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	<title>Ostrakoden - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ostrakoden&amp;diff=607134&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Timk70: Exzellentes Bild</title>
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		<updated>2025-08-02T19:05:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Exzellentes Bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Muschelkrebse&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Ostracoda&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Pierre André Latreille|Latreille]], 1802&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Maxillopoda&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Krebstiere&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Crustacea&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterstamm&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Gliederfüßer&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Arthropoda&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Stamm&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Häutungstiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Ecdysozoa&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Überstamm&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Urmünder&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Protostomia&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Ostracod3.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:CypridinaMediterranea.png|mini|hochkant|Anatomie von &amp;#039;&amp;#039;[[Cypridina mediterranea]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mikrofoto.de-Muschelkrebs 1.jpg|mini|Muschelkrebs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muschelkrebse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ostrakoden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Ostracoda) sind kleine [[Krebstiere]]. Ihre Größe schwankt zwischen 0,2 und maximal 30&amp;amp;nbsp;mm; die meisten sind zwischen 0,5 und 2&amp;amp;nbsp;mm groß. Sie besiedeln alle aquatischen Lebensräume vom [[Meer]] über das [[Brackwasser]], die [[Fluss|Flüsse]], die [[See]]n, die [[Quelle]]n bis zu kleinen [[Pfütze]]n auf der Wiese, auch das [[Grundwasser]] und mit einigen Arten, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Microdarwinula zimmeri&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Microdarwinula zimmeri [https://species.wikimedia.org/wiki/Microdarwinula_zimmeri]&amp;lt;/ref&amp;gt; sogar halb-aquatische Lebensräume. Nur in Gewässern der [[Regenmoore|Hochmoore]] fehlen sie wegen des fehlenden [[Calciumcarbonat|Kalkes]] und des niedrigen [[pH-Wert]]es völlig. An neutrales, aber kalkarmes Wasser angepasst sind nur wenige Arten, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Cryptocandona reducta&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Cryptocandona reducta [https://species.wikimedia.org/wiki/Cryptocandona_reducta]&amp;lt;/ref&amp;gt; nach dem Tod lösen sich die Schalen sehr rasch auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Muschelkrebse sind [[Gliederfüßer]] (Arthropoda) aus dem Unterstamm der Krebstiere (Crustacea), Klasse Ostracoda&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url={{FaunaEuropaea|ID=c8ef89a6-f14f-4b43-8fde-6f7889cc08ee|WissName=Ostracoda|Rang=Klasse|Linktext=nein}}&lt;br /&gt;
 |titel=Die Klasse der Ostracoda | hrsg=European Commission |werk=Fauna Europeae Database| zugriff=2010-02-24 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (von [[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] &amp;#039;&amp;#039;ostrakon&amp;#039;&amp;#039; „[[Keramik|Tonscherbe]]“). Den deutschen Namen „Muschelkrebse“ verdanken die Krebse den an Muschelschalen erinnernden Hautduplikaturen, die den Weichkörper schützen. Es handelt sich um median-symmetrische Ausfaltungen des Kopfes, deren durch [[Calciumcarbonat]] mineralisierte äußere und (seltener) innere [[Chitin]]lamelle den [[Carapax]] aus zwei Schalenhälften bilden, wodurch sie wie kleine [[Muscheln]] aussehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig gibt es auf der Erde schätzungsweise 10.000 bis 15.000 Arten von Ostrakoden, die meisten leben in den [[Meer]]en und nur etwa 2.000 im [[Süßwasser]] und [[Brackwasser]]. [[Fossil]] sind sie seit dem [[Paläozoikum|Altpaläozoikum]] bekannt. Insgesamt wurden bisher etwa 65.000 rezente und fossile Arten beschrieben, von denen aber wegen [[Synonym (Taxonomie)|Synonymie]] nur ca. 33.000 gültig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;D. J. Horne, A. Cohen, K. Martens: &amp;#039;&amp;#039;Taxonomy, Morphology and Biology of Quaternary and Living Ostracoda.