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Ariane Labed

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Datei:Ariane Labed 2015.jpg
Ariane Labed (2015)

Ariane Labed (* 8. Mai 1984 in Athen, Griechenland)<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ariane Labed.] allocine.fr, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 8. Mai 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> ist eine französische Theater- und Filmschauspielerin, die auch als Regisseurin und Drehbuchautorin tätig ist.

Leben

Labed, Tochter französischer Eltern, wurde in Griechenland geboren, wo sie auch Teile ihrer Kindheit verbrachte. Ariane Labed lebte in ihrer Jugend ebenfalls in Deutschland und Frankreich, wo sie zehn Jahre lang Tanz studierte. Ein Kunststudium führte sie an die Universität der Provence in Marseille.<ref name="vas.eu.com">Biografie bei vas.eu.com (PDF-Datei, englisch, 63,8 kB; abgerufen am 3. September 2011).</ref>

In Frankreich arbeitete Labed u. a. als Tänzerin für das Theaterensemble Les gens d’enface und in Avignon als Marionettenspielerin. 2005 gründete sie gemeinsam mit französischen, griechischen und mexikanischen Künstlern die internationale Theatergruppe Vasistas, die ihren Sitz in Athen und Marseille hat und sich dem experimentellen Theater widmete.<ref>Beschreibung bei vas.eu.com (englisch; abgerufen am 3. September 2011).</ref> Als Schauspielerin stand Labed ab Mitte der 2000er Jahre in einigen Aufführungen des Ensembles auf der Bühne. Auch führten sie Engagements an das Athener Nationaltheater (Faust, 2008/09; Alkistis, 2009).<ref name="vas.eu.com" />

Einem internationalen Publikum wurde die Französin durch ihre erste Filmrolle in Athina Rachel Tsangaris griechischsprachigem Spielfilm Attenberg (2010) bekannt. In dem von Giorgos Lanthimos koproduzierten Drama übernahm sie die Hauptrolle einer jungen Griechin, die in einer gesichtslosen Arbeiterstadt an der Küste lebt und mit der Krebskrankheit ihres Vaters und ersten sexuellen Erfahrungen konfrontiert wird. Der Part der Marina brachte Labed 2010 bei den 67. Internationalen Filmfestspielen von Venedig die Coppa Volpi als beste Darstellerin ein, wo sie sich u. a. gegen die spätere Oscar-Preisträgerin Natalie Portman (Black Swan) und die Österreicherin Sophie Rois (Drei) durchsetzen konnte. Ihren griechischsprachigen Text hatte sie phonetisch erlernt.<ref name="Guardian">Clarke, Cath: First sight Ariane Labed. In: The Guardian, 19. August 2011, S. 16 (korrigiert am 22. August 2011).</ref> Monate nach dem Triumph in Venedig erhielt Labed 2011 mit dem Hellenic Film Academy Award auch den wichtigsten griechischen Filmpreis als beste Darstellerin zugesprochen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Preisträger (Memento vom 4. Januar 2014 im Internet Archive) bei hellenicfilmacademy (griechisch; abgerufen am 3. September 2011).</ref>

Nach dem Erfolg im griechischen Kino arbeitete Labed mit Giorgos Lanthimos an dem Film Alpen zusammen, der 2011 ebenfalls eine Einladung in den Wettbewerb von Venedig erhielt. Alpen erzählt von einer Gruppe Menschen, die als Doubles für Verstorbene bezahlt wird.<ref name="diepress-750154">"Alpis" im Kino: Der griechische Albtraum. In: diepresse.com. 18. April 2012, abgerufen am 26. September 2018.</ref> Drei Jahre später erhielt Labed für ihre Darstellung der Schiffsingenieurin Alice in Lucie Borleteaus dokumentarisch anmutendem Spielfilm Alice und das Meer den Darstellerpreis des Internationalen Filmfestivals von Locarno zugesprochen. Mit dem ebenfalls im Rahmen des Festival gezeigten Film Love Island von Jasmila Žbanić bekleidete Labed erstmals eine Hauptrolle in einer Filmkomödie.

Den internationalen Durchbruch schaffte sie 2016 an der Seite von Michael Fassbender in der Videospiele-Verfilmung Assassin’s Creed. Im selben Jahr wurde bekannt gegeben, dass Labed 2017 erstmals bei den Salzburger Festspielen in einer Inszenierung von Athina Rachel Tsangari (Lulu) zu sehen sein wird.<ref>Salzburger Festspiele: Lulu, abgerufen am 18. November 2016.</ref>

Neben ihrer Schauspielkarriere inszenierte Labed den preisgekrönten Kurzfilm Olla (2019) und beteiligte sich als Regisseurin auch an dem Episodenfilm Bedrängt, bedroht, belästigt – 24 Frauen, 24 Geschichten (2021). Im Jahr 2024 wurde ihr Spielfilmdebüt September & July in die Sektion Un Certain Regard der 77. Internationalen Filmfestspiele von Cannes eingeladen.

Nach Aufenthalten in Paris<ref name="Guardian" /> und London<ref>Yorgos Lanthimos, director of The Lobster, on his wild, star-studded life of Queen Anne. In: The Guardian. Abgerufen am 7. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> lebt Ariane Labed seit dem Brexit überwiegend in Athen<ref>Ariane Labed: ‘It’s a fight if you want to shoot on film’. In: Little White Lies. Abgerufen am 7. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Sie ist seit 2013 mit dem griechischen Regisseur Giorgos Lanthimos verheiratet.

Theaterstücke

  • 2006: Get Over It (Produktion: Vasistas)
  • 2007: Little Red and Her Riding Hood – Me and my Wolf (Vasistas)
  • 2008/2009: Silence (Vasistas)
  • 2008/09: Faust – Regie: Argyro Chioti (Nationaltheater, Athen)
  • 2009: Alkistis – Regie: Thomas Moschopoulos (Nationaltheater, Athen)
  • 2009: Cassandre – Regie: Benedetto Marcello (Vasistas/Phormigx Concert Agency)

Filmografie

Film- und Fernsehrollen

  • 2010: Attenberg
  • 2011: Alpen (Alpis)
  • 2012: The Capsule (Kurzfilm)
  • 2013: Before Midnight
  • 2013: Une place sur la Terre
  • 2014: Magic Men
  • 2014: High and Dry (Kurzfilm)
  • 2014: La diagonale du fils (Kurzfilm)
  • 2014: Love Island
  • 2014: Alice und das Meer (Fidelio, L’odyssée d’Alice)
  • 2015: The Lobster
  • 2015: Préjudice
  • 2015: Despite the Night (Malgré la nuit)
  • 2016: Seances
  • 2016: Black Mirror (Fernsehserie, Folge 3x05)
  • 2016: Die Welt sehen (Fernsehtitel: Wir waren im Krieg) (Voir du pays)
  • 2016: Assassin’s Creed
  • 2018: Maria Magdalena (Mary Magdalene)
  • 2018: Ad Vitam (Fernsehserie, 6 Folgen)
  • 2019: Olla (Kurzfilm)
  • 2019: The Souvenir
  • 2020: Trigonometry
  • 2021: The Souvenir Part II
  • 2021–2022: L’Opéra – Dancing in Paris (L’Opéra, Fernsehserie, 2 Staffeln, je 8 Folgen)
  • 2022: Flux Gourmet
  • 2023: Avant l’effondrement
  • 2023: Le Vourdalak
  • 2024: Swimming Home
  • 2024: Der Brutalist (The Brutalist)

Regie

  • 2019: Olla (Kurzfilm, auch Drehbuch)
  • 2021: Bedrängt, bedroht, belästigt – 24 Frauen, 24 Geschichten (H24, Episodenfilm)
  • 2024: September & July (September Says, auch Drehbuch)

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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