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	<title>Otto Walkhoff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T18:17:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Walkhoff&amp;diff=427214&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Auchwaswisser: Interpunktion; Wikilink geändert; kleine Umformulierungen</title>
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		<updated>2025-10-15T12:15:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Interpunktion; Wikilink geändert; kleine Umformulierungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grab Otto Walkhoff.jpg|mini|Das Grab von Otto Walkhoff und seiner Ehefrau Gertrud geborene Sauer auf dem [[Parkfriedhof Lichterfelde]] in Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Otto Walkhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. April]] [[1860]] in [[Braunschweig]]; † [[8. Juni]] [[1934]] in [[Berlin]]) war ein [[Zahnarzt]], Pionier der [[Röntgen]]-Zahndiagnostik, engagierter Kämpfer für Standesinteressen der [[Zahnmedizin]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Otto Walkhoff, der Sohn eines Braunschweiger Landesökonomierates, studierte nach dem Schulbesuch in Berlin [[Zahnmedizin]] und wurde mit 21 Jahren als Zahnarzt [[Approbationsordnung|approbiert]]. Er arbeitete noch für weitere zwei Jahre bei seinem zahnmedizinischen Lehrer und späteren Schwiegervater als Assistent. 1885 kehrte Walkhoff nach [[Braunschweig]] zurück, wo er eine Zahnarztpraxis übernahm. In einem Nebenraum der Praxis richtete er sich ein Privatlabor ein, in dem er sich nach Erledigung des beruflichen Alltages wissenschaftlichen Forschungen widmete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Anatomie]] und [[Histologie]] des [[Zahnhalteapparat]]s bestimmte in der ersten Zeit seine forschende Tätigkeit. Mit Publikationen, unter anderem über den Feinbau des [[Zahnschmelz]]es und mit einem histologischen Atlas der Zähne, profilierte er sich als Wissenschaftler. Wissenschaftliche Gesellschaften und Standesorganisationen ernannten ihn zum Ehrenmitglied und verliehen ihm Auszeichnungen, darunter mehrere [[Ehrendoktor]]würden. Der Regent des Herzogtums Braunschweig würdigte die wissenschaftlichen Leistungen Walkhoffs 1895 mit der Ernennung zum Hofzahnarzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seine Forschung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Unsichtbare photographisch wirksame Strahlen.pdf|mini|O. Walkhoff; Unsichtbare photographisch wirksame Strahlen]]&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach Bekanntwerden der Entdeckung [[Wilhelm Conrad Röntgen|Röntgen]]s im Januar 1896 unternahm Walkhoff mit einer improvisierten Röntgeneinrichtung den Versuch, seine eigenen Zähne intraoral zu fotografieren. &amp;#039;&amp;#039;„Die notwendige Expositionszeit von 25 Minuten&amp;amp;nbsp;(!) war eine Tortur“&amp;#039;&amp;#039;, beschrieb er später die in Fachkreisen als sensationell aufgenommene Pioniertat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkhoff arbeitete weiter an der Entwicklung der zahnmedizinischen Röntgendiagnostik. Mit qualitativ immer besseren Aufnahmen von [[Zahn|Zähnen]] und [[Schädel]]knochen und deren diagnostischer Interpretation lieferte er die entscheidenden Impulse für die Zahnheilkunde, sich der Röntgentechnik zu bemächtigen. In seiner Praxis betrieb er bald planmäßig eine Röntgeneinrichtung. Schließlich beauftragte ihn die Braunschweiger Ärzteschaft mit der Einrichtung und Betreuung einer zentralen Röntgenstation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche Aufmerksamkeit wie die Entdeckung der Röntgenstrahlen weckte bei Walkhoff die Entdeckung des [[Radium]]s im Jahre 1898. Unter Verwendung einer heute schier unvorstellbaren Menge von 0,2&amp;amp;nbsp;g Radiumbromid ging er gewebsbeeinflussenden Wirkungen der Strahlung nach. Die von Walkhoff – zum Teil in Selbstversuchen – eingeleitete Serie von Beobachtungen der Gewebsreaktionen auf Radiumstrahlen hat dann sehr schnell zur Ausbildung der medizinischen Strahlenforschung geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Tragweite für die Medizin wurden Walkhoffs Untersuchungen an Mäusen. Er beobachtete, dass krebskranke Mäuse, die einer Radiumstrahlung ausgesetzt wurden, signifikant später starben als eine Vergleichsgruppe unbehandelter Mäuse. Er leitete damit die Entwicklung der Radiumtherapie zur Behandlung von Tumoren ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 gab Otto Walkhoff seine Privatpraxis in Braunschweig auf und folgte einer Berufung an das zahnärztliche Institut der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]]. In grundlegenden Forschungsprojekten befasste er sich mit der Feinstruktur und der [[Pathologie]] der Zähne sowie der [[Wurzelkanalbehandlung]]. Die nach ihm benannte Walkhoff-Paste, eine [[Jodoform]]-Paste, welche zusätzlich noch mit Chlorphenol-Kampfer-Menthol (ChKM) versetzt ist, wird als temporäre therapeutische Wurzelkanalfüllung bis heute verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1903 veröffentlichte er Ergebnisse radiologischer Untersuchungen, die bewiesen, dass es sich bei dem Fund [[Neandertal 1]] nicht um einen modernen Homo sapiens, sondern einen fossilen Homo neandertalenis handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Otremba: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Virchow. Begründer der Zellularpathologie. Eine Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Echter-Verlag, Würzburg 1991, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Flora Gröning, Jan F. Kegler, Gerd-Christian Weniger: &amp;#039;&amp;#039;Die digitale Welt der Neandertaler – Nespos, ein Online-Archiv für die Neandertalerforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archäologisches Korrespondenzblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 37, 2007, Heft 3, S. 321–334, hier: S. 323.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Energie und Ausdauer widmete sich Walkhoff, der von 1906 bis 1926 als Präsident des &amp;#039;&amp;#039;Centralvereins deutscher Zahnärzte&amp;#039;&amp;#039; (CVdZ) wirkte, auch organisatorischen Aufgaben seines Berufsstandes.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dominik Groß]]: &amp;#039;&amp;#039;Titel ohne Wert? Zur Debatte um den Stellenwert des ,Doctor medicinae dentariae&amp;#039; von den Anfängen bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; In: Dominik Groß und Monika Reininger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Medizin in Geschichte, Philologie und Ethnologie. Festschrift für Gundolf Keil.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2003, ISBN 3-8260-2176-2, S.&amp;amp;nbsp;69–88; hier: S. 72–74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier ist es ihm beispielsweise maßgeblich zuzuschreiben, dass der Zahnärztestand 1918 durch die [[Promotion (Doktor)|Promotionsmöglichkeit]] zum „Doctor medicinae dentariae“ (Dr. med. dent.) in den Kreis der Vollakademiker aufgenommen wurde. Zuvor war das Zahnmedizinstudium der philologischen Fakultät zugeordnet, da diese Studenten als Immature galten – als Studierende ohne Abitur. Es waren hohe Hürden zu überwinden, um den fachfremden Dr. phil. zu erlangen, der damals ein geringeres Ansehen hatte als heute. Am 7. November 1921 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft des &amp;#039;&amp;#039;Zahnärztlichen Vereins für München und Oberbayern&amp;#039;&amp;#039; verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresbericht des Zahnärztlichen Vereins für München und Oberbayern, 1926, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt; 1922 wechselte er von der Universität München an die [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 wurde Otto Walkhoff zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|7144|IDName=otto-walkhoff|Name=Otto Walkhoff|Kommentar=|Datum=10. Juni 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die letzten Jahre ==&lt;br /&gt;
1927 legte Walkhoff nach Querelen um seine Person verärgert und frustriert alle seine Ämter nieder, beendete seine Lehrtätigkeit und zog sich ins Privatleben zurück. Walkhoff war Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei]] (NSDAP, Mitgliedsnummer 172.024), in die er 1929 eingetreten war. Er ist damit der Gruppe der frühen und überzeugten Nationalsozialisten zuzurechnen, den „[[Alter Kämpfer|Alten Kämpfern]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Groß2&amp;quot;&amp;gt;Dominik Groß, Karl Frederick Wilms [https://www.kzbv.de/dossier2-ehrenmitglieder-dgzmk-praesidenten.download.cc4d610c12db3a906477a0fffb87014a.pdf Dossier 2: Die Präsidenten der DGZMK, die Ehrenmitglieder der zahnärztlichen Fachgesellschaften und ihre Rolle im „Dritten Reich“]. Abgerufen am 19. Dezember 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung]] (DGZ) hatte nach ihm einen Wissenschaftspreis benannt. Nach Bekanntwerden seiner NSDAP-Mitgliedschaft hat die DGZ im August 2020 den &amp;#039;&amp;#039;Walkhoff-Preis&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;DGZ-Preis&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Alle bisherigen Preisträger und Preisträgerinnen erhielten eine geänderte Urkunde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zm-online.de/archiv/2020/18/gesellschaft/der-walkhoff-preis-wird-umbenannt/ Der Walkhoff-Preis wird umbenannt], Zahnärztliche Mitteilungen, Heft 18/2020, 15. September 2020, S. 30–31. Abgerufen am 18. September 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hause seiner Schwiegereltern, in Berlin W.-Lichterfelde, Potsdamerstr. 59, wo er seine letzten Lebensjahre verbrachte, ist er am 8. Juni 1934 an Herzversagen gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* mit Walter Hess: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der konservierenden Zahnheilkunde.&amp;#039;&amp;#039; H. Meusser, Berlin 1921, {{DNB|576864773}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gutachten über die Wirkung des Chlorphenol-Kampfer-Menthols.&amp;#039;&amp;#039; Berlinische Verlagsanstalt, Berlin 1930, {{DNB|576864765}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Problem der dentalen Fokalinfektion und ihrer Bekämpfung durch die konservierende Zahnheilkunde.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Jena 1931, {{DNB|361835078}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=G. Rohrmeier&lt;br /&gt;
   |Titel=Friedrich Otto Walkhoff (1860–1934) – Leben und Werk&lt;br /&gt;
   |Verlag=Institut für Geschichte der Medizin&lt;br /&gt;
   |Ort=Universität Würzburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1985}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Dominik Groß&lt;br /&gt;
   |Titel=Otto Walkhoff (1860–1934) – Model scientist and early National Socialist&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift International&lt;br /&gt;
   |Band=4&lt;br /&gt;
   |Nummer=2&lt;br /&gt;
   |Datum=2022&lt;br /&gt;
   |Seiten=77–85&lt;br /&gt;
   |Online=https://www.online-dzz.com/fileadmin/user_upload/DZZ_Int_2_2022_Gross_Otto_Walkhoff.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=&lt;br /&gt;
   |Abruf=2023-01-25}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie|SFZ=138659|Name=Otto Walkhoff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Otto Walkhoff|Texte von Otto Walkhoff}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Unsichtbare, photographisch wirksame Strahlen|Unsichtbare, photographisch wirksame Strahlen}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117121398|TEXT=Schriften von}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117121398|VIAF=85185244}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Walkhoff, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahnarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Zahnmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Walkhoff, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Walkhoff, Friedrich Otto (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Zahnarzt, Pionier der Röntgen-Zahndiagnostik&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. April 1860&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Juni 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Auchwaswisser</name></author>
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