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Žarko Paspalj

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Basketballspieler
Basketballspieler
Žarko Paspalj
Datei:Žarko Paspalj Vujcic photo.jpg
Žarko Paspalj (1988)
Spielerinformationen
Geburtstag 27. März 1966 (60 Jahre)
Geburtsort Pljevlja, Jugoslawien
Größe 208 cm
Position Small Forward
Vereine als Aktiver
1982–1986 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikDatei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg KK Budućnost Podgorica
1986–1989 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikDatei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg KK Partizan Belgrad
1989–1990 Vereinigte Staaten[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: San Antonio Spurs
1990–1991 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikDatei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg Partizan Belgrad
1991–1994 GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Olympiakos Piräus
1994–1995 GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Panathinaikos Athen
1995–1996 GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Panionios Athen
1996–1997 Frankreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Paris Basket Racing
1997–1998 GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Aris Thessaloniki
1998–1999 ItalienItalien Virtus Bologna
Nationalmannschaft
000000000 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikDatei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg Jugoslawien

Žarko Paspalj (kyrillisch Жарко Паспаљ; * 27. März 1966 in Pljevlja, Jugoslawien) ist ein ehemaliger serbischer Basketballspieler. Er war als Spieler Welt- und Europameister.

Karriere

Paspalj stammt wie Bogdan Tanjević aus Pljevlja. Im Alter von zehn Jahren zog er mit seiner Familie nach Podgorica und spielte Basketball im Nachwuchsbereich des Vereins KK Budućnost.<ref name=":0">Vladimir Stanković: Zarko Paspalj, the man who changed the Greek League. In: Kos-Magazin. 25. Mai 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. April 2021; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Juli 1983 wurde er mit Jugoslawiens Auswahl in Ludwigsburg Kadetteneuropameister, Paspalj war mit 14,6 Punkten je Begegnung zweitbester Korbschütze der Mannschaft.<ref>Yugoslavia, 1983 European Championship for Cadets. In: FIBA. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Dezember 2025;.</ref>

In der Saison 1983/84 wurde Paspalj in Podgorica erstmals in der ersten jugoslawischen Liga eingesetzt. 1986 stand er kurz vor einem Wechsel zu KK Bosna Sarajevo, landete dann doch bei Partizan Belgrad und wurde dort Mannschaftskamerad von Aleksandar Đorđević, Vlade Divac, Ivo Nakić und Željko Obradović. Mit Partizan gewann er im Frühjahr 1987 unter Trainer Duško Vujošević die jugoslawische Meisterschaft.<ref name=":0" /> Im Juni 1987 nahm Paspalj mit der Herrenauswahl an seiner ersten Europameisterschaft teil. Er gewann mit der Mannschaft Bronze.<ref>European Championship 1987. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Juni 2019;.</ref>

Auf Vereinsebene erreichte er mit Partizan 1988 das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister, nach dem Ausscheiden gewann man das Spiel um den dritten Platz.<ref>Champions Cup 1987-88. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Mai 2019;.</ref> Bei den Olympischen Sommerspielen 1988 gehörte Paspalj zur jugoslawischen Mannschaft, die die Silbermedaille holte.<ref>Olympic Tournament 1988. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Mai 2019;.</ref> 1989 gewann er mit Partizan den Korać-Cup, Paspalj war im entscheidenden zweiten Endspiel gegen Cantù mit 22 Punkten zweitbester Belgrader Korbschütze hinter Divac.<ref>Korac Cup 1988-89. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Juni 2019;.</ref>

1989 wurde er Europameister. Zum Gewinn des EM-Titels trug Paspalj als drittbester Korbschütze der Jugoslawen (hinter Dražen Petrović und Dino Rađa) 13,4 Punkte je Begegnung bei,<ref>Yugoslavia, 1989 European Championship for Men. In: FIBA. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Juli 2020;.</ref> betreut wurde die Mannschaft von Trainer Dušan Ivković.<ref>European Championship 1989. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Mai 2019;.</ref> Im Sommer 1989 unterschrieb er einen Vertrag bei der NBA-Mannschaft San Antonio Spurs. Paspalj wurde der erste in einem europäischen Land geborene Spieler, der für San Antonio zum Einsatz kam, ohne zuvor auf Hochschulebene in den Vereinigten Staaten gespielt zu haben. Auf seiner Position hatte er bei den Texaner aber Sean Elliott vor sich, an dem er nicht vorbei kam.<ref>Mike Monroe: 100 Things Spurs Fans Should Know and Do Before They Die. Triumph Books, 2016, ISBN 978-1-62937-193-1.</ref> Paspalj wurde in 28 NBA-Spielen eingesetzt, erhielt je Begegnung im Schnitt 6,5 Minuten Einsatzzeit und erzielte 2,6 Punkte pro Partie. Sein Punkthöchstwert in der Liga waren 13 im Januar 1990 gegen die Denver Nuggets.<ref>Zarko Paspalj. In: NBA. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Dezember 2023; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er ging noch während der Saison 1989/90 zu Partizan Belgrad zurück.<ref name=":0" />

1990 folgte der Gewinn der Weltmeisterschaft, er erzielte im WM-Verlauf 13 Punkte je Begegnung.<ref>Yugoslavia accumulated statistics, 1990 World Championship for Men. In: FIBA. Archiviert vom Vorlage:IconExternal;.</ref> Im Sommer 1991 bestritt die Generation um Paspalj, Predrag Danilović, Toni Kukoč, Divac und Đorđević ihr letztes großes Turnier vor dem Zerfall Jugoslawiens und wurde ein weiteres Mal Europameister.<ref>1991 European Championship. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Mai 2019;.</ref> Auf Vereinsebene spielte er ab 1991 bei Olympiakos Piräus. Dort erzielte er während der Saison 1991/92 im Schnitt 33,7 Punkte je Begegnung und verbuchte den Ligabestwert, er wurde mit Piräus griechischer Vizemeister. In der Saison 1992/93 führte er die Mannschaft zum Gewinn des Meistertitels.<ref name=":0" /> 1994 stand er mit Piräus im Endspiel des Europapokals der Landesmeister. Man verlor gegen Joventut de Badalona, Paspalj wurde in der Partie zur tragischen Figur, als er kurz vor Schluss zwei Freiwürfe vergab und danach mit einem Fehlwurf den Ausgleich und damit den Gang in die Verlängerung verpasste.<ref>European League 1993-94. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Mai 2019;.</ref>

1994 wechselte er von Olympiakos Piräus ausgerechnet zum Erzrivalen Panathinaikos Athen.<ref name=":0" /> Im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister kam es im April 1995 zum Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften, Paspalj und Panathinaikos verloren.<ref>European League 1994-95. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. September 2019;.</ref> 1995 wurde er mit Jugoslawien Europameister, wieder unter der Leitung von Trainer Ivković.<ref>European Championship 1995. In: Linguasport. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Mai 2019;.</ref>

Nach einem Jahr bei Panionios Athen unter Trainer Ivković (1995/96) spielte Paspalj bei den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta für Jugoslawien. Insbesondere durch seine Leistung im Endspiel gegen die Vereinigten Staaten, in dem er 19 Punkte erzielte, mit seiner Mannschaft aber dennoch deutlich verlor, brachte er sich wieder in der NBA ins Gespräch. Er wurde von den Atlanta Hawks zum Probetraining eingeladen. Da ihm von Atlanta aber kein fester Vertrag für die Saison 1996/97 angeboten wurde, wechselte er lieber zum französischen Hauptstadtverein PSG Racing.<ref name=":0" /> Er bestritt neun Ligaspiele für die Pariser (12,1 Punkte/Spiel),<ref>Stats saison régulière 1996-1997. In: Basket Archives. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Januar 2025;.</ref> Zum Abschluss seiner Karriere spielte Paspalj 1997/98 bei Aris Thessaloniki, gewann mit der Mannschaft in der Saison 1997/98 den griechischen Pokalwettbewerb<ref name=":0" /> und 1998/99 bei Kinder Bologna in Italien.<ref>Zarko Paspalj. In: Legabasket Serie A. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Dezember 2025;.</ref>

Von 2003 bis 2005 war er Direktor der jugoslawischen Nationalmannschaft.<ref name=":0" />

2009 übernahm er beim Serbischen Olympischen Komitee unter Präsident Vlade Divac das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden.<ref name=":0" /> Anfang Dezember 2025 trat er bei Partizan Belgrad das Amt des Sportdirektors an.<ref>Održana sednica Upravnog odbora KK Partizan: Žarko Paspalj imenovan za novog sportskog direktora crno-belih. In: KK Partizan Belgrad. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. Dezember 2025;.</ref>

Spielstil

Linkshänder Paspalj zeichneten ein guter Wurf und großes Spielverständnis aus, das sich unter anderem in gutem Passspiel ausdrückte.<ref>Limoges CSP - Olympiakos le Pirée (17-03-1993). Abgerufen am 11. Juli 2020.</ref> Vorgeworfen wurden ihm Schwächen in der Verteidigung.<ref>Edu Casado: Qué fue de... Zarko Paspalj. In: 20 Minutos. 15. Juli 2009, abgerufen am 6. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Herzprobleme

Žarko Paspalj hatte während seiner Spielerzeit in Griechenland eine bis dato einzigartige Zusatzklausel in seinen Spieler-Verträgen bei Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen erwirken können. Als bekennender Kettenraucher (drei bis vier Schachteln pro Tag) konnte und durfte er jederzeit während des Spiels (Auszeiten und selbst eingeholte Spielerwechsel) in die Kabine verschwinden, um seiner Nikotinsucht zu frönen. Damalige Kontrahenten wunderten sich auf dem Spielfeld immer über seinen nach einem vollen Aschenbecher riechenden Geruch.

Im März 2001 erlitt Paspalj einen schweren Herzinfarkt beim Fußballspielen in Athen.<ref>Zarko Paspalj suffers heart attack. In: Serbische Regierung. März 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Dezember 2025;.</ref> Nach neuntägiger Behandlung wurde er aus dem Krankenhaus entlassen.<ref>Zarko Paspalj discharged from hospital. In: Serbische Regierung. 13. März 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Dezember 2025;.</ref> Er erlitt einen zweiten Herzinfarkt im Juli 2001.<ref>Zarko Paspalj again in hospital. In: Serbische Regierung. 5. Juli 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Dezember 2025;.</ref> In einer Diskussion in dem serbischen Fernsehprogramm RTS sagte Paspalj jedoch, zwei Herzinfarkte seien nicht genug, um ihn vom Rauchen abzuhalten oder zu einer grundlegenden Änderung seines Lebensstils zu bewegen.

Erfolge

  • Silbermedaille bei Olympischen Spielen: 1988, 1996
  • Weltmeister: 1990
  • Europameister: 1989, 1991, 1995
  • Bronzemedaille bei Europameisterschaften: 1987
  • Kadetteneuropameister: 1983
  • Korać-Cup-Sieger: 1989
  • Griechischer Meister: 1993
  • Jugoslawischer Meister: 1987

Einzelnachweise

<references />