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Synapse Software

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Synapse Software

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Synapse Software Corporation logo.png
Rechtsform Corporation
Gründung 1981
Auflösung 1986
Auflösungsgrund Schließung durch Mutterkonzern Brøderbund
Sitz Richmond (Vereinigte Staaten)
Leitung Ihor Wolosenko
Branche Softwareentwicklung

Synapse Software war ein US-amerikanisches Software-Unternehmen, das von 1981 bis 1984 existierte. Es hatte seinen Sitz im kalifornischen Richmond.

Geschichte

Das Unternehmen wurde von Ihor Wolosenko und Ken Grant gegründet und gehörte in den 1980er-Jahren zu den bekannteren Softwarehäusern.<ref name="hales-interview">Steve Hales Interview. In: James Hague: Halcyon Days. (englisch) dadgum.com</ref>

Zu den erfolgreicheren Produktionen gehören Fort Apocalypse von Steve Hales, Blue Max und Shamus von William Mataga sowie das Adventure Mindwheel, bei dem Hales und Mataga mit dem Lyriker Robert Pinsky zusammenarbeiteten. Auch die von Bill Williams für Synapse programmierten Actionspiele verkauften sich gut; der Ludohistoriker Jimmy Maher nennt Synapse Software die „Meister der Atari-8-bit-Actionspiele“.<ref>Bill Williams: The Story of a Life. In: Filfre.net. Abgerufen am 6. Mai 2018.</ref> Die Cover der Synapse-Spiele wurden von Tim Boxell gestaltet, der zuvor Comics gezeichnet hatte und ein Freund von Wolosenko war.<ref name="hales-interview" /> Das Studio produzierte auch Anwendersoftware für die Atari-Heimcomputer. Programme wie SynFile oder SynCalc richteten sich zum Teil an professionelle Anwender und wurden von Atari veröffentlicht.<ref>ROM #9, Dezember/Januar 1985, S. 23; Synapse: A Business Approach. In: atarimagazines.com. Abgerufen am 22. September 2016.</ref>

Nach dem Video Game Crash 1983 wurde Atari an Jack Tramiel verkauft, der sich weigerte, 40.000 bereits versendete Softwareprodukte von Synapse zu bezahlen.<ref>S1E6 Synapse SynFile+ – Supplement. In: InverseAtAscii.info. Abgerufen am 22. September 2016.</ref> 1984 geriet Synapse dadurch in finanzielle Schwierigkeiten und schloss im Oktober 1984 einen Vertrag, der die Übernahme durch Brøderbund regelte.<ref>Jack Powell: Synapse merges with Brøderbund. In: Antic, Vol. 4, No. 3, Juli 1985, S. 16 (englisch)</ref> Mit seinen Textadventures trat Synapse in den von den Medien so betitelten „Parser war“ (Parser-Krieg) ein – die Synapse-Entwickler standen in direkter Konkurrenz zu den Programmierteams von anderen Textadventureproduzenten wie Telarium, die ebenfalls daran arbeiteten, einen Parser zu entwickeln, der dem von Marktführer Infocom ebenbürtig oder gar überlegen wäre.<ref>Shay Addams: if yr cmptr cn rd ths… In: Computer Entertainment. August 1985, S. 24 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vaxdungeon.com (Memento vom 31. Januar 2016 im Internet Archive)).</ref>

1986 wurde Synapse wegen mangelnder Rentabilität aufgelöst. Ein weiteres Textadventure, das die Welt der Samurai zum Inhalt hatte, war zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt, wurde aber nicht mehr veröffentlicht.<ref>Bookware’s Sunset. In: Filfre.net. Abgerufen am 21. April 2018.</ref>

Ludografie

Name Jahr Genre Publisher
Alley Cat 1983 Jump ’n’ Run Ariolasoft
Blue Max 1983 Action Synapse
Blue Max 2001 1984 Action Ariolasoft
Breakers 1986 Textadventure Brøderbund
Brimstone 1985 Textadventure Brøderbund
Dimension X 1984 Action Synapse
Doughboy 1984 Action Synapse
Drelbs 1983 Strategie Synapse
Electrician 1986 Action Kemco
Essex 1985 Textadventure Brøderbund
Fort Apocalypse 1982 Action Synapse
Mind Walker 1986 Action Commodore
Mindwheel 1984 Textadventure Brøderbund
Necromancer 1982 Action Synapse
Sentinel 1984 Action Synapse
Shamus 1982 Action Synapse

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />