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(60) Echo

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Asteroid
(60) Echo
60Echo (Lightcurve Inversion).png
Berechnetes 3D-Modell von (60) Echo
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.460.800,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2.39235 AE
Exzentrizität 0.184500
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 3.60049 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 43,2 km ± 0,6 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,37
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
S
Spektralklasse
(nach SMASSII)
S
Geschichte
Entdecker James Ferguson
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1860 RB, 1899 EB
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(60) Echo ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 14. September 1860 vom US-amerikanischen Astronomen James Ferguson am Old Naval Observatory in Washington, D.C. entdeckt wurde. Es war seine dritte und letzte Asteroidenentdeckung.

Der Asteroid wurde benannt nach Echo, einer Oreade, die von Hera wegen ihres Plapperns ihrer Sprache beraubt wurde, außer der Fähigkeit, die letzten an sie gerichteten Worte zu wiederholen. Sie verliebte sich später in Narziss, der aber von ihrer Art zu sprechen verjagt wurde. Allmählich verkümmerte sie, bis nichts mehr übrig war außer ihrer Stimme. Der Asteroid wurde vom Entdecker zunächst Titania genannt in Unkenntnis der bereits erfolgten Vergabe dieses Namens für einen Mond des Uranus durch John Herschel. In einem Schreiben an John Russell Hind kündigte er seine Absicht an, ihn sogleich gegen Echo auszutauschen.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (60) Echo, für die damals Werte von 60,2 km bzw. 0,25 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Radarastronomische Untersuchungen am Arecibo-Observatorium vom 5. bis 19. Oktober 2001 bei 2,38 GHz ergaben einen effektiven Durchmesser von 60 ± 7 km.<ref>C. Magri, M. C. Nolan, S. J. Ostro, J. D. Giorgini: A radar survey of main-belt asteroids: Arecibo observations of 55 objects during 1999–2003. In: Icarus. Band 186, Nr. 1, 2007, S. 126–151, doi:10.1016/j.icarus.2006.08.018 (PDF; 1,03 MB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 60,0 km bzw. 0,19.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, J. Dailey, P. R. M. Eisenhardt, R. S. McMillan, T. B. Spahr, M. F. Skrutskie, D. Tholen, R. G. Walker, E. L. Wright, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, A. Wilkins: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. I. Preliminary Albedos and Diameters. In: The Astrophysical Journal. Band 741, Nr. 2, 2011, S. 1–20, doi:10.1088/0004-637X/741/2/68 (PDF; 73,0 MB).</ref> Ein Vergleich von Daten, die von 1978 bis 2011 an der Sternwarte Ondřejov in Tschechien und am Table Mountain Observatory in Kalifornien gesammelt wurden, mit den Daten von NEOWISE führte 2012 zu Werten für den Durchmesser und die Albedo von 60,0 km bzw. 0,20.<ref>P. Pravec, A. W. Harris, P. Kušnirák, A. Galád, K. Hornoch: Absolute magnitudes of asteroids and a revision of asteroid albedo estimates from WISE thermal observations. In: Icarus. Band 221, Nr. 1, 2012, S. 365–387, doi:10.1016/j.icarus.2012.07.026 (PDF; 1,44 MB).</ref> Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 43,2 km bzw. 0,37 geändert.<ref>J. R. Masiero, T. Grav, A. K. Mainzer, C. R. Nugent, J. M. Bauer, R. Stevenson, S. Sonnett: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. Near-infrared Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 791, Nr. 2, 2014, S. 1–11, doi:10.1088/0004-637X/791/2/121 (PDF; 1,10 MB).</ref>

Photometrische Beobachtungen des Asteroiden erfolgten erstmals am 7. Februar 1958 am McDonald-Observatorium in Texas. Die im Verlauf von etwa acht Stunden gemessene Lichtkurve zeigte wenig Veränderung, daher wurde vermutet, dass der Asteroid entweder in Polansicht zu sehen war, dass die Rotationsperiode sehr lang ist (möglicherweise im Bereich von 30 Stunden) oder dass der Asteroid nahezu kugelförmig ist.<ref>T. Gehrels, D. Owings: Photometric Studies of Asteroids. IX. Additional Light-Curves. In: The Astrophysical Journal. Band 135, Nr. 2, 1962, S. 906–924, doi:10.1086/147334 (PDF; 1,21 MB).</ref> Eine weitere Lichtkurve, die am 31. Mai 1970 am Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Arizona aufgezeichnet wurde, deutete auch auf eine lange Periode hin.<ref>C. D. Vesely, R. C. Taylor: Photometric lightcurves of 21 asteroids. In: Icarus. Band 64, Nr. 1, 1985, S. 37–52, doi:10.1016/0019-1035(85)90037-5.</ref> Nachdem Messungen vom 1. bis 9. August 1978 am Cerro Tololo Inter-American Observatory in Chile auf eine Periode von etwa 52 Stunden hingewiesen hatten, schienen auch Beobachtungen vom 12. November bis 18. Dezember 1979 am Table Mountain Observatory (TMO) in Kalifornien eine solche Periode zu bestätigen, konnten jedoch durch eine unbrauchbare Referenz nicht weiter ausgewertet werden.<ref>A. W. Harris, J. W. Young: Asteroid rotation IV. 1979 observations. In: Icarus. Band 54, Nr. 1, 1983, S. 59–109, doi:10.1016/0019-1035(83)90072-6.</ref> Eine weitere Beobachtung vom 20. November 1979 am Osservatorio Astronomico di Torino in Italien konnte ebenfalls zunächst nicht weiter ausgewertet werden.<ref>V. Zappalà, F. Scaltriti, M. Di Martino: Photoelectric photometry of 21 asteroids. In: Icarus. Band 56, Nr. 2, 1983, S. 325–344, doi:10.1016/0019-1035(83)90042-8.</ref>

