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	<title>Rossauer Kaserne - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T12:08:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-26T15:13:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Alsergrund (Wien) - Rossauer-Kaserne (1).JPG|mini|hochkant=1.3|Die Rossauer Kaserne, von der anderen Seite des [[Wiener Donaukanal|Donaukanals]] aus gesehen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alsergrund (Wien) - Rossauer-Kaserne (2).JPG|mini|hochkant=1.3|Südansicht der Rossauer Kaserne]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rossauer Kaserne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, offiziell &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rossauer Kaserne Bernardis-Schmid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amtsgebäude Rossau Bernardis-Schmid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesheer.at/adressen/a_bmlv.shtml |titel=Bundesministerium für Landesverteidigung |abruf=2020-01-30 |autor= |werk=bundesheer.at |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200130094804/https://www.bundesheer.at/adressen/a_bmlv.shtml |archiv-datum=2020-01-30 |offline=ja |archiv-bot=2024-04-29 05:54:12 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, bis 1999 amtlich: &amp;#039;&amp;#039;Roßauer Kaserne&amp;#039;&amp;#039;, ist ein Amtsgebäude und eine ehemalige [[Kaserne]] im 9. [[Wien]]er Gemeindebezirk, [[Alsergrund]]. Sie wurde als [[Rudolf von Österreich-Ungarn|Kronprinz-Rudolf]]-Kaserne 1865 bis 1869 an der [[Rossau (Wien)|Rossauer]] [[Lände]] am [[Donaukanal]] als Defensivkaserne errichtet. Heute ist sie unter anderem Hauptsitz des [[österreich]]ischen [[Bundesministerium für Landesverteidigung|Bundesministeriums für Landesverteidigung]]. Auf Initiative von Verteidigungsminister [[Thomas Starlinger]] erfolgte am 27. Jänner 2020 die Benennung nach den Widerstandskämpfern [[Robert Bernardis]] und [[Anton Schmid (Gerechter unter den Völkern)|Anton Schmid]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.diepresse.com/5743863/neue-namen-fur-wiener-kasernen |titel=Neue Namen für Wiener Kasernen |datum=2019-12-26|abruf=2020-01-27|autor=Gerhard Vogl|werk=[[Die Presse]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wien.orf.at/stories/3031951/ |titel=Neue Namen für Wiener Kasernen |datum=2020-01-27|abruf=2020-01-27|autor=|werk=[[ORF.at]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000113821014/wien-rossauer-kaserne-und-stiftskaserne-bekamen-neue-namen |titel=Wien: Rossauer Kaserne und Stiftskaserne bekamen neue Namen |datum=2020-01-27|abruf=2020-01-27|autor=|werk=[[DerStandard.at]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Errichtet wurde die Kronprinz-Rudolf-Kaserne (auch Rudolfskaserne genannt) im Gefolge der [[Deutsche Revolution 1848/1849#Österreich|Revolution von 1848]], bei der die Obrigkeit vorübergehend die Kontrolle über die Untertanen verlor. Die Kaserne war Teil eines Gesamtkonzepts, zu dem auch das [[Arsenal (Wien)|Arsenal]] und die einige Jahre zuvor erbaute [[Franz-Josephs-Kaserne Wien]] gehörten: Mit den Kasernen sollte das Stadtzentrum vor aufständischen Bürgern oder dem [[Proletariat]] geschützt werden können. Weitere geplante Kasernen um die Altstadt wurden aber nicht mehr realisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau mit drei Innenhöfen wurde als „Defensiv- oder Defensionskaserne“ von 1865 bis 1869 nach Plänen des Obersten im [[K.u.k. Stabswesen|Geniestab]] [[Karl Pilhal]] und des Majors [[Karl Markl]] erbaut. Am 17. August 1870 wurde die neue [[Kaserne]] der Benützung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Architektur der im Stil des romantischen [[Historismus]] errichteten Kaserne war auf Verteidigung ausgerichtet. Die zinnengekrönten Ecktürme sollten im Falle eines Angriffs die Verteidiger ebenso schützen wie die Balkone über den Einfahrtstoren an der Rossauer Lände und am Schlickplatz, die als Geschützstände