und Bohnen. Zusätzlich findet sich Viehhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der guten Bedingungen weist die Oshana-Region eine hohe Bevölkerungsdichte auf und ist daher stark zersiedelt. Die in Berichten aus dem 20. Jahrhundert noch erwähnten ausgedehnten Trockenwälder sind heute verschwunden und wurden gefällt, um den hohen Feuerholzbedarf zu decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Ramsar-Gebiete in Namibia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* John Mendelsohn, Beat Weber: &amp;#039;&amp;#039;Cuvelai - The Cuvelai Basin its water and people in Angola and Namibia.&amp;#039;&amp;#039; Development Workshop, 2011. ([http://www.raison.com.na/CUVELAI-Angola-Namibia%20atlas%20final_low.pdf online abrufbar])&lt;br /&gt;
* Ministry of Agriculture, Water and Forestry (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Cuvelei-Etosha Groundwater Investigation.&amp;#039;&amp;#039; November 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* C. J. Hay, F. H. van der Bank, J. T. Ferreira: &amp;#039;&amp;#039;The effect of the artificial linkage between the Kunene River and the Cuvelei System on the fish Fauna in Owambo, Namibia.&amp;#039;&amp;#039; In: Madoqua, 19(2), 1997, S. 99–105. ([http://www.the-eis.com/data/literature/The%20effect%20of%20the%20artificial%20linkage_Kunene%20River_Cuvelai%20system%20on%20fish%20and%20fauna%20in%20Owambo.pdf online abrufbar])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Oshana}}&lt;br /&gt;
* [http://www.cuvewaters.net/ &amp;#039;&amp;#039;Integrated Water Resources Management in Northern Namibia&amp;#039;&amp;#039;]  (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-koeln.de/sfb389/e/e1/download/atlas_namibia/e1_download_physical_geography.htm#rivers2 Karte &amp;#039;&amp;#039;Hydrography of Namibia II: perennial rivers and the Cuvelai system.&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=-18.004669 |EW=15.749607 |type=landmark |region=NA-ON}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Angola)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ramsar-Gebiet in Namibia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hydrologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässersystem Etosha-Pfanne|F]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Amsel94</name></author>
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