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	<title>Roxel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Roxel&amp;diff=82665&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Bedeutung des Ortsnamens */ Leerzeichen eingefügt</title>
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		<updated>2026-02-15T00:22:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bedeutung des Ortsnamens: &lt;/span&gt; Leerzeichen eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur deutschen Journalistin, Reporterin und TV-Korrespondentin siehe [[Nadine to Roxel]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Roxel&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Münster&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/57/10&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 7/32/00&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 75 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 19.92 &amp;lt;!-- Quelle: Stadt Münster, Stadtplanung --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 9392&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2023-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-muenster/61_stadtentwicklung/pdf/karten/Statistische_Gebietsgliederung_Schematische_Darstellungen_Bevoelkerung.pdf |titel=Kleinräumige Gebietsgliederung 45 Stadtteile (Statistische Bezirke) mit Wohnberechtigter Bevölkerung Stand: 31.12.2023 |werk=Stadt Münster |seiten=2 |format=PDF; 0,52 MB |abruf=2024-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum  = 1975-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 48161&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 02534&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Roxel in Münster.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Roxel in Münster&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:MuensterRoxelZentrum.jpg|mini|150px|Blick auf das Zentrum von Roxel mit Blick auf die St.-Pantaleon-Kirche]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Roxel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Niederdeutsche Sprache|plattdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Rauksel&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Wohnbereich ([[Ortsteil|Stadtteil]]) im [[Stadtbezirk]] [[Münster-West|West]] von [[Münster]] in [[Westfalen]]. Hier wohnen 9.392 Einwohner (Stand Dezember 2023) auf einer Fläche von 19,92&amp;amp;nbsp;km². Im Norden grenzt der Stadtteil an [[Nienberge]], im Osten an [[Gievenbeck]] und [[Sentrup (Münster)|Sentrup]], im Süden an [[Mecklenbeck]] sowie [[Albachten]] und im Westen an den [[Kreis Coesfeld]] (Nennung im Uhrzeigersinn). Die [[Bundesautobahn 1|Autobahn A1]] teilt den Stadtteil in Roxel westlich der Autobahn und Altenroxel östlich davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bedeutung des Ortsnamens ===&lt;br /&gt;
Der alte, ursprüngliche Name von Roxel war &amp;#039;&amp;#039;Rokeslere&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Rukeslare&amp;#039;&amp;#039; (urkundlicher Beleg 1177). Er bedeutet nach Heinrich Dittmeyer so viel wie „Rappenpferch“, „Rappenhürde“, „Rappenkoppel“ (Bestimmungswort = &amp;#039;&amp;#039;rôk&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; Rabe (Krähe), Homonym zu Rappe). Zum Grundwort &amp;#039;&amp;#039;(h)lar(i)&amp;#039;&amp;#039; gibt es allerdings unterschiedliche Auffassungen beziehungsweise Interpretationen hinsichtlich seiner Bedeutung. Heinrich Dittmeyer vertritt die Auffassung, &amp;#039;&amp;#039;hlar&amp;#039;&amp;#039; sei ein Zaun- bzw. ein Leiterwort und &amp;#039;&amp;#039;hlar&amp;#039;&amp;#039; bezeichne einen Platz, der eingehegt worden war, um besonders männliches Zuchtvieh geschützt halten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Dittmaier]]: &amp;#039;&amp;#039;Die (h)lar-Namen. Sichtung und Deutung&amp;#039;&amp;#039; (Niederdeutsche Studien, Band 10), Böhlau, Köln/Graz 1963, ISBN 978-3-412-24163-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Slavist Jürgen Udolph widerspricht ihm, ohne jedoch die Bedeutung des Grundwortes selbst schlüssig zu klären. Er vertritt die Auffassung, &amp;#039;&amp;#039;-lar-&amp;#039;&amp;#039; sei ein uraltes germanisches Siedlungswort, dessen Bedeutung nicht mehr exakt ermittelt werden könne, weil es eine nur sehr schwer aufzuschließende Etymologie habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;udolph&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Udolph: &amp;#039;&amp;#039;Namenkundliche Studien zum Germanenproblem&amp;#039;&amp;#039;. Berlin / New York 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er nähert sich mit seiner Interpretation [[Joseph Schnetz]] an, dessen Deutung als „Weide“&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Schnetz: &amp;#039;&amp;#039;Das Lar-Problem&amp;#039;&amp;#039;. Lohr am Main 1912/13.