Acriflaviniumchlorid
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Struktur von Diaminomethylacridiniumchlorid Struktur von Diaminoacridinhydrochlorid | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Freiname | Acriflaviniumchlorid | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | Gemisch aus
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| Kurzbeschreibung |
rötlich braunes, kristallines Pulver<ref name="Ammon" /> | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||||||||
| ATC-Code | ||||||||||||||||||||||
| Wirkstoffklasse | ||||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | Stoffgemisch | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
260 °C (Zersetzung ab 130 °C)<ref name="Sigma" /> | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
gut in Wasser (300 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Acriflaviniumchlorid ist ein Stoffgemisch, das als Arzneistoff (Antiseptikum im Mund- und Rachenbereich) Anwendung findet.<ref name="Estler">C. J. Estler (Hrsg.): Pharmakologie und Toxikologie. 4. Auflage. Schattauer, Stuttgart u. New York 1995, S. 601.</ref> Es wurde 1929 von der I. G. Farben patentiert.
Chemisch gesehen handelt es sich dabei um ein Gemisch aus etwa zwei Drittel 3,6-Diamino-10-methylacridiniumchlorid (C14H14ClN3) und etwa ein Drittel 3,6-Diaminoacridinhydrochlorid (C13H12ClN3),<ref name="Ammon">H. P. T. Ammon (Hrsg.): Hunnius. Pharmazeutisches Wörterbuch. 9. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin u. New York 2004.</ref> von denen das Erstere eine quartäre Ammoniumverbindung darstellt. Beide Verbindungen sind Derivate des Acridins.
Wirkung
Acridin-Derivate sind gegenüber grampositiven Bakterien wirksam. Acriflaviniumchlorid interkaliert in Nukleinsäuren und hemmt dadurch die Vermehrung von Bakterien und Viren. Nach einer Studie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) ist es jedoch möglicherweise carcinogen.<ref>J. Falbe, M. Regitz (Hrsg.): Römpp Lexikon Chemie. 10. Auflage. Thieme, Stuttgart u. New York 1996–1999, S. 46.</ref>
Weitere Verwendungen
Acriflaviniumchlorid wird auch zur Vitalfärbung verwendet. Früher wurde 3,6-Diamino-10-methylacridiniumchlorid auch unter dem Namen Trypaflavin als Mittel gegen die Afrikanische Trypanosomiasis („Schlafkrankheit“), deren Erreger zu den Trypanosomen gehört, angewendet.<ref>H. Beyer, W. Walter: Lehrbuch der Organischen Chemie. 20. Auflage. Hirzel, Stuttgart 1984, S. 741.</ref>
Einzelnachweise
<references />
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- ATC-R02
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Ätzender Stoff
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
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- Arzneistoff
- Antiseptikum
- Kationischer Farbstoff
- Stoffgemisch
- Acridin
- Aminoaromat
- Chlorid