ÖBB 2064
| ÖBB 2064 | |
|---|---|
| Hersteller: | Jenbacher Werke |
| Achsfolge: | C |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge über Puffer: | 10.500 mm |
| Dienstmasse: | 48 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 60 km/h |
| Dauerleistung: | 422 kW |
| Antrieb: | hydraulisch |
Die Reihe 2064 der ÖBB ist eine Verschubdiesellok, deren Einsatz sich auf das Schienennetz der Linzer Hafenbahn begrenzte.
Geschichte
Die Globalisierung und der damit verbundene Kostendruck in vielen Unternehmen führten entweder zur Schließung oder zur Abgabe des firmeneigenen Werkverkehrs, der bis dahin mit eigenen Werksdieselloks durchgeführt worden war. Die OMV beendete beispielsweise vor einigen Jahren ihren Verschubbetrieb mit firmeneigenen Dampfspeicherloks und übertrug ihn an die ÖBB, die diesen seither mit Vorserienloks der Reihe 2068 durchführt.
Ein weiteres Beispiel ist die Linzer Hafenbahn: Anfang 1998 übernahmen die ÖBB deren Betriebsführung setzten jedoch keine eigenen Loks ein. Vielmehr gingen zwei Jenbacher-Dieselloks der Linzer Hafenbahn 2003 in das Eigentum der ÖBB über und wurden weiterhin auf dem Netz der Hafenbahn eingesetzt. Diese erhielten die Reihenbezeichnung 2064, allerdings behielten sie die alten Ordnungsnummern 006 und 007. Die beiden Loks waren 1964 bzw. 1967 von den Jenbacher Werken an die Linzer Hafenbahn geliefert worden. Der Hersteller lieferte andere Loks dieses Typs auch an die Voest Alpine, die Wiener Lokalbahnen, die italienischen Staatsbahnen und an die sowjetischen SŽD. Der Kastenaufbau der Exportmaschinen wich allerdings erheblich von der üblichen Form ab. Aus diesem Grundtyp entstanden in weiterer Folge elektrohydraulische Verschubloks der Reihe 1067.
Der Einsatz der Loks beschränkte sich ausschließlich auf das Gleisnetz der Linzer Hafenbahn. Aufgrund der hohen Reparaturkosten und der damit verbundenen langen Abstellzeit der Lok 2064.006 wurde diese am 1. Oktober 2000 ausgemustert, die Lok 2064.007 am 1. Juni 2001. Beide Loks wurden an die Firma Layritz verkauft und gingen in weiterer Folge nach Italien.
Konstruktion
Die Baureihe 2064 ist die größere Schwester der Reihe ÖBB 2062. Die gesamte Antriebsanlage und das Bremssystem entsprechen grundsätzlich jenen der Reihe 2062. Die Loks mit 600 PS starkem Dieselmotor entsprechen im mechanischen Teil einer verlängerten 2062 mit 10.500 mm LÜP. Im Unterschied zur Reihe 2062 ist die 2064 jedoch eine dreiachsige Lok, bei der die Mittelachse spurkranzlos ausgeführt ist. Im kürzeren Vorbau haben die Loks einen großen Treibstofftank, im längeren befindet sich die gesamte Antriebsanlage. Die beiden Loks wurden nicht umlackiert, sondern in blutoranger Farbgebung belassen. Einige Loks dieser Bauart, darunter auch diese beiden, wurden mit Druckluftstarter ausgeliefert.
Da die Loks nur im Hafenbetrieb eingesetzt wurden, wurde auf den Einbau einer Indusi verzichtet, Sifa ist allerdings vorhanden.
Weblinks
- Fotos der ÖBB 2064 auf www.bahntechnisches-bildarchiv.at
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