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Émile Parisien

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Émile Parisien (* 12. Oktober 1982 in Cahors) ist ein französischer Jazzmusiker (Sopran-), aber auch Altsaxophon, Komposition.

Datei:Deutsches Jazzfestival 2015 - Duo Belle Epoque - Émile Parisien - 02.jpg
Émile Parisien (2010)

Leben und Wirken

Émile Parisien besuchte ab dem Alter von elf Jahren das Collège de jazz von Marciac. Dort lernte er bei Pierre Boussaguet, Guy Lafitte und Christian „Tonton“ Salut. Ab 1996 vertiefte er seine Kenntnisse am Konservatorium von Toulouse. Dort studierte er gleichermaßen klassische und zeitgenössische Musik und Komposition. Im Lauf der Jahre spielte er außerdem mit Jazzleuten wie Wynton Marsalis, Christian McBride, Johnny Griffin oder Bobby Hutcherson während der jährlichen Festivals Jazz in Marciac.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Porträt (NDR) (Memento vom 15. August 2013 im Internet Archive)</ref>

Parisien zog im Jahr 2000 nach Paris und gründete dort sein eigenes Quartett mit Julien Touery (Piano), Ivan Gélugne (Kontrabass) und Sylvain Darrifourcq (Schlagzeug). Mit Kompositionen, die ein wenig von Klassikern wie Hector Berlioz, Igor Strawinsky, Arnold Schönberg, Richard Wagner oder von Jazzgrößen wie John Coltrane oder Wayne Shorter inspiriert sind,<ref>https://www4.fnac.com/Emile-Parisien/ia619538</ref> ergibt sich ein expressionistischer Stil, bei dem die Improvisation dominiert. Energisch swingender Bebop, freundschaftlich gebändigter Free Jazz, melodische Anspielungen auf französisches und nordafrikanisches musikalisches Erbe ebenso wie auf Strawinsky und Co finden sich in den Kompositionen und Konzert-Läufen.<ref>http://www.jazzclub-singen.de/archiv2010.html</ref> Mit seiner eigenen Combo in Quartett- oder Quintett-Besetzung spielte er häufig auf Tourneen oder Festivals in ganz Europa,<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vive la Jazz - Jazz am Rhein 2010 (Memento vom 4. März 2011 im Internet Archive)</ref><ref>Festival Jazz Contreband Genf 2010</ref> teils mit hervorragenden Kritiken.<ref>Émile Parisien Quartet am Jazz Festival Willisau 2010</ref>

Parisien arbeitete in Frankreich und weiteren Ländern unter anderem mit Michel Portal, Jacky Terrasson, Yaron Herman, Paco Séry, Rémi Vignolo, Vincent Peirani, Leïla Olivesi und Manu Codjia. Als Sideman ist er Mitglied von Georgi Kornazovs „Horizons Quintet“, das 2008 das Album Viara herausbrachte.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jazzclub Singen 31. Mai 2013 (Memento vom 5. März 2013 im Internet Archive)</ref> Weiter gehört er zum Quintett Living Being von Vincent Peirani, das für das SWR Jazz Meeting 2013 erweitert wurde.<ref>Bert Noglik <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vincent Peirani, Émile Parisien: SWR NEWJazz Meeting 2013 (Besprechung der resultierenden CD Living Being Extended) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. Juli 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swr.de SWR2, 3. Juni 2016</ref> Im Trio DaDaDa mit Roberto Negro und Michele Rabbia legte er 2017 das Album Saison 3 vor.

Preise und Auszeichnungen

Parisien war Preisträger von Les Victoires du Jazz 2009 in der Rubrik Révélation Instrumentale Française de l’Année (Prix Frank Ténot).<ref>Institut français Düsseldorf: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />19. November 2010 - Institut francais präsentiert: Emile Parisien Quartet (Memento vom 29. September 2010 im Internet Archive)</ref> Er erhielt einen Preis im Programm Jazzmigration der AFIJMA (Association des Festivals Innovants en Jazz et Musiques Actuelles) 2009 und den Preis Jazz Primeur 2009, verliehen von „Culturesfrance“ im Auftrag der französischen Ministerien für Auswärtiges und für Kultur in Bezug auf den internationalen Kulturaustausch. 2012 wurde ihm der Prix Django Reinhardt als bester französischer Jazzmusiker verliehen; zwei Jahre später wurde er so von den Victoires du Jazz gefeiert. Er erhielt ebenfalls die Auszeichnung der Victoires du Jazz für das „Album des Jahres“ (2016) in Frankreich für das Album Sfumato. Für die Alben Belle Époque und Sfumato erhielt Parisien 2015 und 2017 einen Echo Jazz.

Diskografische Hinweise

Weblinks

Commons: Émile Parisien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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