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Agdistis (Schmetterling)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Agdistis
Datei:Agdistis linnaei.JPG

Agdistis linnaei<ref>Cees Gielis: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ten new species of Afrotropical Pterophoridae (Lepidoptera) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. März 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dpc.uba.uva.nl in Zoologische Mededelingen 82, Januar 2008</ref>

Systematik
Unterstamm: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Federmotten (Pterophoridae)
Unterfamilie: Agdistinae
Gattung: Agdistis
Wissenschaftlicher Name
Agdistis
Hübner, 1825

Agdistis ist eine Gattung von Schmetterlingen aus der Familie der Federmotten (Pterophoridae).

Merkmale

Die Arten der Gattung Agdistis besitzen ebenso wie die der Unterfamilie Ochyrroticinae ungespaltene Vorder- und Hinterflügel. Die Flügel sind grau bis graubraun gefärbt und besitzen bei einigen Arten einen silbrigen Glanz. An der äußeren Hälfte der Costalader der Vorderflügel befinden sich normalerweise kleine Punkte. Weitere Punkte sind am Rand der Vorderflügelfalte vorhanden. Auf den Vorderflügeln ist die Ader R1 ausgebildet, die Adern R2 und R3 sind separiert. Die Adern M3 und Cu1 sind gestielt. In der Ruhestellung der Falter sind die Vorderflügel zusammengefaltet. Die Ränder dieser Falte beinhalten einen Bereich, der nur schwach mit keilförmigen Schuppen versehen ist. Das obere Ende dieses Bereiches befindet sich in der Nähe der Diskalregion, die Basis besteht aus dem zentralen Bereich des Flügelaußenrandes.

Die Falter dieser Gattung sind sich sehr ähnlich. Die Bestimmung anhand äußerer Merkmale ist in vielen Fällen sehr schwierig und häufig unzuverlässig, so dass zur Unterscheidung der Arten Merkmale der Genitalien herangezogen werden.

Die Valven, sacculare und cucullare Fortsätze des männlichen Genitals sind häufig asymmetrisch. Membranöse Falten oder Fortsätze sind ebenso wie Dorne gelegentlich vorhanden. Das neunte Sternit ist gut entwickelt und gestreckt. Die weiblichen Genitalien sind von großer Vielfalt, hier ist insbesondere die Form und Größe des Antrums charakteristisch.

Verbreitung

Die Vertreter der Gattung Agdistis sind in der Paläarktis beheimatet, wobei sie hauptsächlich im Mittelmeerraum, in Afrika und in Südasien vorkommen. Eine einzige Art kommt auch in Nordamerika vor. In Südostasien, Australien und der Neotropis wird die Gattung Agdistis durch die Gattung Ochyrotica ersetzt.<ref name="Gielis 1996" />

Lebensweise

Die Raupen der Gattung Agdistis leben auf Bleiwurzgewächsen (Plumbaginaceae), Frankenia, Tamariskengewächsen (Tamaricaceae) und Korbblütlern (Asteraceae). Sie verpuppen sich an Blättern oder Stängeln.<ref name="Gielis 1996" />

Systematik

Die Gattung Agdistis umfasst weltweit gegenwärtig 97 Arten, von denen 28 auch in Europa beheimatet sind.<ref name="Gielis 1996">C. Gielis: Pterophoridae. In: P. Huemer, O. Karsholt, L. Lyneborg (Hrsg.): Microlepidoptera of Europe 1: 1-222. Apollo Books 1996, ISBN 87-88757-36-6</ref><ref name="Gielis 2003">C. Gielis: Pterophoroidea & Alucitoidea. In: World Catalogue of Insects. Volume 4, Apollo Books, 2003, ISBN 87-88757-68-4</ref><ref name="Fauna">Agdistis Hübner 1825. Fauna Europaea, Version 1.3, 19.04.2007, abgerufen am 13. September 2008.</ref>

Synonyme

Aus der Literatur sind für die Gattung Agdistis folgende Synonyme bekannt:<ref name="Gielis 1996" />

  • Adactylus Curtis, 1833
  • Agdistes Stephens, 1835
  • Adactyla Zeller, 1841
  • Ernestia Tutt, 1907
  • Herbertia Tutt, 1907

Quellen

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Agdistis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien