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(678) Fredegundis

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Asteroid
(678) Fredegundis
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2.57194 AE
Exzentrizität 0.220078
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 6.09747 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 39,6 km ± 0,6 km
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,34
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
X
Geschichte
Entdecker Karl Wilhelm Lorenz
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1909 BQ
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(678) Fredegundis ist ein Asteroid des mittleren Hauptgürtels, der am 22. Januar 1909 vom deutschen Astronomen Karl Wilhelm Lorenz an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg bei einer Helligkeit von 11,8 mag entdeckt wurde.

Der Asteroid ist benannt nach der Titelfigur der unvollendeten Oper Frédégonde von Ernest Guiraud (1837–1892), die vom französischen Komponisten Camille Saint-Saëns (1835–1921) fertiggestellt wurde. Die Benennung könnte von den beiden Buchstaben der vorläufigen Bezeichnung 1909 FS beeinflusst sein. Siehe auch die Anmerkungen bei (579) Sidonia.

Wissenschaftliche Auswertung

Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 erstmals Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (678) Fredegundis, für die damals Werte von 41,8 km bzw. 0,25 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 42,0 km bzw. 0,33.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, J. Dailey, P. R. M. Eisenhardt, R. S. McMillan, T. B. Spahr, M. F. Skrutskie, D. Tholen, R. G. Walker, E. L. Wright, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, A. Wilkins: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. I. Preliminary Albedos and Diameters. In: The Astrophysical Journal. Band 741, Nr. 2, 2011, S. 1–20, doi:10.1088/0004-637X/741/2/68 (PDF; 73,0 MB).</ref> Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 39,6 km bzw. 0,34 korrigiert.<ref>J. R. Masiero, T. Grav, A. K. Mainzer, C. R. Nugent, J. M. Bauer, R. Stevenson, S. Sonnett: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. Near-infrared Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 791, Nr. 2, 2014, S. 1–11, doi:10.1088/0004-637X/791/2/121 (PDF; 1,10 MB).</ref> Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 31,6 km bzw. 0,36, diese Angaben beinhalten aber hohe Unsicherheiten.<ref>C. R. Nugent, A. Mainzer, J. Bauer, R. M. Cutri, E. A. Kramer, T. Grav, J. Masiero, S. Sonnett, E. L. Wright: NEOWISE Reactivation Mission Year Two: Asteroid Diameters and Albedos. In: The Astronomical Journal. Band 152, Nr. 3, 2016, S. 1–12, doi:10.3847/0004-6256/152/3/63 (PDF; 1,34 MB).</ref>

Photometrische Messungen fanden erstmals statt vom 26. Oktober bis 5. November 1986 am Gila Observatory in Arizona. Aus der während drei Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 11,64 h abgeleitet.<ref>K. W. Zeigler, R. C. Wampole: Photoelectric Photometry of Asteroids 84 Klio and 678 Fredeguendis. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 15, Nr. 2, 1988, S. 15–16, bibcode:1988MPBu...15...15Z (PDF; 117 kB).</ref>

Vom 10. bis 17. Januar 2008 hatten radarastronomische Messungen von (678) Fredegundis am Arecibo-Observatorium bei 2,38 GHz stattgefunden, die auf eine sehr glatte Oberfläche und möglicherweise eine zweilappige Gestalt des Asteroiden hindeuteten.<ref>M. K. Shepard, B. E. Clark, M. Ockert-Bell, M. C. Nolan, E. S. Howell, C. Magri, J. D. Giorgini, L. A. M. Benner, S. J. Ostro, A. W. Harris, B. D. Warner, R. D. Stephens, M. Mueller: A radar survey of M- and X-class asteroids II. Summary and synthesis. In: Icarus. Band 208, Nr. 1, 2010, S. 221–237, doi:10.1016/j.icarus.2010.01.017 (PDF; 2,04 MB).</ref> Zur Unterstützung dieser Beobachtungen erfolgten weitere photometrische Beobachtungen vom 12. Januar bis 12. März 2008 am Santana Observatory und an der Goat Mountain Astronomical Research Station (GMARS), beide in Kalifornien, sowie am Palmer Divide Observatory in Colorado. Sie lieferten während 22 Nächten zahlreiche Daten, aus denen eine detaillierte Lichtkurve und ein verbesserter Wert für die Rotationsperiode von 11,6162 h bestimmt werden konnte. Außerdem wurde erstmals versucht, ein dreidimensionales Gestaltmodell des Asteroiden für zwei alternative Rotationsachsen mit einer Periode von 11,61364 h zu berechnen, ohne jedoch den Drehsinn bestimmen zu können. Obwohl die Lichtkurve auf ein „Kontaktbinärsystem“ hinzudeuten schien, ließen sich die Daten auch durch eine ziegelsteinförmige konvexe Hülle beschreiben.<ref>R. D. Stephens, B. D. Warner, A. W. Harris, M. K. Shepard: Lightcurve and radar observations and analysis of 11 Parthenope and 678 Fredegundis. In: Bulletin of the American Astronomical Society. Abstract #28.16, 2008 (PDF; 586 kB).</ref>

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 konnte in einer Untersuchung von 2020 eine retrograde Rotation mit einer Periode von 11,61642 h berechnet werden.<ref>J. Ďurech, J. Tonry, N. Erasmus, L. Denneau, A. N. Heinze, H. Flewelling, R. Vančo: Asteroid models reconstructed from ATLAS photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 643, A59, 2020, S. 1–5, doi:10.1051/0004-6361/202037729 (PDF; 756 kB).</ref> Aus den Daten von ATLAS wurde in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion noch einmal eine Rotationsperiode von 11,61641 h bestimmt.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />