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AMOS BASIC

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AMOS BASIC
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Basisdaten
Paradigmen: imperativ, prozedural
Erscheinungsjahr: 1990
Designer: Francois Lionet
Entwickler: Mandarin Software (Herausgabe); Europress (Weiterentwicklungen)
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Typisierung: dynamisch
Wichtige Implementierungen: Interpreter; Compiler (AMOS – The Compiler)
Dialekte: Easy AMOS; AMOS Professional
Beeinflusst von: STOS BASIC
Betriebssystem: AmigaOS
Lizenz: proprietär
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AMOS Basic (AM- steht für Amiga) ist eine für Amiga-Computer entwickelte Variante der Programmiersprache BASIC, die 1990 von Francois Lionet entwickelt und von Mandarin Software herausgegeben wurde.

1992 kamen zwei Erweiterungen dazu: „AMOS 3D“ (mit Befehlen und Tools für die 3D-Programmierung) und „AMOS – The Compiler“. Der Compiler erstellt aus, normalerweise von Interpretern ausgeführten, AMOS-Basic-Programmen eigenständig ausführbare Programme, die also keinen Interpreter benötigen.

Ende 1992 wurde als weitere Version auch „AMOS Professional“ veröffentlicht.

Der Quelltext von Amos steht bei der Firma Clickteam (einer der Gründer ist Francois Lionet) als Download zur Verfügung (siehe Weblinks).

Eine der Besonderheiten dieses BASIC-Dialekts ist die integrierte Skriptsprache „AMAL“ (AMOS Animation Language), mit der man Sprites (Computergrafiken) parallel zum normalen Programm animieren und steuern kann.

Geschichte

AMOS ist ein Abkömmling von STOS BASIC für Atari ST und wurde 1990 vorgestellt.

Um die Animation von Sprites zu vereinfachen, enthält AMOS die Animationssprache AMOS Animation Language (AMAL), eine kompilierte Sprite-Scripting-Sprache, die unabhängig vom AMOS-BASIC-Programm läuft.<ref>Computers. 8. Dezember 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Dezember 2010; abgerufen am 18. Mai 2020.</ref> Mittels AMAL-Scripts war es möglich, die Screen- und „Rainbow“-Effekte zu steuern.

Nach der Originalversion von AMOS veröffentlichte Europress den AMOS Compiler und zwei weitere Versionen der Sprache, nämlich Easy AMOS, eine für Anfänger vereinfachte Version der Sprache, und AMOS Professional, eine erweiterte Version der Sprache mit mehr Funktionen.

AMOS wurde vor allem zur Erstellung von Multimedia-Software, Videospielen und Bildungssoftware eingesetzt.

Die Sprache erzielte kleinere Erfolge innerhalb der Amiga-Community und war besonders bei Anfängern beliebt.

Erweiterungen und Werkzeuge

AMOS unterstützt Erweiterungen (Extensions), die den Sprachumfang um zusätzliche Befehle ergänzen. Diese Erweiterungen werden in Slots geladen; AMOS bringt dabei mehrere Standard-Erweiterungen mit, daneben existieren zahlreiche weitere Erweiterungen von Dritten.<ref>amostools.lha – Readme (Extensions/Slots). In: Aminet. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

TOME (Total Map Editor)

TOME ist eine AMOS-Erweiterung, die insbesondere Werkzeuge für kachelbasierte Karten-/Level-Erstellung bereitstellt und in AMOS-Projekten zur Erstellung von Spielkarten genutzt wurde.<ref>Ultimate AMOS (Online-Ausgabe) – Abschnitt zur TOME-Extension. In: Amiga Source Code Preservation (GitLab Pages). Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref> Für AMOS Professional existierten zudem Updates, die eine vorhandene Originalinstallation der Erweiterung voraussetzen.<ref>TOME4ProUpdate.lha – Paketbeschreibung/Readme. In: Aminet. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

AMCAF

AMCAF ist eine Erweiterung für AMOS Professional, die zusätzliche AMOS-Befehle bereitstellt; zu AMCAF ist ein eigenes Handbuch verfügbar.<ref>Amcaf-PDF.lha – AMCAF Extension Manual. In: Aminet. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

Software

Im Folgenden sind beispielhaft einige Programme aufgeführt, die mit AMOS entwickelt wurden (Auswahl):

  • AQUABYSS (Aged Code, 2022), ein Strategie-/Trading-Spiel für den Amiga.<ref>AQUABYSS. In: Lemon Amiga. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>
  • Scorched Tanks (Dark Unicorn, 1993).<ref>Scorched Tanks. In: Lemon Amiga. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>
  • Spiele von Vulcan Software, u. a. die Valhalla-Trilogie (Valhalla and the Lord of Infinity, Valhalla: Before the War, Valhalla & the Fortress of Eve).<ref>Valhalla and the Lord of Infinity. In: Lemon Amiga. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref><ref>Valhalla: Before the War. In: Lemon Amiga. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref><ref>Valhalla & the Fortress of Eve. In: Lemon Amiga. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>
  • Genesia (Amiga-Version von Ultimate Domain, Microïds/Mindscape, 1993).<ref>Genesia. In: Lemon Amiga. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>
  • Flight of the Amazon Queen – der Entwickler beschreibt AMOS als zentrales Werkzeug für Engine/Editoren (Amiga-Entwicklung).<ref>Making of Flight of the Amazon Queen: A 20th Anniversary Retrospective. In: Game Developer. 1. Juni 2015, abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>
  • Extreme Violence (1993), u. a. über ein Amiga Power-Coverdisk verbreitet.<ref>Extreme Violence. In: Lemon Amiga. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref><ref>Mid Week Mini: Extreme Violence (Amiga). In: Reality Glitch. 2. Dezember 2009, abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>
  • Jetstrike (Rasputin/Shadow Software, 1993/1994).<ref>Jetstrike. In: Lemon Amiga. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>
  • Black Dawn (1994).<ref>Black Dawn. In: Lemon Amiga. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>
  • Miggybyte (Diskmag, 1995–1997): das zugrunde liegende Engine-Tool (MMMC) wurde in AMOS programmiert.<ref>Miggybyte. In: Museo Elettronico Commodore Amiga (MECA). Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Stephen Hill: Amiga Game Maker's Manual: With AMOS Basic. Sigma Press, Wilmslow (England) 1992, ISBN 978-1-85058-230-4.<ref>Amiga Game Maker's Manual with AMOS Basic. In: Internet Archive. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />