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	<title>Rudolph Loewenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rudolph_Loewenstein&amp;diff=374681&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: /* Psychoanalyse des Antisemitismus */ wie vor</title>
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		<updated>2025-07-11T14:34:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Psychoanalyse des Antisemitismus: &lt;/span&gt; wie vor&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|behandelt einen französisch-amerikanischen Psychoanalytiker. Für den deutschen Schriftsteller siehe [[Rudolf Löwenstein]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolph Loewenstein.jpg|mini|Rudolph Loewenstein]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rudolph Maurice Loewenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Januar]] [[1898]] in [[Łódź]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[14. April]] [[1976]] in [[New York City|New York]]) war ein französisch-amerikanischer [[Psychoanalytiker]]. Gemeinsam mit [[Heinz Hartmann (Mediziner)|Heinz Hartmann]] und [[Ernst Kris]] bildete er das Dreigestirn der psychoanalytischen [[Ich-Psychologie]]. In einer großen Anzahl gemeinsam verfasster Artikel verfeinerten und erweiterten sie psychoanalytische Theorien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Medizinstudium in [[Zürich]] ging Loewenstein nach Berlin, wo er am [[Berliner Psychoanalytisches Institut|Berliner Psychoanalytischen Institut]] praktizierte, und von dort 1926 nach Paris, wo er der Lehranalytiker zahlreicher französischer Psychoanalytiker wurde, unten ihnen auch [[Jacques Lacan]]. 1937 analysierte er über zwei Jahre [[Raymond de Saussure]]. 1939 wurde er als Militärarzt in die französische Armee eingezogen und floh nach dem Waffenstillstand 1940 in die Vereinigten Staaten. In [[New York City]] engagierte er sich in der [[Internationale Psychoanalytische Vereinigung|Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung]], deren Vizepräsident er zwischen 1965 und 1967 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Psychoanalyse der schwarzen Messen&amp;#039;&amp;#039;, Imago 9 (1923) S. 73–82&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rudolph Loewenstein |url=https://archive.org/details/Imago_1923_IX_Heft_1_k |titel=Zur Psychoanalyse der schwarzen Messen |werk=The Collection Of The International Psychonalytical University Of Berlin |hrsg=International Psychonalytical University Of Berlin |abruf=2022-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die phallische Passivität beim Manne&amp;#039;&amp;#039;, Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse (1935), Band XXI, Heft 1, S. 30–35&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zur Theorie des therapeutischen Vorgangs der Psychoanalyse&amp;#039;&amp;#039;, Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse (1937), XXIII. Band, Heft 4, S. 560–562&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Origine du masochisme et la théorie des pulsions&amp;#039;&amp;#039;, 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The vital or somatic drives&amp;#039;&amp;#039;, 1940&lt;br /&gt;
* Zs. mit Heinz Hartmann und Ernst Kris: &amp;#039;&amp;#039;Notes on the theory of aggressions&amp;#039;&amp;#039;, 1949&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Psychoanalyse de l&amp;#039;Antisemitisme&amp;#039;&amp;#039;, 1952 (dt. &amp;#039;&amp;#039;Psychoanalyse des Antisemitismus, 1968)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die phallische Passivität beim Manne ==&lt;br /&gt;
Der Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Die phallische Passivität beim Manne&amp;#039;&amp;#039; basiert auf einem auf dem XIII. Internationalen Psychoanalytischen Kongress in Luzern am 28. August 1935 gehaltenen Vortrag und wurde von Helmut Polt aus dem Französischen übersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolph Loewenstein |Titel=Die phallische Passivität beim Manne |Hrsg=Sigmund Freud |Sammelwerk=Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse |Band=Band XXI |Nummer=1 |Verlag=Internationaler Psychoanalytischer Verlag |Ort=Wien |Datum=1935 |Seiten=30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Loewenstein