<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Psychischer_Defekt</id>
	<title>Psychischer Defekt - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Psychischer_Defekt"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Psychischer_Defekt&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-10T18:30:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Psychischer_Defekt&amp;diff=2512264&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Psychischer_Defekt&amp;diff=2512264&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2022-09-14T15:32:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Psychischer Defekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder – kürzer formuliert – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Defekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein älterer Begriff der psychiatrischen Fachsprache, der jedoch durch das Freudsche Konzept der [[Ersatzbefriedigung]] in der modernen Psychiatrie bzw. in der [[Selbstpsychologie]] neu belebt wurde. Der Terminus bezeichnete einen bleibenden Zustand nach einer psychischen Erkrankung, der durch Ausfall und unwiederbringlichen Verlust von früher vorhandenen komplexen seelischen Qualitäten gekennzeichnet ist. So war z.&amp;amp;nbsp;B. mit Defekt ein dauerhafter Verlust intellektueller Fähigkeiten gemeint, oder auch der Reichhaltigkeit des Gefühlslebens, moralischer Qualitäten oder der Individualität. Demgegenüber werden in der Selbstpsychologie Begriffe wie Ich-Defekt als Hinweis auf einen bleibenden Entwicklungsrückstand gebraucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MentzosNKV&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem „Defekt“ wird insbesondere bei schweren psychischen Krankheiten mit chronischem Verlauf gesprochen, die einen irreversiblen Abbau von psychischen Fähigkeiten mit sich bringen. In diesem Sinne wird z.&amp;amp;nbsp;B. der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Defektschizophrenie&amp;#039;&amp;#039; gebraucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WPP&amp;quot; /&amp;gt; Als Gegensatz zur irreversiblen Defektsymptomatik wird der Begriff „&amp;#039;&amp;#039;reversible [[Durchgangssyndrom|Durchgangssyndrome“]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DDS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen der Begriffsbildung ==&lt;br /&gt;
Die kontroverse Verwendung des Begriffs „Defekt“ geht auf die [[Geschichte der Psychiatrie]] und auf die Einschätzung chronischer psychischer Krankheiten als vermeintlich unheilbare Störungen zurück. Dies trifft insbesondere auf die Gruppe der früher so genannten [[Endogene Psychose|endogenen Psychosen]] zu. Damit sei nach Auffassung der Gegner des Begriffs eine abwertende Haltung gegenüber dem betroffenen Patienten verbunden. Der Begriff führe zum therapeutischen Nihilismus, der somit auch zur politisch unheilvollen Entwicklung im Zusammenhang mit dem [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|Euthanasieprogramm]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;NVS&amp;quot; /&amp;gt; beigetragen habe. Die Gegner der Verwendung des Begriffs „Defekt“ nehmen an, dass die Begriffsbildung von einseitig [[mechanistisch]]en oder bloß [[Organismus|organischen]] Vorstellungen ausgeht und das Seelenleben einseitig als Auswirkung eines apparativen Geschehens aufgefasst wird, siehe auch → [[Maschinenparadigma]]. Diese Tendenz wurde bereits durch den [[Vitalismus]] oder speziell durch die [[Schule von Montpellier]] kritisiert und kann sich daher auf eine lange Tradition berufen. Gegen den einseitig mechanistischen Gebrauch von Vorstellungen, die sich auf das Seelenleben beziehen, hatte sich schon [[Georg Ernst Stahl]] (1659–1734) verwahrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KGP&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot; /&amp;gt; Durch die oft unreflektierte Verwendung des Begriffs bleibt die Frage offen, ob es sich um einen schweren und irreversiblen [[Somatogenese|körperlichen Defekt]] oder nur um eine leichte [[Psychogenese#Siehe auch|funktionelle Störung]] von eher psychogener Art handelt. Oft wird nämlich hier stillschweigend eine Negativbedeutung unterstellt. Gerade hier hat die Psychiatrie aber eine Reihe von Konzepten entwickelt, die es zu unterscheiden gilt, so in erster Linie die unterschiedlichen [[psychodynamisch]]en Konzepte. Diese gehen zwar z.&amp;amp;nbsp;T. auch von einem psychischen Apparat aus, verwenden jedoch nicht ausschließlich physikalische Begriffe, sondern setzen einen seelischen Innenraum voraus, der u.&amp;amp;nbsp;a. etwa [[das Unbewusste]] enthält. Der [[Psychodynamismus]] vermeidet und neutralisiert die Kontroversen über die Natur der seelischen Kräfte, da hier nur von Kräften ganz allgemein und nicht speziell von Kräften entweder im physikalischen oder geistigen Sinne gesprochen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffliches Umfeld ==&lt;br /&gt;
Der Begriff des psychischen Defekts bedeutet nicht nur eine bestimmte Form der [[Psychische Störung|psychischen Störung]], sondern umfasst auch die damit verbundene [[Symptomatik]]. So wird im Rahmen der [[Symptome und Diagnose der Schizophrenie|Diagnostik der Schizophrenie]] auch von &amp;#039;&amp;#039;Defizienzsymptomatik&amp;#039;&amp;#039; ([[Negativsymptomatik]]) gesprochen. Sie wird auch als [[Minussymptomatik]] bezeichnet und von der [[Plussymptomatik]] unterschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WPP&amp;quot; /&amp;gt; In der [[Klassische deutsche Psychiatrie|klassischen deutschen Psychiatrie]] und dem von ihr verwendeten [[Triadisches System|triadischen System]] seelischer Krankheiten ist der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Defekt&amp;#039;&amp;#039; vornehmlich an das Konzept der organischen Psychose gebunden als körperlich begründbarer Krankheitsform. Allerdings sind hierbei auch reversible Zustandsbilder zu berücksichtigen (siehe dazu den Begriff der [[Funktionspsychosen]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;DDS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;NVS&amp;quot;&amp;gt;[[Thomas Bock (Psychologe)|Thomas Bock]], [[Dorothea Buck]], [[Ingeborg Esterer]]: &amp;#039;&amp;#039;Es ist normal, verschieden zu sein.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Psychiatrie, Bonn 2000, ISBN 3-88414-206-2, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WPP&amp;quot;&amp;gt;[[Uwe Henrik Peters]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Psychiatrie und medizinischen Psychologie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Urban &amp;amp; Schwarzenberg, München 1984; (a)&amp;amp;nbsp;zu Wb.-Lemma: &amp;#039;&amp;#039;Defekt&amp;#039;&amp;#039;: S. 106; (b)&amp;amp;nbsp;zu Wb.-Lemmata: &amp;#039;&amp;#039;Minussymptomatik&amp;#039;&amp;#039;: S. 352 und &amp;#039;&amp;#039;Plussymptomatik&amp;#039;&amp;#039;: S. 417.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;MentzosNKV&amp;quot;&amp;gt;[[Stavros Mentzos]]: &amp;#039;&amp;#039;Neurotische Konfliktverarbeitung.&amp;#039;&amp;#039; Einführung in die psychoanalytische Neurosenlehre unter Berücksichtigung neuerer Perspektiven. © 1982 Kindler, Fischer-Taschenbuch, Frankfurt 1992, ISBN 3-596-42239-6. S.&amp;amp;nbsp;143 ff. zu Stw. „Ich-Defekt“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDM&amp;quot;&amp;gt;[[Stavros Mentzos]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychodynamische Modelle in der Psychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1992, ISBN 3-525-45727-8, S. 13, 29 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;KGP&amp;quot;&amp;gt;[[Erwin H. Ackerknecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Geschichte der Psychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Enke, Stuttgart 1985, ISBN 3-432-80043-6, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot;&amp;gt;[[Klaus Dörner]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürger und Irre.&amp;#039;&amp;#039; Zur Sozialgeschichte und Wissenschaftssoziologie der Psychiatrie. Fischer, Frankfurt am Main 1975, ISBN 3-436-02101-6, S. 121 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DDS&amp;quot;&amp;gt;[[Hans Heinrich Wieck]]: &amp;#039;&amp;#039;Depressiv getönte Durchgangssyndrome&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hanns Hippius]], Helmut Selbach: &amp;#039;&amp;#039;Das depressive Syndrom&amp;#039;&amp;#039;. Internationales Symposium, Berlin am 16. und 17. Februar 1968. Urban &amp;amp; Schwarzenberg, Berlin, Wien 1969. S.&amp;amp;nbsp;458&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
{{Wikiversity|Psychogenese versus Somatogenese}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychoanalyse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Psychiatrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nosologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>