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Albersbach (Rimbach)

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Albersbach
Gemeinde Rimbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(271)&title=Albersbach 49° 38′ N, 8° 44′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(271) 49° 37′ 41″ N, 8° 43′ 44″ O
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Höhe: 243 (222–285) m
Fläche: 1,27 km²<ref name="DF" />
Einwohner: 271 (31. Dez. 2023)<ref name="DF">Gemeinde Rimbach – Haushaltsplan 2025. (PDF; 3,4 MB) S. 331, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 213 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 64668
Vorwahl: 06253
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Albersbach ist mit etwa 250 Einwohnern der kleinste Ortsteil der Gemeinde Rimbach im südhessischen Landkreis Bergstraße. Zu ihm gehören die Höfe Hesselberg und Kreiswald.

Geographie

Das Straßendorf Albersbach liegt auf 250 m ü. NHN im Osten des Gemeindegebiets nördlich des Albersbaches auf einer Anhöhe in einem westlichen Seitental der Weschnitz, ca. 7 km westlich von Heppenheim und 2,2 km nordwestlich der Gemeindeverwaltung in Rimbach. Das Gebiet des Ortsteils besteht aus der Gemarkung Albersbach mit einer Fläche von 127 Hektar<ref name="Gindex">Gemarkung Albersbach. In: GEOindex. Abgerufen im März 2025.</ref>, davon sind 21 Hektar Wald.<ref name="lagis" /> In der Gemarkung liegt die Siedlung Kreiswald.<ref>Kreiswald, Landkreis Bergstraße. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 6. Juli 2023). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> Die Ortslage befindet sich auf 222 bis 289 m ü. NHN und der höchste Punkt der Gemarkung liegt bei etwa 360 Meter im Westen der Gemarkung auf dem Höhenzug, der sich von der Juhöhe nach Nordosten erstreckt.

An den Ortsteil Albersbach grenzen, von Norden beginnend, im Uhrzeigersinn, der Heppenheimer Stadtteil Wald-Erlenbach und Rimbach-Mitlechtern, im Osten die Kerngemeinde Rimbach, im Südwesten der Mörlenbacher Ortsteil Bonsweiher. In den Ort führt aus Rimbach kommend die Kreisstraße 8, die hier endet.

Geschichte

Von den Anfängen bis zur Gebietsreform in Hessen

Die älteste bekannte Erwähnung von Albersbach stammt von 805 als Albenesbach.<ref name="lagis" /> Jahrhundertelang war der Ort im Besitz der Herren von Dalberg.<ref name="Ewald-Bd1-Seite49">Ludwig Ewald, Band 1 von 5, S. 49 → Nr. 448: Albersbach / Nr. 449: Kreiswald. (Digitale Ansicht)</ref> Der heute zu Albersbach zählende Hof Kreiswald<ref>Kreiswald, Landkreis Bergstraße. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 28. Mai 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> gehörte dagegen der Familie Ulner von Dieburg.<ref name="Ewald-Bd1-Seite49" />

In Albersbach und im Hof Kreiswald galt das Pfälzische Landrecht von 1582, erneuert 1610, als Partikularrecht. Darüber hinaus galt das Gemeine Recht, soweit das Pfälzische Landrecht für einen Sachverhalt spezielle Regelungen nicht enthielt. Dieses Sonderrecht behielt seine Geltung auch im gesamten 19. Jahrhundert während der Zugehörigkeit des Gebietes zum Großherzogtum Hessen<ref>Arthur Benno Schmidt: Die geschichtlichen Grundlagen des bürgerlichen Rechts im Großherzogtum Hessen. Curt von Münchow, Gießen 1893, S. 111.</ref> und wurde erst zum 1. Januar 1900 von dem einheitlich im ganzen Deutschen Reich geltenden Bürgerlichen Gesetzbuch abgelöst.

1806 fielen Albersbach und der Hof Kreiswald durch die Rheinbundakte<ref>Art. 25 Rheinbundakte.</ref><ref name="Ewald-Bd1-Seite49" /> an das Großherzogtum Hessen, das die Orte in das Fürstentum Starkenburg (ab 1816: Provinz Starkenburg) eingliederte. Die Patrimonialgerichtsbarkeit der adeligen Familien bestand aber zunächst fort.

1812 wurden 97 Einwohner in elf Häusern gezählt.

