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Pyrotol

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Pyrotol war ein nach dem Ersten Weltkrieg verfügbarer Sprengstoff. Er wurde aus Restbeständen des US-Militärs, wie Kordit und Rauchschwachen Pulvern aufbereitet. Der Sprengstoff wurde normalerweise zusammen mit Dynamit verwendet, dessen Sprengwirkung dadurch deutlich verbessert wurde.

Da Pyrotol auf dem Markt sehr günstig zu bekommen war, wurde es von Farmern häufig zum Entfernen von Baumstümpfen oder zum Säubern von Gräben verwendet.<ref name="Buhk">Tobin T. Buhk: True Crime: Michigan. Stackpole Books, 2011, ISBN 978-0-811-74510-9, S. 51–52.</ref> Die Produktion wurde 1928 eingestellt, nachdem im Jahr 1927 durch Pyrotol während des Schulmassaker von Bath 45 Personen getötet wurden, die meisten davon Kinder.<ref name="Buhk" /> Wahrscheinlich wäre die Produktion aber sowieso kurze Zeit später eingestellt worden, da die Restbestände des Militärs bereits nahezu aufgebraucht waren.<ref>College Killers. RW Press, ISBN 978-1-909284-01-2.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Heavy orders cut supply of pyrotol (englisch) (Memento vom 15. Juni 2020 im Internet Archive). In: Granite Falls Record vom 30. September 1927.</ref>

Unter dem Markennamen Pyrotol wird außerdem ein Katalysator auf Chrom-Aluminium-Basis verwendet, der in der Petrochemie zum Cracken der Fraktion mit 6 bis 9 Kohlenstoffatomen (u. a. Nebenprodukt aus der Erzeugung von Ethylen) verwendet wird.<ref name="Chauvel">Alain Chauvel: Petrochemical Processes Editions OPHRYS, ISBN 978-2-710-81065-0, S. 276.</ref>

Einzelnachweise

<references />