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	<title>Pantanal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-10114-91: ,</title>
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		<updated>2026-03-27T22:30:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Sumpfgebiet. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Pantanal (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Pantanal, south-central South America 5170.jpg|mini|Das Pantanal nach der Regenzeit]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pantanal 55.76W 15.40S.jpg|mini|Lage des Pantanal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pantanal, Mato Grosso, Brasil.jpg|mini|Pantanal, [[Mato Grosso]], [[Brasilien]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pantanal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{ptS|pântano}}, {{deS|„[[Sumpf]]“}}, auch: &amp;#039;&amp;#039;Pantanal [[Mato Grosso|Matogrossense]]&amp;#039;&amp;#039;) ist eines der größten [[Binnenland]]-[[Feuchtgebiet]]e der Erde. Die [[UNESCO]] erklärte das Gebiet im Jahr 2000 zum [[Biosphärenreservat]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;UNE&amp;quot;&amp;gt;[https://en.unesco.org/biosphere/lac/pantanal &amp;#039;&amp;#039;Pantanal Biosphere Reserve, Brazil&amp;#039;&amp;#039;] [[UNESCO]], aufgerufen am 8. März 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;Das Sumpfgebiet ist fast halb so groß wie [[Deutschland]] und befindet sich größtenteils in [[Brasilien]], während etwa ein Drittel in [[Bolivien]] und [[Paraguay]] liegt. Bis zu sechs Monate im Jahr steht das Gebiet völlig unter Wasser und dient als wichtiger Rückzugsort für zahlreiche Tiere und Pflanzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wwf.de/themen-projekte/wwf-erfolge/pantanal-land-unter-wasser &amp;#039;&amp;#039;Pantanal: Land unter Wasser (vom 22.05.2020)&amp;#039;&amp;#039;] [[WWF]], aufgerufen am 8. März 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pantanal liegt zwischen den Großlandschaften der Trockenwälder und -savannen des [[Gran Chaco]] im Westen und der Feuchtsavanne des [[Cerrado]] im Osten. Die Region befindet sich in einer [[Flussniederung]] mit zahlreichen [[Süßwasser]]seen (im Süden auch isolierte [[Salzsee]]n&amp;amp;nbsp;– [[Salinas (Pantanal)|Salinas]] genannt), die von zahlreichen Flüssen gespeist und vom [[Río Paraguay]], dem das Gebiet speisenden und entwässernden Hauptfluss, durchflossen wird. Das [[Binnendelta]] wird von zahlreichen [[Mäander (Ornamentik)|mäanderartigen]] [[Dammuferfluss|Dammflüssen]] durchzogen, welche die Flussniederung in der [[Regenzeit]] und bei [[Hochwasser]] des [[Rio Paraguay]] zum Großteil überschwemmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Heine, &amp;#039;&amp;#039;Das Quartär in den Tropen&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 295&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in der [[Übergangszeit (Meteorologie)|Übergangs-]] und [[Trockenzeit]] ist die [[Humidität]] noch sehr hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil des &amp;#039;&amp;#039;Pantanal Conservation Complex&amp;#039;&amp;#039; wurde das artenreiche Feuchtbiotop unter [[Naturschutz]] gestellt und im Jahr 2000 zum [[Welterbe|Weltnaturerbe]] durch die [[UNESCO]] erklärt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EBR&amp;quot;&amp;gt;[https://www.britannica.com/place/Pantanal &amp;#039;&amp;#039;Pantanal. Floodplain, South America&amp;#039;&amp;#039;] [[Encyclopædia Britannica]], aufgerufen am 8. März 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist sein Erhalt durch menschliche Aktivitäten wie Rinderzucht, Landwirtschaft (incl. [[Brandrodung]]) sowie durch [[Industrialisierung]] und den [[Kleinbergbau]] (insbesondere von [[Gold]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;GOL&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wwf.de/themen-projekte/waelder/mining/gold-mining &amp;#039;&amp;#039;Gold – alles andere als glänzend für die Umwelt&amp;#039;&amp;#039;] [[WWF]], aufgerufen am 8. März 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;) akut gefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chapada Guimaraes Véu da Noiva.jpg|mini|x150px|Nationalpark &amp;#039;&amp;#039;Chapada dos Guimarães&amp;#039;&amp;#039;:&amp;lt;br/&amp;gt; Panoramaaufnahme der äußeren Begrenzung des Pantanal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Das Pantanal befindet sich im mittleren Südwesten von [[Brasilien]] in den Bundesstaaten [[Mato Grosso]] und [[Mato Grosso do Sul]] sowie dem [[Mato-Grosso-Plateau]] – kleine Teile des Pantanals reichen noch in den Osten der sich jeweils westlich anschließenden Nachbarstaaten [[Paraguay]] und [[Bolivien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pantanal ist von Süden her über die Städte [[Aquidauana]], [[Miranda (Mato Grosso do Sul)|Miranda]] und [[Corumbá]] zu erreichen; von Norden her über [[Barão de Melgaço]], [[Cáceres (Mato Grosso)|Cáceres]], [[Poconé]] und von [[Puerto Suárez]]. Es liegt durchschnittlich nur knapp 95&amp;amp;nbsp;m über dem [[Meeresspiegel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Größe ===&lt;br /&gt;
Die Größe der [[Flussaue]] variiert saisonal zwischen 140.000 (April bis September) und 210.000 Quadratkilometern (November bis März). Vom Norden bis Süden erstreckt es sich 600 km weit und schließt die Flüsse [[Río Paraguay]], sowie seine Nebenarme, [[Rio Taquari (Río Paraguay)|Rio Taquari]] und [[São Lourenço (Río Paraguay)|São Lourenço]], mit ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EBR&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überschwemmungsland ===&lt;br /&gt;
Der Río Paraguay hat auf seinem 600 Kilometer langen Weg durch die Tiefebene des Pantanal ein Gefälle von nur 30 Metern. Deshalb kann das Wasser, das aufgrund der Niederschläge im nördlichen Hochland über zahlreiche Flüsse in das Becken abfließt, das Gebiet nur sehr langsam wieder Richtung Süden verlassen. So werden einmal im Jahr, während der Regenzeit von November bis März, weite Teile der Tiefebene überschwemmt und zwei Drittel des Gebietes stehen teilweise metertief unter Wasser. So entsteht ein komplexes System aus Savannen, riesigen überschwemmten Wasserflächen, regenwaldartigen Flussgaleriewäldern und Trockenwäldern, ebenso wie ein Mosaik aus Flüssen, Seen und seichten Lagunen, deren Ausdehnung und Größe vom jährlichen Wechselzyklus von Regen- und Trockenzeit bestimmt werden. Während der Regenzeit zieht sich das Vieh&amp;amp;nbsp;– aber auch die wilden Tiere&amp;amp;nbsp;– in die Trockenwälder und auf die Uferdämme der Flüsse zurück, die jeweils durch [[Sedimentation|Sedimentablagerungen]] entstanden und entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jaguar (Panthera onca palustris) male Three Brothers River.JPG|mini|Jaguar am Tres Irmãos, einem Nebenfluss des Cuiabá]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blastoceros dichotomus by anagoria.jpg|mini|Sumpfhirsch im Pantanal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Giant anteater - Oso hormiguero (Myrmecophaga tridactyla) (9864451663).jpg|mini|Ein [[großer Ameisenbär]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blastocerus dichotomus Sumpfhirsch 01.webm|mini|Sumpfhirsch im Pantanal]]&lt;br /&gt;
Mit seinen zahlreichen Flussarmen, Feuchtwäldern und Trockenzonen ist das Pantanal der Lebensraum von mehr als 1700 Pflanzenarten, 240 Fischarten, sowie rund 60 Amphibien- und 100 Reptilienarten. Es ist auch der Lebensraum von etwa 650 Vogelarten, darunter zahlreiche verschiedenen Papageienarten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Etwa 35 Millionen [[Kaimane]] bevölkern das Pantanal, eine höhere Konzentration von ihnen gibt es nirgendwo auf der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Río Paraguay von Oktober bis März das Pantanal überflutet, sind große Teile des Sumpfgebiets von riesigen [[Victoria (Gattung)|Victoria]]-Seerosen bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es leben allerdings auch zahlreiche Menschen im Pantanal, 2001 waren es auf der Fläche des [[Biosphärenreservat]]s mehr als 2,8 Millionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UNE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säugetiere ===&lt;br /&gt;