&amp;lt;/ref&amp;gt; allerdings heftig kritisiert und von ihm zum Teil zurückgenommen worden war (im Zusammenhang mit ags. &amp;#039;&amp;#039;læsow&amp;#039;&amp;#039;=„Weide“ und [[Slawische Sprache|slaw.]] &amp;#039;&amp;#039;lăs&amp;#039;&amp;#039;=„Wald“, nach Udolph).&amp;lt;ref name=&amp;quot;udolph&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bezogen auf Rokeslere bedeutet dies, dass der Name dann auch wohl mit „Krähenort“, „Krähenwiese“, „Krähenweide“, „Krähenwald“ oder „Krähenlichtung“ gedeutet werden könnte. Eines ist sicher: &amp;#039;&amp;#039;Rokeslere&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; Roxel ist eine uralte Ortsbezeichnung, die viel älter ist, als die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1177 vorgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erstmalige urkundliche Erwähnung des heutigen Stadtteils Roxel bei Münster erfolgte im Jahr 1177 unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;curia Rukeslare&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Thissen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Münster.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Die Pfarrgemeinden.&amp;#039;&amp;#039; Regensberg, Münster 1993, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei handelt es sich um einen Hof mit mutmaßlich administrativ-rechtlicher Funktion, wie die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Curia (Versammlungsort)|curia]]&amp;#039;&amp;#039; nahelegt. Sprachhistorisch lässt sich der Ortsname &amp;#039;&amp;#039;Rokeslare&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Rokeslere&amp;#039;&amp;#039; in zwei Bestandteile gliedern: &amp;#039;&amp;#039;rôk&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;-lare&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;rôk&amp;#039;&amp;#039; findet sich im Althochdeutschen sowie in verwandten germanischen Sprachen und bezeichnet dort „Rabe“ oder „Krähe“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.woerterbuchnetz.de/WWB?lemid=R02548 &amp;#039;&amp;#039;Westfälisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;]  digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/25&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. altengl. &amp;#039;&amp;#039;hrōc&amp;#039;&amp;#039;, mittelniederdeutsch &amp;#039;&amp;#039;rok&amp;#039;&amp;#039;). Das Suffix &amp;#039;&amp;#039;-lare&amp;#039;&amp;#039; (bzw. &amp;#039;&amp;#039;-lar, -lere&amp;#039;&amp;#039;) wird in der Toponymie des westfälischen und altsächsischen Sprachraums als Hinweis auf eine Rodungsstelle, eine Lichtung oder eine offene Weidefläche gedeutet (vgl. Dittmaier 1963; Udolph 1993). Der Name &amp;#039;&amp;#039;Rokeslare&amp;#039;&amp;#039; bedeutet demnach wörtlich „Rabenlichtung“ oder „Lichtung, an der Raben vorkommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Deutung korrespondiert inhaltlich mit der überlieferten Nutzung des Ortes: Der Ursprung Roxels liegt auf einer Waldlichtung, die im frühen Mittelalter als Richt- bzw. Gerichtsplatz diente. Die Kirche gründete Pfarreien, Klöster oder Verwaltungshöfe (curiae) gezielt an solchen Orten, um Legitimität durch Kontinuität zu erzeugen. (&amp;#039;&amp;#039;[[Interpretatio Christiana]]&amp;#039;&amp;#039;). „Im Mittelalter wurden in Roxel wiederholt Landtage abgehalten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wiki.muenster.org/index.php/Roxel#Mittelalter Mittelalter], &amp;#039;&amp;#039;MünsterWiki&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der germanischen Rechts- und Symbolwelt waren Raben bedeutungstragende Tiere, die mit Tod, Rechtsprechung und göttlicher Weisheit in Verbindung gebracht wurden (vgl. die mythologischen Raben &amp;#039;&amp;#039;[[Hugin und Munin]]&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;[[Edda|Edda-Tradition]]&amp;#039;&amp;#039;). Die symbolische Verbindung zwischen „Rabe“ und „Gericht“ stärkt somit die semantische Plausibilität der Namensdeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter war es üblich, dass sich ortsansässige Adels- oder Ministerialenfamilien nach ihrem Sitz benannten. Die Familie &amp;#039;&amp;#039;von Rokeslare&amp;#039;&amp;#039;, die zur Zeit der Ersterwähnung nachweislich vor Ort lebte, führte demnach einen Herkunftsnamen, der sich vom Ort ableitete – nicht umgekehrt. Dies steht im Einklang mit der damaligen Benennungspraxis im westfälischen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere vorgeschlagene Namensableitungen – etwa von &amp;#039;&amp;#039;Rappe&amp;#039;&amp;#039; (schwarzes Pferd) oder &amp;#039;&amp;#039;Koppel&amp;#039;&amp;#039; (Weidefläche) – lassen sich weder sprachlich noch historisch mit der überlieferten Funktion des Ortes als Gerichtsstätte in Einklang bringen und gelten daher als unwahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altenroxel ===&lt;br /&gt;
Trotz der irreführenden Namensgebung dürfte der Ortsteil Altenroxel um einiges jünger sein als das Dorf Roxel.&lt;br /&gt;
Bei Altenroxel handelt es sich ursprünglich um eine [[Drubbel]]siedlung westlich der [[Münstersche Aa|Münsterschen Aa]], die vermutlich zu Beginn des 11. Jahrhunderts – also etwa gleichzeitig mit der südlich benachbarten Bauerschaft [[Mecklenbeck]] – entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtliche Bedeutung von Roxel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum historischen Dorf Roxel gehörten u.&amp;amp;nbsp;a. die Bauerschaften Schonebeck und Brock. Dort ansässige Adelsfamilien, nämlich die Ritter von [[Schonebeck (Adelsgeschlecht)|Schonebeck]]&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Moritz: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Nienberge&amp;#039;&amp;#039;, Nienberge 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Pferdekamp: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre St. Pantaleon-Schützenbruderschaft zu Roxel&amp;#039;&amp;#039;, Laumann-Verlag, Dülmen 2021, ISBN 978-3-89960-488-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die seit 1351 auf Markenbeck ansässigen [[Schenckinck (Erbmännergeschlecht)|Schenckinck]], die zeitweilig auf Haus Brock ansässigen [[Steveninck]] und [[Kerckerinck]] sowie die v.&amp;amp;nbsp;a. die durch die Dichterin [[Annette von Droste-Hülshoff]] bekannten [[Droste zu Hülshoff]]&amp;lt;ref&amp;gt;name=&amp;quot;CRA&amp;quot;&amp;gt;Mirko Crabus: &amp;#039;&amp;#039;Die Ratsherren der Stadt Münster im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 166, 2016, S. 75–134 ([https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/txt/wz-11799.pdf PDF, 1,69&amp;amp;nbsp;MB]).&amp;lt;/ref&amp;gt; stellten ab dem Mittelalter zahlreiche Bürgermeister, Rats- und Domherren in der Stadt Münster. Von Roxel aus waren die [[Schonebeck (Adelsgeschlecht)|Schonebeck]] und [[Alhard I. von Deckenbrock]] überdies [[Freigrafschaft|Freigrafen]] für zahlreiche Dörfer rund um die Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Holsenbürger: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren v. Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände, Regensberg, Münster i.&amp;amp;nbsp;W. 1868/1869 {{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-471407}}.&lt;br /&gt;
** Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;1209–1570&amp;#039;&amp;#039;. 1868.&lt;br /&gt;
** Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;1570–1798&amp;#039;&amp;#039;. 1869.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Roxel hat das bischöfliche Ritterheer 1534 ein Lager für 222 Reiter aufgeschlagen, nachdem sich das [[Täuferreich von Münster]] etabliert hatte. Zu den Belagerern gehörte der vertriebene Bürgermeister [[Johann VII. Droste zu Hülshoff]] und sein Sohn [[Heinrich I. von Droste zu Hülshoff]] mit ihren Pferden und [[Reisige]]n. Wegen seiner strategisch günstigen Lage beschlagnahmte 1660 der Landesherr, Bischof [[Christoph Bernhard von Galen]], [[Burg Hülshoff]], [[Wilkinghege]] und Brock während seiner dritten Belagerung von [[Münster]]. Während des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] nahm der französische Oberbefehlshaber [[Louis de Conflans, marquis d’Armentières]] in Burg Hülshoff Quartier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der preußische [[Landkreis Münster]] wurde 1864–1874 unter Landrat [[Heinrich von Droste zu Hülshoff]] von [[Burg Hülshoff]] aus verwaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilderich von Droste zu Hülshoff]]: &amp;#039;&amp;#039;900 Jahre Droste zu Hülshoff&amp;#039;&amp;#039;. 2. erweiterte Auflage, Verlag LPV Hortense von Gelmini, Horben 2022, ISBN 978-3-936509-19-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amt Roxel ===&lt;br /&gt;
Nach Einführung der Landgemeinde-Ordnung in der [[Provinz Westfalen]] 1843/44 entstand das [[Amt Roxel]]. Es umfasste neben dem Amtssitz Roxel die Gemeinden [[Albachten]], [[Bösensell]] und [[Nienberge]] und hatte bis zur Gebietsreform 1975 (festgeschrieben im [[Münster/Hamm-Gesetz]]) und der damit einhergehenden Eingemeindung Roxels nach Münster Bestand. Mit der Gebietsreform fielen die Gemeinden Albachten und Nienberge an Münster, Bösensell an Senden ([[Kreis Coesfeld]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindung ===&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Roxel aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631|Seite=311}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Gemeindeteil mit 14,54&amp;amp;nbsp;km² und damals 5945 Einwohnern wurde nach Münster eingegliedert. [[Havixbeck]] erhielt von Roxel zwar mit 18,22&amp;amp;nbsp;km² eine größere Fläche, aber nur (damals) 341 Einwohner. Dort, in der Bauerschaft Schonebeck, die auch auf das Gebiet von [[Nienberge]] übergeht, lag die bereits im Mittelalter zerstörte Burg eines der ältesten Adelsgeschlechter Westfalens, der Ritter von [[Schonebeck (Adelsgeschlecht)|Schonebeck]] und liegt die ursprünglich ihnen, dann den [[Droste zu Hülshoff]] gehörende [[Burg Hülshoff]], durch Jahrhunderte eng mit Roxel verbunden, als nächstgelegener Brennpunkt für Tourismus und Kultur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Bünermann, Heinz Köstering |Titel=Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen |Verlag=Deutscher Gemeindeverlag |Ort=Köln |Datum=1975 |ISBN=3-555-30092-X |Seiten=82, 87}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Letzter Bürgermeister der selbstständigen Gemeinde Roxel war Anton Wulfert von der Zentrumspartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistik ==&lt;br /&gt;
Strukturdaten der Bevölkerung in Roxel am 31. Dezember 2020:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevölkerungsanteil der unter 20-Jährigen: 21,0 % (Münsteraner Durchschnitt: 17,4 %)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stadt-muenster.de/fileadmin/user_upload/stadt-muenster/61_stadtentwicklung/pdf/sms/05515000_csv_bevoelkerungsentwicklung_altersgruppen.csv Bevölkerung der unter 20-Jährigen] (CSV-Dokument)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bevölkerungsanteil der mindestens 60-Jährigen: 24,9 % (Münsteraner Durchschnitt 23,5 %)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stadt-muenster.de/fileadmin/user_upload/stadt-muenster/61_stadtentwicklung/pdf/sms/05515000_csv_bevoelkerungsentwicklung_altersgruppen.csv Bevölkerung der mindestens 60-Jährigen] (CSV-Dokument)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausländeranteil: 12,9 % (Münsteraner Durchschnitt: 10,9 %)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stadt-muenster.de/fileadmin/user_upload/stadt-muenster/61_stadtentwicklung/pdf/sms/05515000_csv_bevoelkerungsentwicklung_staatsangehoerigkeit.csv Bevölkerung nach 1. Staatsangehörigkeit] (CSV-Dokument)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Am 13. Dezember 2014 wurde der [[Haltepunkt]] Roxel in Betrieb genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Arbeitsgemeinschaft Schienenverkehr Münsterland e.&amp;amp;nbsp;V.: [http://www.asm-muenster.de/front_content.php?idcat=67&amp;amp;idart=526&amp;amp;lang=1Haltepunkt Münster-Roxel: Eröffnung am 13. Dezember 2014], abgerufen am 2. Juli 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bahnhof.de/bahnhof-de/bahnhof/M-C3-BCnster-Roxel-1023356 Münster-Roxel] auf bahnhof.