Zum Inhalt springen

Labbeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. März 2026 um 08:15 Uhr durch imported>Eriosw (fix url genealogy.net).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Labbeck
Gemeinde Sonsbeck
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1200)&title=Labbeck 51° 39′ N, 6° 23′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1200) 51° 38′ 39″ N, 6° 22′ 52″ O
 {{#coordinates:51,64414|6,38103|primary
dim=10000 globe= name=Labbeck region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Einwohner: 1200 (31. Dez. 2013)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Angabe der Gemeinde Sonsbeck (Memento vom 7. Dezember 2017 im Internet Archive)</ref>
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 47665
Vorwahl: 02801
Lage von Labbeck in Nordrhein-Westfalen

Labbeck, bis 1969 eine eigenständige Gemeinde zuletzt im Amt Sonsbeck und dem Kreis Moers, ist heute ein Ortsteil und eine der drei amtlichen Ortschaften der nordrhein-westfälischen Gemeinde Sonsbeck im Kreis Wesel.<ref>Hauptsatzung der Gemeinde Sonsbeck. In: ris.sonsbeck.de. Gemeinde Sonsbeck, 21. Oktober 1987, abgerufen am 25. November 2023.</ref>

Geographie

Datei:Karte Labbeck in Sonsbeck.svg
Lage des Ortsteils Labbeck in Sonsbeck

Labbeck liegt im Norden der Gemeinde Sonsbeck in der Sonsbecker Schweiz. Rund um die Marienkirche hat sich im 20. Jahrhundert eine geschlossene dörfliche Bebauung entwickelt, während die beiden Siedlungsbereiche Balberg und Hammerbruch Streusiedlungen ohne eigentlichen Dorfkern sind.

Geschichte

Datei:Sonsbeck Labbeck - Hasenbrunnen 01 ies.jpg
Der Dorfplatz von Labbeck

Labbeck gehörte ursprünglich zum Herzogtum Kleve. Während der Franzosenzeit am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde im Kanton Xanten des Arrondissements Kleve im Departement Rur die Mairie Labbeck eingerichtet. Sie umfasste die drei kleinen Ortschaften Balberg, Hammerbruch und Labbeck. Nachdem das Rheinland 1815 an Preußen gefallen war, wurde aus der Mairie Labbeck die Bürgermeisterei bzw. die Landgemeinde Labbeck, die zunächst zum Kreis Rheinberg, dann seit 1823 zum Kreis Geldern und seit 1857 zum Kreis Moers gehörte. Seit 1935 gehörte die Gemeinde Labbeck zum Amt Sonsbeck.<ref>Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf 1935, S. 187</ref>

Am 1. Juli 1969 wurde die Gemeinde Labbeck durch das Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des Landkreises Moers zusammen mit der Gemeinde Hamb in die Gemeinde Sonsbeck eingegliedert.

Politik

Wappen, Siegel und Banner

Die Gemeinde Labbeck führte bis zu ihrer Eingemeindung ein Wappen, ein Siegel sowie eine Banner. Das Wappen wurde der Gemeinde am 24. September 1959 verliehen. Zur selben Zeit dürften auch die anderen Hoheitszeichen genehmigt worden sein.<ref name=":0">Hermann Habben: Wappen Siegel und Flaggen im Kreise Moers. Verlag Sattler & Koss, Rheinberg 1962.</ref>

Wappen Blasonierung: In rot über golden (gelb) geteiltem Schilde oben eine halbe goldene Lilienhaspel, unten in Gold (Gelb) fünf, 3:2, rote Schindeln.

Bedeutung: Das Wappen basiert auf einem Schöffensiegel um 1400. Die goldene Lilienhaspel weist auf die frühere Zugehörigkeit zum Herzogtum Kleve hin. Der Grund für die Schindeln im unteren Teil des Wappens ist bisher ungeklärt.<ref name=":0" />

Siegel Das Siegel der ehemaligen Gemeinde Labbeck basiert auf dem Wappen Labbeck und ist mit dem Schriftzug „Gemeinde Labbeck“ umrundet, wobei das Wort "Gemeinde" oben im Siegel steht und das Wort "Labbeck" unten. Die beiden Wörter werden hierbei durch zwei heraldische Kreuze getrennt.<ref name=":0" />

Banner Das Banner der ehemaligen Gemeinde Labbeck gleicht dem Wappen: Das Tuch ist geteilt in oben rot und unten gelb. Auf dem roten Teil liegt eine gelbe Lilienhaspel und auf dem gelben Teil fünf 3:2 stehende rote Schindeln.<ref name=":0" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1835 1656 <ref name="viebahn28">Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungs-Bezirks Düsseldorf. 1836, abgerufen am 5. Mai 2017 (Digitalisat).</ref>
1864 1736 <ref>Statistik des Regierungs-Bezirkes Düsseldorf 1867</ref>
1885 1682 <ref name="lexi">Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland 1885, S. 72</ref>
1910 1960 <ref>Der Landkreis Moers im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Dezember 2021; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref>
1925 1982 <ref>Gemeindeverzeichnis Rheinprovinz. 1930, S. 83 (genealogy.net).</ref>
1939 1922 <ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Baudenkmäler

Baudenkmäler in Labbeck sind die Windmühle am Mühlenberg, die Katstelle Elbers, das alte Backhaus in der Balberger Straße 71, der Labbecker Friedhof, das Forsthaus Hasenacker, der Pauhof, die Katholische Kirche St. Marien mit dem Pfarrhaus und Pfarrheim, der Voigtshof, das Gut Sandfurth, der ehemalige Jüdische Friedhof und der Raymakershof.

Infrastruktur

Durch das Gebiet von Labbeck führte eine von den Römern erbaute Wasserleitung, die Wasser aus dem Tüschenwald zur Colonia Ulpia Traiana auf dem Gebiet des heutigen Xanten beförderte. Labbeck besaß seit 1884 einen Bahnhof an der Boxteler Bahn. Bahnstrecke und Bahnhof wurden 1945 durch Kriegseinwirkungen zerstört.

In Labbeck ist ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Sonsbeck stationiert.<ref>Freiwillige Feuerwehr Sonsbeck</ref>

Kultur

Ein Träger des lokalen Brauchtums ist die St. Hubertus Schützenbruderschaft 1863 Labbeck.

Weblinks

Commons: Labbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Ortschaften: Hamb | Labbeck | Sonsbeck

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein