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	<title>Rousfeti - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rousfeti&amp;diff=2343005&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2023-12-16T17:02:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rousfeti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|/ɾu.ˈsfɛ.ti/}}] ({{elS|ρουσφέτι}}), im Plural &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rousfetia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|el|ρουσφέτια}}), bezeichnet man in der [[politisches System Griechenlands|politischen Kultur Griechenlands]] die Gabe von [[Klientelismus|klientelistischen]] Gefälligkeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richterpbp&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bpb.de/apuz/142833/politische-kultur-in-griechenland?p=all Heinz A. Richter: &amp;#039;&amp;#039;Politische Kultur in Griechenland&amp;#039;&amp;#039;], [[Bundeszentrale für politische Bildung]], 23. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Wortes aus dem türkischen &amp;#039;&amp;#039;{{lang|tr|rüşvet}}&amp;#039;&amp;#039; – seinerseits von {{arS|رشوة|w=rişwat}} – zeigt zugleich die Herkunft dieser „Gefälligkeiten“ aus der Zeit der griechischen Zugehörigkeit zum [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]]. Nach der Zerstörung der [[Oligarchie]] des [[Byzantinisches Reich|byzantinischen Reiches]] wurden die [[Muhtar]]e genannten örtlichen Dorfbürgermeister die neue führende Schicht [[Griechenland]]s. In diesem im ganzen Orient verbreiteten [[Muhtarsystem]] waren die Dorfbürgermeister einerseits Vertreter des Osmanischen Reiches vor Ort und erhielten dafür Geld, andererseits Beschützer der örtlichen Bevölkerung. Erfolg und Misserfolg vor Ort wurde den Muhtaren vonseiten der Regierung persönlich zugerechnet. Im Erfolgsfall erhielten sie Geld, das sie ihrerseits wiederum an die Bevölkerung (oft zu Wucherzinsen) verleihen konnten. Aus der Quervernetzung der Muchtare untereinander während der [[Griechischer Unabhängigkeitskrieg|griechischen Befreiungskriege]] entwickelten sich so klientelistische Netzwerke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richterpbp&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der griechischen Unabhängigkeit 1828 nutzten diese klientelistischen Netzwerke die vorhandenen Strukturen, um weiterhin das vom Staat Gestohlene oder sonst erhaltene Vorteile in Form der &amp;#039;&amp;#039;rousfetia&amp;#039;&amp;#039; an ihre Klientel weiterzugeben. Diese Vorteile bestanden in politischen Gefälligkeiten wie Beamtenposten oder Geldleistungen. Im Gegenzug erwarteten die ehemaligen Muhtare und nunmehrigen Patrone, dass ihre Klientel bei politischen Wahlen für sie stimmte. Das Muhtarsystem war unter den neuen Vorzeichen der politischen Unabhängigkeit angepasst und politisch fruchtbar gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurden politische Konflikte innerhalb der griechischen Parteien ([[Ethniki Rizospastiki Enosis|ERE]]/[[Nea Dimokratia]], [[Enosis Kendrou]] und später [[PASOK]]) selten als programmatische Konflikte betrachtet, die durch Diskussion zu lösen waren, wie insgesamt die griechischen Parteien deutlich weniger als programmatische Parteien denn als [[klientelistische Pyramide]]n zu betrachten sind. An die Stelle von programmatischer und ideologischer Diskussion trat das &amp;#039;&amp;#039;rousfeti&amp;#039;&amp;#039;: Die Klientel stimmte für ihren Patron in Erwartung eines &amp;#039;&amp;#039;rousfeti&amp;#039;&amp;#039;, sie verließ umgekehrt die Partei, wenn es versprochene &amp;#039;&amp;#039;rousfetia&amp;#039;&amp;#039; nicht gegeben hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richterpbp&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökonomische Bewertung ==&lt;br /&gt;
Die Troika aus &amp;#039;&amp;#039;rousfeti, [[Fakelaki]]&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;[[4-4-2-System]]&amp;#039;&amp;#039;, der Reduktion der Steuerschuld um 80 % durch steuerfreie Einbehaltung von 40 % des Besteuerten, Zahlung von 40 % des hinterzogenen Steuerbetrages an zuständige Finanzbeamte und letztlich eine Zahlung von 20 % an den Staat zur Tilgung der manipulierten Steuerschuld, wird in der internationalen Presse als eines der Hauptprobleme Griechenlands beim Aufbau einer modernen Staatsverwaltung diskutiert, insbesondere seit der [[griechische Staatsschuldenkrise|griechischen Staatsschuldenkrise]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://schott.blogs.nytimes.com/2010/04/27/fakelaki-rousfeti-and-the-4-4-2-system/?_r=0 Ben Schott: &amp;#039;&amp;#039;Fakelaki, Rousfeti and the 4-4-2 System&amp;#039;&amp;#039;], [[The New York Times]] vom 27. April 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nzz.ch/gegen-griechische-windmuehlen-1.17358023 Elena Panagiotidis: &amp;#039;&amp;#039;Steuerhinterziehung in Griechenland – Ein einsamer Kampf gegen Windmühlen&amp;#039;&amp;#039;], [[Neue Zürcher Zeitung]] vom 16. Juli 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Theodore C. Kariotis]]: &amp;#039;&amp;#039;The Greek Socialist Experiment: Papandreou’s Greece, 1981–1989.&amp;#039;&amp;#039; Pella 1992, ISBN 978-0-918618-48-1, S. 53–57.&lt;br /&gt;
* [[Heinz A. Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Athener Klientelismus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Lettre International]] 96, 2012, S. 25&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Heinz A. Richter: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Tradition und Moderne.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter Reichel (Politikwissenschaftler)|Peter Reichel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politische Kultur in Westeuropa.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1984, S. 147.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftskriminalität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[el:Ρουσφέτι]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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