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	<title>Sunderburg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:08:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sunderburg&amp;diff=898840&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* &quot;Opfersteine&quot; */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-03-11T16:50:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;&amp;quot;Opfersteine&amp;quot;: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Burg. Siehe auch: [[Sonderborg]], [[Sundborg]] bzw. [[Sundberg]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = Sunderburg&lt;br /&gt;
|Bild = Sunderburg.jpg&lt;br /&gt;
|Alternativname = &lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Blick auf den Turmhügel von Südwesten&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = Früh- oder Hochmittelalterlich&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg, Spornlage, Motte&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Burgstall, Turmhügel, Wall- und Grabenreste&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = &lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche = &lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Grafrath]] und [[Schöngeising]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 48/7/32.52/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 11/11/25.8/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-BY&lt;br /&gt;
|Höhenordinate = 562&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sunderburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Burgstall|abgegangene]] [[Spornburg]] vom Typus einer [[Turmhügelburg]] (Motte) in der Amperschlucht zwischen [[Grafrath]] und [[Schöngeising]] im [[Landkreis Fürstenfeldbruck]] in [[Oberbayern]]. Der bereits während der [[Bronzezeit]] besiedelte Burgplatz wurde noch bis ins [[Frühmittelalter|Früh-]] oder [[Hochmittelalter]] weitergenutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sunderburg-neu.PNG|mini|links|Lageplan der Sunderburg auf dem [[Bayerische Uraufnahme|Urkataster von Bayern]]]]&lt;br /&gt;
Die Sunderburg – in den Flurkarten als „Schloßberg“ bezeichnet – liegt im [[Alt- und Jungmoräne|Jungmoränengebiet]] unmittelbar südlich der [[Amper]] zwischen Schöngeising und Wildenroth auf einem Geländesporn. Die weitgehend ebene Hochfläche wird im Nordwesten und im Osten durch steil abfallende Hänge natürlich geschützt. Das Plateau der [[Hauptburg]] liegt etwa 40 Meter über dem Fluss. Nach Südwesten sichert den Sporn ein bogenförmiger [[Abschnittswall]] mit zwei [[Burggraben|Gräben]]. Das Plateau umfasst insgesamt eine Fläche von rund einem Hektar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Archäologische Grabungen der Jahre 2003 bis 2006 erbrachten den Nachweis, dass es sich um eine [[frühbronzezeit]]liche [[Höhensiedlung]] handelt (entstanden ca. 1800 – 1600 v. Chr.) In der [[Urnenfelderzeit]] (ca. 1200 – 750 v. Chr.) wurde die Anlage erneut besiedelt und verstärkt befestigt. Im Laufe der darauffolgenden [[Hallstattzeit]] wurde die Siedlung aufgegeben. Im [[Hochmittelalter]] wurde im Norden des Geländesporns eine mächtige [[Motte (Burg)|Motte]] aufgeschüttet, die vielleicht einer [[Ministerialen]]burg der [[Andechs (Adelsgeschlecht)|Grafen von Diessen-Andechs]] zuzuordnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Höhenlage der Anlage wäre allerdings für eine frühe Ministerialenburg eher ungewöhnlich. Solche hochmittelalterlichen Dienstmannensitze dokumentierten eigentlich durch ihre Lage innerhalb der Dörfer oder im Tal die unfreie Herkunft der Burgherren aus der bäuerlichen Bevölkerung. Ein derart mächtiger Turmhügel über dem Tal wäre eher einem Dynasten oder [[edelfrei]]en Herren zuzuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die örtliche Überlieferung datiert die hochmittelalterliche Burg bereits ins 11. Jahrhundert. Tatsächlich verweist die Anlage des Burgstalles auf den Übergang vom Früh- zum Hochmittelalter. Im Südwesten schützt eine mächtige Wallschüttung in der Art einer [[Schildmauer]] den kleinen Innenraum. Die Wallkrone liegt bis zu vier Meter über dem nach Norden abfallenden Plateau, außen ist der Wall etwa sieben Meter hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob es sich hier um den Rest eines Turmhügels handelt oder um einen bogenförmigen Abschnittswall, ist nicht eindeutig zu entscheiden. Vielleicht wurde die Rückseite der [[Kernburg]] für den Einbau eines frühneuzeitlichen (um 1500) Jagdhauses des [[Wittelsbach]]er abgegraben. Im Innenraum finden sich Reste von Ziegelschutt, die ebenfalls auf das Jagdhaus zurückgehen könnten, dessen Existenz auf dem Plateau historisch nachweisbar ist. Auf den &amp;quot;Bairischen Landtafeln&amp;quot; [[Philipp Apian]]s ist die &amp;quot;Sündernburg&amp;quot; durch eine schematisierte Ansicht des Jagdhauses markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung des Burgstalles stammt aus dem Jahr 1447. Eigentlich wird nur die Hauptburg als „Sunderburg“ bezeichnet. Eine geplante [[Archäologie|archäologische]] Untersuchung der Gesamtanlage dürfte wichtige Erkenntnisse zur Zeitstellung der Wallanlagen erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sunderburg 2.jpg|miniatur|Der südwestliche Wallzug (Blickrichtung Nordwest)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sunderburg 3.jpg|miniatur|Die Hauptburg von Süden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sunderburg 4.jpg|miniatur|Die Wallkrone der Hauptburg nach Westen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Burganlage haben sich obertägig keine Mauerreste mehr erhalten. Die relativ niedrige [[Abschnittswall|Abschnittsbefestigung]] im Süden des Burgplatzes dürfte einer vormittelalterlichen Befestigungsanlage zuzuordnen sein, zeigt aber auch Hinweise auf einen Ausbau im Früh- bzw. Hochmittelalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Rest der mutmaßlichen hochmittelalterlichen [[Motte (Burg)|Turmhügelburg]] ist ein etwa sieben Meter hoher Kegelstumpf überkommen, der aber nicht durch einen [[Halsgraben]] von der [[Vorburg]] abgesondert ist. Allerdings trennt eine breite, bis zu zwei Meter tiefe Senke die Burgbereiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nordteil dieses Kegelstumpfes auf der Nordspitze der Wallanlage wurde abgegraben oder ist durch Erdfluss abgegangen. Schefzik (siehe Lit.) deutet dieses Erdwerk als [[Abschnittswall]]. Vergleichbare, aber wesentlich größere Burganlagen dieser Konzeption werden in der Regel als frühmittelalterliche [[Ungarnwälle|Ungarnschutzburgen]] eingeordnet. Die in Vorbereitung befindliche archäologische Untersuchung des Geländes wird hier sicherlich eine eindeutigere Einordnung ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Hauptburg sind neben der Auffahrt nach die Reste eines zur Amper laufenden Doppelgrabens erkennbar. Der dazwischen aufgeworfene Wallzug ist etwa zwei Meter hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege|Bayerische Landesamt für Denkmalpflege]] verzeichnet das Bodendenkmal als „Höhensiedlung der Bronzezeit, Abschnittsbefestigung der Urnenfelderzeit oder frühen Hallstattzeit, Burgstall des hohen und späten Mittelalters sowie abgegangenes herzogliches Jagdhaus der frühen Neuzeit (&amp;quot;Schlossberg&amp;quot; bzw. &amp;quot;Sunderburg&amp;quot;)“ unter der Denkmalnummer D 1-7833-0031.&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: [http://geodaten.bayern.de/tomcat/viewerServlets/mpsAndDbQuery?data=2279e7e5667e782ea4d5385d60c709c27941f38f1de6bb232540714760dc0621c8faf5aec0f375ea224bb7377e334c99f132ee183d3be03efbe709e0418029b6dfd7d1d9a87b67226fa10cbe27ebfb2dcb722fc72e619b2983b2ae5f49664b99c0d2f8bb1cc992cd71a784be53f7f9449a71517fb21b679ec0d2f8bb1cc992cd1d8097f60b727eddeb063c5d3fe241db58c643f4e40b489b9d13f5b36dc6ee3b00c6b9023aec206e3db504c8630fc26ad1c9c1cd97ab4ec549c98a6be49ade1fa5d382c6cf15c9752004926184a517b841fa170cdd7ff0428c22534db57d2b744dcd3cd9e5f01f6511cd566c48a4f277749dd78df221f7070a0c31add6178b6b5754e3760c3424c60e3430bf1a173f6757f01265bc929d8de4ec8730ae4586c4a66eae7b82c8cc9600c0a3b2876b32c62445085daeb739224891d03a0289112a4ea4f9d6a9e346bd516da920e49bcf14905ed0febd3e9ff7e029d9a2b511891d14b33f0b274ae08b Eintragung]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen ==&lt;br /&gt;
Im Volksmund hieß die Sunderburg auch Sunnen- oder Sonnenburg. Der Sage nach soll sie eine Burg Graf [[Rasso]]s gewesen sein, in der Graf Friedrich, sein Bruder oder Sohn, hauste. Die Burg ging schließlich mit Schätzen und Bewohnern unter. Einmal schob ein Bauer eine der Glasscherben ein, die dort häufig verstreut umherlagen. Zu Hause angekommen, war sie zu Gold geworden. Doch fand er keine mehr, als er ging, um noch mehr zu holen. Im Schlossbrunnen sollen zwei Wassereimer Gold liegen, die von Geistern, die noch nicht gebannt werden können, bewacht werden. Die Schätze sinken derweil immer mehr in die Tiefe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alexander Schöppner]]: &amp;#039;&amp;#039;Sagenbuch der Bayerischen Lande.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bd. München 1852–1853. III, S. 232 = [http://www.zeno.org/Literatur/M/Schöppner,+Alexander/Sagen/Sagenbuch+der+Bayerischen+Lande/Dritter+Band/1218.+Die+Sonderburg+bei+Schöngeising Sage Nr. 1218].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste deutscher Turmhügelburgen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;quot;Opfersteine&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Opfersteine (Schöngeising)}}&lt;br /&gt;
Ungefähr 250 Meter südwestlich von der Sunderburg entfernt liegen die sogenannten „Opfersteine“ in einer kleinen Mulde im [[Hochwald (Waldbau)|Hochwald]]. Das Bodendenkmal wird gelegentlich auch als „Blutsteine“ bezeichnet. Bei den beiden nahezu parallel liegenden, leicht rötlichen und von Furchen durchzogenen Steinen handelt es sich um verwitterte [[Kalkstein|Kalk-]] und [[Sandstein]]e. Sie wurden mit großer Wahrscheinlichkeit in der Würmeiszeit herangetragen und im 19. Jahrhundert auf der Suche nach Kalksteinen freigelegt. Die Steine stammen ursprünglich aus den Zentralalpen.&amp;lt;ref&amp;gt;SZ: Weitgereiste Steine. Die Ursprünge von Mineralien am Ufer der Amper. Interview mit Christa Spangenberg. In: Süddeutsche Zeitung. München, 18. Juli 1998. München-Land-Süd, S. 5. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Salger: Gold im Brunnen. Um die Sunderburg ranken sich Sagen und Gerüchte. In: Süddeutsche Zeitung. München, 11. August 2011. S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Schefzik: &amp;#039;&amp;#039;Schöngeising: Die vorgeschichtliche Höhensiedlung auf dem Schlossberg “Sunderburg”&amp;#039;&amp;#039;. In: Toni Drexler, Walter Irlinger, Rolf Marquardt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Fürstenfeldbruck – Archäologie zwischen Ammersee und Dachauer Moos&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-2079-7.&lt;br /&gt;
* Hans H. Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Versunkene Burgen&amp;quot; im Fünf-Seen-Land zwischen Ammersee und Isar – Historisch-archäologische Rekonstruktionen&amp;#039;&amp;#039; (Arbeitskreis für Ortsgeschichtsforschung der Würmregion). Gauting 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Topographische Geländeaufnahme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Volker Liedke, Peter Weinzierl: &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Fürstenfeldbruck&amp;#039;&amp;#039; (Denkmäler in Bayern, Band I.12), S. 232. München, 1996. ISBN 3-87490-574-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.historischer.verein.ffb.org/pages/04_grabung_20_sunderbg-2007-01.html Grabungstagebuch 2007 des Historischen Vereins Fürstenfeldbruck]&lt;br /&gt;
* {{AlleBurgen|4421|verschwundene Burg Sunderburg, Schöngeising, Schlossberg, Sonnenburg, Südburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Fürstenfeldbruck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Bayern|Sunderburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Burganlage im Landkreis Fürstenfeldbruck|Sunderburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wittelsbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Schöngeising]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Schöngeising]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Motte|Sunderburg, Turmhugel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk im Landkreis Fürstenfeldbruck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa|Schöngeising]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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