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	<title>Spandauer Bock - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T21:09:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Spandauer_Bock&amp;diff=2850847&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emmridet: Kleinkram</title>
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		<updated>2025-04-02T22:27:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Berlin-Westend Postkarte 006.jpg|mini|hochkant=1.3|Der &amp;#039;&amp;#039;Spandauer Bock&amp;#039;&amp;#039; auf der Südseite des [[Spandauer Damm]]s]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spandauer Bock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine Ausflugsgaststätte mit einer [[Brauerei]] &amp;#039;&amp;#039;(Spandauerberg-Brauerei)&amp;#039;&amp;#039; im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Westend|Westend]] des heutigen [[Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf|Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf]]. Sie lag an der Einmündung der [[Reichsstraße (Berlin)|Reichsstraße]] in den [[Spandauer Damm]] und bestand aus zwei durch Letzteren getrennten Teilen, der &amp;#039;&amp;#039;Bock&amp;#039;&amp;#039; genannten älteren südlich des Spandauer Damms und der jüngeren Gaststätte neben der Brauerei nördlich des Spandauer Damms, die der [[Volksmund]] nach dem weiblichen Pendant zum Bock &amp;#039;&amp;#039;[[Zibbe]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Niederdeutsche Sprache|norddeutsch]] für ‚Mutterschaf‘) taufte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1840 erwarb der [[Bayern|bayrische]] Bierbrauer Conrad Bechmann, der in [[Berlin-Spandau|Spandau]] eine Brauerei besaß, das heute im Winkel zwischen Spandauer Damm und Reichsstraße gelegene Gelände und eröffnete dort einen kleinen Ausschank. Nach dem im Frühjahr dort ausgeschenkten dunklen [[Bockbier]] erhielt die Gaststätte den Namen &amp;#039;&amp;#039;Spandauer Bock&amp;#039;&amp;#039;. Sie brannte im März 1875 ab, wurde aber im gleichen Sommer wieder aufgebaut. 1854 verlegte Bechmann seine Brauerei aus Spandau auf das auf der gegenüberliegenden Seite des Spandauer Damms gelegene Gelände des Spandauer Bergs, die von da an &amp;#039;&amp;#039;Spandauerberg-Brauerei&amp;#039;&amp;#039; hieß und einen eigenen Ausschank besaß. Die Brauerei wurde 1917 von der [[Schultheiss-Brauerei]] übernommen. Die beiden Ausflugsgaststätten wurden Ende der 1930er Jahre geschlossen. Die Gebäude wurden im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] weitgehend zerstört und nicht wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bock und Zibbe ==&lt;br /&gt;
Die beiden Gartenlokale boten bis zu 6000 Tischplätze, die an warmen Frühlingswochenenden nicht ausreichten. Einige Familien lagerten dann auf dem umliegenden Gelände in der freien Natur. Beide Gaststätten sprachen ein unterschiedliches Publikum an. Während sich beim &amp;#039;&amp;#039;Bock&amp;#039;&amp;#039; auf der Südseite das einfache Publikum vergnügte, trafen sich bei der Zibbe etwas wohlhabendere Kreise, die sich die vielfältigen Unterhaltungen im Restaurant und auf dem umliegenden Freigelände leisten konnten. Zeitgenossen rühmten den schönen Panoramablick vom auf der &amp;#039;&amp;#039;Spandauer Spitze&amp;#039;&amp;#039; gelegenen Freigelände der Zibbe auf das Tal der [[Spree]]. Ein künstliches Alpenpanorama mit Wasserspielen und abendlichem [[Alpenglühen]] waren Höhepunkte für ein Publikum, von denen die wenigsten die [[Alpen]] mit eigenen Augen gesehen hatten. Das imposante Saalgebäude mit einer Grundfläche von 40&amp;amp;nbsp;m ×&amp;amp;nbsp;20&amp;amp;nbsp;m hatte auf der Westseite eine Orchesternische und auf der gegenüberliegenden Seite ein 5&amp;amp;nbsp;m ×&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;m großes Kolossalgemälde, das einen Bier trinkenden [[Bacchus]] auf einem von Böcken gezogenen Fass darstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Brandt 2009, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Örtlichkeit insgesamt als Spandauer Bock bekannt war, hatten schon die Zeitgenossen Schwierigkeiten mit der Zuordnung des kleineren, älteren Bocks und der größeren, neueren Zibbe.&amp;lt;ref&amp;gt;So verwechselt &amp;#039;&amp;#039;Kießlings Wanderbuch für die Mark Brandenburg: Nähere Umgegend Berlins&amp;#039;&amp;#039; in seiner Ausgabe von 1892 Zibbe und Bock, korrigiert die Angaben aber für die Ausgabe von 1895.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BPfE Wagen 36 und 38 1882 03.jpg|mini|Elektrischer Versuchsbetrieb [[Berlin-Westend|Westend]]&amp;amp;nbsp;– Spandauer Bock, 1882]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meiste Zeit seiner Existenz profitierte der Spandauer Bock von einer – für die jeweilige Zeit – guten Verkehrsanbindung, die zeitweise Scharen von Berliner und [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburger]] Ausflüglern den Weg zum Spandauer Bock ermöglichte. Zunächst fuhren Torwagen vom [[Brandenburger Tor]] hinaus zum Spandauer Bock. Gleich die [[Berliner Pferde-Eisenbahn|erste Pferdestraßenbahn Deutschlands]] 1865 hatte ihren westlichen Endbahnhof an der heutigen Ecke Spandauer Damm/[[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Charlottenburg#Sophie-Charlotten-Straße*|Sophie-Charlotten-Straße]], von wo aus ein halbstündiger Fußweg über den Spandauer Berg zum Spandauer Bock führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1.