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	<title>Thaleischweiler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T07:51:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Thaleischweiler&amp;diff=1808962&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ewald Trojansky: /* Jüdische Gemeinde Thaleischweiler */</title>
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		<updated>2025-12-19T10:19:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Jüdische Gemeinde Thaleischweiler&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Thaleischweiler&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Ortsgemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Thaleischweiler-Fröschen&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Thaleischweiler.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= Wappen der ehemaligen Gemeinde Thaleischweiler&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 49.263984&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 7.579335&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-RP&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 250&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 2822&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2007-06-30&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1969-06-07&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 66987&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06334&lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
| Bild                   = Thaleischweiler-Hauptstrasse 27-01-gje.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Straßenzug in Thaleischweiler&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thaleischweiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist mit rund 2800 Einwohnern der größere [[Ortsteil]] der im [[Rheinland-Pfalz|rheinland-pfälzischen]] [[Landkreis Südwestpfalz]] liegenden Ortsgemeinde [[Thaleischweiler-Fröschen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Ort liegt am westlichen Rand des [[Pfälzerwald]]s am [[Schwarzbach (Blies)|Schwarzbach]], der ihn vom Ortsteil [[Thalfröschen]] trennt. Zu Thaleischweiler gehören auch die [[Wohnplatz|Wohnplätze]] „Am Schloß“&amp;lt;!-- kein Schreibfehler--&amp;gt;, „Buchenwaldhof“, „Einöde Buchholz“, „Lenspacherhof“ und „[[Rosselmühle]]“.{{GemeindeverzeichnisRP |Ref=1 |Stand=2022 |Seiten=167}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Das Dorf war ein zwischen den Grafschaften [[Zweibrücken-Bitsch]] und [[Leiningen-Dagsburg]] gemeinsames [[Kondominat]]. In Zweibrücken-Bitsch gehörte es zum [[Amt Lemberg]] und dort zur &amp;#039;&amp;#039;Amtsschultheißerei Fröschen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Knöpp, S. 9; Matt, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
1570 verstarb Graf [[Jakob von Zweibrücken-Bitsch]] (* 1510; † 1570) als letztes männliches Mitglied seiner Familie. Das Amt Lemberg erbte seine Tochter, [[Ludovica Margaretha von Zweibrücken-Bitsch]], die mit dem (Erb-)Grafen [[Philipp V. von Hanau-Lichtenberg|Philipp (V.) von Hanau-Lichtenberg]] verheiratet war. Ihr Schwiegervater, Graf [[Philipp IV. (Hanau-Lichtenberg)|Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg]], gab durch die sofortige Einführung des [[lutherisch]]en [[Konfession|Bekenntnisses]] dem streng [[römisch-katholisch]]en Herzog [[Karl III. (Lothringen)|Karl III.]] von [[Herzogtum Lothringen|Lothringen]] Gelegenheit, militärisch zu intervenieren, da dieser die [[Lehnshoheit]] über die ebenfalls zum Erbe gehörende [[Herrschaft Bitsch]] besaß. Im Juli 1572 besetzten lothringische Truppen die Grafschaft. Da Philipp IV. der lothringischen Übermacht nicht gewachsen war, wählte er den Rechtsweg. Beim anschließenden Prozess vor dem [[Reichskammergericht]] konnte sich Lothringen hinsichtlich der Herrschaft Bitsch durchsetzen, das Amt Lemberg dagegen – und somit auch der hanau-lichtenbergische Teil von Thaleischweiler – wurde der [[Grafschaft Hanau-Lichtenberg]] zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1736 starb mit Graf [[Johann Reinhard III. (Hanau)|Johann Reinhard III.]] der letzte männliche Vertreter des Hauses Hanau. Aufgrund der Ehe seiner einzigen Tochter, [[Charlotte Christine Magdalene Johanna von Hanau-Lichtenberg|Charlotte]] (* 1700; † 1726), mit dem Erbprinzen [[Ludwig VIII. (Hessen-Darmstadt)|Ludwig (VIII.)]] (* 1691; † 1768) von [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt|Hessen-Darmstadt]] fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg – und damit auch der Hanauer Anteil an Thaleischweiler – nach dort. Der bis 1791 Leining’sche Anteil gehörte anschließend denen von [[Sickingen (Adelsgeschlecht)|Sickingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Knöpp, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] wurde 1794 das [[Linkes Rheinufer|linke Rheinufer]] im [[Erster Koalitionskrieg|Ersten Koalitionskrieg]] besetzt. Thaleischweiler wurde französisch. Von 1798 bis 1814 gehörte Thaleischweiler zum [[Kanton Waldfischbach]] im [[Département du Mont-Tonnerre|Departement Donnersberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der auf dem [[Wiener Kongress]] getroffenen Vereinbarungen kam das Gebiet im Juni 1815 zunächst zu [[Kaisertum Österreich|Österreich]] und wurde 1816 auf der Grundlage eines [[Vertrag von München (1816)|Staatsvertrags]] an das [[Königreich Bayern]] [[Abtretung (Völkerrecht)|abgetreten]], wo es zum [[Rheinkreis]] gehörte&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=4sdAAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Herrschaft%20Lemberg&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA225#v=snippet&amp;amp;q=Thaleischweiler&amp;amp;f=false Beamtenverzeichniß].&amp;lt;/ref&amp;gt; und hier zum [[Landkommissariat Pirmasens]], ab 1862 zum Bezirksamt Pirmasens und seit 1939 zum [[Landkreis Pirmasens]], der 1997 in [[Landkreis Südwestpfalz]] umbenannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde die Gemeinde Thaleischweiler innerhalb der [[Französische Besatzungszone|französischen Besatzungszone]] Teil des [[Regierungsbezirk Pfalz|Regierungsbezirks Pfalz]] im damals neu gebildeten Land [[Rheinland-Pfalz]].&lt;br /&gt;
Im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Thaleischweiler am 7. Juni 1969 zusammen mit Thalfröschen zur neuen Gemeinde Thaleischweiler-Fröschen zusammengelegt.{{GemeindeverzeichnisRP|Ref=ja|Stand=2016|Seiten=179}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Die [[Sparren (Heraldik)|Sparren]] des Ortswappens entstammen dem [[Wappen der Grafschaft Hanau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jüdische Gemeinde Thaleischweiler ===&lt;br /&gt;
Aus dem Jahre 1767 stammt die erste schriftliche Nachricht von Juden, ein Schreiben den Regenten ist unterzeichnet von „Joseph Isaac Schulz, Jud zu Thaleischweiler“.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/s-t/1926-thaleischweiler-rheinland-pfalz&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom 18. Jahrhundert bis etwa 1910 gab es in Thaleischweiler eine jüdische Gemeinde. Sie hatte eine [[Synagoge]], eine Religionsschule (in einem 1854 gekauften und zu einem Schulhaus umgebauten Gebäude), ein [[Mikwe|rituelles Bad]] und einen Friedhof. Der jüdische Friedhof wurde 1902 eröffnet und liegt innerhalb es des allgemeinen Ortsfriedhofes an der Friedhofstraße. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war zeitweise ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und [[Schochet]] tätig war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bis heute als Wohnhaus erhaltene Gebäude der ehemaligen Synagoge in Thaleischweiler war ein ursprüngliches Wohnhaus, das 1827/28 zu einer Synagoge umgebaut wurde, dabei wurden wahrscheinlich die bis heute charakteristischen Rundbogenfenster eingebaut. Es ist ein Bruchsteinbau mit Satteldach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1801 und 1808 je 86 jüdische Einwohner (16,4 % der Gesamteinwohnerschaft), 1825 waren es 99 und 1848 insgesamt 143 in 25 Familien. Um 1810 werden als Haushaltsvorstände genannt: Samuel Auer, Raphael Bloch, Salomon Deutschmann, Samuel Deutschmann (Gebrauchtwarenhändler), Schmuel Feiß, Jacob Frank, Marx Frank, Moses Frank (Kleinhändler), Marianne Hirsch, Jacques Kern, Isaac Lesem (Kleinhändler), Judith Lesem Witwe, Leopold Mayer, Jacques Nathan (Kleinhändler), Zacharias Schwarz, Abraham Stern (Gebrauchtwarenhändler) und Michel Stern (Gebrauchtwarenhändler)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.alemannia-judaica.de/thaleischweiler_synagoge.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Um 1924 gehörten noch 12 Personen zur jüdischen Gemeinde, diese hatte sich schon 1910 mit den in Thalfröschen lebenden Juden der jüdischen Gemeinde Höheneinöd angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den in Thaleischweiler geborenen oder längere Zeit im Ort lebenden Juden sind 16 in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des „Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Greiner (Politiker)|Ludwig Greiner]] (1814–1874), geboren in Thaleischweiler, Politiker, beteiligt am [[Pfälzischer Aufstand|Pfälzischen Aufstand]] 1849.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Bruch]] (1857–1943), geboren in Thaleischweiler, Konteradmiral der Kaiserlichen Marine&lt;br /&gt;
* [[Adam Ritzhaupt]] (1882–1976), Pfarrer und Erzähler (vom 16. Mai bis 15. November 1910 [[Pfarrverweser]] der evangelischen Pfarrstelle Thaleischweiler).&lt;br /&gt;
* [[Georg Biundo]] (1892–1988), Kirchenhistoriker, in den 1920er Jahren Pfarrer in Thaleischweiler.&lt;br /&gt;
* [[Karl Georg Kuhn]] (1906–1976), geboren in Thaleischweiler, Theologe und Orientalist.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Weichselbaumer]] (1907–1967), Schachspieler, wohnte in den 1950er Jahren in Thaleischweiler.&lt;br /&gt;
* [[Hugo Kuhn]] (1909–1978), geboren in Thaleischweiler, Altgermanist.&lt;br /&gt;
* [[Fred Theobald]] (* 1950), Ringer, Medaillengewinner bei der [[Ringer-Weltmeisterschaften 1975|WM in Minsk]] und der [[Ringer-Europameisterschaften 1976|EM in Leningrad]], begann seine Karriere beim &amp;#039;&amp;#039;VfK Thaleischweiler&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;VfK = Verein für Kraftsport.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Der Ort verfügt zusammen mit dem kleineren Teilort über den gemeinsamen Haltepunkt &amp;#039;&amp;#039;Thaleischweiler-Fröschen&amp;#039;&amp;#039; an der [[Bahnstrecke Landau–Rohrbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=4sdAAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Herrschaft+Lemberg&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA225 &amp;#039;&amp;#039;Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungsbezirkes der Pfalz&amp;#039;&amp;#039;]. Speyer 1870.&lt;br /&gt;
* Friedrich Knöpp: &amp;#039;&amp;#039;Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils&amp;#039;&amp;#039;. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in [[Hessisches Staatsarchiv Darmstadt]], Signatur: N 282/6].&lt;br /&gt;
* Alfred Matt: &amp;#039;&amp;#039;Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt&amp;#039;&amp;#039;. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Südwestpfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thaleischweiler-Fröschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Südwestpfalz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1969]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ewald Trojansky</name></author>
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