Sein jüngerer Bruder war der Bildhauer Rudolf Stocker (1879–1949). Stocker – wie sein Bruder – gehörte der Stuttgarter FreimaurerlogeWilhelm zur aufgehenden Sonne an. Er wurde auf dem Stuttgarter Pragfriedhof beerdigt.
1908 zum 60. Geburtstag des Königs stiftete der Unternehmer Ernst von Sieglin den Weißenburgbrunnen in der Alexanderstrasse, mit der Figur Das Sinnende Mädchen.<ref>Weissenburgbrunnen. Die Brunnenanlage wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, 1955 wieder neu errichtet (in Laaser Marmor) und 2001 saniert.</ref>
1911 entstand für die Attika des Großen Hauses des Stuttgarter Staatstheaters die Steinfigur Die Musik und 4 allegorische Reliefs aus Bronze für die Königsloge – Schauspiel, Trauerspiel, Lustspiel und Tanz.
1912 wurde die Bronzegruppe Bocksprung für den Brunnen des Zeppelin-Gymnasiums am Stöckach in Stuttgart gefertigt. Die Figur eines nackten Knäbleins mit einem Böcklein sollte ein „Sinnbild von Jugend und Frohsinn“ darstellen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Bocksprungbrunnen. (Memento vom 25. August 2011 im Internet Archive) Zeppelin-Gymnasium Stuttgart. </ref>
Kriegs- und Nachkriegszeit veränderten die Art der Aufträge.
1929 Gefallenendenkmal „Ohnmacht und Wille“ in der Ehrenhalle des Friedhofs Feuerbach für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges<ref>Das Gefallenendenkmal in Stuttgart-Feuerbach. In: Schule-BW.de. Abgerufen am 31. Januar 2020. </ref>
Für die Garnisonskirche in Ulm entstanden die beiden Apostelfiguren „Johannes und Paulus“.
Es entstanden Porträtbüsten zum Beispiel von seiner Frau und seiner Schwester, beide in Marmor, von dem Anatomen Paul Clemens von Baumgarten in Tübingen, von dem Unternehmer Albert Boehringer in Ingelheim und dem Flugzeugingenieur Hanns Klemm.
Stocker war auch als Medailleur tätig.<ref>Prof. Daniel Stocker. Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e. V., abgerufen am 23. September 2023.</ref>
Literatur
Hermann Missenharter: Der Bildhauer Daniel Stocker. In: Württemberg. Monatsschrift im Dienste von Volk und Heimat 1930, S. 302–307.