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	<title>Wolf Dohrn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wolf_Dohrn&amp;diff=198064&amp;oldid=prev</id>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wolf Dohrn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. April]] [[1878]] in [[Neapel]]; † [[4. Februar]] [[1914]] in [[Chamonix-Mont-Blanc]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=lvb&amp;amp;datum=19140208&amp;amp;query=%22wolf+dohrn%22&amp;amp;ref=anno-search&amp;amp;seite=4 |titel=ANNO, Linzer Volksblatt, 1914-02-08, Seite 4 |abruf=2020-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Kultur- und Bildungsförderer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:StazionezoologicaAntonDohrnNapoli19-12-10 1512.jpg|mini|Das Gebäude der Zoologischen Station Neapel im heutigen Zustand]]&lt;br /&gt;
Wolf Dohrn wuchs nach seiner Geburt in [[Neapel]] mehrsprachig auf (seine Mutter war [[Polen (Volk)|Polin]], sein Vater der deutsche Meeresbiologe [[Felix Anton Dohrn]]). Im Alter von  elf Jahren schickten ihn seine Eltern nach Deutschland zum Schulbesuch, den er im Juli 1897 am Königlichen [[Wilhelmsgymnasium München]]&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresbericht vom K. Wilhelms-Gymnasium zu München. {{ZDB|12448436}}, 1896/97.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der [[Reifezeugnis|Reifeprüfung]] beendete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend studierte er Germanistik, Philosophie, Psychologie, Ästhetik und Staatswissenschaften in [[Berlin]], [[Leipzig]] und München. Während der sieben Semester an der [[Universität Leipzig]] besuchte Dohrn vorrangig die Veranstaltungen in germanischer Philologie bei den Professoren [[Albert Köster]], [[Eduard Sievers]] und [[Wilhelm Wundt]]. 1902 wechselte er den Studienort und studierte in München zunächst Psychologie und Ästhetik bei [[Theodor Lipps]], später [[Nationalökonomie]] bei [[Lujo Brentano]]. In dessen Seminaren begegnete er auch dem späteren ersten Bundespräsidenten, [[Theodor Heuss]], und war auch mit ihm befreundet. Während dieser Zeit begegnete er erstmals dem Sozialreformer [[Friedrich Naumann]] (1860–1919), mit dem er nach dem Abschluss seines Studiums eng zusammenwirkte, zunächst als Verantwortlicher für [[Politik]] und [[Volkswirtschaft]] bei der [[Nationalsozialer Verein|nationalsozialen]] Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst „Freistatt“, die [[Thomas Mann]], [[Frank Wedekind]], [[Otto Julius Bierbaum]], [[Richard Dehmel]] und [[Max Halbe]] zu ihren [[Autor]]en zählte. Seine eher linksliberale Gesinnung und sein zunehmendes Interesse an den Formen ästhetischer Kommunikation führten dazu, dass er im November 1904 von seinem Posten zurücktrat. Dieses Interesse verarbeitete er in seiner 1906 verteidigten [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;„Die künstlerische Darstellung als Problem der Ästhetik. Untersuchungen zur Methode und Begriffsbildung der Ästhetik mit einer Anwendung auf [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]] Werther“&amp;#039;&amp;#039;, um sich mit seinem glänzenden Rednertalent und seinem organisatorischen Geschick ganz in den Dienst der von Naumann vertretenen Auffassungen zu stellen und dem er 1907 den parlamentarischen Wahlsieg in [[Heilbronn]] sicherte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Sarfert: &amp;#039;&amp;#039;Hellerau. Die Gartenstadt und Künstlerkolonie.&amp;#039;&amp;#039; Kleine sächsische Bibliothek, Nr. 3. Hellerau-Verlag, Dresden, 1992, ISBN 3-910184-05-7, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907 übernahm er bei [[Karl Schmidt-Hellerau|Karl Schmidt]] in den [[Deutsche Werkstätten Hellerau|Deutschen Werkstätten für Handwerkskunst]] die Aufgaben eines [[Generalsekretär]]s. Im gleichen Jahr gehörte er zu den Mitbegründern des in München ins Leben gerufenen [[Deutscher Werkbund|Deutschen Werkbundes]], dessen erster Sekretär er von 1908 bis 1910 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politisch vor allem von Friedrich Naumann vertretene [[Gartenstadtbewegung]] zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand in Wolf Dohrn einen glühenden Verfechter, der sich an der Seite von Karl Schmidt als Unternehmer und [[Richard Riemerschmid]] als Architekt, als der herausragende Organisator des Vorhabens erweisen sollte bei dem Ziel, neben dem wirtschaftlichen Erfolg gleichzeitig einen Wohn-, Lebens- und Arbeitsraum für die Familien der Arbeiter und Angestellten der Deutschen Werkstätten für Handwerkskunst sowie für interessierte Geschäftsleute und Kunsthandwerker zu schaffen. Es sollte, so sein weiter erklärtes Ziel, eine [[Gartenstadt]] entstehen, in der sich die Bereiche Kunst, Handel und Ethik sowohl ästhetisch als auch praktisch miteinander verbanden. Der Grundstein zu den [[Deutsche Werkstätten Hellerau|Hellerauer Werkstätten]] und zur [[Gartenstadt Hellerau]] vor den Toren Dresdens wurde am 22. April 1909 gelegt, und bereits im folgenden Jahr wurde der Betrieb in den neuen Fabrikräumen aufgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begeistert von den Methoden des Genfer Komponisten und Begründers einer neuen Richtung der Musikerziehung („[[Rhythmische Erziehung]]“) [[Émile Jaques-Dalcroze]], den Wolf Dohrn in Dresden kennenlernte, sah er in der Errichtung einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;musikalisch-rhythmischen Bildungsanstalt&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; die Lösung für die Verbindung von Kunst und Erziehung als Elemente des &amp;quot;Gartenstadtgedankens&amp;quot;. Mit weitreichenden Zusagen konnte er den Rhythmiker Jaques-Dalcroze für das Vorhaben gewinnen und bereits im Mai 1910 veranlasste er die konstituierende Sitzung des Gründungskomitees. Unter Leitung des Dresdner Bürgermeisters [[Paul Hermann Kretschmar]] wählte die Versammlung einen Unterausschuss, der die Institutionalisierung weiter verfolgen sollte, wobei als dessen Vorsitzender der Generaldirektor des [[Semperoper|Hoftheaters]] [[Nikolaus Graf von Seebach]] gewählt wurde. Der Initiator Wolf Dohrn wiederum wurde als Gründungsdirektor eingesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tessenow lores.jpg|mini|Hellerau, Festspielhaus (2003)]]&lt;br /&gt;
Für die Aktivitäten, die der Wiedergewinnung des Rhythmus in der Erziehung, in der Bildung der Persönlichkeit, in der Kunst und im Leben dienen sollten, schwebte ihm schließlich ein zentraler Bau als äußeres Symbol der Gartenstadt vor, dies war auch seinen Zusagen an Jaques-Dalcroze geschuldet. Da Richard Riemerschmidt eine völlig andere Richtung der Planung der Gartenstadt verfolgte und für dieses Vorhaben nicht zur Verfügung stand, musste Dohrn auch in dieser Richtung neu planen. Anfang Oktober 1910 konnte er den Architekten [[Heinrich Tessenow]] für die Realisierung der geplanten Bildungsanstalt nach den strikten Vorgaben von Jaques-Dalcroze gewinnen, und im November 1911 wurden die Unterrichtsräume des noch im Bau befindlichen Gebäudes eingeweiht. Die „[[Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus Jaques-Dalcroze|Bildungsanstalt Jaques-Dalcroze]]“ (heute: [[Festspielhaus Hellerau]]) schrieb bis 1914 Musik- und Theatergeschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolf Dohrns plötzlicher Tod nach einem Skiunfall und der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] haben die völlige Ausformung seines Lebenswerkes verhindert. Es wurde von seinem Bruder [[Harald Dohrn]], der auch seine Witwe heiratete, im besten Sinn, solange dies für die Familie wirtschaftlich tragbar war, fortgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116171286}}&lt;br /&gt;
* {{Säbi|Katy Schlegel|116171286|Dohrn, Wolf}}&lt;br /&gt;
* [https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-75564 Nachlass von Wolf Dohrn] in der [[Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden|Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116171286|LCCN=nr/95/2194|VIAF=37660299}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dohrn, Wolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rhythmische Erziehung in Hellerau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Werkbundes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Dohrn|Wolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dohrn, Wolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kultur- und Bildungsförderer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. April 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neapel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Februar 1914&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Chamonix-Mont-Blanc]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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