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	<title>Saulnois - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saulnois&amp;diff=970572&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Herfried Münkler; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-07T22:01:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Herfried Münkler; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saulnois&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, offiziell &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pays du Saulnois&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Salzgau,&amp;#039;&amp;#039; lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Salinensis Pagus&amp;#039;&amp;#039;), ist eine französische Landschaft in der Region [[Grand Est]], die in etwa dem ehemaligen [[Arrondissement Château-Salins]] entspricht.[[Datei:Gemeindeverband Saulnois 2019.png|mini|Gemeindeverband Saulnois 2019]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Pays du Saulnois liegt im Süden des [[Département]]s [[Département Moselle|Moselle]]. Die größten Städte des Saulnois sind [[Château-Salins]] und [[Dieuze]] (&amp;#039;&amp;#039;Duß&amp;#039;&amp;#039;). Weitere Orte in der Region sind unter anderem [[Marsal (Moselle)|Marsal]], [[Vic-sur-Seille]] und [[Delme (Moselle)|Delme]]. Wichtige Gewässer sind der [[Linderweiher]] (franz.: Étang de Lindre) und die [[Seille (Mosel)|Seille]]. Breite, waldlose Täler bestimmen die Landschaft. &lt;br /&gt;
[[Datei:Tal_des_Seille_und_die_Hügel_von_Haraucourt-sur-Seille.jpg|mini|Tal des Seille und die Hügel von Haraucourt-sur-Seille]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tabula Peutingeriana - Metz Strasbourg.jpg|mini|Tabula Peutingeriana, Die Römische Straße von Metz (M) über Delme (1), Tarquimpol (2), Sarrebourg (3) und Saverne (4) nach Strasbourg (S)]]&lt;br /&gt;
Der [[Regionaler Naturpark Lothringen|Regionale Naturpark Lothringen]] &amp;#039;&amp;#039;(Parc naturel régional de Lorraine)&amp;#039;&amp;#039; wird im Osten von den Orten Château-Salins, [[Morhange]], [[Fénétrange]] und [[Réchicourt-le-Château]] begrenzt. Auch das &amp;#039;&amp;#039;[[Pays des Étangs]]&amp;#039;&amp;#039; (Land der Weiher) mit dem [[Linderweiher]] bei [[Lindre-Basse]] gehört zum Naturpark.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lorraine&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Trias (Geologie)|Trias]] wurde Gips und Salz angelagert, die den Grund der Täler bilden, im [[Jura (Geologie)|Jura]] wurden Muschelschalen und andere Meeressedimente abgelagert, die die Hügel bilden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Capdeville, Daniel Manzi, Roger Richard |Titel=Le Saulnois au pays du sel et de la Seille |Seiten=66}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Saulnois ist durch drei Aspekte geprägt: die Lage als Durchgangsland, die Lage an der Grenze zwischen romanischer und germanischer Sprache und Kultur und dem Vorkommen von Salz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage zwischen dem [[Elsass]] im Osten und den großen lothringischen Städten Metz und [[Nancy]] im Westen machte das Saulnois zu einem wichtigen Durchgangsland. Schon im Römischen Reich führte eine Straße von Metz nach Straßburg, die in der [[Tabula Peutingeriana]] eingezeichnet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Saulnois ist Teil der historischen Region [[Lothringen]], die bis 1766 zum [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen]] und danach zum [[Königreich Frankreich]] gehörte. Es liegt an der deutsch-französischen Sprachgrenze, die Bewohner waren schon immer mehrheitlich französischsprachig und wurden von ihren deutschsprachigen Nachbarn als &amp;#039;&amp;#039;[[Welsche]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Woltersdorff |Titel=Literarisches Lothringen |Verlag=Conte |Ort=Saarbrücken |Datum=2012 |ISBN=978-3-941-65740-3 |Seiten=63ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Saulnois&amp;#039;&amp;#039; kam im 15. Jahrhundert auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Capdeville, Daniel Manzi, Roger Richard |Titel=Le Saulnois au pays du sel et de la Seille |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste Erwähnung des Namens &amp;#039;&amp;#039;Saulnois&amp;#039;&amp;#039; findet man im Jahr 661 als &amp;#039;&amp;#039;Salinensis Pagus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Denis Mathis |Titel=Géohistoire agraire d’un pays lorrain : le Saulnois |Seiten=61}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tal der [[Seille (Mosel)|Seille]] wird seit der [[Hallstattzeit]] (750 bis 450 v. Chr.) Salz abgebaut. Erst die [[Merowinger]] führten die Technik der [[Saline]]n ein. Das Salz wurde durch Sieden in Tonformen gewonnen, die zum Schluss zerbrochen wurden, die sogenannte „briquetage“. Man fand viele Überreste der zerbrochenen Formen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Denis Mathis |Titel=Géohistoire agraire d’un pays lorrain : le Saulnois |Seiten=116}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuerst gehörten die Salinen verschiedenen [[Abtei]]en, dann dem [[Bistum Metz]] und dem [[Herzogtum Lothringen]]. Besonders die Salinen in [[Moyenvic]], Marsal und [[Dieuze]] waren schon in der Merowingerzeit von wirtschaftlicher Bedeutung. Das Salz wurde auf der Seille zum Stadtteil &amp;#039;&amp;#039;Port-Sailly&amp;#039;&amp;#039; (Salzhafen) von [[Metz]] transportiert. Im [[Mittelalter]] war Salz nicht nur als [[Konservierung]]smittel für Lebensmittel wichtig, sondern auch wegen der [[Gabelle]] (Salzsteuer).&amp;lt;ref name=&amp;quot;lorraine&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Guides Gallimard |Titel=Lorraine |Verlag=Gallimard |Ort=Paris |Datum=2002 |ISBN=2-7424-0908-4 |Seiten=48f+138 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der römischen Zeit stammen viele Ortsnamen mit „Vic“, sowie Marsal (Marosalum) und Tarquimpol (Decempagi). Nach dem 3. Jahrhundert hinterließen die Gallo-Römischen Bewohner ihre Ortsnamen wie Mulcey und Vaxy, Römisch-Fränkische Namen wie Malacourt und Assenocourt. Später kamen deutsche Namen hinzu: Insming, Virming und Guénestroff. Entlang dieser Scheidelinie wurde auch die Reformation übernommen, hauptsächlich in den deutschsprachigen Teilen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Capdeville, Daniel Manzi, Roger Richard |Titel=Le Saulnois au pays du sel et de la Seille |Seiten=73ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Vergaville]], in der Nähe von Dieuze, wurde im 10. Jahrhundert eine Abtei gegründet. Das Schloss Barthelémont im Tal der Seille bei Mulcey, im [[Zweites Kaiserreich|Zweiten Kaiserreich]] restauriert, ist der letzte Überrest eines Dorfes, welches im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] zerstört wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Capdeville, Daniel Manzi, Roger Richard |Titel=Le Saulnois au pays du sel et de la Seille |Seiten=23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Aulnois-sur-Seille erbaute der örtliche Adlige im 14. Jahrhundert ein Schloss, welches sein Nachkomme Marquis des Armoises im 18. Jahrhundert komplett umbauen ließ durch den Architekten [[Germain Boffrand]], der auch Lunéville ausbaute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Capdeville, Daniel Manzi, Roger Richard |Titel=Le Saulnois au pays du sel et de la Seille |Seiten=53}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1621 brach eine Pestepidemie aus, die „Schwedische Pest“ genannt  wurde, obwohl das Land von [[Peter Ernst II. von Mansfeld|Mansfelder]] und nicht von schwedischen Truppen  im Dreißigjährigen Krieg verwüstet wurde. Sie war ungefähr zwanzig Jahre aktiv.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Pierre Labrude |url=https://www.persee.fr/doc/pharm_0035-2349_2006_num_94_349_5942 |titel=Les apothicaires de la Peste à Nancy au XVII et XVIII siècle |werk=Persée |hrsg=École normale Supérieure de Lyon |datum=2006 |sprache=fr |abruf=2024-12-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1635 war das Saulnois Schauplatz einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen kaiserlichen und französischen Truppen. [[Karl IV. (Lothringen)|Herzog Karl von Lothringen]] wollte sein, von den Franzosen besetztes Herzogtum, zurückgewinnen. Dazu wurden zwei Armeen ausgesandt, die bayerische unter dem Befehl Karls und die kaiserliche unter dem Befehl von [[Matthias Gallas]]. Karl stürmte vor und konnte die meisten seine Länder zurückerobern, Gallas ging langsamer voran und hielt im Saulnois an der Seille an. Er befürchtete einen Gegenangriff der Franzosen. Die Armee befestigte ihr Lager und wartete auf den Angriff, der aber ausblieb. Im Spätjahr musste Gallas das Lager abbrechen, da der dünn besiedelte Landstrich die große Soldatenzahl nicht ernähren konnte. Durch die zwischenzeitlichen Regenfälle waren die Wege schwer passierbar geworden, besonders für die schweren Wägen der Artillerie und der Bagage. Der französische Feldherr [[Bernhard von Sachsen-Weimar]] nutzte diese Gelegenheit für schnelle Angriffe mit seiner Kavallerie. Es gelang ihm, viele Kanonen und die meisten Bagagewägen zu erobern. Die Überfälle Bernhards verursachten hohe Ausfälle in der kaiserlichen Armee. Gallas bot später seinen Rücktritt an, der aber abgelehnt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Herfried Münkler]] |Titel=Der Dreissigjährige Krieg |Verlag=Rowohlt |Ort=Berlin |Datum=2017 |ISBN=978-3-871-34813-6 |Seiten=721ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ereignisse waren ein Schritt auf dem Weg Lothringens von Heiligen Römischen Reich zum Königreich Frankreich.&lt;br /&gt;
[[Datei:F57_Chateau_Aulnois-sur-Seille.JPG|mini|Chateau Aulnois-sur-Seille]]&lt;br /&gt;
Im [[Vertrag von Vincennes]] 1661 erhielt Frankreich das Recht auf einen Zugang von [[Verdun]] im Königreich Frankreich ins Elsass durch das Herzogtum Lothringen. Das Elsass war kurz vorher französisch geworden. Dieser Korridor wurde „Route de France“ (Französische Straße) genannt. Nachdem [[Maria Leszczyńska]] 1725 über diesen Weg vom Elsass nach Paris gefahren war, um König [[Ludwig XV.]] zu heiraten, nannte man das Teilstück von [[Fresnes-en-Saulnois]] nach [[Chambrey]] „Chemin de la Reine“ (Straße der Königin).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Capdeville, Daniel Manzi, Roger Richard |Titel=Le Saulnois au pays du sel et de la Seille |Seiten=51f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss von Burthécourt wurde 1810 vom Comte Molitor, dem Sohn des berühmten Marschalls [[Gabriel Jean Joseph Molitor]], erbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Capdeville, Daniel Manzi, Roger Richard |Titel=Le Saulnois au pays du sel et de la Seille |Seiten=51}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um [[Schlacht bei Mörchingen und Dieuze|Morhange]] herum tobten zu Beginn des Ersten Weltkriegs blutige Schlachten. Zwei Kriegsgräberstätten zeugen davon. Im Wald zwischen Hampton und Morville war im Ersten Weltkrieg von Januar 1916 bis Februar 1917 die Kanone „Der Grosse Max“ stationiert, die Lunéville und Nancy beschoss. Das Fundament, welches 23 m breit und 4 m tief war, ist noch heute sichtbar. Château-Salins wurde im Zweiten Weltkrieg durch amerikanische Bombardierung fast vollständig zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Capdeville, Daniel Manzi, Roger Richard |Titel=Le Saulnois au pays du sel et de la Seille |Seiten=37ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Das typische lothringische Bauernhaus dominiert im Saulnois: Wohnung, Stall und Scheune unter einem Dach, mit drei Eingängen zur Straße, die Gebäude sind aus Stein und verputzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Denis Mathis |Titel=Géohistoire agraire d’un pays lorrain : le Saulnois |Seiten=532}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Osten findet man auch Fachwerkhäuser, bei denen Wohn- und Wirtschaftsgebäude getrennt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Denis Mathis |Titel=Géohistoire agraire d’un pays lorrain : le Saulnois |Seiten=539}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Charakteristisch