&amp;amp;nbsp;November 1871 eröffnete die &amp;#039;&amp;#039;Westend-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; eine Anschlusslinie zwischen dem Pferdebahnhof und der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Westend #Kastanienallee*|Kastanienallee]], die 1879 zum Spandauer Bock fortgesetzt wurde. Für die steil den Spandauer Berg nach Westend heraufführende Linie musste man am Pferdebahnhof in einstöckige, mit zwei Pferden bespannte Wagen umsteigen. Die wenig bedeutsame Nebenstrecke wurde 1882 als erste Straßenbahnlinie Deutschlands probeweise mit einer [[Oberleitung]] elektrifiziert, als [[Werner von Siemens|Werner Siemens]] einen Testbetrieb für eine [[Geschichte des elektrischen Antriebs von Schienenfahrzeugen#Erste Anwendungsversuche|elektrische Straßenbahn]] einrichtete, der jedoch im darauffolgenden Jahr wieder beendet wurde. Von der [[Berlin-Spandau|Spandauer]] Seite erreichte die [[Spandauer Straßenbahn |Straßenbahn]] am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1906 den Spandauer Bock, allerdings im Tal. Zum Umstieg in die Charlottenburger Linie mussten die Fahrgäste eine Rampe auf den Spandauer Berg hinaufgehen. Mit einem Geländeausgleich wurde erst 1917 die Verbindung beider Linien geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaletzke, 1984, S.&amp;amp;nbsp;11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als die [[Berliner U-Bahn|U-Bahn]] mit den Bahnhöfen [[U-Bahnhof Neu-Westend|Neu-Westend]] (1922) und [[U-Bahnhof Ruhleben|Ruhleben]] (1929) den Spandauer Bock erreichte, waren die besten Zeiten bereits vorüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Spandauer Bock in der Literatur ==&lt;br /&gt;
Die zeitgenössische Reiseliteratur stellte dem Spandauer Bock oft kein gutes Zeugnis aus. Den gutbürgerlichen Autoren waren vor allem die rustikalen Vergnügungen für das [[Proletariat|proletarische]] Publikum im &amp;#039;&amp;#039;Bock&amp;#039;&amp;#039; auf der Südseite ein Graus. Im gleichen Tenor widmet [[Julius Stinde]] in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Buchholz&amp;#039;&amp;#039; ein Kapitel einem Familienausflug zum Spandauer Bock.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Auf dem Bock.&amp;#039;&amp;#039; In: Julius Stinde: &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Buchholz.&amp;#039;&amp;#039; 1884.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Theodor Fontane]] äußert sich wiederholt negativ zu den Vergnügungen am Spandauer Bock. In einem Brief erwähnt er 1892 die „Spandauer Bock-Brauerei mit Tingeltangel und Karfreitags-Radau“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theodor Fontane]]: &amp;#039;&amp;#039;Aus meinem bunten Leben.&amp;#039;&amp;#039; Hanser 1998, ISBN 3-446-19104-6, S.&amp;amp;nbsp;266.&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei er darauf Bezug nimmt, dass traditionell am [[Karfreitag]] Hochbetrieb herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Spandauer Bock nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Westend Spandauer Damm Spandauer Bock-002.JPG|mini|Reste der &amp;#039;&amp;#039;Spandauerberg-Brauerei&amp;#039;&amp;#039; auf der Nordseite des Spandauer Damms, noch mit dem Schriftzug des ehemaligen Gartencenters]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reste der zerstörten Gebäude wurden 1957 beseitigt. Die erhaltenen Kellergebäude der Brauerei nutzte von 1950 bis zur [[Insolvenz]] im Jahr 2004 das Gartencenter &amp;#039;&amp;#039;Bajon&amp;#039;&amp;#039; als Verkaufsräume.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://service.bz-berlin.de/bzblogs/westendblog/2012/01/25/bye-bye-bajon/ Ohmanns Westend-Blog] vom 25. Januar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Südseite erkennt man östlich der Reichsstraße und nördlich des Spandauer Damms noch die Begrenzungsmauer zur tiefergelegenen Straße und Zugangstreppen zum Gelände des Bocks, auf dem zwei&amp;amp;nbsp;– ursprünglich für die [[Berlin Brigade#British Army|britische Siegermacht]] errichtete&amp;amp;nbsp;– Hochhäuser stehen. Auf dem Gelände der Zibbe trägt eine [[Laubenkolonie]] den Namen &amp;#039;&amp;#039;Spandauer Bock&amp;#039;&amp;#039; und in der [[Altstadt Spandau|Spandauer Altstadt]] gibt es heute eine Kneipe gleichen Namens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Willy Bark: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Alt-Westend.&amp;#039;&amp;#039; Mittler, Berlin 1937 (veränderter Nachdruck: Edition der Divan, Berlin 1986, ISBN 3-925683-00-3).&lt;br /&gt;
* Stephan Brandt: &amp;#039;&amp;#039;Berlin-Westend.&amp;#039;&amp;#039; Sutton, Erfurt 2009, ISBN 978-3-86680-458-6.&lt;br /&gt;
* Fritz Schaletzke: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtliches um den Spandauer Bock.&amp;#039;&amp;#039; Manuskript, 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexBez |Titel=Spandauer Bock |Bezirk=ChaWi |ID=spandauer_bock |Band= |Seiten=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.523173|EW=13.253079|type=landmark|region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Westend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freizeitpark in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Brauerei (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gastronomiebetrieb (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freizeitpark in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spandauer Damm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Freizeitpark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin in der Weimarer Republik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emmridet</name></author>
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