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	<title>Parketthandel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Parketthandel&amp;diff=317705&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bleichi: /* Kursbildung im Parketthandel */</title>
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		<updated>2025-12-28T10:42:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kursbildung im Parketthandel&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:NY stock exchange traders floor LC-U9-10548-6.jpg|miniatur|Traditioneller Parketthandel an der New York Stock Exchange im September 1963]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parketthandel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Präsenzhandel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Criée-Handel&amp;#039;&amp;#039;, [{{frS|criée}}, „zugerufen“]) ist an [[Wertpapierbörse]]n oder [[Warenbörse]]n ein traditionelles Handelsmedium, bei welchem die [[Börsenmakler]] ([[Skontroführer]]) und [[Börsenhändler]] durch gegenseitiges Zurufen und/oder abgestimmte [[Gestik]] [[Börse]]ngeschäfte abschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Gelegentlich werden hierfür auch die Bezeichnungen „Ringhandel“ (Schweiz) oder „Zurufhandel“ ({{enS|open outcry trading}}) verwendet. Das [[Komposition (Grammatik)|Kompositum]] &amp;#039;&amp;#039;Parketthandel&amp;#039;&amp;#039; beinhaltet das [[Bestimmungswort]] [[Parkett]], auf dem sich die Handelsteilnehmer während der [[Handelszeit]] befinden. Der Parketthandel findet durch die verbale [[Interaktion]] des gegenseitigen lauten Zurufs nebst unterstützender Gestik unter den Handelsteilnehmern statt, daran ändern spätere [[Eingabe (Computer)|Eingaben]] in die [[Multilaterales Handelssystem|Handelssysteme]] nichts. Ein Parketthandel liegt erst dann nicht mehr vor, wenn die Kursbildung ausschließlich durch [[Elektronisches Handelssystem|elektronische Handelssysteme]] im [[Automatisierter Handel|automatisierten Handel]] erfolgt. Werden hierbei die Auftragsparameter einer [[Wertpapierorder]] durch Computerentscheidungen übernommen, wodurch der [[Auftrag]] eingeleitet werden soll, sowie Zeitpunkt, Kurs oder Quantität des Auftrags oder wie der Auftrag nach seiner Einreichung mit eingeschränkter oder überhaupt keiner menschlichen Beteiligung bearbeitet wird ({{§|80|wphg|juris}} Abs. 2 [[WpHG]]), liegt kein Parketthandel mehr vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Börsenjargon ==&lt;br /&gt;
Besonders die Börsenteilnehmer pflegen als [[Handelssprache]] einen &amp;#039;&amp;#039;Börsenjargon&amp;#039;&amp;#039;, der in Kurzform die Kauf- oder Verkaufsabsicht – unterstützt durch Gestik – zum Ausdruck bringt. Er breitete sich außerhalb der Börse auch im [[Interbankenhandel]] aus. „Ich bin [[Geldkurs|Geld]] zu 110“ bedeutet, dass der Rufende zum Kurs von 110 Euro bereit ist, zu kaufen, entsprechend bedeutet „ich bin [[Briefkurs|Brief]] 110“ Verkaufsbereitschaft. Der Kauf oder Verkauf ({{enS|deal}}) kommt durch die Bestätigung „an Dich“ bzw. „von Dir“ zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsche-boerse-parkett-ffm002.jpg|miniatur|Computergestützter Parketthandel in Frankfurt, 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:NYSE127.jpg|miniatur|Börsenparkett der New York Stock Exchange, 2008]]&lt;br /&gt;
Die Börse entstand als eine strengen [[Regel (Richtlinie)|Regeln]] unterworfene Institution aus dem [[Markt]], auf welchem ebenfalls durch verbale Kommunikation Handel betrieben wurde. Die erste Börse entstand 1409 in [[Brügge]] vor dem Haus der Gründerfamilie van der Beurse, wo abwesende Güter und [[Wechsel (Urkunde)|Wechsel]] gehandelt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=7fsUcxQuwf4C&amp;amp;pg=PA262&amp;amp;dq=B%C3%B6rse+1409+Br%C3%BCgge&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiX2Z-Er87dAhVJsaQKHVHtC0YQ6AEIOTAD#v=onepage&amp;amp;q=B%C3%B6rse%201409%20Br%C3%BCgge&amp;amp;f=false Detlef Wienecke-Janz (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Die große Chronik-Weltgeschichte: 1204-1492&amp;#039;&amp;#039;, Band 9, 2008, S. 262]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort Börse leitete sich wohl vom [[Geldbeutel]] ({{nlS|beurs}}) ab. Von hier aus verbreiteten sich Börsen weltweit, 1540 in [[Frankreich]] ([[Lyon]]; {{frS|bourse}}) und [[Deutschland]] ([[Augsburger Börse]]), 1571 in [[England]] ([[London]]; {{enS|exchange}}) oder 1612 in den [[Niederlande]]n ([[Amsterdamer Börse]]; {{nlS|beurs}}). Die erste kommerzielle [[Pariser Börse]] gab es im Jahre 1639, als die Funktionen von Waren- und Aktienbörse getrennt wurden. Ein Dekret vom 2. April 1639 gab den Händlern die Bezeichnung Aktienhändler ({{frS|agents de change}}), deren amtlicher Handel die Bezeichnung „Parkett“ ({{frS|parquet}}) erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1988, Sp. 1652&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem wird jeder Börsensaal als &amp;#039;&amp;#039;Parkett&amp;#039;&amp;#039; und der Handel hierin als &amp;#039;&amp;#039;Parketthandel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Chicago bot.jpg|links|miniatur|Das Parkett der CBOT im Jahre 1993]]&lt;br /&gt;
Erst im Februar 1808 gründete sich die [[Mailänder Börse]] ({{itS|borsa}}). Nach 1820 stellte der Parketthandel die älteste Handelsinfrastruktur im deutschen [[Wertpapiermarkt]] dar, wo der Handel mit [[Schuldschein]]en und [[Anleihe]]n in speziellen Börsengebäuden durch persönliche Anwesenheit der [[Marktteilnehmer]] und deren direkte Kommunikation stattfand. Im Februar 1830 führte die [[Börse München]] den Aktienhandel ein, der den Parketthandel durch seine [[Volatilität]] erheblich belebte. Das erste deutsche [[Börsengesetz (Deutschland)|Börsengesetz]] vom Juni 1896 schrieb noch für lange Zeit zwingend als Handelsort ein Parkett vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Nobel, &amp;#039;&amp;#039;Internationales Gesellschaftsrecht: Einschließlich internationales Kapitalmarktrecht&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 4, 2002, S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der im Jahre 1898 gegründeten [[Chicago Mercantile Exchange]] (CME) trafen sich im Präsenzhandel ({{enS|Open Outcry}}) des [[Chicago Board of Trade]] die [[Händler]] bzw. [[Broker]] in einer meist achteckigen und dem Parkett ähnlichen Plattform ({{enS|Pit}}), um die gewünschten [[Futures]] oder [[Option (Wirtschaft)|Optionen]] zu handeln. Jeder einzelne Kontrakt wurde in einem gesonderten Pit gehandelt. Obwohl das Treiben in den Pits von Außenstehenden oftmals als „hektisch“ oder „ungeordnet“ charakterisiert wurde, herrschten genaue Regeln über die Prozedur zum Kauf oder Verkauf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hand-signals&amp;quot;&amp;gt;[http://www.oxfordfutures.com/docs/Handsignals.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Art of Hand Signals&amp;#039;&amp;#039;], Handels-Signale (455&amp;amp;nbsp;[[Kibibyte]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ryan Carlson, &amp;#039;&amp;#039;Trading Pit Hand Signals&amp;#039;&amp;#039;, Debrouillard Group, 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierzu wurde ein ausgeklügeltes Verständigungssystem entwickelt, welches es den [[Trader]]n ermöglichte, sich mit Handzeichen über das ganze Pit zu verständigen und so effektiver zu handeln. Wollte ein Pit-Trader kaufen, zeigten die Handrücken grundsätzlich von ihm aus nach außen, den anderen Tradern entgegen. Beim Verkauf zeigten seine Handflächen nach außen, den anderen Tradern entgegen. Der Verkäufer rief nun dem Käufer oder der Käufer dem Verkäufer den Preis laut zu. War der Verkäufer mit dem Preis einverstanden, rief er in der Regel „verkauft“ ({{enS|sold}}). Nun schrieben sich beide Händler die Händlernummer des anderen auf; der Handel galt hiermit als abgeschlossen. In der