Greiselbach
Greiselbach Gemeinde Wilburgstetten
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(155)&title=Greiselbach 49° 1′ N, 10° 25′ O
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| Höhe: | 447 (447–469) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 155 (2015)<ref name="Einwohner">Allianz Hesselberg Limes – Integriertes ländliche Entwicklungskonzept (ILEK). (PDF; 12,3 MB) S. 32, abgerufen am 16. September 2022.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. April 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 91634 | |||||
| Vorwahl: | 09853 | |||||
Greiselbach (bis 1922 Greißelbach<ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 29, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat). </ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Wilburgstetten im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Greiselbach hat eine Fläche von 4,440 km². Sie ist in 399 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11.127,46 m² haben.<ref>Gemarkung Greiselbach (093677). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 24. September 2024.</ref> In ihr lieget neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteil Gramstetterhof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Pfarrdorf liegt am Hasselbach. Im Osten grenzen die Waldgebiete Brunnenschlag und Weiltinger Forst an. Dort erheben sich der Greiselbacher Berg und der Rote Berg (524 m ü. NHN). Ansonsten ist der Ort unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben. 0,5 km südwestlich liegt das Waldgebiet Abelensschlag. Die Bundesstraße 25 führt an Oppersberg vorbei nach Fremdingen (5 km südöstlich) bzw. nach Wilburgstetten (2,2 km nordwestlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Wolfsbühl (1,1 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die Fraisch übte die Reichsstadt Dinkelsbühl aus. Außer Etters war sie strittig zwischen dem ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen und den oettingen-spielbergischen Oberämtern Aufkirchen und Mönchsroth. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die Reichsstadt Dinkelsbühl. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 16 Anwesen. Grundherren waren
- das württembergische Oberamt Weiltingen (9 Anwesen: 7 Söldengüter, 2 Häuser),
- die Reichsstadt Dinkelsbühl (7 Anwesen; Dreikönigspflege: 1 Söldengut; Harrscherische Stiftung: 1 Wirtschaft; Hintere-Stuben-Pflege: 2 Gütlein; Katholische Kirchenpflege: 1 Söldengut; Reichsalmosenpflege: 2 Güter). Außerdem gab es eine Kirche, ein Pfarrhaus, ein Schulhaus und ein Gemeindehirtenhaus.<ref name="N422">T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 422.</ref> Auf den Anwesen saßen 14 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Kreiselbach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 382 (Digitalisat).</ref>
1806 kam Greiselbach an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Wilburgstetten zugeordnet. Gleichzeitig entstand die Ruralgemeinde Greiselbach.<ref>T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 535 und 541.</ref><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 61 (Digitalisat).</ref> Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nördlingen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Nördlingen (ab 1813 Rentamt Oettingen). Ab 1831 gehörte Wilburgstetten zum Landgericht Dinkelsbühl und zum Rentamt Dinkelsbühl (1919 in Finanzamt Dinkelsbühl umbenannt, seit 1973 Finanzamt Ansbach). Die Verwaltung übernahm 1862 das neu geschaffene Bezirksamt Dinkelsbühl (1939 in Landkreis Dinkelsbühl umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Dinkelsbühl (1879 in das Amtsgericht Dinkelsbühl umgewandelt, seit 1973 Zweigstelle des Amtsgerichtes Ansbach).<ref name="N561">T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 561.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,292 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. April 1971 nach Wilburgstetten eingemeindet.<ref> </ref><ref>Wilburgstetten > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 23. April 2025.</ref> Mit der Auflösung des Landkreises Dinkelsbühl im Jahr 1972 kam Greiselbach an den Landkreis Ansbach.<ref name="N561"/>
Baudenkmäler
- Greiselbach 13a: Gasthof und ehem. Brauerei Braunes Ross, zweigeschossiger giebelständiger Putzbau mit Satteldach, im Kern Fachwerk des 18. Jahrhunderts, bezeichnet „1756“ und „1887“.<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Wilburgstetten (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Greiselbach 16: Ehem. Schulhaus, zweigeschossiger massiver Walmdachbau mit Fachwerkdachreiter, bezeichnet „1826“.<ref name="Denkmalliste"/>
- Im Kirchlesranken 28: Evang.-Luth. Pfarrkirche, ehem. St. Stephan, sog. Wolfskirchlein, kleine Saalkirche mit dreiseitig geschlossenem Chor, angefügter Sakristei und Dachreiter mit Zwiebelhaube, im Kern 15./16. Jahrhundert, 1668 durchgreifend erneuert; mit Ausstattung; Friedhofsmauer mit Grabsteinen, wohl noch spätmittelalterlich; Kirchenbrücke, einbogiger Bruchsteinbau, 16. Jahrhundert, 1850 renoviert.<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Stephan und ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.<ref name="N422"/> Die Katholiken sind nach St. Margareta (Wilburgstetten) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kreiselbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 209 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 15). Deutscher Kunstverlag, München 1962, DNB 451450930, S. 145–146.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665628 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:Steichele Bisthum Augsburg
Weblinks
- Ortsteile > Greiselbach. In: wilburgstetten.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Greiselbach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Greiselbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Beermühle | Brennhof | Burgstallhof | Gramstetterhof | Greiselbach | Höllmühle | Knittelsbach | Neumühle | Neuölmühle | Rühlingstetten | Villersbronn | Walkhof | Walkmühle | Welchenholz | Wilburgstetten | Wittenbach | Wolfsbühl
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- Ort im Landkreis Ansbach
- Ortsteil von Wilburgstetten
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach)
- Gemeindegründung 1811
- Gemeindeauflösung 1971
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Ansbach