gedacht waren. Insgesamt bot die Kaserne Platz für 2.000 bis 4.000 Mann und 390 Pferde des [[Gemeinsame Armee|Heeres]]. Über ihren Einsatz gegen aufrührerische Einwohner hätte gegebenenfalls Kaiser [[Franz Joseph I.]] zu entscheiden gehabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept, das zur Errichtung der Rossauer Kaserne geführt hatte, erwies sich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts als überholt. Das Pendant Franz-Joseph-Kaserne wurde 1900 / 1901 demoliert. Die Rossauer Kaserne, nicht ganz so direkt an der repräsentativen [[Wiener Ringstraße|Ringstraße]] um die Altstadt gelegen, überdauerte alle staatlichen und gesellschaftlichen Änderungen bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurden hier Ausländer aus mit [[Österreich-Ungarn]] verfeindeten Staaten festgehalten, bis sie in [[Internierungslager]] wie zum Beispiel jenes in [[Internierungslager Drosendorf|Drosendorf]] oder [[Internierungslager Karlstein an der Thaya|Karlstein an der Thaya]] abtransportiert wurden. 1927 wurden hier ein Obdachlosenasyl und das [[K.u.k. Infanterie-Regiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4|Deutschmeister]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;museum eingerichtet. 1936 wurden die Stallungen in Garagen umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war die Rossauer Kaserne Kasernierungsort der [[Kommando Militärstreife und Militärpolizei|Wehrmachtsstreife]] für [[Groß-Wien]], die hier auch Verhöre und Folterungen auf direkten Befehl des nahegelegenen [[Kriegsgericht|Feldkriegsgerichts]] der [[177. Ersatzdivision (Wehrmacht)|Division 177]] des [[Ersatzheer]]s durchführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. David Forster, Thomas Geldmacher, Thomas Walter: &amp;#039;&amp;#039;Österreicher vor dem Feldkriegsgericht der Division 177&amp;#039;&amp;#039;. In [[Walter Manoschek]]: &amp;#039;&amp;#039;Opfer der NS-Militärjustiz&amp;#039;&amp;#039;, Wien 2003, S. 399–418, hier: S. 399.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde der ehemalige Infanterieoffizierstrakt (Nordtrakt) durch Bomben schwer beschädigt. Wegen des schlechten Bauzustands wurde 1977 der Abbruch erwogen, doch aus Denkmalschutzgründen wurde der Kasernenbau renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit zogen hier Dienststellen des [[Bundesministerium für Inneres|Bundesministeriums für Inneres]] und der [[Bundespolizeidirektion Wien]] ein. 1946 wurde die Kraftfahrabteilung der Wiener [[Bundessicherheitswachekorps|Sicherheitswache]], wie die uniformierte Polizei damals genannt wurde, in die Rossauer Kaserne verlegt und errichtete hier diverse Werkstätten zur Reparatur bzw. zur Zusammenstellung ihrer Fahrzeuge, da viele aus vorhandenen Bestandteilen erst zusammengebaut werden mussten. Von hier fuhren die wegen ihrer auffälligen Uniform „weiße Mäuse“ genannten Polizisten auf Motorrädern zu Patrouillen durch Wien aus, später die „Funkstreifen“ in dunkelgrünen [[VW-Käfer]]n mit Blaulicht auf dem Dach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Verkehrsamt der Bundespolizeidirektion Wien mit seinem starken Parteienverkehr (Kfz-Zulassung, Führerscheinprüfungen usw.) befand sich jahrzehntelang hier, bis es in das Bundesamtsgebäude am [[Josef Holaubek|Josef-Holaubek-Platz]] übersiedelte. Weiters befinden sich hier der Stützpunkt der [[WEGA (Sondereinheit)|Sondereinheit WEGA]], der Stützpunkt Wien des [[Einsatzkommando Cobra|Einsatzkommandos Cobra]] und der [[Bereitschaftseinheit Wien|Bereitschaftseinheit]] (BE) sowie die Landesverkehrsabteilung (LVA) der [[Landespolizeidirektion Wien]] (LPD) und die Polizeimusik Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den immer stärker werdenden Straßenverkehr in [[Wien]] besser überwachen und zentral gesteuert optimieren zu können (&amp;#039;&amp;#039;[[Grüne Welle]]&amp;#039;&amp;#039;), wurde 1962 in der Rossauer Kaserne die Verkehrsleitzentrale zur Überwachung und Regelung des Straßenverkehrs eingerichtet, die ebenfalls von der [[Bundespolizei (Österreich)|Polizei]] bedient wird. Von hier aus wurden anfangs zehn [[Lichtzeichenanlage|Ampelanlagen]] im Bereich des [[Schottentor]]s zentral gesteuert. Zusätzlich ermöglichten drei Kameras die Verkehrsbeobachtung. Im Jahr 2005 waren es rund 60 Ampelanlagen in ganz Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Mitte der 1980er Jahre gab es Überlegungen zur alternativen Nutzung des historischen Gebäudes, etwa als Einkaufszentrum oder sogar als Opernhaus (so der Wiener Vizebürgermeister [[Hans Mayr (Politiker, 1928)|Hans Mayr]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Arbeiterzeitung|Titel=Vizebürgermeister Mayr konkretisiert: Neue Oper könnte in der Rossauer Kaserne sein|Datum=1984-12-12|Seite=12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Seit dem teilweisen Auszug der Polizeidienststellen ab Ende 1989 zogen hier aber Abteilungen des [[Bundesministerium für Landesverteidigung|Bundesministeriums für Landesverteidigung]] ein, dessen Hauptsitz sich heute in der Kaserne befindet. Der von diesem Ministerium benützte Innenhof wurde zu Ehren des Majors und Widerstandskämpfers gegen den Nationalsozialismus „[[Carl Szokoll|Carl-Szokoll-Hof]]“ benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Toiletten ===&lt;br /&gt;
Ein [[Gerücht]] um die vergessenen und nachträglich eingebauten [[Toilette]]n besagt, angeblich hätte sich der Architekt wegen dieses Missgeschicks sogar erschossen. Doch dies ist nicht belegt. Man hatte bei der Planung nicht auf WC-Anlagen verzichtet. &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;In den Offizierstrakten und in den beiden stirnseitigen Eingangstrakten gab es je 20 Einzelaborte.&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_OeffentlicheSicherheit/2007/05_06/files/Rossauer_Kaserne.pdf bmi.gv.at]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mannschaftsaborte befanden sich allerdings ausschließlich in zwei Türmen in den Ecken der beiden äußeren Höfe, so dass es später notwendig wurde, über das gesamte Gebäude verteilt, nachträglich Bedürfnisanstalten zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Edda Engelke: &amp;#039;&amp;#039;Das Amtsgebäude Roßau – ein Haus mit Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Bundesministerium für Landesverteidigung, Wien 2006, ISBN 3-200-00740-0&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Roßauer Kaserne}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Militärische Einrichtungen in Wien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Roßauer Kaserne}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_OeffentlicheSicherheit/2007/05_06/files/Rossauer_Kaserne.pdf  Die Rossauer Kaserne (PDF-Dokument; 111&amp;amp;nbsp;kB)]&lt;br /&gt;
* [https://www.bmlv.gv.at/cms/artikel.php?ID=1648 „Die Rossauerkaserne – Vom Verteidigungskonzept der Ringstraße bis zur Gegenwart“ von Martina Pfleger auf der Website des Österreichischen Bundesheeres]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen, Schlösser und Festungen in Wien}}&lt;br /&gt;
{{Einbindung von Wikidata-Koordinaten|landmark|AT-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Einrichtung in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaserne der Österreichisch-Ungarischen Armee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Kaserne in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internierungslager (Österreich-Ungarn)|Wien, Rossauer Kaserne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Zentrum von Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Alsergrund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundesministerium für Landesverteidigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neobyzantinisches Bauwerk in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Historismus in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal (Wien)]]&lt;/div&gt;</summary>
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