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	<title>Ursula Goetze - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:57:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ursula_Goetze&amp;diff=895705&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;CUM Maillard: Link zum Heilschen Abendgymnasium eingefügt.</title>
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		<updated>2024-07-10T19:36:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link zum Heilschen Abendgymnasium eingefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel Ursula Goetze (1987).jpg|mini|Gedenktafel am Haus [[Hornstraße]]&amp;amp;nbsp;3, Berlin-Kreuzberg, gestaltet von Christa Ludwig 1987]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Goetze Ursula Berlin Humboldtuniversität.jpg|mini|Denkmal für Ursula Goetze und andere Opfer des Hitlerfaschismus in Berlin-Mitte, Humboldt-Universität]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ursula Goetze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. März]] [[1916]] in [[Berlin]]; † [[5. August]] [[1943]] in [[Berlin-Plötzensee]]) war eine [[Student]]in und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ursula Goetze stammte aus bürgerlichem Elternhaus. Sie war drittes Kind des Kaufmanns Otto Goetze und seiner Frau Margarete, die Großeltern führten ein Hotel. Nach dem Besuch des [[Mädchengymnasium|Lyzeums]] und einer Höheren [[Handelsschule]], die sie kurz vor dem Abschluss verließ, arbeitete sie einige Jahre als Stenotypistin. Ab 1938 besuchte sie die Dr. Heilsche Abendschule in [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]], um sich auf das Abitur vorzubereiten. Ihr Berufsziel war Lehrerin, auch weil sie meinte, so am wirkungsvollsten gegen das inzwischen etablierte NS-Regime arbeiten zu können. Nach bestandener Abiturprüfung nahm sie im April 1940 ein Studium der Philologie (Englisch und Französisch) an der [[Deutsche Hochschule für Politik#Integration in Auslandswissenschaftliche Fakultät und Deutsches Auslandswissenschaftliches Institut (DAWI)|Auslandswissenschaftlichen Fakultät]] der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über ihren älteren Bruder [[Eberhard Goetze]] und über Mitschüler kam Goetze um 1930 zum [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|Kommunistischen Jugendverband Deutschlands]] in [[Berlin-Neukölln]]. Schon vor 1933 wurde sie zweimal von der Polizei beim Flugblattverteilen aufgegriffen. Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] durch die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und ihre Bündnispartner brach sie den Kontakt zu ihren Genossen nicht ab, beteiligte sich vielmehr intensiv am Widerstand. Sie leistete Hilfsdienste für Angehörige der [[Judentum|jüdischen]] Minderheit, beteiligte sich am illegalen Einschleusen verbotener Literatur aus dem Ausland. In ihrer Kreuzberger Wohnung in der Hornstraße kam man zusammen, um „Feindsender“ zu hören, übersetzte Flugblätter für die französische Résistance und plante Widerstandsaktivitäten. Goetze sammelte Geld für politisch Verfolgte, rassisch Diskriminierte und Zwangsarbeiter. Sie reiste zur Pariser Weltausstellung 1937, besuchte 1939 wenige Wochen vor Kriegsausbruch eine emigrierte jüdische Freundin und knüpfte Kontakte zur britischen [[Labour Party]]. Eine Emigration lehnte sie ab und kehrte nach Deutschland zurück, um gegen Hitler zu arbeiten. An der [[Heilsches Abendgymnasium|Heilschen Abendschule]] freundete sie sich besonders mit [[Eva Rittmeister]] (geb. Knieper) an. [[Fritz Thiel (Widerstandskämpfer)|Fritz Thiel]], [[Friedrich Rehmer]], [[Liane Berkowitz]] und [[Hans Coppi]] schlossen sich diesem Kreis an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gedenkstaette-ploetzensee.de/totenbuch/recherche/person/goetze-ursula |titel=Ursula Goetze  |werk=Gedenkstätte Plötzensee |sprache=de |abruf=2023-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter Anleitung von [[John Rittmeister]] wandelte sich der Kreis von gemeinsamen Schularbeiten in einen Zirkel von Hitlergegnern. Gemeinsam wurde über verbotene Literatur gesprochen, ausländische Sender abgehört und analysiert. Mit ihren politischen Freunden bekam sie Kontakt zu [[Harro Schulze-Boysen]], dem führenden Kopf des von der Gestapo als „[[Rote Kapelle]]“ bezeichneten Widerstandsnetzwerks. Mit Harro Schulze-Boysen und ihrem Freund [[Werner Krauss (Romanist)|Werner Krauss]] versuchte sie unter französischen Zwangsarbeitern Oppositionsgruppen aufzubauen. Sie traf sich mit ihnen auch in ihrer Wohnung. Die Bemühungen blieben im Ansatz stecken. Der [[Gestapo]] blieb dies wie auch ihre weiter bestehenden Kontakte zu ihren Genossen im kommunistischen Untergrund unbekannt. In der Schulze-Boysens Festnahme folgenden Verhaftungswelle wurde auch sie festgenommen und als Mitglied der Roten Kapelle verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: Klebezettel.jpg|mini|Klebezettel der „[[Rote Kapelle|Roten Kapelle]]“]]&lt;br /&gt;
Am 17. Mai 1942 beteiligten sie und ihr Freund sich entgegen den Ratschlägen ihrer kommunistischen Freunde an der von Fritz Thiel und Harro Schulze-Boysen initiierten Protestaktion gegen die Propagandaausstellung „[[Das Sowjet-Paradies|Das Sowjetparadies]]“ und klebten am [[Sachsendamm]] und im nördlich davon gelegenen Wohngebiet [[Rote Insel]] an die hundert Aufkleber „Ständige Ausstellung: DAS NAZI-PARADIES - Hunger, Lüge, [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]. Wie lange noch?“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gert Rosiejka: &amp;#039;&amp;#039;Die Rote Kapelle. „Landesverrat“ als antifaschistischer Widerstand. – Mit einer Einführung von Heinrich Scheel.&amp;#039;&amp;#039; ergebnisse, Hamburg 1986, ISBN 3-925622-16-0; S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb und wegen der Weitergabe von Flugblättern wurde sie am 18. Januar 1943 [[Todesstrafe|zum Tod verurteilt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Haft entwickelte sie starke Schuldgefühle, weil sie meinte, bei Verhören mehr zugegeben zu haben als nötig und somit Werner Krauss, der starke Zweifel an der Zettelklebeaktion gehabt hatte, unnötig belastet zu haben. Sie nahm, um ihren Freund zu retten, alle Schuld auf sich oder beschuldigte den bereits hingerichteten Fritz Thiel der Falschaussage. Thiel hatte sie und Werner Krauss unter Folter stark belastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. August 1943 wurde das Todesurteil in [[Gedenkstätte Plötzensee|Plötzensee]] durch [[Enthauptung]] mit dem [[Guillotine|Fallbeil]] vollstreckt. Ihr Körper kam in die Anatomie der [[Charité]], wurde anschließend verbrannt und die Asche anonym verscharrt. Laut Todesurkunde war sie „[[gottgläubig]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister StA Charlottenburg von Berlin, Nr. 3880/1943&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem NS-Ende gab es einen Versuch, die Hornstraße in Ursula-Goetze-Straße umzubenennen. Ein 1946 erschienener Stadtplan dokumentiert bereits eine Ursula-Goetze-Straße dort. Der Versuch scheiterte jedoch. Die näheren Umständen sind nicht bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alle Angaben, soweit nicht anders angegeben, siehe: Eike Stedefeldt, Vom Hinterrücks-Vergessen, in: junge Welt, 15. April 2016, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Im Hof der [[Humboldt-Universität]] in [[Berlin-Mitte]] (Unter den Linden 6) gibt es einen Gedenkstein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
| autor=Stefan Reichardt&lt;br /&gt;
| hrsg=Humboldt-Universität&lt;br /&gt;
| url=http://ns-zeit.geschichte.hu-berlin.de/site/lang__de-DE/mid__11610/ModeID__0/PageID__628/4124/default.aspx&lt;br /&gt;
| titel=Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933&lt;br /&gt;
| archiv-url=https://web.archive.org/web/20070202162418/http://ns-zeit.geschichte.hu-berlin.de/site/lang__de-DE/mid__11610/ModeID__0/PageID__628/4124/default.aspx&lt;br /&gt;
| archiv-datum=2007-02-02&lt;br /&gt;
| zugriff=2014-12-25&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* An ihrem letzten Wohnhaus in der [[Hornstraße]] 3 (Bezirk Kreuzberg) gibt es eine Erinnerungstafel (siehe Bild oben)&lt;br /&gt;
* Nach ihr wurde die &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Karlshorst#Ursula-Goetze-Straße*|Ursula-Goetze-Straße]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin-Karlshorst]] benannt.&lt;br /&gt;
* Aus Anlass des 100. Geburtstags fand im Rathaus Kreuzberg auf Antrag der Bezirksverordnetenversammlung und der SPD eine Gedenkveranstaltung statt. Die Partei [[Die Linke]] hatte darüber hinaus beantragt, „eine Benennung im öffentlichen Straßenland“ vorzunehmen, nämlich den „Grünzug in der Hornstraße“ nach Ursula Goetze zu benennen. Gemeint war der begrünte Mittelstreifen der Straße ohne Anrainer.&amp;lt;ref&amp;gt;Eike Stedefeldt, Vom Hinterrücks-Vergessen, in: junge Welt, 15. April 2016, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
| autor=Thomas Frey&lt;br /&gt;
| url=&lt;br /&gt;
http://www.berliner-woche.de/kreuzberg/leute/erinnerung-an-ursula-goetze-d95724.html&lt;br /&gt;
| titel=Erinnerung an Ursula Goetze&lt;br /&gt;
| titelerg=&lt;br /&gt;
| werk=Berliner Woche.de&lt;br /&gt;
| hrsg=&lt;br /&gt;
| datum=27.02.2016&lt;br /&gt;
| seiten=&lt;br /&gt;
| archiv-url=&lt;br /&gt;
| archiv-datum=&lt;br /&gt;
| zugriff=2018-05-15&lt;br /&gt;
| abruf-verborgen=&lt;br /&gt;
| format=&lt;br /&gt;
| sprache=&lt;br /&gt;
| kommentar=&lt;br /&gt;
| zitat=&lt;br /&gt;
| offline=&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In der [[Gedenkstätte der Sozialisten]] ist ihr Name auf der großen Porphyr-Gedenktafel verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam. Ursula Goetze (1916-1943). „Leider habe ich dieses Buch nicht beenden können...“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lendemains&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 48, 12. Jg., 1987, {{ISSN|0170-3803}}, S. 153–161.&lt;br /&gt;
* Regina Griebel, Marlies Coburger und [[Heinrich Scheel]]: &amp;#039;&amp;#039;Erfasst? Das Gestapo-Album zur Roten Kapelle. Eine Fotodokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Audioscop, Halle 1992, ISBN 3-88384-044-0.&lt;br /&gt;
* Werner Krauss: &amp;#039;&amp;#039;Vor gefallenem Vorhang. Aufzeichnungen eines Kronzeugen des Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Fischer-TB.-Vlg., Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-596-12771-8.&lt;br /&gt;
* [[Karl Heinz Jahnke]]: &amp;#039;&amp;#039;Ermordet und ausgelöscht – Zwölf deutsche Antifaschisten.&amp;#039;&amp;#039; Ahriman-Verlag (Reihe: Unerwünschte Bücher zum Faschismus Nr. 8): Freiburg (Breisgau) 1995, ISBN 978-3-89484-553-7. [http://books.google.de/books?id=8oD6Gf8HvZcC&amp;amp;lpg=PR8&amp;amp;pg=PA85#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false auf Google Books]&lt;br /&gt;
* [[Luise Kraushaar]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Widerstandskämpfer 1933–1945. Biografien und Briefe.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Dietz-Verlag: Berlin 1970, Seite 320ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Ursula Goetze}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115642898X|VIAF=269152451230806650002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Goetze, Ursula}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer (Rote Kapelle Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Militärjustiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Goetze, Ursula&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. März 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. August 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Plötzensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CUM Maillard</name></author>
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