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier hält seitdem die RB 63 ([[Bahnstrecke Empel-Rees–Münster|Baumbergebahn]]), die zwischen Münster und Coesfeld wochentags im Halbstundentakt verkehrt. Bis 1982 gab es einen weiter westlich in Richtung Havixbeck gelegenen Haltepunkt Roxel, der über ein 1906/07 erbautes Empfangsgebäude {{Coordinate|NS=51.947348|EW=7.524361|region=DE-NW|type=landmark|text=ICON2|name=Alter Bahnhof Roxel}} verfügte.&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhard Beyer: [https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?2,7214919 &amp;#039;&amp;#039;Haltepunkt Münster-Roxel wiedereröffnet.&amp;#039;&amp;#039;] drehscheibe-online.de, 14. Dezember 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wn.de/Muenster/2014/12/1817871-Bahnhof-im-muensterischen-Ortsteil-wurde-1907-gebaut-Von-Roxel-bis-nach-Havixbeck &amp;#039;&amp;#039;Von Münster nach Havixbeck – Bahnhof im münsterischen Ortsteil wurde 1907 gebaut.&amp;#039;&amp;#039;] Westfälische Nachrichten, 12. Dezember 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Linie&lt;br /&gt;
! Streckenverlauf&lt;br /&gt;
! Takt&lt;br /&gt;
! Betreiber&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf SPNV NRW 6X|3|EVU=1}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin besteht eine [[Nahverkehr in Münster|innerstädtische Busverbindung]] ins Zentrum von Münster, nach Hiltrup und Amelsbüren sowie Regionalbuslinien nach Münster, Nottuln und Havixbeck. Die Linien 1, 20 und N80 machen auch am Bahnhaltepunkt Station.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Linie&lt;br /&gt;
! Streckenverlauf&lt;br /&gt;
! Takt&lt;br /&gt;
! Betreiber&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf Stadtbus MS|1|Betreiber=1}}&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf Stadtbus MS|20|Betreiber=1}}&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf RVM|R63W|Betreiber=1}}&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf RVM|R64|Betreiber=1}}&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf Stadtbus MS|N80|Betreiber=1}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen ==&lt;br /&gt;
Die [[St. Pantaleon (Roxel)|St.-Pantaleon-Kirche]] in der Ortsmitte ist die Pfarrkirche der katholischen Kirchengemeinde &amp;#039;&amp;#039;St. Liudger&amp;#039;&amp;#039;. Die evangelische [[Nicolaikirche (Münster-Roxel)|Nicolaikirche]] in der Paul-Gerhardt-Straße wurde 2019 abgerissen. Anstelle der Kirche wurde dort das Philipp-Nicolai-Haus errichtet, in dem die evangelische Kirchengemeinde &amp;#039;&amp;#039;Roxel mit Albachten und Bösensell&amp;#039;&amp;#039; seit 2022 Gemeinderäume nutzt und auch Gottesdienste ausrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ev-kirchenkreis-muenster.de/2022/03/das-wort-treffpunkt-steht-ungeschrieben-ueber-dem-haus-philipp-nicolai-haus-in-roxel-feierlich-eingeweiht/ |titel=„Das Wort Treffpunkt steht ungeschrieben über dem Haus“ – Philipp-Nicolai-Haus in Roxel feierlich eingeweiht |hrsg=Evangelischer Kirchenkreis Münster |datum=2022-03-27 |sprache=de |abruf=2022-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Autobahnkapelle Roxel]] an der Raststätte Münsterland Ost der Bundesautobahn 1 wurde 1969 eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Johann IV. Droste zu Hülshoff]] (vor 1381–1446), Bürgermeister von Münster und Erwerber von [[Burg Hülshoff]]&lt;br /&gt;
* [[Johann V. Droste zu Hülshoff]] (1421–1462), Ratsherr und Kämmerer von Münster, Gutsbesitzer auf [[Burg Hülshoff]]&lt;br /&gt;
* [[Johann VI. Droste zu Hülshoff]] (1430–1499), Bürgermeister von Münster und Gutsbesitzer von [[Burg Hülshoff]]&lt;br /&gt;
* [[Johann VII. Droste zu Hülshoff]] (1467–1539), Bürgermeister von Münster und Gutsbesitzer von [[Burg Hülshoff]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich I. von Droste zu Hülshoff]] (1500–1570), Ratsherr von Münster und Gutsbesitzer von [[Burg Hülshoff]]&lt;br /&gt;
* [[Bernhard II. von Droste zu Hülshoff]] (1542–1624), Erster Bürgermeister der Stadt [[Münster]], Gutsbesitzer auf [[Burg Hülshoff]], bestattet in [[St. Pantaleon (Roxel)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich II. von Droste-Hülshoff]] (1597–1666), Gutsbesitzer auf [[Burg Hülshoff]], bestattet in [[St. Pantaleon (Roxel)]]&lt;br /&gt;
* [[Bernhard III. von Droste-Hülshoff]] (1634–1700), Gutsbesitzer auf [[Burg Hülshoff]], Stifter und bestattet in [[St. Pantaleon (Roxel)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Johann I. Droste zu Hülshoff]] (1677–1739), Gutsbesitzer auf [[Burg Hülshoff]], Stifter und bestattet in [[St. Pantaleon (Roxel)]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Wilhelm Droste zu Hülshoff]] (1704–1754), kurkölnischer Kämmerer und Gutsbesitzer auf [[Burg Hülshoff]], bestattet in [[St. Pantaleon (Roxel)]]&lt;br /&gt;
* [[Clemens August I. von Droste zu Hülshoff]] (1730–1798), Besitzer von Gut Hülshoff, bestattet in [[St. Pantaleon (Roxel)]]&lt;br /&gt;
* [[Clemens-August II. von Droste zu Hülshoff]] (1760–1826), Gutsbesitzer auf Burg Hülshoff, Maire und Souspréfet von Roxel, bestattet in [[St. Pantaleon (Roxel)]]&lt;br /&gt;
* [[Annette von Droste-Hülshoff]] (1797–1848), Dichterin und Komponistin&lt;br /&gt;
* [[Werner-Constantin von Droste zu Hülshoff]] (1798–1867), Mitglied des westfälischen Provinziallandtags, Kreisdeputierter und Besitzer von Gut Hülshoff, bestattet in Roxel&lt;br /&gt;
* [[Heinrich von Droste zu Hülshoff]] (1827–1887), königlich-preußischer Landrat des Landkreises Münster, Bürgermeister von Roxel, Besitzer von Gut Hülshoff, bestattet in Roxel&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand von Droste zu Hülshoff]] (1841–1874), Ornithologe und Schriftsteller, bestattet in Roxel&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schulte-Altenroxel]] (1867–1947), Landwirt, Kolonist und Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Hans-Peter Müller (Theologe)|Hans-Peter Müller]] (1934–2004), wohnte in Roxel im Eichenweg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schulen ==&lt;br /&gt;
* Mariengrundschule Roxel, Kath. Grundschule, Auf dem Dorn 17&lt;br /&gt;
* Augustin-Wibbelt-Schule Roxel, Schule für Lernbehinderte&lt;br /&gt;
* Sekundarschule am Schulcampus Roxel, Tilbecker Straße 24–26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
Den Sportvereinen des Stadtteils steht die städtische Bezirkssportanlage mit zwei Fußballplätzen, einer Leichtathletikanlage mit Kunststofflaufbahn, mehreren Tennis und [[Speckbrett]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;plätzen zur Verfügung. Unmittelbar daneben befinden sich ein Hallenbad und die Dreifachturnhalle des Schulzentrums. Die Turnhalle der Grundschule wird vom Vereinssport ebenfalls genutzt.&lt;br /&gt;
* Der größte Sportverein in Roxel ist der BSV, der zahlreiche Sportarten anbietet.&lt;br /&gt;
* In Altenroxel befindet sich das vereinseigene Gelände des Tennis- und Hockeyclubs (THC) Münster mit zahlreichen Tennisplätzen (Halle und Freiluft) sowie dem einzigen Hockeyplatz im Stadtgebiet.&lt;br /&gt;
* Der im Münsterland beliebte Reitsport wird durch den Reit- und Fahrverein Roxel abgedeckt.&lt;br /&gt;
* Mehrere Sportvereine des Stadtgebiets nutzen das Hallenbad für den Schwimmsport und Schwimmkurse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dieter Pferdekamp: &amp;#039;&amp;#039;Roxel – Rokeslere, ein Kultur- oder Naturname&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Roxel Magazin&amp;#039;&amp;#039; 2009, Roxel 2009, S.&amp;amp;nbsp;39&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wilderich von Droste zu Hülshoff]]: &amp;#039;&amp;#039;900 Jahre [[Droste zu Hülshoff]]&amp;#039;&amp;#039;. 2. erweiterte Auflage, Verlag LPV Hortense von Gelmini, Horben 2022, ISBN 978-3-936509-19-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.roxel.de/ Homepage des Stadtteils]&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=mQTLTZFt_8c |titel=&amp;#039;&amp;#039;900 Jahre Droste zu Hülshoff.&amp;#039;&amp;#039; Vortrag von Wilderich Freiherr Droste zu Hülshoff, 2023 |upload=2023-09-15 |abruf=2023-10-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Münster}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=2063931-4|VIAF=141390005}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Münster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Münsterland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1975]]&lt;/div&gt;</summary>
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