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	<title>Ureaplasma - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ureaplasma&amp;diff=2822336&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernd Rohlfs: /* Humanmedizin */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ureaplasma&amp;diff=2822336&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-25T19:13:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Humanmedizin&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = &lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Ureaplasma&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Maurice C. Shepard|Shepard]], [[Carl D. Lunceford|Lunceford]], [[Denys K. Ford|Ford]], [[Robert H. Purcell|Purcell]], [[David Taylor-Robinson|Taylor-Robinson]], [[Shmuel Razin|Razin]] &amp;amp; [[Finn T. Black|Black]], 1974&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Mycoplasmataceae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Mycoplasmatales&lt;br /&gt;
| Taxon3_LinkName  = nein&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName   = Mollicutes&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang       = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = &amp;lt;!--Tenericutes--&amp;gt;Mycoplasmatota&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Phylum&lt;br /&gt;
| Taxon5_LinkName  = nein&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Bacillati&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Terrabakterien&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Reich&lt;br /&gt;
| Bild             = 10931 lores (1).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Eine Reihe mittelgroßer [[Kolonie (Biologie)|Kolonien]] von&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Ureaplasma urealyticum]]&amp;#039;&amp;#039; (T-Stamm-Mykoplasma)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2B8T.png|hochkant|mini|Kristallstruktur eines Tetramers einer Thymidinase von &amp;#039;&amp;#039;[[Ureaplasma urealyticum]]&amp;#039;&amp;#039; (Monomere sind cyan, grün, rot, und magenta) je als Komplex mit [[Thymidin]] (Atomschalen Model: Kohlenstoff = weiß, Sauerstoff = rot, Stickstoff = blau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ureaplasmen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ureaplasma&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|urea}} „Harnstoff“ sowie {{grcS|prefix=0|πλάσμα|plásma}} „das Geformte“), sind eine Gattung sehr kleiner, selbständig vermehrungsfähiger Bakterien aus der Klasse der [[Mollicutes]] (von lat. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|mollis}}&amp;#039;&amp;#039; „weich“ und &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|cutis}}&amp;#039;&amp;#039; „Haut“, „die Weichhäutigen“). Im Gegensatz zu den meisten Bakterien fehlt ihnen eine [[Zellwand]]. Sie leben [[aerob]] bis [[fakultativ anaerob]] und sind von vielgestaltiger (pleomorpher), veränderlicher, bläschenförmiger Gestalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brandis-mikrobio&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Lehrbuch der medizinischen Mikrobiologie: 192 Tabellen |Hrsg=Heinrich Reploh, Henning Brandis |Auflage=7., völlig neubearb. Aufl. |Verlag=G. Fischer |Ort=Stuttgart [u.&amp;amp;nbsp;a.] |Datum=1994 |ISBN=978-3-437-00743-9 |Seiten=66, 172, 610ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ureaplasmen sind [[Parasitismus|parasitär]], intra- und extrazellulär lebende Bakterien, die beim Menschen und Tieren in Verbindung mit zahlreichen Krankheiten stehen. Die beim Menschen vorkommenden wichtigen Ureaplasmen werden in der Art &amp;#039;&amp;#039;[[Ureaplasma urealyticum]]&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst. Ureaplasmen werden aufgrund ihrer Eigenschaft zur [[Lyse (Biologie)|Lyse]] (dt.: Spaltung, von griechisch {{lang|grc|λύσις|lýsis}} „Lösung, Auflösung“) von [[Harnstoff]] (lat. urea) charakterisiert und von den [[Mycoplasmen]] unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Größe von 580 bis 1380 [[Basenpaar|kbp]] haben die Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Mycoplasma]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ureaplasma&amp;#039;&amp;#039; das kleinste [[Genom]] der zur Auto-[[Replikation]] befähigten Prokaryonten mit Ausnahme des Tiefsee-[[Archaeon]]s &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;[[Nanoarchaeum equitans]]&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; (~500 kbp). Ihr DNS-Genom weist meist einen relativen niedrigen [[Guanin]]-[[Cytosin]] (GC) Gehalt auf und ihre [[Zellmembran]] enthält Cholesterin, was sonst nur bei [[Eukaryonten]] gefunden wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brandis-mikrobio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifizierung ==&lt;br /&gt;
Die Klasse der [[Mollicutes]] umfasst wissenschaftlich gesehen die sechs eubakteriellen Gattungen&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Acholeplasma&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Anaeroplasma&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Asteroleplasma&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mycoplasma&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Spiroplasma]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ureaplasma&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[phylogenetisch]]e Verwandtschaft dieser Gattungen wurde durch die auf [[Carl Woese]] zurückgehende Analyse der 5S und 16S [[rRNA]] ermittelt.&lt;br /&gt;
Ein gemeinsames Merkmal der Mollicutes (Weichhäuter) und damit auch der Ureaplasmen ist das Fehlen einer [[Zellwand]] und die damit einhergehende Anfälligkeit für [[Osmose|osmotische]] Schwankungen des umgebenden Mediums. [[Antibiotika]], die an der Zellwand ansetzen (z. B. [[Penicillin]]e) sind praktisch unwirksam gegen sie. Aufgrund der geringen Größe der Ureaplasmen lassen sie sich, im Gegensatz zu anderen Bakterien, nicht durch [[Sterilisation#Sterilfiltration|Sterilfilter]] mit einer nominalen Porengröße von 0,22&amp;amp;nbsp;µm zurückhalten. Molekular-phylogenetische rRNA-Untersuchungen ergaben, dass die Mollicutes nicht an der Basis des bakteriellen [[Phylogenese|phylogenetischen]] Baums stehen, sondern vielmehr durch degenerative [[Evolution]] aus [[Gram-positiv]]en Bakterien der Lactobacillus-Gruppe mit einem niedrigen [[GC-Gehalt]] der [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]] hervorgegangen sind. Im Zuge dieser degenerativen Evolution haben die Mollicutes einen erheblichen Teil ihrer genetischen Information verloren, so dass sie heute zu den Lebewesen mit dem kleinsten bekannten [[Genom]] zählen (Mollicutes: 580–2.300 kbp, &amp;#039;&amp;#039;E. coli&amp;#039;&amp;#039;: 4.500 kbp, &amp;#039;&amp;#039;Arabidopsis thaliana&amp;#039;&amp;#039;: 100.000 kbp, &amp;#039;&amp;#039;Homo sapiens&amp;#039;&amp;#039;: 3.400.000 kbp). Bakterien der Klasse Mollicutes leben nicht als freie Bakterien, sondern sind entweder auf eine Wirtszelle oder einen Wirtsorganismus angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Parasitismus|Parasiten]] oder [[Kommensalismus|Kommensalen]] erhalten sie vom Wirtsorganismus essentielle Stoffwechselkomponenten wie z. B. [[Fettsäure]]n, [[Aminosäure]]n und Vorstufen der [[Nukleinsäure]]n. Die Möglichkeit zur Verkleinerung des Genoms wird auf die parasitäre Lebensweise der Mollicutes zurückgeführt. Für das Wachstum einiger Vertreter der Mollicutes ist auch [[Cholesterin]] erforderlich, eine Komponente, die normalerweise nicht in Bakterien gefunden wird und deren Synthesevorstufen ebenfalls von den Wirtszellen zur Verfügung gestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Ureaplasmen sind als parasitär lebende Bakterien die Ursache für zahlreiche Krankheiten beim Menschen und Tieren. In der Regel töten Bakterien aus der Klasse der Mollicutes ihren Wirt jedoch nicht ab. Vielmehr verursachen sie chronische Infektionen, was für eine gute Anpassung an die Wirte spricht, und verkörpern damit eine sehr erfolgreiche Art des Parasitismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Ureaplasmen keine Zellwand haben, können sie nur auf speziellen Nährböden angezüchtet werden oder mit Hilfe der [[Polymerase-Kettenreaktion]] (PCR) nachgewiesen werden. Ureaplasmen besiedeln meist den [[Urogenitaltrakt]] und werden durch [[Tröpfcheninfektion]] und direkten Kontakt übertragen. Erkrankungen hervorgerufen durch &amp;#039;&amp;#039;Ureaplasma urealyticum&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ureaplasma hominis&amp;#039;&amp;#039; werden mit Hilfe von [[Makrolid-Antibiotika]] ([[Erythromycin]], [[Clarithromycin]], [[Azithromycin]]) und [[Tetracyclin|Tetracyclinen]] (etwa [[Doxycyclin]]) behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Humanmedizin ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Ureaplasma urealyticum]]&amp;#039;&amp;#039; besiedelt den unteren weiblichen Genitaltrakt und wird während einer Schwangerschaft häufig von der Mutter auf das Kind übertragen, wo sie u.&amp;amp;nbsp;a. gelegentlich die Ursache für [[Pneumonie]]n oder Infektionen des zentralen Nervensystems sein können. Ob &amp;#039;&amp;#039;U. urealyticum&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls ein Erreger der „non-gonococcal-Urethritis“ ist, ist umstritten. Beim Mann ist &amp;#039;&amp;#039;U. urealyticum&amp;#039;&amp;#039; der Erreger der nicht-gonorrhoischen [[Urethritis]] und [[Prostatitis]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Ureaplasma parvum]]&amp;#039;&amp;#039; fakultativ-pathogen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Marianne Abele-Horn]] |Titel=Antimikrobielle Therapie. Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten |Auflage=2., überarbeitete und erweiterte Auflage |Verlag=Peter Wiehl |Ort=Marburg |Datum=2009 |ISBN=978-3-927219-14-4 |Seiten=219 f.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Molecular and Diagnostic Procedures in Mycoplasmology |Hrsg=Shmuel Razin, Joseph G. Tully |Band=Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Characterization&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=Academic Press |Ort=San Diego / London |Datum=1995 |Sprache=en |ISBN=0-12-583805-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mollicutes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mollicuten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernd Rohlfs</name></author>
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