Mitte der Pits mit der besten Akustik saßen Angestellte der Börse und notieren die Kurse, zu denen Geschäfte stattfanden. Dies geschah anhand der ausgerufenen Preise in Verbindung mit „sold“ oder „done“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Elektronisierung der Börse ersetzte ab 1971 zunehmend den Parketthandel, weil die [[Computersystem]]e in jeder Phase des Handelsprozesses ihren Einsatz fanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Urs Fischer/Roger M Kunz, &amp;#039;&amp;#039;Börsenhandel in Europa: Fakten, Trends, Szenarien&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 757&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste [[Automatisierung]]sstufe hieß &amp;#039;&amp;#039;computerunterstützter Parketthandel&amp;#039;&amp;#039;, bei dem einzelne [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktionsphasen]] elektronisch unterstützt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Norman Schenk, &amp;#039;&amp;#039;Informationstechnologie und Börsensysteme&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei führte im Februar 1971 die [[NASDAQ]] ein bildschirmgestütztes Handelssystem ein, das sie zur ersten elektronischen Börse machte. Es folgte der &amp;#039;&amp;#039;computerunterstützte Handel&amp;#039;&amp;#039;, danach kamen &amp;#039;&amp;#039;Computerhandelssysteme&amp;#039;&amp;#039; zum Einsatz und schließlich folgte die [[Computerbörse]], die völlig ohne Parketthandel auskommt. Der deutsche Gesetzgeber erkannte den elektronischen Vertragsabschluss erst im Juli 1989 an.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Nobel, &amp;#039;&amp;#039;Internationales Gesellschaftsrecht: Einschließlich internationales Kapitalmarktrecht&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 4, 2002, S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Regelungen erfolgten im Börsengesetz und ermöglichten den elektronischen Börsenhandel. Im Oktober 1990 berichtete das [[Handelsblatt]], dass die Computer den deutschen Börsensaal eroberten.&amp;lt;ref&amp;gt;Handelsblatt vom 24. Oktober 1990, &amp;#039;&amp;#039;Personal Computer erobern den Börsensaal&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 1995 veröffentlichte die [[Frankfurter Wertpapierbörse]] eine „Norminterpretierende Verwaltungsvorschrift betreffend die Regeln für die Börsenpreisfeststellung im Präsenzhandel“, wobei vor allem das [[Meistausführungsprinzip]] und die Preiskontinuität zu beachten waren. Erst zum 1. Juli 1999 wurde der Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse noch ausgedehnt (von ursprünglich 10:30 Uhr bis 13:30 Uhr auf dann 8:30 Uhr bis 16:30 Uhr).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Oehler, Mirko Häcker |Titel=Kurseinfluss mittlerer und großer Transaktionen am deutschen Aktienmarkt |Nummer=20 |Verlag=Diskussionsbeiträge - Bank- und Finanzwirtschaftliche Forschung (BAFIFO) |Datum=2003 |Online=https://www.econstor.eu/handle/10419/22494 |Abruf=2024-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] wurde der &amp;#039;&amp;#039;Ringhandel&amp;#039;&amp;#039; im August 1996, in [[Österreich]] der Parketthandel 1997 abgeschafft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=SkhMbl0F9SgC&amp;amp;pg=PA100&amp;amp;dq=Parketthandel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwinoPSK98vdAhVI3SwKHSIkBK0Q6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=Parketthandel&amp;amp;f=false Dirk Glebe, &amp;#039;&amp;#039;Börse verstehen&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 102 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 1998 ermöglichte in Frankfurt die Einführung des „[[Xetra]] Release 3“ den elektronischen Handel von etwa 2000 Aktien, 370 Anleihen und 28 Aktienoptionsscheinen zu Lasten des Parketthandels. Er leitet die Wertpapierorders der [[Kreditinstitut]]e direkt an die Börse und somit in das [[Orderbuch]] der Skontroführer. Das [[Viertes Finanzmarktförderungsgesetz|Vierte Finanzmarktförderungsgesetz]] vom Juli 2002 stellte die Weichen für die elektronische Kursbildung, wodurch die Bedeutung des Parketthandels zu Gunsten [[Elektronisches Handelssystem|elektronischer Handelssysteme]] tendenziell abgenommen hat. Nachdem die [[Frankfurter Wertpapierbörse]] bereits 93 % aller Wertpapiere elektronisch handelte und abwickelte, wurde der Parketthandel endgültig im Mai 2011 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fr.de/wirtschaft/frankfurter-boerse-klassischer-parketthandel-endet-a-919326 Frankfurter Rundschau vom 20. Mai 2011, &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Börse: Klassischer Parketthandel endet&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Chicago Mercantile Exchange]] schloss zum 2. Juli 2015 ihren Parketthandel für [[Future]]s in [[Chicago]] und [[New York City]], weil der Anteil der in dieser Form geschlossenen [[Kontrakt]]e auf 1 % des Handelsvolumens gefallen war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ2015&amp;quot;&amp;gt;Nikolaus Piper, &amp;#039;&amp;#039;Es wird still im Pit&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Süddeutsche Zeitung]] vom 2. Mai 2015, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Option (Wirtschaft)|Optionen]] können nach wie vor auf dem Parkett der CME gehandelt werden. Eine Beendigung des Optionshandels mittels &amp;#039;&amp;#039;open outcry trading&amp;#039;&amp;#039; ist derzeit (Ende 2018) nicht vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cmegroup.com/trading-hours.html CME Group: Trading Hours]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kursbildung im Parketthandel ==&lt;br /&gt;
Die klassische Form der [[Wertpapierorder]] über einen [[Börsenmakler]] unterscheidet sich vom elektronischen Xetra-Handel insbesondere dadurch, dass die Käufer selbst einen Verkäufer suchen müssen und umgekehrt. Die [[Börsenpreis]]e werden während der Börsenzeit an einer Börse oder im [[Freiverkehr]] festgestellt ({{§|24|b_rsg_2007|juris}} Abs. 1 BörsG). Börsenpreise müssen ordnungsmäßig zustande kommen und der wirklichen Marktlage des Börsenhandels entsprechen (§ 24 Abs. 2 BörsG). Nach § 24 Abs. 3 BörsG sind Börsenpreise und die ihnen zugrunde liegenden Umsätze den Handelsteilnehmern unverzüglich und zu angemessenen kaufmännischen Bedingungen in leicht zugänglicher Weise bekannt zu machen. Zwecks Kursermittlung führt der [[Skontroführer]] ein [[Orderbuch]] ([[Skontro]]), in welchem alle Kauf- und Verkaufsorders, unabhängig davon, ob diese Orders ein [[Orderzusatz|Limit]] aufweisen oder nicht, erfasst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=d0_yBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;dq=amtlicher+kurs&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=amtlicher%20kurs&amp;amp;f=false Björn Lorenz/Peter Knobloch/Detlef Heinzel, &amp;#039;&amp;#039;Modernes Risikomanagement&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 46]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach § 27 Abs. 1 Börsenordnung der [[Frankfurter Wertpapierbörse]] (BörsO; Anlage I) werden Börsenpreise im [[Präsenzhandel]] durch die Skontroführer in [[Prozent]] des [[Nennbetrag]]s oder in [[Euro]] je Stück festgestellt. Nach § 39 BörsO veröffentlicht die [[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführung]] der Börse die festgestellten Preise. Die Notierung der [[Kassakurs]]e ist der [[Einheitskurs]]. Haben Käufer und [[Verkäufer]] unlimitierte Aufträge oder genau diesen Einheitskurs (oder einen höheren bei Kauforders/einen niedrigeren bei Verkaufsorders) in ihren Orders angegeben, besitzen sie einen [[Rechtsanspruch]] auf Ausführung zu diesem Kurs. Bei der variablen Notierung hingegen erfolgt die Kursfeststellung während der Börsenzeit mehrfach, sobald bestimmte Mindest-Orders einen Umsatz ermöglichen. Auf einen bestimmten variablen Kurs haben die [[Auftraggeber]] keinen Rechtsanspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Computerhandelsplätzen (z. B. [[XETRA]]) oder [[Computerbörse]]n (z. B. [[SIX Swiss Exchange]]) werden hingegen die Aufträge ohne Rücksicht auf den [[Kontrahent]]en einfach nach Gegenpositionen abgesucht und anhand der Limits abgearbeitet. Beim Xetra-Handel kann es unter Umständen dazu kommen, dass ein Auftrag in mehrere Aufträge gesplittet wird, ohne dass dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Der Makler führt meist den gesamten Auftrag zusammen aus und ist in der Entscheidung – auch unabhängig von dem elektronischen System – relativ frei.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/elektronisches-orderbuch.html Wirtschaftslexikon Gabler, &amp;#039;&amp;#039;elektronisches Orderbuch&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings sind seine Tätigkeiten nicht immer transparent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parketthandel heute ==&lt;br /&gt;
Heute ist der Parketthandel lediglich an einigen deutschen Regionalbörsen vertreten ([[Börse Berlin]], [[Börse Stuttgart]]) und noch an einigen Warenbörsen. Hier sind die Handelszeiten auf dem Parkett fixiert, z.&amp;amp;nbsp;B. von 9:00 bis 14:30 Uhr (z. B. Light, Sweet Crude Oil Futures and Options), danach ist der Handelstag beendet. Der nachbörsliche Handel findet ausschließlich computerisiert statt. Die weltweit bedeutendste Parketthandelsbörse ist die [[New York Stock Exchange]]. Auch an den großen [[Terminbörse]]n Nordamerikas, der [[NYMEX]] und der [[CBOT]], sowie an der [[London Metal Exchange|Londoner Metallbörse]] findet nach wie vor Präsenzhandel statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Rückgangs des Parketthandels wird heute der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Parkett&amp;#039;&amp;#039; oft als [[Metapher]] für die Börse schlechthin verwendet. So schreiben Wirtschaftsjournalisten etwa, ein Unternehmen „wage den Gang aufs Parkett“, wenn sie über einen [[Börsengang]] berichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präsenzhandel im Einzelhandel ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Stationärer Handel}}&lt;br /&gt;
Als Präsenzhandel bezeichnet man auch den [[Einzelhandel]] (etwa [[Supermarkt|Supermärkte]], [[Laden (Geschäft)|Ladengeschäfte]] oder [[Verkaufsautomat]]en), wo beim [[Kaufvertrag|Kauf]] die [[Ware]] im Laden vorhanden ist (sie ist im Laden „präsent“) und deshalb vom [[Kunde]]n begutachtet, [[Test|getestet]] oder [[Anprobe|anprobiert]] werden und ihm sofort [[Übergabe (Recht)|übergeben]] werden kann. Dadurch wird ein [[Zug um Zug (Recht)|Zug-um-Zug-Geschäft]] (Ware gegen [[Geld]]) möglich. Dieser Präsenzhandel heißt in der [[Schweiz]] und im [[UN-Kaufrecht]] „Platzkauf“, der mit einer [[Holschuld]] verbunden ist. Dagegen liegt im [[Versandhandel]], [[Fernabsatzvertrag|Fernabsatz]] und [[Online-Handel]] zwischen [[Bestellung]] und Übergabe eine [[Zeitspanne]], oft mindestens ein [[Arbeitstag]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=N9_BYk8UhKMC&amp;amp;pg=PA164&amp;amp;dq=Pr%C3%A4senzhandel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwit5ISR79raAhVFJJoKHfr0ApYQ6AEIVjAJ#v=onepage&amp;amp;q=Pr%C3%A4senzhandel&amp;amp;f=false Stephan Jäger, &amp;#039;&amp;#039;Absatzsysteme für Mass Customization&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 164]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vorteile des Präsenzhandels versucht der Versandhandel durch niedrigere Preise, keine [[Versandkosten]] oder kostenlose [[Retoure]]n auszugleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Parkett}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4187988-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Börsenhandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körpersprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bleichi</name></author>
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