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	<title>Poetenleben - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T10:40:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Poetenleben&amp;diff=929314&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Rezeption */ Leerzeichen vor Satzzeichen entfernt | kein Bot</title>
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		<updated>2022-08-27T20:15:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor Satzzeichen entfernt | kein Bot&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Robert walser 1890er.jpg|rechts|mini|Robert Walser]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Poetenleben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Band Kurzgeschichten des [[schweiz]]erischen Schriftstellers [[Robert Walser]], im Mai 1917 beendet wurde und im November desselben Jahres bei Huber &amp;amp; Co. in [[Frauenfeld]] erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&amp;lt;small&amp;gt;Eine Zahl in runden Klammern verweist auf die Seite in der Quelle oder in der Literaturstelle. Titel erwähnter Kurzgeschichten sind unterstrichen.&amp;lt;/small&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wanderung ==&lt;br /&gt;
Um den &amp;#039;&amp;#039;wunderbaren, schreckhaften Zauber&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;Natureinöden&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--(9)--&amp;gt; geht es in der &amp;lt;u&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wanderung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/u&amp;gt;. Unter dem Wahlspruch &amp;#039;&amp;#039;harmlose Freuden sind wahre Freuden&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--(9)--&amp;gt; könnten etliche der 25 Geschichten dieses Bandes stehen. Freilich haben es die &amp;#039;&amp;#039;[[Fahrendes Volk|vagabundierenden]] Vaganten&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--(8)--&amp;gt; nicht leicht auf ihren Wanderungen. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Gendarmerie#Schweiz|Landjäger]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--(11)--&amp;gt;, erklärter Gegner des [[Wanderjahre|Wanderburschen]], stellt sich in den Weg und fordert &amp;#039;&amp;#039;mit finsterer Stimme&amp;#039;&amp;#039; das gültige Legitimationspapier. Aber ein froher Wanderer nimmt solche Behinderung in Kauf. Wird er doch dafür von der &amp;#039;&amp;#039;Natur&amp;#039;&amp;#039; entschädigt. Diese &amp;#039;&amp;#039;ist auf so geheimnisvolle unerschöpfliche Weise groß&amp;#039;&amp;#039;, dass der wandernde Poet &amp;#039;&amp;#039;auch bereits schon unter ihr leidet&amp;#039;&amp;#039;. Das ist nun einmal so, denn dem &amp;#039;&amp;#039;Glück auf der Welt&amp;#039;&amp;#039; ist gewöhnlich der &amp;#039;&amp;#039;Schmerz&amp;#039;&amp;#039; beigemischt&amp;lt;!--(15)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mitten in der Stadt ist der Poet heimisch. Im Park spricht er &amp;#039;&amp;#039;dreist &amp;lt;u&amp;gt;Die Indianerin&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--(51)--&amp;gt; an, um mit ihr zu spazieren. Er bekommt keinen Korb, taucht bald mit ihr &amp;#039;&amp;#039;im Schwarz der Nächtlichkeit unter&amp;#039;&amp;#039; und darf sie rudern. &amp;lt;u&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Wanderbursche&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;!--(53)--&amp;gt; gönnt sich keine Rast. In einem &amp;#039;&amp;#039;anmutigen Jägerschlößchen&amp;#039;&amp;#039; wartet bereits eine &amp;#039;&amp;#039;einzelne, edle, vornehme reiche Dame&amp;#039;&amp;#039; extra auf ihn. Die Welt erscheint dem Paar fortan als Traum. Als die Frau wissen möchte, ob der Poet ihr Sohn sein will, nimmt der Befragte Reißaus – spaziert immer weiter &amp;#039;&amp;#039;wie ein Lebebaron, um einigermaßen die Welt zu genießen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--(59)--&amp;gt;, in diese hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dauthendey ==&lt;br /&gt;
Im Sommer 1901 macht sich der Poet von München aus auf den Weg zu einer Fußreise nach &amp;lt;u&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Würzburg]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/u&amp;gt;. Das &amp;#039;&amp;#039;Flattertum&amp;#039;&amp;#039; läuft mit ihm. In der Bischofsstadt am [[Main]] trifft er seinen Freund, den Dichter [[Max Dauthendey|Dauthendey]], am hellen Vormittag noch im Bett liegend an. Langschläfer Dauthendey springt aus den Federn, reißt den Kleiderschrank auf und kleidet den südländisch gekleideten fahrenden Poeten erst einmal gutbürgerlich ein. Nun fällt der Poet beim Spazieren über die &amp;#039;&amp;#039;alte, imposante, statuengeschmückte [[Alte Mainbrücke|Mainbrücke]]&amp;#039;&amp;#039; und hinauf zur [[Festung Marienberg]] überhaupt nicht mehr unangenehm auf. Obwohl Dauthendey knapp bei Kasse ist, gibt er dem Poeten von dem Wenigen. &amp;#039;&amp;#039;Acht reizende Sommertage&amp;#039;&amp;#039; geht es mit dem Gastgeber durch Würzburgs Altstadt und Weinberge. Der Poet überfällt endlich den in Gedanken versunkenen Fußgänger Dauthendey mit der Bitte um zwanzig Mar&amp;#039;, bekommt das Geld für eine Fahrkarte und reist tags darauf ab nach Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marie ==&lt;br /&gt;
Wieder daheim in der Schweiz, wohnt der Poet bei Frau Bandi. Die gelegentlich schriftstellernde Wirtin macht auf den Poeten einen unbefriedigten Eindruck. Bein einem Spaziergang im nahen Wald trifft er eine Frau namens Marie, mit der es darauf zu weiteren Stelldichein kommt. Sie behauptet, aus dem [[Emmental]] zu stammen. Marie trifft auch auf Frau Bandi, die aber missbilligend auf die sie schaut. Marie verschwindet sodann aus dem Gesichtsfeld des weiter wandernden Poeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hungertod ==&lt;br /&gt;
Natürlich hält sich der Poet nicht nur unter hohen Bäumen auf. Seine zweite Heimat ist naturgemäß der Schreibtisch. Den findet er bei &amp;lt;u&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Frau Wilke&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/u&amp;gt;, seiner nächsten Wirtin, vor. Er nimmt sich vor, Novellen zu schreiben, die unter Umständen in den &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;Pekinger Neuesten Nachrichten&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht werden könnten&amp;lt;!--(100)--&amp;gt;. Das sind alles Hirngespinste. In Wirklichkeit ist der Poet erfolglos und auch Frau Wilke verarmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;lt;u&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Zimmerstück&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/u&amp;gt; und in &amp;lt;u&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Rede an einen Ofen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/u&amp;gt; sucht der Poet &amp;#039;&amp;#039;vergeblich, &amp;#039;&amp;#039;außerhalb der Natur&amp;#039;&amp;#039; einen geeigneten Stoff&amp;#039;&amp;#039; – zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;unter&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;der Bettstelle – aufzutreiben&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--(104)--&amp;gt;. Das &amp;#039;&amp;#039;schönste Thema&amp;#039;&amp;#039; bleibt unauffindbar. Der &amp;#039;&amp;#039;Schriftsteller&amp;#039;&amp;#039; sieht &amp;#039;&amp;#039;den Ofen in seiner ofenplattenhaften Ruhe höhnisch lächeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--(106)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Poetenleben ==&lt;br /&gt;
Zu guter Letzt, in der Titelerzählung &amp;lt;u&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Poetenleben&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/u&amp;gt;, stellt der Autor dem Poeten, einem Verehrer &amp;#039;&amp;#039;[[Friedrich Hölderlin|Hölderlins]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--(118)--&amp;gt;, der &amp;#039;&amp;#039;im kaufmännischen Zentralstellenvermittlungsbureau sattsam bekannten Bewerberfigur&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--(125)--&amp;gt;, noch ein richtiges Armutszeugnis aus. Die Vorgesetzten sind ausnahmslos froh, wenn sie den jungen Bureauarbeiter ins &amp;#039;&amp;#039;proletarische Poetenleben&amp;#039;&amp;#039; entlassen können. Keiner der Herren Direktoren möchte einen Poeten länger als nötig beschäftigen. Deshalb trennt sich der &amp;#039;&amp;#039;Herr Vorgesetzte&amp;#039;&amp;#039; von dem Dichter möglichst rasch, denn er gönnt dem &amp;#039;&amp;#039;Hilfsbuchhalter&amp;#039;&amp;#039; sein &amp;#039;&amp;#039;taugenichtsiges Vergnügen&amp;#039;&amp;#039; da unten auf der Straße von Herzen&amp;lt;!--(129)--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
* „Wer hart arbeiten muß…, der ist für die Freude verdorben…“&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 114&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Hesse|Hesse]] schreibt 1917 in einer Besprechung zu &amp;#039;&amp;#039;Poetenleben&amp;#039;&amp;#039;: Wenn solche Dichter wie Walser zu den „führenden Geistern“ gehören würden, so gäbe es keinen Krieg.&amp;lt;ref&amp;gt;Michels, S. 461&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Oskar Loerke|Loerke]] rezensiert das &amp;#039;&amp;#039;Poetenleben&amp;#039;&amp;#039;: Robert Walser erfand gleichsam das Erzählen an sich, ohne Gegenstand. Mit Dingen, die niemand sonst des Berichtens für würdig hielte, fesselt… er… Scheinbar zweck- und pointenlos plaudernd, ist er beherrscht….&amp;lt;ref&amp;gt;auf der Umschlag-Rückseite der Quelle, zitiert aus: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Rundschau]], 29. Jg., 1918, Bd.2, S. 1238&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Peter Sprengel]] hebt den „ironisch-parodistischen“ Aspekt aus jener Kurzprosa hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Jochen Greven (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Robert Walser: Poetenleben&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Nachwort des Herausgebers. Zürich 1986. ISBN 3-518-37608-X&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sekundärliteratur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Volker Michels]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hermann Hesse: Eine Literaturgeschichte in Rezensionen und Aufsätzen.&amp;#039;&amp;#039; S. 460–461. Frankfurt am Main 1975. ISBN 3-518-36752-8&lt;br /&gt;
* Peter Sprengel: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1900-1918&amp;#039;&amp;#039;. S. 222. München 2004. ISBN 3-406-52178-9&lt;br /&gt;
* [[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Weltliteratur. Deutsche Autoren A-Z&amp;#039;&amp;#039;. S. 648. Stuttgart 2004. ISBN 3-520-83704-8&lt;br /&gt;
* Matthias Sprünglin: &amp;#039;&amp;#039;Poetenleben (1917; Impressum 1918)&amp;#039;&amp;#039;. In: Lucas Marco Gisi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Robert Walser-Handbuch. Leben – Werk - Wirkung&amp;#039;&amp;#039;, J.B. Metzler, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-476-02418-3, S. 158–162.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Romane und Novellen von Robert Walser}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Robert Walser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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