Zum Inhalt springen

Albaner Berge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Gebirgsgruppe

Die Albaner Berge (Vorlage:ItS, selten Monti Albani; auch Albaner Hügel oder Albanergebirge) sind die Reste eines ehemals vulkanischen Ringgebirges, des Komplexes des Vulcano Laziale, mit einem Umfang von ca. 60 km in Latium, 20 km südöstlich von Rom und 24 km nördlich von Anzio. Der Gipfel des Monte Cavo (Vorlage:Höhe) beherrscht dieses Massiv, allerdings ist der gegenüberliegende Maschio delle Faete, ein Gipfel der Monti delle Faete, mit Vorlage:Höhe die höchste Erhebung.<ref>Naturpark Castelli Romani</ref> Der Vulkan war von 600.000 v. Chr. bis 20.000 v. Chr. aktiv.<ref>Naturpark Castelli Romani</ref> Es gibt im Südwesten eine Durchbrechung des alten Ringes, gebildet von zwei Kraterseen, dem Albaner See, Lago Albano, und dem Nemisee, Lago di Nemi.

Geschichte

Datei:Colli Albani.jpg
Blick von Westen auf die Albaner Berge
Datei:Colli esamarana.JPG
Luftaufnahme mit Albaner See und Nemisee
Datei:Castel Gandolfo111.jpg
Blick über den Albaner See auf Castel Gandolfo

Die Albaner Berge waren für die antiken Römer der Albanus Mons. Auf dem Gipfel stand der Tempel des Jupiter Latiaris, das Bundesheiligtum der Latiner, in dem die Konsuln die feriae Latinae feierten, sowie einige römische Feldherrn ihre Triumphe, wenn ihnen ein Triumphzug in der Stadt verwehrt wurde. Auch in der Kaiserzeit blieb das Heiligtum bedeutsam und einige Tempel in Rom und Umgebung waren vermutlich auf den Albanus mons ausgerichtet.<ref>Achim Lichtenberger: Der Olymp. Sitz der Götter zwischen Himmel und Erde. W. Kohlhammer, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-17-039616-6, S. 147–148.</ref> Der Tempel existiert nicht mehr; die zu ihm führende römische Straße, die via triumphalis, kann man besichtigen.

Das Gebiet der Albaner Berge, besonders um die Kraterseen, war schon in der Antike ein beliebtes sommerliches Refugium der römischen Nobilität, die sich Villen errichten ließ, um der Hitze und dem Schmutz der Hauptstadt zu entgehen. Wegen ihrer reizvollen Landschaft sind sie häufig von Malern besucht worden.

Als Castelli Romani werden die 16 Gemeinden bezeichnet, die sich in den Albaner Bergen befinden. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen das päpstliche Castel Gandolfo und die Stadt Frascati sowie die zwölf Villen der Castelli Romani.

Rund um die Albaner Berge liegen die in der Antike bedeutenden Orte Tusculum, Praeneste, Gabii, Velitrae, Lanuvium, Bovillae, Aricia.

Siehe auch

Literatur

  • Vorlage:RE
  • Oliviero Iozzi: Storia di Albano Laziale. Con Cenni dei Castelli Limitrofi. Tipografia di F. Failla, Rom 1904.
  • Marian Helm: Albanus mons – Das Zentrum Latiums. In: Michael Blömer, Achim Lichtenberger (Hrsg.): Erhaben und den Göttern nahe: „heilige Berge“ der Antike. wbg Philipp von Zabern, Freiburg 2024 (Antike Welt. Sonderheft; 19), ISBN 978-3-451-90054-9, S. 91–100.

Weblinks

Vorlage:Commons

Einzelnachweise

<references />

Datei:Latium Volcano.jpg
Die Albaner Berge, aufgenommen nordöstlich von Tusculum, mit Blick auf Rocca di Papa und darunter Grottaferrata und Marino

Vorlage:Normdaten