referiert darin, anknüpfend an die Studien von [[Karl Abraham]] über [[Ejaculatio praecox]] (vorzeitiger Samenerguss) bei Männern&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl Abraham |url=https://archive.org/details/KlinischeBeitraumlgeZurPsychoanalyse/page/8/mode/2up |titel=Über Ejaculatio praecox |werk=Klinische Beiträge zur Psychoanalyse |hrsg=The Collection Of The International Psychoanalytical University |datum=1921 |abruf=2022-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, den Zusammenhang von schweren Potenzstörungen bei Männern und dem passiven Stadium der phallischen Phase in der kindlichen Sexualentwicklung. In dieser Entwicklungsperiode verhalte sich, so Loewenstein, das Genitalorgan des Knaben „nicht anders als andere erogene Zonen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die Brustwarze der Frau, oder noch deutlicher, die Klitoris, erektile Organe, deren erogene Funktion das lediglich passive Ziel des Gestreicheltwerden anstrebt.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolph Loewenstein |Titel=Die phallische Passivität beim Manne |Hrsg=Sigmund Freud |Sammelwerk=Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse |Band=Band XXI |Nummer=Heft 1 |Verlag=Internationaler Verlag für Psychoanalyse |Ort=Wien |Datum=1935 |Seiten=34}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lowenstein zufolge könnten daher die passiv gerichteten Genitalbefriedigungen und sexuellen Hemmungen von Männern die Folge einer verdrängten Aggressivität und einer [[Kastrationsangst]] sein, die wiederum mit bestimmten Kindheitserlebnissen verknüpft ist: „Im Laufe der Analyse findet man oft, dass sie als Knaben einen Verführungsversuch bei ihrer Mutter oder deren Vertreterin unternommen haben und dass sie dabei eine Abweisung oder eine Drohung erlebten. Diese Verführungsversuche haben im Allgemeinen durchaus kindlichen Charakter und entsprechen dem jeweiligen sexuellen Entwicklungsstadium (...) Der kleine Knabe sucht seine Mutter zu überraschen, wenn sie entkleidet ist, und erkühnt sich manchmal, ihre Brüste, ihre Hüften, zuweilen sogar die Genitalgegend berühren zu wollen (...), Die Abweisung, auf die der kleine Knabe stößt und die damit häufig verbundene Kastrationsdrohung sind nicht selten von derart traumatischer Wirkung, dass sie der genitalen Aktivität des Kindes ein Ende setzen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolph Loewenstein |Titel=Die phallische Passivität beim Manne |Hrsg=Sigmund Freud |Sammelwerk=Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse |Band=Band XXI |Nummer=Heft 1 |Verlag=Internationaler Psychoanalytischer Verlag |Ort=Wien |Datum=1935 |Seiten=30,31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychoanalyse des Antisemitismus ==&lt;br /&gt;
Das Buch &amp;#039;&amp;#039;Psychoanalyse de l&amp;#039;Antisemitisme&amp;#039;&amp;#039; erschien 1952 in Frankreich. Der Suhrkamp Verlag verlegte das Buch 1967 in deutscher Erstausgabe. Loewenstein liefert in diesem Werk einen Versuch, anknüpfend an die Schrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Mann Moses und die monotheistische Religion]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Sigmund Freud]], die Entstehungsbedingungen des [[Antisemitismus]] aus psychoanalytischer Sicht zu erklären. Sein Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass „fast alle nichtjüdischen Patienten an einem bestimmten Punkt im Verlauf der psychoanalytischen Behandlung antisemitische Reaktionen“ zeigten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolph M. Loewenstein |Titel=Psychoanalyse des Antisemitismus |Verlag=Suhrkamp Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1968 |Seiten=26,27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Loewenstein deutete dieses Verhalten als [[Übertragung (Psychoanalyse)|Übertragung]], &amp;quot;d.h. der Patient überträgt auf seinen Arzt die Affekte Angst und Hass, die aus seiner Kindheit stammen (...) Man kann deshalb sinngemäß sagen, der Jude vertritt den gefürchteten und verachteten Vater.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolph M. Loewenstein |Titel=Psychoanalyse des Antisemitismus |Verlag=Suhrkamp Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1968 |Seiten=26,27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztlich lasse sich, so Loewenstein, diese Reaktion damit erklären, dass es „bei alle Völkern des Westens eine vorherrschende Vorstellung des Juden gebe, den man zum Sündenbock machen kann (...) Die Christen betrachten die Juden als Mörder Christi. Indem die Christen Jesus anbeten oder vergöttlichen, befreien sie sich nach Freud von dem allen Menschen gemeinsamen Schuldgefühl, das aus Todeswünschen gegen den Vater resultiert. Die Juden, die sich weigern, an die Göttlichkeit Christi zu glauben, erscheinen in den Augen der Christen als reuelose Vatermörder.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolph M. Loewenstein |Titel=Psychoanalyse des Antisemitismus |Verlag=Suhrkamp Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1968 |Seiten=32}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Adolf Hitler machte sich, so Loewenstein, diesen Zusammenhang zunutze. Hierzu schreibt er: Auch das als Antisemitismus getarnte Antichristentum der Nazis war Ausdruck ihrer Revolte gegen die Kräfte des Über-Ichs (...) Das moralische Bewusstsein war die einzige Macht, welche die Deutschen daran hindern konnte, „vollkommene Nazis“ zu werden, das heißt menschliche Maschinen ohne Skrupel oder moralisches Empfinden. Nun wagten die Nazis nicht, das Christentum offen anzugreifen, sie zerstörten lieber sein Pendant: das Judentum. Seitdem bereiten die Nazis den Juden das gleiche Schicksal wie Christus, sie schlachten sie hin und versuchen dadurch, sich auf dem Rücken dieses Sündenbocks ihrer Fehler, ihrer Gewissensbisse und ihres Über-Ichs zu entledigen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolph M. Loewenstein |Titel=Psychoanalyse des Antisemitismus |Verlag=Suhrkamp Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1968 |Seiten=92,93}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits [[Theodor Reik]] hat in seinem 1923 erschienenen Werk &amp;#039;&amp;#039;Der eigene und der fremde Gott&amp;#039;&amp;#039; die Judenverfolgungen und Pogrome als „Selbstbestrafungen der Christen am anderen Objekt“ beschrieben. So schreibt Reik:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Judenhass wäre demnach, krass gesagt, Selbsthass, am anderen Objekt ausgelebt, so wie Judenleid Hass gegen den anderen, der die Wendung gegen die eigene Person genommen hat, bedeutet (...) werden alle Leiden von den Juden als Selbstbestrafung empfunden, da ihre masochistische Befriedigung aus der Bestrafung derselben ewigen Wünsche und Tendenzen quillt, die einst verdrängt wurden.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Theodor Reik |Titel=Der eigene und der fremde Gott. Zur Psychoanalyse der religiösen Entwicklung |Verlag=Suhrkamp Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1975 |Seiten=121}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Loewenstein, Rudolph&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Élisabeth Roudinesco]]; Michel Plon: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Psychoanalyse : Namen, Länder, Werke, Begriffe&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung. Wien : Springer, 2004, ISBN 3-211-83748-5, S. 633f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|172229626}}&lt;br /&gt;
* Literatur von Rudolph Loewenstein https://archive.org/details/CollectionOfTheInternationalPsychoanalyticUniversityBerlin?query=Loewenstein im Katalog der International Psychoanalytical University of Berlin (IPU)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=172229626|LCCN=n/81/132182|VIAF=71914460}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Loewenstein, Rudolph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychoanalytiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Loewenstein, Rudolph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Loewenstein, Rudolph Maurice (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französisch-amerikanischer Psychoanalytiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Januar 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Łódź]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. April 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[New York City|New York]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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