1820 bis 1822 kam es zu einer Verwaltungsreform im Großherzogtum. Mit ihr wurden nun auch auf unterer Ebene Rechtsprechung und Verwaltung getrennt. Für die Verwaltungsaufgaben wurden Landratsbezirke geschaffen, für die erstinstanzliche Rechtsprechung Landgerichte.<ref name="bsb01" /> Albersbach wurde 1820 oder kurz davor in ein nur kurz bestehendes Amt Heppenheim eingegliedert.<ref>Albersbach, Landkreis Bergstraße. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 27. Februar 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> Sowohl Albersbach als auch der Hof Kreiswald wurden 1821 hinsichtlich der Verwaltung in den Landratsbezirk Heppenheim eingegliedert<ref name="bsb01" /> und hinsichtlich der Rechtsprechung dem Landgericht Fürth zugeordnet. Die Familie Ulner von Dieburg hatte zuvor gegenüber dem Staat auf ihre Patrimonialgerichtsbarkeit verzichtet.<ref name="bsb01" />

Von 1821 bis 1839 bildete Albersbach zusammen mit Bonsweiher und Ober-Laudenbach eine gemeinschaftliche Bürgermeisterei („Ober-Laudenbach“).

1886 wurde eine Schule gebaut. Sie blieb nach einem Neubau bis 1968 in Betrieb.

Im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden wurde der Ort 1964 Landessieger und ein Jahr später sogar Bundessieger.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Kurz vor dem Anlaufen der großen Zusammenlegungswelle der Gebietsreform in Hessen schloss sich die Gemeinde zu Jahresbeginn 1969 der Gemeinde Rimbach an.<ref>Eingliederung der Gemeinde Albersbach in die Gemeinde Rimbach, Landkreis Bergstraße vom 20. Dezember 1968. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1969 Nr. 1, S. 5, Punkt 8 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,1 MB]).</ref> Für Albersbach wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet, der auch die dicht bei Albersbach, aber doch schon in der Gemarkung Rimbach liegende Gehöftgruppe Helmsberg, mit einschließt.<ref>Hauptsatzung. (PDF-Datei 2,3 MB) Ortsbezirke siehe § 6. Abgerufen im Januar 2023.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Albersbach angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1812: 97 Einwohner, 11 Häuser
• 1961: 105 evangelische (= 84,68 %) und 18 katholische (= 14,52 %) Einwohner
Albersbach: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2023
Jahr  Einwohner
1812
  
97
1834
  
153
1840
  
161
1846
  
163
1852
  
155
1858
  
170
1864
  
132
1871
  
135
1875
  
149
1885
  
163
1895
  
148
1905
  
141
1910
  
133
1925
  
131
1939
  
108
1946
  
156
1950
  
133
1956
  
123
1961
  
124
1967
  
129
1970
  
154
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2007
  
258
2010
  
273
2011
  
273
2015
  
274
2020
  
248
2023
  
271
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Rimbach<ref name="EW" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Albersbach 274 Einwohner. Darunter waren 15 (5,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 45 Einwohner unter 18 Jahren, 111 zwischen 18 und 49, 75 zwischen 50 und 64 und 54 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 111 Haushalten. Davon waren 24 Singlehaushalte, 36 Paare ohne Kinder und 45 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 18 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 75 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Politik

Ortsbeirat

Für Albersbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Albersbach mit einigen Parzellen der Flur 20 der Gemarkung Rimbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher, nach Maßgabe der §§ 81 und 82 HGO und des Kommunalwahlgesetzes in der jeweils gültigen Fassung gebildet. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.<ref>Politische Gremien. In: Webauftritt. Gemeinde Wald-Michelbach, abgerufen im März 2025.</ref> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Albersbach 65,71 %.<ref>Ortsbeiratswahl Ortsbeirat Albersbach. In: Votemanager. Gemeinde Rimbach, abgerufen im März 2025.</ref> Es wurden gewählte: vier Mitglieder der SPD und eine Mitglied der CDU. Der Ortsbeirat wählte Volker Raab (SPD) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Albersbach. In: Webauftritt. Gemeinde Rimbach, abgerufen im März 2025.</ref>

Verkehr

Für den Straßenverkehr ist Albersbach durch die Kreisstraße 8 erschlossen, die in Rimbach-Mitte von der Bundesstraße 38 abzweigt und im Ort endet.

Sonstiges

  • Seit 1993 gibt es einen Obstlehrpfad.

Literatur

  • Ludwig Ewald: Beiträge zur Landeskunde. In: Grossherzogliche Centralstelle für die Landes-Statistik (Hg.): Beiträge zur Statistik des Grossherzogthums Hessen. Bände 1–5. Jonghaus, Darmstadt 1862. (Digitalisat)
  • Vorlage:HessBib

Weblinks

Commons: Albersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="bsb01"> Die Eintheilung des Landes in Landraths- und Landgerichtsbezirke betreffend vom 14. Juli 1821. In: Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren und der Justiz. (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1821 Nr. 33, S. 403 ff. (406–407) (Online bei der Bayerischen Staatsbibliothek). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> <ref name="lagis">Albersbach, Landkreis Bergstraße. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 27. Februar 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 16 und 66, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;. </ref> <ref name="EW">Einwohnerzahlen der Gemeinde Rimbach: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />2007 (Memento vom 20. November 2021 im Internet Archive), 2015, 2020. </ref> </references>

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