Zum Inhalt springen

Çavuşin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Çavuşin

Hilfe zu Wappen
Çavuşin (Türkei)
Çavuşin (Türkei)
Basisdaten
Staat: Turkei Türkei
Provinz (il): Nevşehir
Landkreis (ilçe): Avanos
Koordinaten: 38° 40′ N, 34° 50′ OKoordinaten: 38° 40′ 22″ N, 34° 50′ 22″ O
 {{#coordinates:38,672777777778|34,839444444444|primary
dim=10000 globe= name= region=TR-50 type=city
  }}
Höhe: 1020 m
Einwohner: 387<ref name="Infobox Ort in der Türkei.EinwohnerOrt">Nufusune.com: NEVŞEHİR AVANOS ÇAVUŞİN KÖYÜ NÜFUSU - İl İlçe Mahalle Köy Nüfusu, abgerufen am 27. Januar 2026</ref> (2024)
Telefonvorwahl: (+90) 384
Postleitzahl: 50 xxx
Kfz-Kennzeichen: 50
Struktur und Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Halil Çopur
Datei:Çavuşin01.JPG
Blick auf die Felsenburg Çavușin
Datei:Map of Cappadocia.jpg
Çavuşin und andere sehenswerte Orte in Kappadokien

Çavuşin ist ein Dorf (Köy) im Landkreis Avanos der Provinz Nevşehir in Kappadokien in der Türkei an der Verbindungsstraße zwischen Avanos und Göreme, etwa fünf Kilometer nördlich von Göreme.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Chavusin cappadocia by shakko.jpg
Aussicht vom Çavuşin-Hügel

Eine der ältesten Höhlenkirchen von Kappadokien ist die Johanneskirche (auch Täuferkirche), vermutlich aus dem 5. Jahrhundert. Nach einem Felsabbruch 1963 ist von ihr nur noch der Apsisabschluss mit in den Fels gehauenen Bänken zu sehen. Die vorhandenen Malereien sind kaum noch zu erkennen.<ref>Marianne Mehling (Hrsg.): Knaurs Kulturführer in Farbe Türkei. Droemer-Knaur, 1987, ISBN 3-426-26293-2, S. 418.</ref>

Im nördlichen Teil des Dorfes liegt die Taubenschlagkirche (Çavuşin Güvercinlik Kilisesi) aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. In ihrem weggebrochenen Narthex sind Fresken der Erzengel Michael und Gabriel zu sehen. Im Inneren der einräumigen Kirche mit Tonnengewölbe und drei Apsiden findet sich ein Bilderzyklus aus dem Neuen Testament. Aufgrund einer Abbildung des byzantinischen Kaisers Nikephoros Phokas können die Malereien ins 10. Jahrhundert datiert werden. Die Kirche ist ohne Säulen angelegt. Neben der Kirche befindet sich ein verlassenes Kloster mit zugehöriger Grabanlage.

Im nahegelegenen Rosental (Güllüdere) findet man mit der Ayvalı Kilise (Kirche mit den Quitten) eine Doppelkirche aus Katholikon (Hauptkirche) und Parekklesion (Seitenkapelle), die über einen Durchgang verbunden sind. Ihre Malereien, darunter eine Deësis und die Himmelfahrt, sind stark geschwärzt. Im Roten Tal (Kızıl Çukur) liegt die Haçlı Kilise, welche ein Kreuz in der Decke und umfangreiche Fresken über dem Altar zeigt.<ref>Peter Daners, Volher Ohl: Kappadokien. Dumont, 1996, ISBN 3-7701-3256-4, S. 85ff.</ref>

Im Paşabağı Tal finden sich einige der am häufigsten fotografierten Tuffsteinmotive. Unter anderem die sogenannten Drillinge (Tuffsteine, die sich zur Spitze in drei Spitzen teilen) oder die örtliche Station der Jandarma, die ihren Sitz ebenfalls im Tuffstein hat. Es liegt auf dem Weg von Çavuşin nach Zelve.<ref>Michael Bussmann, Gabriele Tröger: Türkei. Michael Müller Verlag, 2004, ISBN 3-89953-125-6, S. 717.</ref>

Einzelnachweise

<references />