Angaben zu den in Pantanal lebenden Säugetierarten schwanken zwischen 80&amp;lt;ref name=&amp;quot;NZZ&amp;quot;&amp;gt;[https://www.nzz.ch/gesellschaft/brasilianisches-pantanal-besser-als-der-amazonas-ld.1289150 &amp;#039;&amp;#039;Besser als der Amazonas&amp;#039;&amp;#039;] [[Neue Zürcher Zeitung]], aufgerufen am 8. März 2022&amp;lt;/ref&amp;gt; und 120 Spezies.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirgendwo auf der Welt werden [[Jaguar]]e so groß wie im Pantanal, wo sie ein Gewicht von bis zu 158 kg erreichen können. Passend dazu gibt es im Pantanal auch die größten [[Nagetiere]] der Welt, die bis zu 70 Kilogramm schwer werdenden [[Capybara]]s, die an riesige Meerschweinchen auf langen Beinen erinnern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NZZ&amp;quot;/&amp;gt; Über einige der seltenen endemischen Arten, wie den vom Aussterben bedrohte [[Großer Ameisenbär|Große Ameisenbär]], welcher sich ausschließlich von [[Termiten]] und [[Ameisen]] ernährt, ist noch relativ wenig bekannt. Um ihren Schutz besser zu ermöglichen, hat die deutsche Zoologin [[Lydia Möcklinghoff]] die Tiere für mehr als ein Jahr begleitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DFN&amp;quot;&amp;gt;[https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/brasilien-lydia-moecklinghoff-erforscht-ameisenbaeren-im-pantanal &amp;#039;&amp;#039;Zoologin in Brasilien:&amp;quot;Der Ameisenbär ist nicht die hellste Kerze auf der Torte&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;] [[Deutschlandfunk Nova]], aufgerufen am 8. März 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Säugetieren, die im Pantanal vertreten sind, zählen unter anderem:&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EBR&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;NZZ&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PTP&amp;quot;&amp;gt;[http://pantanalportal.de/tiere-pflanzen/tiere-im-pantanal/ &amp;#039;&amp;#039;Tiere im Pantanal&amp;#039;&amp;#039;] (Pantanal Portal, aufgerufen am 8. März 2022)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |liste=&lt;br /&gt;
* [[Pantanal-Pampaskatze]]&lt;br /&gt;
* [[Riesenotter]]&lt;br /&gt;
* [[Jaguar]]&lt;br /&gt;
* [[Ozelot]]&lt;br /&gt;
* [[Puma]]&lt;br /&gt;
* [[Maikong]] (auch „Waldhund“ genannt)&lt;br /&gt;
* [[Schwarzer Brüllaffe]]&lt;br /&gt;
* [[Gehaubter Kapuziner]]affe&lt;br /&gt;
* [[Großer Ameisenbär]]&lt;br /&gt;
* [[Südlicher Tamandua]]&lt;br /&gt;
* [[Südamerikanischer Nasenbär]]&lt;br /&gt;
* [[Sumpfhirsch]]&lt;br /&gt;
* [[Flachlandtapir]]&lt;br /&gt;
* [[Capybara]]&lt;br /&gt;
* [[Agutis]]&lt;br /&gt;
* [[Pekaris]]&lt;br /&gt;
* [[Sechsbinden-Gürteltier]]&lt;br /&gt;
* [[Neunbinden-Gürteltier]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vogelwelt ===&lt;br /&gt;
Allein auf den Flächen, die jährlich überschwemmt werden, wurden 444 Vogelarten registriert, während im ganzen Pantanal etwa 656 Arten von Vögeln leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PTP&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Pantanal lebt die weltweit größte Population von [[Hyazinthara]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Riesenstorch [[Jabiru (Vogel)|Jabiru]] wird auch als Symbol des Pantanals bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Vogelarten, die im Pantanal vertreten sind, zählen unter anderem:&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;EBR&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;NZZ&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PTP&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |liste=&lt;br /&gt;
* [[Hyazinthara]]&lt;br /&gt;
* [[Gelbbrustara]]&lt;br /&gt;
* [[Grünflügelara]]&lt;br /&gt;
* [[Blaustirnamazone]]&lt;br /&gt;
* [[Schopfkarakara]]&lt;br /&gt;
* [[Gelbkopfkarakara]]&lt;br /&gt;
* [[Fischbussard]]&lt;br /&gt;
* [[Jabiru (Vogel)|Jabiru]]&lt;br /&gt;
* [[Schneckenweih]]&lt;br /&gt;
* [[Kaninchenkauz]]&lt;br /&gt;
* [[Guirakuckuck]]&lt;br /&gt;
* [[Nandu]]&lt;br /&gt;
* [[Glattschnabelani]]&lt;br /&gt;
* [[Braunohrarassari]]&lt;br /&gt;
* [[Schwefelmaskentyrann]]&lt;br /&gt;
* [[Breitschwingenkolibri]]&lt;br /&gt;
* [[Goldbauch-Smaragdkolibri]]&lt;br /&gt;
* [[Olivenscharbe]]&lt;br /&gt;
* [[Waldstorch]]&lt;br /&gt;
* [[Amerika-Schlangenhalsvogel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anodorhynchus hyacinthinus wild.jpg|Hyazintharas im Pantanal&lt;br /&gt;
Southern Crested Caracara (Caracara plancus) (8077681889).jpg|[[Schopfkarakara]]s&lt;br /&gt;
Guira guira Pantanal.jpg|[[Guirakuckuck]]e im Pantanal&lt;br /&gt;
Smooth-billed Ani (Crotophaga ani).jpg|[[Glattschnabelani]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Araçari-castanho&amp;quot; - Pteroglossus castanotis 05.jpg|[[Braunohrarassari]]&lt;br /&gt;
Chlorostilbon lucidus.jpg|Ein [[Goldbauch-Smaragdkolibri]] auf seinem winzigen Nest&lt;br /&gt;
Jabirus (Jabiru mycteria) couple (29025348511).jpg|Ein Brutpaar [[Jabiru (Vogel)|Jabirus]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischfauna ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rio da Prata Dourado.jpg|mini|[[Dourado]] im Pantanal]]&lt;br /&gt;
In den Flüssen, Lagunen und Überschwemmungsflächen des Pantanals lebt eine hohe Zahl an Fischarten, deren Lebenszyklus von den [[Regenzeit|Regen- und Trockenzeiten]] bestimmt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugmar Pains Silva/Carolina J. da Silva/A. C. Petry, &amp;#039;&amp;#039;Fish communities of the Pantanal wetland in Brazil: Evaluating the effects of the upper Paraguay river flood pulse on baía Caiçara fish fauna&amp;#039;&amp;#039;, in: Aquatic Ecology Nr.&amp;amp;nbsp;44(1), S.&amp;amp;nbsp;275–288, März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.researchgate.net/publication/226816628_Fish_communities_of_the_Pantanal_wetland_in_Brazil_Evaluating_the_effects_of_the_upper_Paraguay_river_flood_pulse_on_baia_Caicara_fish_fauna Hugmar Pains Silva/Carolina J. da Silva/A. C. Petry, &amp;#039;&amp;#039;Fish communities of the Pantanal wetland in Brazil: Evaluating the effects of the upper Paraguay river flood pulse on baía Caiçara fish fauna&amp;#039;&amp;#039;, in: Aquatic Ecology Nr.&amp;amp;nbsp;44 (1), S.&amp;amp;nbsp;275–288, März 2010]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Cleber J. R. Alho/Luiz M. Vieira, &amp;#039;&amp;#039;Fish and wildlife resources in the pantanal wetlands of Brazil and potential disturbances from the release of environmental contaminants. Environmental Toxicology and Chemistry&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;16. 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Y. R. Suarez/M. Petrere Jr/A. C. Catella, &amp;#039;&amp;#039;Factors determining the structure of fish communities in Pantanal lagoons (MS, Brazil)&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Fisheries Management and Ecology.&amp;#039;&amp;#039; 8, 2001, S.&amp;amp;nbsp;173, {{DOI|10.1046/j.1365-2400.2001.00236.x}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&amp;amp;pid=S1679-62252004000400004 Lúcia. A. F. Mateus/Jerry M. F. Penha/Miguel Petrere, &amp;#039;&amp;#039;Fishing resources in the rio Cuiabá basin, Pantanal do Mato Grosso, Brazil&amp;#039;&amp;#039;. Neotrop/Ichthyol. Bd.&amp;amp;nbsp;2. Nr.&amp;amp;nbsp;4. Porto Alegre/Brasilien. 2004]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den dominierenden Spezies gehören große [[Raubfisch]]e wie [[Dourado]]s (&amp;#039;&amp;#039;Salminus maxillosus&amp;#039;&amp;#039;), [[Traíra]]s, Tucunaré-Pfauenbarsche (&amp;#039;&amp;#039;[[Cichla temensis]]&amp;#039;&amp;#039;) und kleinere wie [[Pfauenaugenbuntbarsch]]e (&amp;#039;&amp;#039;Astronotus ocellatus&amp;#039;&amp;#039;). In den seichteren und sandigen Bereichen gibt es Süßwasserrochenarten wie z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Potamotrygon]] falkneri&amp;#039;&amp;#039;, des Weiteren Schwarmfische wie die stark vertretenen Lambari-[[Rautensalmler]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Astyanax (Gattung)|Astyanax]] bimaculatus&amp;#039;&amp;#039;), Piraputangas (&amp;#039;&amp;#039;[[Brycon microlepis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Brycon hilarii]]&amp;#039;&amp;#039;) und Pacús (&amp;#039;&amp;#039;[[Piaractus mesopotamicus]]&amp;#039;&amp;#039;). Eine wichtige Rolle zur Aasbeseitigung spielen [[Piranhas]] wie [[Natterers Sägesalmler]] (&amp;#039;&amp;#039;Pygocentrus nattereri&amp;#039;&amp;#039;), [[Schwarzband-Sägesalmler]] (&amp;#039;&amp;#039;Serrasalmus spilopleura&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;[[Serrasalmus marginatus]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.scielo.br/scielo.php?script=sci_arttext&amp;amp;pid=S2179-975X2014000400006 Fabiane Silva Ferreira, Wagner Vicentin, Fábio Edir dos Santos CostaI und Yzel Rondon Súarez: Trophic ecology of two piranha species, Pygocentrus nattereri and Serrasalmus marginatus (Characiformes, Characidae), in the floodplain of the Negro River, Pantanal. Acta Limnol. Bras. vol.26 no.4 Rio Claro Oct./Dec. 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem trifft man dort Welsarten wie [[Zungarowels]]e (Jáu, &amp;#039;&amp;#039;Paulicea luetkeni&amp;#039;&amp;#039;),&amp;amp;nbsp;[[Pintado (Fisch)|Pintados]] (&amp;#039;&amp;#039;Pseudoplatystoma corruscans&amp;#039;&amp;#039;) und Bullauge-Schaufelwelse (Jurupoca &amp;#039;&amp;#039;[[Hemisorubim platyrhynchus]]&amp;#039;&amp;#039;) an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artenvielfalt ist jedoch rückläufig, im Jahr 2001 wurden noch 269 Fischarten registriert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Leopoldo Brandão |Titel=Information Sheet for a New Ramsar Wetland in the Pantanal |Ort=Rio de Janeiro, Brasilien |Datum=2001-07 |Online=https://rsis.ramsar.org/RISapp/files/RISrep/BR1270RIS.pdf |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, während es 2020 nur noch 240 waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Ein Teil des Gebietes steht unter Naturschutz; der [[Nationalpark Otuquis]] in Bolivien im Dreiländereck Brasilien-Bolivien-Paraguay mit 9034&amp;amp;nbsp;km², der Nationalpark [[Pantanal Matogrossense]] in Brasilien mit 1350&amp;amp;nbsp;km² und der [[Nationalpark Río Negro]] in Paraguay mit 1238&amp;amp;nbsp;km² sind die drei größten Schutzgebiete. Sie sind 2001, 1993 bzw. 1995 der [[Ramsar-Konvention]] beigetreten. Der [[Global Nature Fund]] und [[Ecotrópica]] haben das Pantanal zum „[[Bedrohter See des Jahres|Bedrohten See des Jahres]] 2007“ ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 ernannte die [[UNESCO]] den &amp;#039;&amp;#039;Nationalpark Pantanal Matogrossense&amp;#039;&amp;#039;, sowie drei angrenzende, private Schutzgebiete der brasilianischen Umweltschutzorganisation [[Ecotrópica]] (Gesamtfläche 1878&amp;amp;nbsp;km²) zum [[Weltnaturerbe]]. Im gleichen Jahr wurde das gesamte Pantanal innerhalb Brasiliens zum [[Biosphärenreservat]] erklärt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UNE&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2002 wurde der gesamte in Bolivien liegende Anteil des Landes am Pantanal unter den Schutz der [[Ramsar-Konvention]] gestellt. Auf einer Fläche, die etwas größer ist als die [[Schweiz]], hat sich die bolivianische Regierung verpflichtet, mögliche Auswirkungen auf die Umwelt bereits bei der Planung von Bauvorhaben (wie Wasserstraßen, Autobahnen, Ent- und Bewässerungskanälen sowie Öl- und Gaspipelines) streng zu prüfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohung und Gefahren durch menschliche Aktivitäten ==&lt;br /&gt;
Eine Studie der Umweltorganisation [[Conservation International do Brasil]] kam 2021 zu dem Ergebnis, dass die natürliche Pflanzenwelt bereits bis zum Jahr 2050 komplett ausgelöscht sein könnte, wenn die Zerstörung im gleichen Tempo weitergeht wie bisher. Die Online-Plattform [[MapBiomas]] hat errechnet, dass sich die Wasseroberfläche in dem Schwemmgebiet in den vergangenen dreißig Jahren, also seit etwa 1990, um 29 Prozent reduziert hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/ausland/brasilien-extreme-duerre-in-feuchtgebiet-warum-das-pantanal-austrocknet-a-5534c059-55a2-48f9-8cf9-45f1a072d865 |autor=Jens Glüsing |titel=Das größte Feuchtgebiet der Erde droht auszutrocknen |werk=Der Spiegel |datum=2021-11-06 |abruf=2021-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viehzucht und industrielle Nutzung ===&lt;br /&gt;
Insbesondere im [[Brasilien|brasilianischen]] Teil des Pantanal stellt die Umwandlung von Feuchtgebietsflächen in Weideflächen für [[Hausrind|Rinder]] und [[Zuckerrohr]]plantagen nach Angaben des [[WWF]] noch immer ein ernst zu nehmendes Problem dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF&amp;quot;/&amp;gt; Im brasilianischen Teil des Pantanal werden große Mengen Rindfleisch erzeugt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EBR&amp;quot;/&amp;gt; Nach den Bränden, bei denen 30 Prozent des Gebietes 2020 abbrannten, gab Greenpeace eine Studie in Auftrag, die nahelegt, dass wahrscheinlich Menschen für das Ausmaß der Brände mitverantwortlich waren. Dabei wurden insgesamt 15 brasilianische Rinderzüchter identifiziert, die mit den verheerenden Bränden in Zusammenhang stehen sollen. Alle der dabei identifizierten Betriebe befinden sich am Rand des Pantanal-Gebiets und waren bereits in der Vergangenheit durch Umweltverstöße oder Auffälligkeiten bei der Grundstücksregistrierung aufgefallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRE&amp;quot;&amp;gt;[https://www.greenpeace.org/international/publication/46577/pantanal-brazil-fires-jbs-meat-cattle/ &amp;#039;&amp;#039;Making Mincemeat of the Pantanal&amp;#039;&amp;#039;] [[Greenpeace]], aufgerufen am 8. März 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;TGS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Ebert, Ivo Marusczyk |url=https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/greenpeace-pantanal-101.html |titel=Brasilianisches Naturschutzgebiet: Stecken Farmer hinter den Bränden? |werk=[[tagesschau.de|Tagesschau]] |hrsg=ARD |datum=2021-03-04 |abruf=2025-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In neuerer Zeit ist das Pantanal durch [[Ethanol]]fabriken in seinem Einzugsbereich bedroht, deren ungeklärte Abwässer in das weit verzweigte Flusssystem des Feuchtgebietes gelangen. Gleichzeitig bedroht auch die Errichtung neuer [[Zuckerrohr]]- und [[Soja]]plantagen in den Rückzugsgebieten der Hochland-Cerrados den Artenreichtum, verstärkt durch den Einsatz schwerer Landmaschinen die [[Erosion (Geologie)|Erosion]] mit nachfolgender Veränderung der Wasserführung der Flüsse und verschlechtert die Wasserqualität durch den Einsatz von [[Kunstdünger]] und [[Pestizid]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waldbrände im Pantanal 2020 ===&lt;br /&gt;
Verheerende Brände nicht zuletzt durch Brandstiftung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.mt.gov.br/-/15327756-pericia-constata-que-incendio-em-reserva-no-pantanal-foi-provocado-por-acao-humana |hrsg=Governo de Mato Grosso |autor=Evelyn Ribeiro |titel=Perícia constata que incêndio em reserva no Pantanal foi provocado por ação humana |werk=mt.gov.br |datum=2020-09-04 |abruf=2020-09-17 |sprache=pt-BR}}&amp;lt;/ref&amp;gt; haben im Jahr 2020 einen erheblichen Teil der Vegetation zerstört. Zwischen Januar und Mitte Oktober 2020 brachen mehr als 11.000 Brände aus. Die Brände, die von einer schweren [[Dürre]] begünstigt wurden, gelten als historisch beispiellos;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nytimes.com/interactive/2020/10/13/climate/pantanal-brazil-fires.html &amp;#039;&amp;#039;The World’s Largest Tropical Wetland Has Become an Inferno&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;[[The New York Times]]&amp;#039;&amp;#039;, 13. Oktober 2020. Abgerufen am 17. Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ivana Kottasová/Henrik Pettersson/Krystina Shveda |url=https://www.cnn.com/2020/11/13/americas/pantanal-fires-climate-change-intl/index.html |titel=The world’s largest wetlands are on fire. That’s a disaster for all of us |werk=CNN |datum=2020-11-13 |abruf=2020-11-19 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit 4,5 Mio. Hektar brannten 26–30 % der gesamten Pantanal-Fläche ab. Gegenüber dem Vorjahr stieg die verbrannte Fläche um 84 % an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/20210125-if-annual-cat-report.pdf &amp;#039;&amp;#039;Weather, Climate &amp;amp; Catastrophe Insight. 2020 Annual Report&amp;#039;&amp;#039;]. Aon. Abgerufen am 2. Februar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wissenschaft/klima-abholzung-des-amazonas-regenwalds-erreicht-rekordniveau-a-e0bb6a40-42ee-4ecf-b7e4-8c5be33ddf00 |titel=Klima: Abholzung des Amazonas-Regenwalds erreicht Rekordniveau |werk=Der Spiegel |sprache=de |abruf=2021-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die brasilianische Regierung rief im September 2020 im Bundesstaat [[Mato Grosso do Sul]] den [[Notstand]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.de/story/2000120004869/brasilien-ruft-wegen-braenden-im-pantanal-den-notstand-aus| titel=Brasilien ruft wegen Bränden im Pantanal den Notstand aus |werk=[[DerStandard]] |datum=2020-09-15 |zugriff=2020-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war die größte Brandkatastrophe in Mato Grosso und Mato Grosso do Sul seit 14 Jahren, allein im Juli und August 2020 wurden rund 16.540&amp;amp;nbsp;km² (1.654.000 Hektar) Wald und Naturschutzgebiet vernichtet. Die Verbreitung von Bränden im Pantanal liegt weit über dem historischen Durchschnitt. Der Juli war der schlimmste Brandmonat im Biom seit einem Jahrzehnt. Das [[Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais]] (INPE, Nationales Institut für Weltraumforschung), das mit Satellitenüberwachung Entwaldung und Brände meldet,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://queimadas.dgi.inpe.br/queimadas/portal-static/situacao-atual/ |hrsg=INPE |titel=Situação atual – Programa Queimadas |werk=queimadas.dgi.inpe.br |abruf=2020-09-17 |sprache=pt-BR}}&amp;lt;/ref&amp;gt; identifizierte im Juli 2020 1684 Hot Spots in der Region, fast siebenmal so viel wie der Durchschnitt der Monate Juli 2009 bis 2019.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ultimosegundo.ig.com.br/brasil/2020-08-15/queimadas-no-pantanal-aumentaram-240-no-acumulado-deste-ano-comparado-a-2019.html |autor=Agência O. Globo |hrsg=Último Segundo |titel=Queimadas no Pantanal aumentaram 240 % no acumulado deste ano |werk=com.br |datum=2020-08-15 |abruf=2020-09-17 |sprache=pt-BR}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man rechnet mit einer Erholungszeit der Natur von 30 bis 40 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://g1.globo.com/mt/mato-grosso/noticia/2020/08/05/incendio-no-pantanal-e-o-maior-registrado-nos-ultimos-14-anos-quase-100-focos-sao-registrados-em-24-horas.ghtml |hrsg=[[G1 (Nachrichtenportal)|G1]] |autor= Eunice Ramos |titel=Incêndio no Pantanal é o maior registrado nos últimos 14 anos; quase 100 focos são registrados em 24 horas |werk=globo.com |datum=2020-08-05 |abruf=2020-09-17 |sprache=pt-BR}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der seinerzeitige Umweltminister [[Ricardo de Aquino Salles]] ließ Ende August 2020 die Brandbekämpfungsmaßnahmen für das Pantanal und Amazonien einstellen, den Umweltbehörden wurde durch Budgetkürzungen Gelder in Millionenhöhe eingefroren, rund 1400 Mitarbeiter entlassen und Maschinenpark und Hubschrauber außer Dienst gestellt, was den Schutz und Maßnahmen in der Umweltkatastrophe erschwert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jd1noticias.com/politica/ministerio-suspende-acoes-de-combate-a-queimadas-no-pantanal/79218/ |hrsg=JD1 |autor=Flávio Veras |titel=Ministério suspende ações de combate a queimadas no pantanal |werk=jd1noticias.com |datum=2020-08-28 |abruf=2020-09-17 |sprache=pt-BR}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Umweltminister befand sich dabei im Einklang mit der Entwaldungspolitik der Regierung von [[Jair Bolsonaro]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßenbau: Die Transpantaneira ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Transpantaneira}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bridge over Rio Bento Gomes (28849255985).jpg|mini|Holzbrücke im Juni 2016]]&lt;br /&gt;
In Poconé beginnt auch die bekannte Transpantaneira, eine aufgeschüttete Straße, die 147 Kilometer in das Pantanal führt. Sie führt über 127 größere und kleinere [[Holzbrücke]]n, die oftmals in einem abenteuerlichen Zustand sind und regelmäßig repariert werden müssen. 1973 wurde mit dem Bau einer Nord-Süd-Verbindung begonnen, die bis zur BR-262 reichen sollte. Allerdings wurde das Projekt nur im Bundesstaat Mato Grosso realisiert. Die durchgängige Erdstraße, die jedes Jahr saniert und an vielen Stellen neu befestigt werden muss, endet an der Grenze zum Bundesstaat Mato Grosso do Sul bei [[Porto Jofre]].&amp;lt;ref&amp;gt;PantanalPortal: &amp;#039;&amp;#039;[http://pantanalportal.de/wussten-sie-dass/transpantaneira/ Die Transpantaneira]&amp;#039;&amp;#039;. Stand: 28. September 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flussschifffahrt: Die Hidrovía ===&lt;br /&gt;
In Cáceres beginnt die [[Wasserstraße Paraná-Paraguay]], die bis zum [[Atlantik]] führt. Naturschutzorganisationen wie der [[WWF]] hatten lange Zeit versucht, den Ausbau zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wilderei ===&lt;br /&gt;
Die Häute der [[Kaimane|Jacarés]], einer [[Krokodile|Krokodilunterfamilie]], bringen auf dem [[Schwarzmarkt]] viel Geld. Das gilt auch für seltene Fische und Vögel sowie für [[Eigentliche Papageien|Papageien]] und für die Felle von Raubkatzen, so dass Brasiliens Regierung zunehmend schwer bewaffnete Aufseher in das von Wilderern bedrohte Gebiet schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:One of several Floating Hotels ... (29099455746).jpg|mini|Schwimmende Unterkunft 2016]]&lt;br /&gt;