sind die breiten Freiflächen am Rande der Straßen in den Dörfern (französisch: usoir). Sie sind eine Art „Allmende“ und werden gemeinsam genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Denis Mathis |Titel=Géohistoire agraire d’un pays lorrain : le Saulnois |Seiten=556}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://murla.be/activites/les-usoirs-lorrains |titel=Les usoirs lorrains |werk=Maison d&amp;#039;Urbainsme Lorraone Ardenne |datum=2024 |sprache=fr |abruf=2024-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Saulnois hat kein beständiges Zentrum gehabt, im Mittelalter und der frühen Neuzeit war Vic-sur-Seille ein Zentrum, nach der Revolution wurde es von Château-Salins abgelöst, welches aber heute mit weniger als 3000 Einwohnern zu klein ist als vollwertiges Zentrum. Auch die Grenzen sind bis heute fließend, so bezeichnet sich [[Liocourt]] als zum Saulnois gehörig, aber gleichzeitig zum Pays Messin (Land von Metz). Nach 1997 wurde die Communauté de Communes (Verbandsgemeinde) gegründet, mit Château-Salins und den umliegenden Gemeinden, viele sehen darin das neue Zentrum des Saulnois.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Denis Mathis |Titel=Géohistoire agraire d’un pays lorrain : le Saulnois |Seiten=72ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lindenweiher ist der älteste der Seen, angelegt von Benediktinermönchen im 9. und 10. Jahrhundert. Wie die anderen Seen blieb er ein See zur Fischzucht, bis im 19. Jahrhundert einige Seen zur Wasserversorgung der Schifffahrtskanäle erweitert oder neu angelegt wurden. Fischzucht wird auch heute noch betrieben, wichtiger ist jedoch der ökologische Nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Capdeville, Daniel Manzi, Roger Richard |Titel=Le Saulnois au pays du sel et de la Seille |Seiten=101ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1871 wurde das Salinensalz durch das billigere Steinsalz verdrängt, die letzten Salinen schlossen in den 1970er Jahren. Die Reste der Salinen, etwa in Dieuze, und Salzsümpfe wie der von Marsal können heute noch besichtigt werden. Die ehemaligen Wälder wurden zur Befeuerung der Salinen abgeholzt, heute werden die waldlosen Ländereien zur Viehzucht und zum Getreideanbau genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den flachen Tälern sind mehrere alte Kanäle erhalten, die früher Mühlen antrieben (Canal du Moulin bei [[Salonnes]]), Holz zu den Salinen transportierten (Canal de Flotage der [[Nard (Fluss)]]) oder der Entwässerung und dem Hochwasserschutz (Canal de la Vieille Seille bei [[Mulcey]]) dienten. Letzteres ist noch heute aktuell, daher werden diese alten Kanäle erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Éric Bonnot, Claire Delus, Didier François |url=https://www.moselleaval.fr/UserFiles/File/actualites/20201210-rapport-intermediaire.pdf |titel=Analyse diachronique du tracé des cours d’eau et des aménagements en zone inondable dans le bassin de la Moselle aval depuis le XIXème siècle. |hrsg=Université Lorraine |werk=moselleaval.fr |datum=2020-12 |sprache=fr |abruf=2024-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der schiffbare [[Canal des Salines de l’Est]], der die Anbindung der Salinen verbessern sollte, wurde im 19. Jahrhundert lange geplant und gebaut, aber niemals fertiggestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Denis Mathis |Titel=Géohistoire agraire d’un pays lorrain : le Saulnois |Seiten=581f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1980 nahm mit dem Ausbau der Straßen nach Nancy und Metz der Zuzug von Pendlern zu, die typischen „Schlafvororte“ entstanden am Rand der alten Dörfer. Auch Sarrebourg entwickelte sich zu einem Anziehungspunkt für die östlichen Gemeinden wie Dieuze und Bénestroff und das Pays des Étangs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Denis Mathis |Titel=Géohistoire agraire d’un pays lorrain : le Saulnois |Seiten=78ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft wurde seit den 1980er Jahren umstrukturiert. Es kam zu einem Übergang von einer Mischkultur, in der die Milchwirtschaft vorherrschte, zu einer Mischkultur, in der der Getreideanbau einen sehr hohen Stellenwert einnahm und mit der Mastwirtschaft verbunden war. Die Kühe verschwanden von den Weiden in die Ställe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Denis Mathis |Titel=Géohistoire agraire d’un pays lorrain : le Saulnois |Seiten=105}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Openfield-System ===&lt;br /&gt;
Der englische Begriff &amp;#039;&amp;#039;Openfield&amp;#039;&amp;#039; (Offenes Feld) beschreibt in Frankreich eine historische Form der Agrarwirtschaft. Die Felder und Weiden sind nicht durch Hecken oder Zäune begrenzt, sondern liegen offen nebeneinander. Meist werden die Flächen in der  [[Dreifelderwirtschaft]] genutzt. Im Saulnois kann man verschiedene Perioden des Openfields unterscheiden. Mit dem Bevölkerungswachstum im 11. und 12. Jahrhundert wuchs der Bedarf an bebaubaren Flächen. Die traditionelle Begrenzung mit Hecken ist aufwändig und es dauert lange, bis die neuen Felder genutzt werden können. Ohne Begrenzungen kann man aber kein Vieh weiden lassen, da es die Nutzpflanzen auf den Feldern fressen würde. Der Grundbesitz ist ohne sichtbare Grenzen schwer zuordenbar. Man fand eine Lösung, in dem man das Vieh gemeinsam auf die Weiden trieb und von Hirten bewachen ließ. Die Felder wurden gemeinsam bewirtschaftet, man einigte sich auf eine wechselnde Nutzung durch die Mitglieder der Gemeinde. Dadurch konnte die Nutzfläche schnell ausgeweitet und die gewachsene Bevölkerung ernährt werden. Im 17. Jahrhundert nahm die Bevölkerung durch den Dreißigjährigen Krieg und die Pestepidemie von 1630 bis 1635 wieder ab, Nutzflächen wurden aufgegeben. Die wenigen Bewohner bewirtschafteten wieder ihre eigenen, kleinen Parzellen. Ab dem Beginn des 18. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung wieder an, die Zerstörungen des Krieges waren beseitigt worden. Man ging wieder auf das bewährte Openfield-System über, mit großem Erfolg. Erst mit den Kriegen im 19. und 20. Jahrhundert wurde es ganz aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Denis Mathis |Titel=Géohistoire agraire d’un pays lorrain : le Saulnois |Seiten=799-871}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Diese Darstellung ist stark vereinfacht, der Autor Denis Mathis beschreibt die Schwierigkeiten, die Entwicklung zu erforschen und die wenigen Zeugnisse zuzuordnen. Vieles wird noch in der Geschichtswissenschaft diskutiert.[[Datei:Canal_de_la_Vieille_Seille_bei_Mulcey_im_Saulnois.jpg|mini|Canal de la Vieille Seille bei Mulcey]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstler ==&lt;br /&gt;
In Vic-sur-Seille wurde der Maler [[Georges de La Tour]] (1593–1652) geboren und lebte bis zu seiner Übersiedlung nach Lunéville hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter [[Maurice Barrès]] (1862–1923) wurde in Lothringen geboren, wuchs hier auf und hat später oft seinen Freund [[Stanislas de Guaita]] in [[Tarquimpol]] besucht. Er war von dem melancholischen Charme der Gegend fasziniert und beschrieb sie in mehreren Werken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dichter [[Hermann Wendel]] (1884–1936) wurde in Metz geboren und schrieb eine Ode an die Seille.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [http://docnum.univ-lorraine.fr/public/NANCY2/doc460/2009NAN21021.pdf Denis Mathis: &amp;#039;&amp;#039;Géohistoire agraire d’un pays lorrain: le Saulnois.&amp;#039;&amp;#039;] Doktorarbeit (Thèse de doctorat N.R. en géographie), 7. Dezember 2009 (franz.)&lt;br /&gt;
* Bruno Capdeville, Daniel Manzi, Roger Richard: &amp;#039;&amp;#039;Le Saulnois au pays du sel et de la Seille&amp;#039;&amp;#039;, Edition Pierron, Sarreguemines 1996, ISBN 978-2-708-50146-1 (franz.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Grand Est)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Château-Salins]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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