Albe
Die Albe (von {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}}) ist ein aus der antiken Tunika hervorgegangenes, knöchellanges Gewand aus weißem oder heute auch naturfarbenem Leinen. Mit Bezug auf die Alte Kirche und ihre Tradition symbolisiert die Albe das Taufgewand.
Katholischer und orthodoxer Gottesdienst
Traditionell von Priestern als liturgisches Untergewand unter dem Messgewand getragen, wird die Albe gegenwärtig als Grundgewand all derer angesehen, die im Gottesdienst einen besonderen Dienst versehen, z. B. Ministranten, Lektoren, Kommunionhelfer.
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Seit dem Mittelalter waren Verzierungen als Borten oder in Form von Stickereien üblich, besonders bei Festtagsalben und Alben für den Bischof. In der Neuzeit diente verbreitet Spitze als Schmuck, namentlich als diese industriell hergestellt werden konnte.<ref>Joseph Braun: Die Liturgischen Paramente in Gegenwart und Vergangenheit. Reprographischer Nachdruck der zweiten, verbesserten Auflage. Verlag nova & vetera, Bonn 2005, S. 78–80.</ref> Die Alben von Prälaten wurden in jüngerer Vergangenheit zudem zuweilen mit einer Schleife in der dem Träger gemäß seinem Rang zustehenden Farbe verziert, die bei barocken Kaseln ("Bassgeigen") gut zu sehen ist.
Aus der Albe entwickelte sich der kürzere Chorrock.
Während er die Albe anzieht, spricht der Priester folgendes Ankleidegebet: Dealba me, Domine, et munda cor meum; ut, in sanguine Agni dealbatus, gaudiis perfruar sempiternis. („Läutere mich, o Herr, und reinige mein Herz, damit ich, im Blut des Lammes weiß gewaschen, die ewigen Freuden genieße“).
In den orthodoxen Kirchen entspricht der Albe das Sticharion.
Evangelischer Gottesdienst
In der evangelisch-lutherischen Kirche wurde historisch das Chorhemd, das bis ins 20. Jahrhundert in einigen Gegenden (z. B. in Sachsen und Württemberg) bei Abendmahlsgottesdiensten über dem Talar getragen wurde, als Albe bezeichnet. Die Albe in ihrer modernen Form als Mantelalbe mit Stola (mitunter fälschlich als „weißer Talar“ bezeichnet) hat in nahezu allen evangelischen Kirchen an Akzeptanz gewonnen, insbesondere durch ökumenischen Austausch. Auch wird sie zu besonderen liturgischen Anlässen von Pfarrern, in einigen Gemeinden als Amtstracht von Lektoren und Prädikanten, getragen.<ref>Ernst Hofhansl: Gewänder, Liturgische. In: Gerhard Müller (Hrsg.): Theologische Realenzyklopädie. Band XIII. Walter de Gruyter, Berlin / New York 1984, S. 164 ff.</ref>
In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wurde im Jahr 2002 den Diakonen sowie den Prädikanten erlaubt, für den Dienst der öffentlichen Wortverkündigung im Gottesdienst eine naturweiße Mantelalbe ohne Stola als liturgisches Gewand zu tragen. Auch Pfarrer dürfen seitdem bei normalen Gottesdiensten Mantelalbe und Stola tragen, wenn der örtliche Kirchengemeinderat dem zustimmt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20150118013537
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}}
}}
}} vom 8. Oktober 2002.</ref>
Mit dem Tragen der Albe in den evangelischen Landeskirchen werden die Gemeinde und der Träger selbst an ihre Taufe erinnert und Bezug genommen auf Luthers Lehre vom Priestertum aller Getauften.
In der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche kann die Albe mit Stola entsprechend der liturgischen Farbe des Kirchenjahres vom Pfarrer sowohl zu Predigt- als auch zu Abendmahlsgottesdiensten getragen werden.
Literatur
- Joseph Braun: Die Liturgischen Paramente in Gegenwart und Vergangenheit. Reprographischer Nachdruck der zweiten, verbesserten Auflage. Verlag nova & vetera, Bonn 2005, ISBN 3-936741-07-7, S. 74–81.
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit defekten Dateilinks
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv/Archiv-URL
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:URL
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Linktext
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv/Linktext fehlt
- Liturgische Bekleidung