&amp;#039;&amp;#039; In: J. A. Holmes, A. R. Chivas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Ostracoda: Applications in Quaternary Research.&amp;#039;&amp;#039; (= Geophysical Monograph Series. 131). American Geophysical Union, Washington/DC 2002, ISBN 0-87590-990-6, S. 5–36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weichkörperbau ==&lt;br /&gt;
Der komplizierte Weichkörperbau ist Grundlage der [[Taxonomie|taxonomischen]] Gliederung. Der seitlich abgeflachte Weichkörper ist nicht segmentiert, lediglich durch eine zwischen Kopf ([[Cephalon (Anatomie)|Cephalon]]) und Rumpf (Thorax) vom Rücken und von den Seiten her eingreifende Furche wird eine Trennung angedeutet. Bei der Ordnung Podocopida befinden sich von den sieben Gliedmaßenpaaren vier am Kopf: Antennula (A1) und Antenne (A2) vor der Mundöffnung sowie Mandibel (Md) und Maxille (Mx1) hinter der Mundöffnung. Das Zusammenspiel von A1 und A2 dient der Steuerung der Fortbewegung und das Vorhandensein sowie die Ausbildung von sogenannten Schwimmborsten an der A2 sind entscheidend für die Schwimmfähigkeit. Der Thorax trägt mindestens drei Beinpaare, die sogenannten Thorakopoden (T1 bis T3) mit einer speziellen Funktionalität. Den Abschluss des Körpers bildet die unpaarige sogenannte Furka. Einzelheiten zum Feinbau der Podocopida, auch des Feinbaues der nicht bei allen Arten vorkommenden Männchen, ist bei W. Klie&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Klie [https://species.wikimedia.org/wiki/Walter_Klie]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Klie: &amp;#039;&amp;#039;Ostracoda, Muschelkrebse.&amp;#039;&amp;#039; – In: F. DAHL (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile nach ihren Merkmalen und ihrer Lebensweise.&amp;#039;&amp;#039; Band 34 (3), Jena 1938, S. 1–320&amp;lt;/ref&amp;gt; zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Die meisten Arten der Muschelkrebse bewegen sich kriechend oder gleitend über den Boden der Gewässer. Einige dieser [[Benthos|benthischen]] Arten können sich auch über kurze Strecken schwimmend fortbewegen. Sie ernähren sich von den herabsinkenden abgestorbenen tierischen und pflanzlichen Resten, den Schlamm durchwühlend sorgen sie für die [[Mineralisation]] des [[Detritus (Biologie)|Detritus]]. Dadurch spielen sie eine wichtige Rolle im Ökosystem der Gewässer. Einige der im Süßwasser lebenden Ostrakoden haben eine hochspezialisierte Ernährungsweise, so weidet &amp;#039;&amp;#039;Notodromas monacha&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Notodromas monacha [https://species.wikimedia.org/wiki/Notodromas_monacha]&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Kahmhaut]] an der Wasseroberfläche ab. Dauerhaft aktiv schwimmende, also dem [[Nekton]] angehörige Arten, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Cypridopsis vidua&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Cypridopsis vidua [https://species.wikimedia.org/wiki/Cypridopsis_vidua]&amp;lt;/ref&amp;gt; ernähren sich vorwiegend von Mikroalgen. Einige leben räuberisch, dazu zählt die [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;Gigantocypris&amp;#039;&amp;#039;, deren Vertreter sehr kleine Jungfische und Pfeilwürmer fangen. Mit einer Größe bis zu 30 Millimeter sind diese in der Tiefsee lebenden (bathypelagischen) Ostrakoden die größten Muschelkrebse. Auch [[Kannibalismus]] ist offensichtlich weit verbreitet, denn abgestorbene Artgenossen werden wie das Aas anderer Tiere verspeist. So wurde beobachtet, dass frisch getötete Exemplare von &amp;#039;&amp;#039;Cypris pubera&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Cypris pubera [https://species.wikimedia.org/wiki/Cypris_pubera]&amp;lt;/ref&amp;gt; unverzüglich massenhaft Artgenossen anlockten. Ostrakoden sollen auch als [[Kommensale]]n an anderen Krebsen leben, so haften z.&amp;amp;nbsp;B. Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Entocythere&amp;#039;&amp;#039; an Kiemen und Gliedmaßen der in Amerika vorkommenden Gattung &amp;#039;&amp;#039;Cambarus&amp;#039;&amp;#039; (Klasse [[Flusskrebse]]). Auch an [[Flohkrebse]]n lassen sich einige Arten der Ostrakoden finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lebensdauer der Muschelkrebse beträgt bei einigen Arten nur wenige Wochen. Zu den Arten mit der höchsten Lebensdauer gehört &amp;#039;&amp;#039;Philomedes globosus&amp;#039;&amp;#039;, diese marine Art ist erst ab zwei Jahren geschlechtsreif und wird bis zu vier Jahre alt.&lt;br /&gt;