Seit Jahrzehnten ist das Pantanal ein beliebtes Ziel von Naturliebhabern und [[Ökotourist]]en. So ist es möglich, das Pantanal durch die lokalen Fazendas kennenzulernen. Diese Farmen bieten teilweise Herberge an und sind im südlichen Teil des Pantanals meistens mit Flugzeugen oder einem Geländewagen erreichbar. Im nördlichen Teil erreicht man das Pantanal über die &amp;#039;&amp;#039;Transpantaneira&amp;#039;&amp;#039;-Straße, im Süden führt die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Estrada Parque&amp;#039;&amp;#039; direkt am Buraco das Piranhas in das Herz des Pantanals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom brasilianischen Bundesstaat [[Mato Grosso do Sul]] wurde ein weiterer Naturpark ausgewiesen, in dem Touristen die Tiere des Pantanal beobachten können. Im Jahr 2020 belegte das Pantanal in Brasilien den Platz zwei der touristischen Regionen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWF&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sachbücher&lt;br /&gt;
** [[Günter Ziesler]]: &amp;#039;&amp;#039;Pantanal: Das Herz Südamerikas&amp;#039;&amp;#039;. Tecklenborg, 2007, 160 S., 180 farb. Fotos, gebunden, ISBN 978-3-939172-15-4.&lt;br /&gt;
** Claude Lévi-Strauss: &amp;#039;&amp;#039;[[Traurige Tropen]]&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1978; 417 S., ISBN 3-518-57206-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Belletristik&lt;br /&gt;
** [[John Grisham]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Testament (Roman)|Das Testament]]&amp;#039;&amp;#039;. Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19002-5&lt;br /&gt;
** Alistair MacLean: &amp;#039;&amp;#039;Fluss des Grauens&amp;#039;&amp;#039;. Droemer, München 1983, ISBN 3-426-19070-2.&lt;br /&gt;
** João Guimarães Rosa: &amp;#039;&amp;#039;Com o vaqueiro Mariano&amp;#039;&amp;#039;. 1947.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* Stefan Fricke: [https://www.3sat.de/page/?source=/dokumentationen/165709/index.html Dreiteilige Film-Dokumentation: Das Pantanal.] 2012/18, je 45 Min.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* {{Weblink Welterbe |Nummer=999}}&lt;br /&gt;
* [https://www.globalnature.org/docs/02_vorlage.asp?id=27821&amp;amp;domid=1011&amp;amp;sp=D&amp;amp;addlastid=&amp;amp;m1=11088&amp;amp;m2=11092&amp;amp;m3=11177&amp;amp;m4=12707&amp;amp;m5=27821 Wanderausstellung „Pantanal – ein Paradies in Gefahr“]&lt;br /&gt;
* [https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/-/id=660374/nid=660374/did=3432094/124z7ly/index.html „Bedrohte Vielfalt. Naturschutz im brasilianischen Pantanal“], [[SWR2]], [[Radio-Feature]], 27. Mai 2008, mit Audio- und Text-Datei&lt;br /&gt;
* [https://rsis.ramsar.org/ris/1089 Pantanal Boliviano] RAMSAR 15. Dezember 2014 &amp;#039;&amp;#039;(englisch)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.santacruz.gob.bo/sczturistica/medioambiente/recursos_areasprotegidas_nacional/contenido/4614/30002230 Parque Nacional y ANMI Otuquis] santacruz.gob.bo (spanisch)&lt;br /&gt;
* Emiliano Rodríguez Mega: [https://www.spektrum.de/news/das-pantanal-brennt-lichterloh/1776996 Das Pantanal brennt lichterloh], aus spektrum.de vom 4. Oktober 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Brasilien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4044490-9|VIAF=240792022}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=18///S|EW=56/30//W|type=landmark|dim=400000|region=BR/BO/PY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft im Departamento Santa Cruz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Brasilien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bolivien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Amerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Brasilien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltnaturerbestätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Südamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sumpfgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bedrohter See des Jahres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogeographische Region]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
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