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(4158) Santini

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Asteroid
(4158) Santini
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 3.40719 AE
Exzentrizität 0.017194
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 6.16066 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 16,8 km ± 0,2 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,17
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Observatorium San Vittore
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1933 FJ, 1974 WK1, 1980 TF8, 1989 BE
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(4158) Santini ist ein Asteroid jenseits des äußeren Hauptgürtels, der am 28. Januar 1989 am Observatorium San Vittore in Bologna bei einer Helligkeit von 17,0 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass er bereits am 24. und 25. März 1933 an der Hamburger Sternwarte in Bergedorf, 1954 und 1971 am Palomar-Observatorium in Kalifornien, 1974 an der Sternwarte am purpurnen Berg in China sowie 1980 und 1986 am Krim-Observatorium in Nautschnyj fotografiert worden war.

Der Asteroid ist benannt in Erinnerung an Giovanni Santini (1786–1877), Direktor der Sternwarte Padua von 1817 bis 1867, einem bedeutenden Beobachter von Kleinplaneten und Kometen und einem unermüdlichen Rechner ihrer Umlaufbahnen und Bahnstörungen. Sein zweibändiges Lehrbuch Elementi di Astronomia wurde von nahezu allen italienischen Astronomen des 19. Jahrhunderts verwendet.

(4158) Santini wird zwar zu den Hauptgürtelasteroiden gezählt, bewegt sich aber außerhalb der Hecuba-Lücke und ist damit ein Mitglied der Cybele-Gruppe.

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 für (4158) Santini zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 16,8 km bzw. 0,17.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, J. Dailey, P. R. M. Eisenhardt, R. S. McMillan, T. B. Spahr, M. F. Skrutskie, D. Tholen, R. G. Walker, E. L. Wright, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, A. Wilkins: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. I. Preliminary Albedos and Diameters. In: The Astrophysical Journal. Band 741, Nr. 2, 2011, S. 1–20, doi:10.1088/0004-637X/741/2/68 (PDF; 73,0 MB).</ref>

Eine spektroskopische Untersuchung von Asteroiden der Cybele-Gruppe am 22. und 23. März 1996 am La-Silla-Observatorium in Chile ergab für (4158) Santini eine taxonomische Klassifizierung als X-Typ.<ref>C.-I. Lagerkvist, L. Moroz, A. Nathues, A. Erikson, F. Lahulla, O. Karlsson, M. Dahlgren: A study of Cybele asteroids. II. Spectral properties of Cybele asteroids. In: Astronomy & Astrophysics. Band 432, Nr. 1, 2005, S. 349–354, doi:10.1051/0004-6361:20041152 (PDF; 343 kB).</ref>

Eine photometrische Durchmusterung im Rahmen der Palomar Transient Factory (PTF) am Palomar-Observatorium ab 2009 ergab in einer Untersuchung von 2015 für die Rotationsperiode von (4158) Santini einen Wert von 144 ± 4 h. Aus thermischen Infrarot-Daten wurde außerdem ein Durchmesser von 16,8 ± 0,2 km abgeleitet.<ref>A. Waszczak, Ch. Chang, E. O. Ofek, R. Laher, F. Masci, D. Levitan, J. Surace, Y. Cheng, W. Ip, D. Kinoshita, G. Helou, T. A. Prince, Sh. Kulkarni: Asteroid Light Curves from the Palomar Transient Factory Survey: Rotation Periods and Phase Functions from Sparse Photometry. In: The Astronomical Journal. Band 150, Nr. 3, 2015, S. 1–35, doi:10.1088/0004-6256/150/3/75 (PDF; 4,63 MB).</ref>

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 142,61 h bestimmt werden.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref>

Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erstmals ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für eine Rotationsachse mit retrograder Rotation und einer Periode von 142,74 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Hanuš: Reconstruction of asteroid spin states from Gaia DR3 photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 675, A24, 2023, S. 1–13, doi:10.1051/0004-6361/202345889 (PDF; 32,9 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />