Zum Inhalt springen

Alalkomenai (Boiotien)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Alalkomenai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war ein antiker Ort in der griechischen Landschaft Boiotien. Er lag nördlich am Fuß des Helikon in der Nähe des mittlerweile ausgetrockneten Sees Kopais. Er wird bei dem heutigen Ort Solinari westlich des Berges Tilphossion vermutet. Etwa 9 km östlich des Ortes lag Haliartos und etwa 5,5 km südöstlich Okalea. Der heutige Ort Alalkomenes liegt etwa 3 km nördlich von Solinari.

Im Lokalmythos soll der Namensgeber der Stadt entweder Alalkomeneus, der mythische Erzieher der Göttin Athene, oder Alalkomenia, die Tochter des Ogygos, gewesen sein. Am Lauf eines Baches namens Triton (griechisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) lag ein Heiligtum der bereits bei Homer bezeugten<ref>Homer Ilias 4, 8, 8.</ref> Athene Alalkomeneis, das bei den Bewohnern Alalkomenais als Geburtsort der Athene galt. Da sie am Triton geboren sein soll, führte sie auch den Beinamen Tritogeneia.<ref>Hesiod, Eoien, 343,12</ref><ref>Bibliotheke des Apollodor, 1,20</ref> Dieser Tempel, der außerhalb von Alalkomenai lag, galt als eines der ältesten Heiligtümer Griechenlands. Aus diesem Grund vermutete auch Strabon, dass die Stadt im Schiffskatalog der Ilias nicht verzeichnet war, da die Einwohner als Geweihte von Kampfhandlungen befreit waren.<ref>Strabon: Geographica, 9,2,36 (p. 413)</ref> Den Athene-Tempel vermutet man unterhalb des Ortes Solinari. Hier fand man polygonale Grundmauern einer Umfassungsmauer und Säulen eines Tempels.

Diodor berichtet, dass die Einwohner Thebens nach der Eroberung ihrer Stadt durch die Epigonen nach Alalkomenai und auf den Tilphossion flohen.<ref>Diodor: Bibliothéke historiké, 19,53,7</ref> Nachdem Sulla 87/86 v. Chr. das elfenbeinerne Kultbild aus dem Tempel raubte, galt das Heiligtum als von Athene verlassen und wurde dem Verfall preisgegeben. Zur Zeit des Pausanias im 2. Jahrhundert war es von Efeu überwuchert, der die Mauersteine bereits auseinanderschob.<ref>Pausanias 9, 33, 5–7.</ref> Pausanias erwähnt einen Eichenwald in der Nähe des Ortes Alalkomenai, in dem sehr alte Bäume standen.<ref>Pausanias: Reisen in Griechenland, 9,3,4</ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 38° 23′ 5″ N, 22° 59′ 35″ O

 {{#coordinates:38,384722222222|22,993055555556|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=GR-H
   |type=landmark
  }}