Datei:000060-asteroid shape model (60) Echo.png
Berechnetes 3D-Modell von (60) Echo

Neue photometrische Beobachtungen erfolgten während 13 Nächten vom 26. Januar bis 20. Februar 1984 am Gila Observatory in Arizona. Aus der aufgezeichnete Lichtkurve konnte jetzt eine Rotationsperiode des Asteroiden von 25,21 h bestimmt werden.<ref>W. B. Florence, K. W. Zeigler: Photoelectric Photometry of Asteroid 60 Echo. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 11, Nr. 4, 1984, S. 33–34, bibcode:1984MPBu...11...33F (PDF; 120 kB).</ref><ref>K. W. Zeigler, W. B. Florence: Photoelectric photometry of asteroids 9 Metis, 18 Melpomene, 60 Echo, 116 Sirona, 230 Athamantis, 694 Ekard, and 1984 KD. In: Icarus. Band 62, Nr. 3, 1985, S. 512–517 doi:10.1016/0019-1035(85)90191-5.</ref> In einer Untersuchung von 1989 wurden die zuvor nicht weiter auswertbaren Messungen des TMO von 1979 noch einmal neu bewertet. Dazu wurden auch die Beobachtungen aus 1958, 1978, 1979 in Turin, 1984 sowie weitere Messungen vom 6. Januar 1980 am La-Silla-Observatorium in Chile und vom 10. Januar und 7. Februar 1984 am TMO verwendet. Es wurde jetzt aus den TMO-Daten ein gemittelter Wert für die Rotationsperiode von 25,204 h abgeleitet.<ref>A. W. Harris, J. W. Young, E. Bowell, L. J. Martin, R. L. Millis, M. Poutanen, F. Scaltriti, V. Zappalà, H. J. Schober, H. Debehogne, K. W. Zeigler: Photoelectric observations of asteroids 3, 24, 60, 261, and 863. In: Icarus. Band 77, Nr. 1, 1989, S. 171–186 doi:10.1016/0019-1035(89)90015-8.</ref>

In einer Untersuchung von 1993 konnten aus den archivierten Lichtkurven eine Rotationsperiode von 25,1574 h und erstmals zwei alternative Lösungen für die Position der Rotationsachse mit prograder Rotation sowie die Achsenverhältnisse eines dreiachsig-ellipsoidischen Gestaltmodells für den Asteroiden bestimmt werden.<ref>T. Michałowski: Poles, Shapes, Senses of Rotation, and Sidereal Periods of Asteroids. In: Icarus. Band 106, Nr. 2, 1993, S. 563–572, doi:10.1006/icar.1993.1193 (PDF; 599 kB).</ref> Aus aufgezeichneten Daten des Lowell-Observatoriums wurde dann in einer Untersuchung von 2016 ein dreidimensionales Modell des Asteroiden für zwei alternative Positionen der Rotationsachse, allerdings mit retrograder Rotation, und eine Periode von 25,2285 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Hanuš, D. Oszkiewicz, R. Vančo: Asteroid models from the Lowell photometric database. In: Astronomy & Astrophysics. Band 587, A48, 2016, S. 1–6, doi:10.1051/0004-6361/201527573 (PDF; 262 kB).</ref>

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 25,231 h berechnet werden.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref> Im Jahr 2023 wurde aus photometrischen Messungen von Gaia DR3 erneut ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit retrograder Rotation und einer Periode von 25,230 h berechnet.<ref>J. Ďurech, J. Hanuš: Reconstruction of asteroid spin states from Gaia DR3 photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 675, A24, 2023, S. 1–13, doi:10.1051/0004-6361/202345889 (PDF; 32,9 MB).</ref>

Abschätzungen von Masse und Dichte für den Asteroiden (60) Echo aufgrund von gravitativen Beeinflussungen auf Testkörper ergaben in einer Untersuchung von 2012 eine Masse von etwa 0,315·1018 kg, was mit einem angenommenen Durchmesser von etwa 60 km zu einer Dichte von 2,78 g/cm³ führte bei einer Porosität von 16 %. Diese Werte besitzen eine Unsicherheit im Bereich von ±12 %.<ref>B. Carry: Density of Asteroids. In: Planetary and Space Science. Band 73, Nr. 1, 2012, S. 98–118, doi:10.1016/j.pss.2012.03.009 (arXiv-Preprint: PDF; 5,41 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: (60) Echo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />