Post
Das Postwesen ist die Gesamtheit der mit der gewerblichen Beförderung und Verteilung schriftlicher Nachrichten befassten Wirtschaftssubjekte.
Etymologie
Der Wechselposten ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war der festgelegte Ort, an dem bei der Pferdepost der Pferdewechsel stattfand.<ref>Gerhard Köbler: Etymologisches Rechtswörterbuch. 1995, S. 311.</ref> Der erste römische Kaiser Augustus richtete wohl als erster diese Poststationen ein, die eine Tagesreise voneinander entfernt auf festgelegten Wegen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) lagen.<ref>Dorit Bölsche: Koordination im Briefpostmarkt. 2001, S. 9.</ref> Ab 1521 tauchte das Wort Post in Deutschland auf.<ref>Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Deutsches Rechtswörterbuch (= Band X). 2001, Sp. 1159 f.</ref>
Allgemeines
Die Institution der Post wird notwendig, wenn Absender und Empfänger nicht gleichzeitig am selben Ort anwesend sind, aber zwischen beiden eine schriftliche Nachricht ausgetauscht werden soll. Die Post ist damit ein Kommunikationsmittel. Sie stellt eine asynchrone Telekommunikation dar, bei der die Nachrichten aufgezeichnet oder aufgeschrieben werden, bevor sie mit zeitlicher Verzögerung zum Empfänger transportiert und dann (vielleicht) von ihm rezipiert werden (Brief, Postkarte, Postpaket). Zunächst müssen diese Nachrichten vom Postunternehmen gesammelt und dann sortiert werden, bevor sie an die Empfänger weitergeleitet werden können.
Die traditionellen Postunternehmen befördern Nachrichten und Kleingüter, Postsendungen und zuweilen auch Personen (beispielsweise in Österreich, der Schweiz und in Deutschland mit Postbussen).<ref>Postbus - Der Bus für Deutschland. Deutsche Post AG, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 4. April 2017.</ref> Sie wurden in Europa meist staatlich betrieben, inzwischen sind aber die staatlichen Logistikunternehmen oft privatisiert oder auf dem Weg dahin, so z. B. in Deutschland. Vorlage:Hinweisbaustein Oft wird auch eine Durchführung von Geldverkehr und Urkundengeschäften (zum Beispiel Identitätsnachweise) vorgenommen.
Bei der Flaschenpost handelt es sich dagegen nicht um eine definitionsgemäße Postbeförderung, weil der Empfänger unbekannt ist.
Arten
Der Postbegriff wird auch für Beförderungsarten aller Art verwendet. So kann unterschieden werden nach
- Betreiber/Besitzer: Staatspost, Landespost, Stadtpost, Hauspost (interner Briefverkehr bei Behörden und Unternehmen);
- Ziel: Inlandspost, Auslandspost;
- Zustellungszeitraum: Morgenpost, Abendpost, Spätpost, Nachtpost (heute wird wegen Vorhandenseins schnellerer Kommunikationsmittel meist nur noch einmal täglich zugestellt);
- Zweck: Dienstpost, Geschäftspost, Verwaltungspost, Wirtschaftspost, Privatpost;
- benutztem Transportmittel: Postfahrzeug, Bahnpost, Luftpost, Ballonpost, Kraftpost, Schiffspost, Rohrpost;
- technologischen Aspekten: Anschlusspost, Eilpost, Zubringerpost;
- Benutzerkreis: Feldpost, Dienstpost, Kurierpost; im Mittelalter auch Metzgerpost, Post des Deutschen Ritterordens;
- Angaben in Büchern des 19. Jahrhunderts: Fahrpost, Reitpost, Schnellpost.
Im Zeitalter der elektronischen Datenverarbeitung wurde der Begriff auf elektronische Post (E-Mail, zu englisch mail ‚Post‘) übertragen.
Auch für Zeitungen des 17. Jahrhunderts fand sich das Wort Post, wie das Beispiel der Leipziger Post- und Ordinar-Zeitung zeigt. Dies ist auch heute noch der Fall: zum Beispiel Washington Post, Rheinische Post.
Geschichte
Postunternehmen heute
Siehe auch
- Liste der Postfahrzeuge
- Postsperre
- Schneckenpost
- Flüsterpost
- Deutsche Post AG
- Die Schweizerische Post
- Österreichische Post
Weblinks
- Literatur von und über Post im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Warum und wann entstand die Post? ( des Vorlage:IconExternal vom 19. Mai 2009 im Internet Archive)
- Begriff: Brandenburgisch-Preußische Post
Einzelnachweise
<references />