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	<title>Otto Harder - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Harder&amp;diff=85494&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gudrun Meyer: /* Kriegsverbrecher */ Präteritum</title>
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		<updated>2026-01-29T14:48:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kriegsverbrecher: &lt;/span&gt; Präteritum&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Otto Harder 1947.png|mini|Otto Harder (um 1947)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Fritz („Tull“) Harder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. November]] [[1892]] in [[Braunschweig]]; † [[4. März]] [[1956]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Fußball]]spieler und Aufseher in mehreren [[Konzentrationslager]]n. Harder schoss den [[Hamburger&amp;amp;nbsp;SV]] 1923 und 1928 zu den ersten beiden Meisterschaften. Mit 387 Pflichtspieltoren ist er nach [[Uwe Seeler]] der erfolgreichste Torschütze der HSV-Historie. Er war [[Mannschaftskapitän|Kapitän]] der [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|deutschen Fußballnationalmannschaft]]. 1947 wurde er als [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Fußballspieler ===&lt;br /&gt;
Otto Harder begann seine fußballerische Karriere im Alter von 16 Jahren bei Hohenzollern Braunschweig. Zuvor hatte er sich, wie auch [[Adolf Jäger (Fußballspieler)|Adolf Jäger]] von [[Altona 93]], eher zur Leichtathletik hingezogen gefühlt. Bereits nach einem Jahr wechselte Harder zu [[Eintracht Braunschweig]]. 1911 kam Harder anlässlich des Gastspiels der englischen Profimannschaft [[Tottenham Hotspur]] zu dem Spitznamen „Tull“ – in Anlehnung an Tottenhams Spieler [[Walter Tull]] (1888–1918), einen dem 1,90 m großen Harder in der Statur ähnlicher [[Schwarze]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;So eine Legende; das fragliche Match war aber bereits im Mai 1911, als Harder noch in Eintrachts 2. Mannschaft spielte, vgl. &amp;#039;&amp;#039;Vereins-Nachrichten des Braunschweiger Fußballklubs „Eintracht“ e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; Juni 1911, Seite 4. „Tull“ oder „Tulle“ waren auch gängige plattdeutsche Verniedlichungsformen des Vornamens Otto.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Frühjahr 1912 wechselte „Tull“ Harder erstmals für kurze Zeit zum Hamburger FC 1888, aus dem 1919 der [[Hamburger SV]] hervorgehen sollte. Fans der „Eintracht“ wollten Harder gewaltsam an der Fahrt nach [[Hamburg]] hindern, dieser jedoch hatte Wind von der Aktion bekommen und stieg in [[Peine]] in den Zug. Schließlich spielte Harder doch noch ein weiteres Jahr in [[Braunschweig]] und ging erst danach zum HFC 1888.&lt;br /&gt;
[[Datei:Werbeanzeige von Kaffee Hag mit Tull Harder.jpg|mini|„Tull“ Harder wirbt 1927 für „[[Kaffee Hag]]“]]&lt;br /&gt;
Otto Harder leistete ab 1915 freiwilligen Kriegsdienst und erhielt das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] erster und zweiter Klasse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Heinrich |Titel=Sport – Sport – Sport |TitelErg=Fußball-Poesie |Sammelwerk=Gewerkschaftliche Monatshefte |Band=GMH 7/96 |Verlag=[[Friedrich-Ebert-Stiftung]] |Ort=Deutschland |Datum=1996 |Kapitel=Tull Harder – Eine Karriere in Deutschland |Seiten=464 |Online=https://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1996/1996-07-a-464.pdf |Format=PDF |KBytes=121}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] (1914–1918) zeigt ihn ein Mannschaftsfoto aus dem Jahr 1917 als Gastspieler des [[Stettiner SC]].&amp;lt;ref&amp;gt;Traditionsgemeinschaft pommerscher Turn- und Sportvereine: &amp;#039;&amp;#039;Pommern am Ball.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1970, im Anhang.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Viktoria Pokal.jpg|mini|hochkant|Die [[Victoria (Pokal)|Victoria]] – Wanderpokal für den Deutschen Fußballmeister von 1903 bis 1944 – gewann der Hamburger SV erstmals 1923 und 1928 erneut.]]&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Hamburger SV gehörte Harder zu jenen Spielern, die an den beiden denkwürdigen und hart umkämpften [[Deutsche Fußballmeisterschaft 1921/22#Finale|Endspielen zur deutschen Meisterschaft 1922]] unter der Schiedsrichterleitung von [[Peco Bauwens]] teilnahmen, wobei sein Gegenspieler [[Anton Kugler]] mehrere Zähne verlor im [[Zweikampf (Sport)|Zweikampf]] mit ihm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VonStetsFairIstHierNichtDieRede&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Udo Muras |url=https://www.sport1.de/news/fussball/2-bundesliga/2022/03/nurnberg-gegen-hsv-1922-und-das-langste-endspiel-um-die-meisterschaft |titel=Ein Endspiel-Drama für die Ewigkeit |werk=[[Sport1]].de |hrsg=Sport1 Medien AG |datum=2022-03-04 |abruf=2023-03-25 |zitat=… Das Spiel wird nach Wiederanpfiff immer härter. Harder rammt Nürnbergs Anton Kugler angeblich „unabsichtlich, aber fürchterlich“ die Faust ins Gesicht, was diesen vier Zähne kostet, andere Quellen sprechen von fünf …}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Bellinger |url=https://www.ndr.de/sport/fussball/Endlos-Finale-1922-Als-der-HSV-kein-Fussball-Meister-wurde,hsv26098.html |titel=Endlos-Finale 1922: Als der HSV (kein) Fußball-Meister wurde |werk=ndr.de |hrsg=[[Norddeutscher Rundfunk]] (NDR) |datum=2022-08-06 |abruf=2023-03-25 |zitat=… Kugler nämlich, der Wochen vorher im Duell mit Harder eine Handvoll Zähne eingebüßt hatte …}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wurde der HSV zum Meister erklärt, verzichtete jedoch auf den Titel. 1923 wurde Harder zum ersten Mal offiziell deutscher Meister mit dem Hamburger SV. 1928 gewann er mit 36 Jahren seinen zweiten Meistertitel und stellte dabei einen Rekord auf, als er in der Liga „Alsterkreis“ im Treffen mit dem [[Wandsbeker FC]] 12 Tore erzielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach anderen Quellen elf (so {{BibISBN|978-3-89533-586-0|Seite=35}}) oder zehn. Ob es sich um einen Weltrekord gehandelt hat oder noch handelt, ist unbekannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner torreichen Leistungen nahm Reichstrainer [[Otto Nerz]] Harder nicht mit zu den [[Olympische Sommerspiele 1928|Olympischen Spielen]], die damals noch den Status einer Weltmeisterschaft hatten. Insgesamt kam Harder von 1914 bis 1926 auf 15 Länderspiele, in denen er 14 Treffer erzielte. In seinen letzten neun Länderspielen war er achtmal [[Mannschaftskapitän|Kapitän]] der Nationalmannschaft und erzielte dabei elf Tore.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EUFootball|7911|Abruf=2023-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1929 gewann der Hamburger SV ein Freundschaftsspiel gegen den uruguayischen Klub [[Peñarol Montevideo|CA Peñarol]] mit 4:2, bei dem Harder alle vier Treffer erzielte. Im Januar 1931 wechselte Harder zum [[SC Victoria Hamburg]], um zwei Jahre später, mit 41 Jahren, angeblich noch ein kurzes Gastspiel beim [[VfB Kiel]] zu geben&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Jubiläumsschrift des VfB Kiel, daselbst 2010; möglicherweise ein Irrtum.&amp;lt;/ref&amp;gt; und dann endgültig seine Karriere zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harders fußballerische Stärke waren seine Alleingänge. „Wenn spielt der Harder Tull, dann heißt es drei zu null…“ sang man in den Hamburger Kabaretts – ein Lied, das es auch auf Schallplatte gab. Seine Karriere war 1927 Anlass für den Stummfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Der König der Mittelstürmer]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Paul Richter (Schauspieler)|Paul Richter]] als &amp;#039;&amp;#039;Tull Harper&amp;#039;&amp;#039; (sic!) in der Hauptrolle. Der ehemalige [[Kicker (Sportmagazin)|Kicker]]-[[Chefredakteur|Hauptschriftleiter]] [[Friedebert Becker]] charakterisierte Harders Stil wie folgt: „Gerade heute im Zeitalter des [[WM-System]]s weiß man, daß es mit Laufen und Schießen nicht mehr ganz getan ist. Harder war […] ein Techniker erster Klasse, aber sein Stil brauchte die Technik, die sich namentlich im ungeheuer sicheren Ballführen, klarem Schießen und Köpfen auswirkte, nicht zum Schnörkeln. Sie war ihm zur Voraussetzung seiner ureigensten Art, mit einer beispiellosen Sicherheit und Kraft, mit einem selten gesehenen explosiven Start auf dem kürzesten Weg auf das Tor zuzusteuern, gegeben. Tull Harder zerbrach sich nicht den Kopf, wie man eine Aktion anlegen konnte, sondern er handelte sofort. Adolf Jäger führte seine Elf mit Raffinesse, wie Schachfiguren, Harder dagegen bot, so schnell wie es ging, Schach!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsverbrecher ===&lt;br /&gt;
Harder trat zum 1. Oktober 1932 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] (Mitgliedsnummer 1.345.616)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/13531134&amp;lt;/ref&amp;gt; und zum 10. Mai 1933 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 179.446).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/529043&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee216&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 216.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Einberufung zur [[Waffen-SS]] wurde er ab Ende August 1939 Wachmann im [[KZ Sachsenhausen]] in Oranienburg. Im November ließ er sich auf eigenen Wunsch hin&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lernwerkstatt-neuengamme.de/de/archiv/3906 |titel=Otto Harder – Lernwerkstatt Neuengamme |abruf=2025-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in das [[KZ Neuengamme]] versetzten, wo er bis Frühjahr 1940 zunächst in der Wachmannschaft und ab April 1940 in der Lagerverwaltung tätig war. Ab August 1944 war Harder als [[SS-Hauptscharführer]] Kommandant des [[KZ-Außenlager Hannover-Ahlem|KZ-Außenlagers Hannover-Ahlem]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee216&amp;quot; /&amp;gt;  Am 30. Januar 1945 wurde er noch zum [[SS-Untersturmführer]] befördert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein britisches [[Militärgericht]] verurteilte ihn im Rahmen der [[Curiohaus-Prozesse]] ([[Entnazifizierung]]) am 16. Mai 1947 als Kriegsverbrecher zu 15 Jahren [[Zuchthaus]]. Während der Verhandlung distanzierte er sich nicht vom Nationalsozialismus; er bekannte sich „nicht schuldig“. Er bekam für die Verhandlung von [[Peco Bauwens]] einen entlastenden [[Persilschein]], in dem Harder sich „stets als vorbildlicher Sportsmann gezeigt“ habe, denn „selbst bei härtesten Spielen blieb er stets fair und dem Gegner gegenüber ritterlich“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VonStetsFairIstHierNichtDieRede&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Mediathek |url=https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/das-dunkle-erbe--nazis-im-deutschen-fussball-100.html |autor=[[Rainer Fromm]], [[Udo Frank]] |titel=Das dunkle Erbe – Nazis im deutschen Fußball (ZDF History – ab 9:15 min.) |typ=Video |sender=[[ZDF]] |laufzeit=44 |vdatum=2026-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Strafmaß wurde später auf zehn Jahre reduziert, von denen er schließlich nur vier verbüßen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Eichler (Journalist)|Christian Eichler]]: &amp;#039;&amp;#039;Hundert Jahre Zwietracht. Ausgeschlagene Zähne, heimtückische Fouls, ekstatische Massen: Warum das „ewige“ Finale um die deutsche Fußball-Meisterschaft 1922 nie einen Sieger fand.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 6. August 2022, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hamburger SV schloss sein Mitglied vorübergehend aus. Die Entnazifizierung versandete ab 1948 und entwickelte sich von einem Instrument der Säuberung zum Mittel der [[Rehabilitation]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tobias Birzer |url=https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/von-der-politischen-reinigung-zur-mitlaeuferfabrik-entnazifizierung_id_2043927.html |titel=Entnazifizierung – Schneller Abschluss erwünscht |werk=Focus.de (Online) |datum=2014-06-24 |abruf=2022-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits Weihnachten 1951 wurde Harder vorzeitig aus dem [[Justizvollzugsanstalt Werl|Kriegsverbrechergefängnis Werl]] in Westfalen entlassen. Nach dem kollektiven Verdrängungskonsens der Hamburger Zivilgesellschaft wurde Harder bei seiner Rückkehr „vom HSV und seinen Anhängern frenetisch gefeiert“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Heinrich |Titel=Sport – Sport – Sport |TitelErg=Fußball-Poesie |Sammelwerk=Gewerkschaftliche Monatshefte |Band=GMH 7/96 |Verlag=[[Friedrich-Ebert-Stiftung]] |Ort=Deutschland |Datum=1996 |Kapitel=Tull Harder – Eine Karriere in Deutschland |Seiten=472 |Online=https://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1996/1996-07-a-464.pdf#page=9 |Format=PDF |KBytes=121 |Zitat=… all das zählte nicht mehr. Die Zuschauer und der Stadionsprecher begrüßten ihn begeistert. Harder war zum Nur-Noch-Sportler geworden. Das hatte geklappt, weil sich keiner an den Rest erinnern wollte. Die braune Vergangenheit fiel kollektiver Verdrängung anheim …}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeitgeschichte-hamburg.de/contao/index.php/publikation-hamburger-zeitspuren/items/persilscheine.html |titel=„Persilscheine“ aus der Druckerpresse? Die Hamburger Medienberichterstattung über Entnazifizierung und Internierung in der britischen Besatzungszone |werk=zeitgeschichte-hamburg.de |hrsg=Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) |datum=2017 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230331035503/https://www.zeitgeschichte-hamburg.de/contao/index.php/publikation-hamburger-zeitspuren/items/persilscheine.html |archiv-datum=2023-03-31 |abruf=2023-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Havemann&amp;quot;&amp;gt;Nils Havemann: &amp;#039;&amp;#039;„Fußball unterm Hakenkreuz – der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz“.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt/Main 2005, ISBN 3-593-37906-6, S.&amp;amp;nbsp;303.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch arbeitete er wieder als [[Versicherungsvertreter]], was er schon neben seiner Fußballkarriere getan hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Werner Nording |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/harder-fussball-nationalsozialismus-100.html |titel=Vom Fußballidol zum KZ-Kommandanten |werk=deutschlandfunkkultur.de |hrsg=[[Deutschlandradio]] |datum=2023-01-22 |abruf=2023-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Otto Harder starb am 4. März 1956 im Alter von 63 Jahren. Am Begräbnis nahmen zahlreiche HSV-Vertreter teil; Jugendspieler des Vereins bildeten eine [[Ehrenwache]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Havemann&amp;quot; /&amp;gt; Anlässlich der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1974]] hatte der [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg|Hamburger Senat]] eine Broschüre herausgegeben, in der Harder – neben [[Uwe Seeler]] und [[Josef Posipal|Jupp Posipal]] – als &amp;#039;&amp;#039;Vorbild für die Jugend&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde. Dies fiel erst einen Tag vor der Verteilung auf, daher ließ man die entsprechende Seite aus allen 100.000 Exemplaren entfernen.&amp;lt;ref&amp;gt;Utz Rehbein: [https://www.ndr.de/sport/fussball/Asbjoern-Halvorsen-Tull-Harder-HSV,hsv16200.html &amp;#039;&amp;#039;Asbjörn und „Tull“: Zwei Lebenswege.&amp;#039;&amp;#039;] auf ndr.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arthur Heinrich: &amp;#039;&amp;#039;„Tull Harder – Eine Karriere in Deutschland.“&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gewerkschaftliche Monatshefte]]&amp;#039;&amp;#039; 7/1996 ([http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1996/1996-07-a-464.pdf PDF-Datei, 122 kB]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Harder, Otto (Tull)&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kulturlexikon zum Dritten Reich|Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945]]&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main : S. Fischer, 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 216&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Roger Repplinger&lt;br /&gt;
   |Titel=Leg dich, Zigeuner – Die Geschichte von [[Johann Wilhelm Trollmann|Johann Trollmann]] und Tull Harder&lt;br /&gt;
   |Verlag=[[Piper Verlag]] GmbH&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2008&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-492-95565-2&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=4BsWAwAAQBAJ}}&lt;br /&gt;
   |Umfang=384}}&lt;br /&gt;
* Arthur Heinrich: &amp;#039;&amp;#039;Tull Harder, Fußball-Nationalspieler und Lagerkommandant.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Diethelm Blecking]], [[Lorenz Peiffer]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Sportler im „Jahrhundert der Lager“. Profiteure, Widerständler und Opfer.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen : Die Werkstatt, 2012, S. 104–109&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123635896}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Martin Sonnleitner |url=https://www.spiegel.de/geschichte/deutsche-schicksale-a-947026.html |titel=Deutsche Schicksale: Der Stürmer und der Dränger |werk=[[einestages]] |datum=2008-06-16 |abruf=2024-12-09 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Michael Froemke |url=https://www.hsv1887.de/hsv/biografien/harder-otto.php |titel=Otto „Tull“ Harder |werk=hsv1887.de |abruf=2024-12-09 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Werner Nording |url=https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2023/01/22/vom_fussballidol_zum_kz_kommandanten_die_geschichte_des_tull_drk_20230122_1805_0d64bfee.mp3 |titel=Tull Harder – Vom Fußballidol zum KZ-Kommandanten |werk=[[Deutschlandfunk Kultur|Deutschlandfunk-Kultur]]-Sendung „Nachspiel“ |datum=2023-01-22 |format=mp3-Audio; 22 MB; 23:35 Minuten |kommentar=[https://www.deutschlandfunkkultur.de/harder-fussball-nationalsozialismus-100.html html] |abruf=2024-12-09 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=UJE7epiaoZE |title=Tull Harder – Vom Fußballstar zum Nazi (NDR) |upload=2014 |laufzeit=4:34 min}}&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/629 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123635896|LCCN=no2008097021|VIAF=25515501}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG: Harder, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballnationalspieler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Meister (Fußball)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportler (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Eintracht Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Neuengamme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person in den Curiohaus-Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Harder, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Harder, Otto Fritz (vollständiger Name); Harder, Tull (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fußballspieler und Wachmann in Konzentrationslagern&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. November 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. März 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gudrun Meyer</name></author>
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