Die im Meer lebenden Muschelkrebse sind überwiegend [[Kosmopolit (Biologie)|Kosmopoliten]] und nicht selten auch [[Ubiquist]]en. Unter den im Süßwasser lebenden Ostrakoden sind aber viele hoch spezialisiert in ihren ökologischen Anforderungen. So entwickeln sich in [[Mitteleuropa]] die sogenannten „Frühlingsformen“ innerhalb weniger Wochen aus den Eiern über die Larvenstadien bis zum Frühsommer und sterben nach dem Ablegen der Eier mit dem Austrocknen der Gewässer ab. Andere sind an die klimatischen Bedingungen der [[arktis]]chen Regionen angepasst, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Fabaeformiscandona harmsworthi&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Fabaeformiscandona harmsworthi [https://species.wikimedia.org/wiki/Fabaeformiscandona_harmsworthi]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J.W. Neale: &amp;#039;&amp;#039;The freshwater Ostracod &amp;#039;Candona harmsworthi&amp;#039; Scott, from Franz Josef Land and Novaya Zemlya.&amp;#039;&amp;#039; In: J.W. Neale (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The taxonomy, morphology and ecology of Recent Ostracoda.&amp;#039;&amp;#039; Edinburgh 1969, S. 222–246&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Nachweis in [[kaltzeit]]lichen [[Sediment]]en in Mitteleuropa ist ein wichtiger Indikator zur Rekonstruktion von Klimaveränderungen, siehe weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
Die Muschelkrebse sind stets getrenntgeschlechtlich. Von vielen insbesondere im Süßwasser lebenden Arten sind aber die Männchen nicht bekannt, sie pflanzen sich durch [[Parthenogenese]] fort. Diese Art der Fortpflanzung hat den Vorteil, dass sich aus einem einzelnen Ei, das durch den Vogelzug über große Entfernungen verschleppt werden kann, in einem von der Art präferierten [[Biotop]] eine neue [[Population (Biologie)|Population]] entwickeln kann. Nur so ist das Vorkommen der Art &amp;#039;&amp;#039;Ilyocypris getica&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Ilyocypris getica [https://species.wikimedia.org/wiki/Ilyocypris_getica]&amp;lt;/ref&amp;gt; in einem [[anthropogen]] entstandenen Gewässer zu erklären.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Meisch, R. Fuhrmann, K. Wouters: &amp;#039;&amp;#039;Ilyocypris getica Masi, 1906 (Crustacea, Ostracoda): Taxonomy, Ecology, Life History, Distribution, Fossil Occurence and First Record for Germany. &amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Travaux scientifiques du Musée national d’histoire naturelle de Luxembourg.&amp;#039;&amp;#039; Band 23, Luxembourg 1996, S.&amp;amp;nbsp;3–28[https://www.researchgate.net/publication/309283164_Ilyocypris_getica_Masi_1906_Crustacea_Ostracoda_Taxonomy_Ecology_Life_History_Distribution_Fossil_Occurence_and_First_Record_for_Germany_-_Travaux_scientifiques_du_Musee_national_d%27histoire_naturelle_]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Eier werden einzeln oder in kleinen Paketen frei im Wasser abgelegt. Sie sind außerordentlich widerstandsfähig, durch eine doppelte Hülle geschützt überstehen sie bei vielen Arten das vollständige Austrocknen und auch Ausfrieren des Wohngewässers. Einige Arten allerdings, zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Darwinula stevensoni&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Darwinula stevensoni [https://species.wikimedia.org/wiki/Darwinula_stevensoni]&amp;lt;/ref&amp;gt; sind lebendgebärend, sie überleben das Durchfrieren des Gewässers nicht. Die Entwicklung beginnt mit einer bereits eine zweiklappige Schale tragenden [[Nauplius|Nauplius-Larve]]. Bei dieser sind bereits kleine [[Mandibel]]n vorhanden. Es folgen Stadien mit maximal acht [[Häutung]]en. Erst beim [[adult]]en Tier, das sich nicht mehr häutet, sind alle Merkmale des Weichkörpers und der Schalen voll ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ostracvalve.png|rechts|mini|Fossile &amp;#039;&amp;#039;[[Cyamocytheridea]]&amp;#039;&amp;#039; sp. aus dem [[Eozän]] (Unteres Lutetium, ±49 Mya). Fundort: [[Nederokkerzeel]], Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PermianOstracod.jpg|mini|Ostrakode aus dem [[Perm (Geologie)|Perm]] von Texas.]]&lt;br /&gt;
Wie bereits weiter oben erwähnt spielen die Ostrakoden [[rezent]] eine große Rolle bei der Destruktion abgestorbener organischer Substanzen in den Gewässern, z.&amp;amp;nbsp;B. der im Herbst eingetragenen Blätter der Laubbäume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der guten Erhaltung der Schalen in [[Calciumcarbonat|kalkhaltigen]] Sedimenten, ihrer Kleinheit und massenhaften Vorkommen sowie der [[evolution]]ären Kurzlebigkeit werden marine Ostrakodenarten als [[Leitfossil]]ien bereits seit längerem bei der [[Prospektion (Geologie)|Prospektion]] von [[Erdöl]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an das Süßwasser gebundenen Ostrakoden eignen sich gut für die Untersuchung von Fragestellungen in der [[Quartärgeologie]]&amp;lt;ref&amp;gt;P. Frenzel, R. Matzke-Karasz, F. A. Viehberg: &amp;#039;&amp;#039;Muschelkrebse als Zeugen der Vergangenheit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biologie in unserer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; 36(2), 2006, S. 102–108, {{ISSN|0045-205X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, sowohl zur Milieu-Rekonstruktion bei [[Archäologie|archäologischen]] Ausgrabungen als auch zur Untersuchung von Klimaänderungen ([[Paläoklimatologie]]), z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Holozän]]&amp;lt;ref&amp;gt;R. Fuhrmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostrakoden- und Molluskenfauna des Auelehmprofils Zeitz (Landkreis Burgenland) und ihre Aussage zum Klima sowie zur Landnutzung im jüngeren Holozän Mitteldeutschlands.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mauritiana.&amp;#039;&amp;#039; Altenburg 2008, Band 20 (2), S. 253–281. [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ostrakoden_Mollusken_Auelehm_Holoz%C3%A4n_Zeitz_202-2008.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neuere Untersuchungen in [[Mitteldeutschland]] haben ergeben, dass die Süßwasserostrakoden auch für die [[Stratigraphie (Geologie)|stratigraphische]] Gliederung des [[Quartär (Geologie)|Quartärs]] geeignet sind, sowohl zur Unterscheidung der [[Warmzeit|Interglaziale]] als auch der [[Kaltzeit]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Fuhrmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostrakodenfauna der Interglazialbecken von Neumark-Nord (Geiseltal, Sachsen-Anhalt) und ihre Aussage zur stratigraphischen Stellung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mauritiana.&amp;#039;&amp;#039; Altenburg 2017, Band 32, S. 40–105 [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ostrakoden_Neumark-Nord_Interglazialbecken_2017.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;R. Fuhrmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostrakodenfauna der weichselkaltzeitlichen Schichtenfolge des Braunkohlentagebaues Schadeleben (Randfeld des Tagebaues Nachterstedt) im ehemaligen Ascherslebener See (Sachsen-Anhalt).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mauritiana.&amp;#039;&amp;#039; Altenburg 2012, Band 24, S. 29–50 [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ostrakoden_Schadeleben_Weichsel-Kaltzeit_24-2012.pdf (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;R. Fuhrmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostrakodenfauna des weichselpleniglazialen Lößes in West- und Mittelsachsen&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.researchgate.net/publication/332112274_Die_Ostrakodenfauna_des_weichselpleniglazialen_Losses_in_West-und_Mittelsachsen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* G. W. Müller: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostracoden des Golfes von Neapel und der angrenzenden Meeres-Abschnitte.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fauna u. Flora des Golfes von Neapel.&amp;#039;&amp;#039; Band 21). Berlin 1894. [http://ia600306.us.archive.org/13/items/dieostracodendes21ml/dieostracodendes21ml.pdf (PDF)]&lt;br /&gt;
* G.W. Müller: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Süßwasser-Ostracoden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zoologica&amp;#039;&amp;#039;. Heft 30, Stuttgart 1900, S. 1–112, 21 Tafeln.&lt;br /&gt;
* G. W. Müller: &amp;#039;&amp;#039;Ostracoda.&amp;#039;&amp;#039; In: F. E. Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Das Tierreich.&amp;#039;&amp;#039; 31. Lieferung, Berlin 1912. [http://www.biodiversitylibrary.org/item/15741 (PDF)]&lt;br /&gt;
* W. Klie: &amp;#039;&amp;#039;Ostracoda, Muschelkrebse.&amp;#039;&amp;#039; – In: F. DAHL (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile nach ihren Merkmalen und ihrer Lebensweise.&amp;#039;&amp;#039; Band 34 (3), Jena 1938, S. 1–320.&lt;br /&gt;
* G. Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Ostracoda.&amp;#039;&amp;#039; In: H.-E. Gruner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dr. H.G. Bronns Klassen und Ordnungen des Tierreichs.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Arthropoda.&amp;#039;&amp;#039; Abt. 1: &amp;#039;&amp;#039;Crustacea.&amp;#039;&amp;#039; Buch 2, Tl. 4, Lfg. 1, Geest &amp;amp; Portig, Leipzig 1966, S. 1–216, Abb. 1–121.&lt;br /&gt;
* K. J. Müller: &amp;#039;&amp;#039;Hesslandona unisulcata. sp. nov. with phosphatised appendages from Upper Cambrian &amp;#039;Orsten&amp;#039; of Sweden.&amp;#039;&amp;#039; In: R. H. E. Robinson, L. M. Sheppard (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fossil and Recent Ostracods.&amp;#039;&amp;#039; Ellis Horwood, Chichester 1982, S. 276–304.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zum Ober-Bathonium (Mittlerer Jura) im Raum Hildesheim, Nordwestdeutschland – Mega- und Mikropaläontologie, Biostratigraphie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geologisches Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; Reihe A Heft 121. Hannover 1990, S. 73–118.&lt;br /&gt;
* H. I. Griffiths: &amp;#039;&amp;#039;European Quaternary Freshwater Ostracoda: a Biostratigraphic and Palaeobiogeographic Primer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Scopolia.&amp;#039;&amp;#039; Heft 34, Ljubljana 1995, S. 1–168.&lt;br /&gt;
* [[Claude Meisch (Zoologe)|C. Meisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Freshwater Ostracoda of Western and Central Europe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Süßwasserfauna von Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; 8/3. Spektrum Akademischer Verlag, 2000, ISBN 3-8274-1001-0. (In englischer Sprache. Berücksichtigt werden folgende Länder: Irland, Großbritannien, nördliche Hälfte von Frankreich, Beneluxländer, Deutschland, Schweiz, Österreich, Ungarn, Tschechien und Slowakei)&lt;br /&gt;
* L. E. Park, R. D. Ricketts: &amp;#039;&amp;#039;Evolutionary history of the Ostracoda and the origin of nonmarine faunas.&amp;#039;&amp;#039; In: L. E. Park, A. J. Smith (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bridging the Gap. Trends in the Ostracode Biological and Geological Sciences.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Paleontological Society Papers.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Tulsa/Okla 2003. {{ISSN|1089-3326}}&lt;br /&gt;
* R. Fuhrmann: &amp;#039;&amp;#039;Atlas quartärer und rezenter Ostrakoden Mitteldeutschlands.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Altenburger naturwissenschaftliche Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Heft 15, Altenburg 2012, S. 1–320, 142 Tafeln. [https://www.researchgate.net/publication/324248193_Atlas_quartarer_und_rezenter_Ostrakoden_Mitteldeutschlands].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ostracoda}}&lt;br /&gt;
* [http://ostracoda-on.tripod.com/ Kempf Database Ostracoda]&lt;br /&gt;
* [http://www.hydro-kosmos.de/mikmak/pl17.htm Muschelkrebse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4170777-1|LCCN=sh85096003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krebstiere]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikropaläontologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Timk70</name></author>
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