Zum Inhalt springen

Koevolution

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Mai 2024 um 18:40 Uhr durch imported>Fährtenleser (Begriffsverwendung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Koevolution, auch Coevolution, bezeichnet im Rahmen der Evolutionstheorie einen evolutionären Prozess mit wechselseitiger Anpassung zweier stark interagierender Arten. Dies kann sich über sehr lange Zeiträume in der Stammesgeschichte beider Arten erstrecken.<ref>Futuyma, D.J. & Slatkin, M. (eds.): Coevolution. Sinauer Associates: Sunderland 1983; Guimarães Jr, P.R.; Jordano, P. & Thompson, J.N.: Evolution and coevolution in mutualistic networks. Ecology Letters 14, 2011: 877–885.</ref> Folglich ist der Begriff auf Artenpaare beschränkt, bei denen beide Arten einen starken Selektionsdruck aufeinander ausüben. Das Ergebnis der Koevolution sind Koadaptationen, die bei beiden beteiligten Arten auftreten. Koevolutionäre Prozesse können in mutualistische und antagonistische unterschieden werden, je nachdem, ob die Entwicklungen zum gegenseitigen Nutzen sind oder den gegenseitigen Selektionsdruck verschärfen.

Beispiele

Beispiele für Koevolution gibt es bei den Beziehungen zwischen

Begriffsverwendung

Der ursprünglich ausschließlich in der Evolutionsbiologie verwendete Begriff ist in andere Disziplinen übernommen worden und hat dadurch fakultätsabhängige Bedeutungswandlungen erfahren:

Literatur

  • Erich Jantsch: Die Selbstorganisation des Universums. Vom Urknall zum menschlichen Geist. Hanser Verlag 1992, ISBN 978-3-446-17037-7.

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary: Koevolution – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />