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Alberto Beltrán (Grafiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Alberto Beltrán (* 22. März 1923 in Mexiko-Stadt; † 19. April 2002 ebenda) war ein mexikanischer Künstler.

Leben

Seit 1934 lernte er den Beruf des Schneiders in der Werkstatt seines Vaters. Abends besuchte er an der Academia de San Carlos<ref name=":0">Milena Oehy (Gastkuratorin): Posada bis Alÿs – Mexikanische Kunst von 1900 bis heute, 16. März bis 20. Mai 2012 (Ausstellungskatalog). Kunsthaus Zürich, Zürich 2012, ISBN 978-3-906574-76-9, S. 27 (gehefteter Broschurdruck, zweisprachig deutsch-englisch).</ref> Kurse für Gebrauchsgrafik. 1937 gründete er zusammen mit Ángel Bracho, Leopoldo Méndez, Raúl Anguiano und anderen Künstlern die Taller de Gráfica Popular (Werkstatt der Volksgrafik, TGP). Ab 1943 studierte er an der aus der Academia de San Carlos hervorgegangenen Escuela Nacional de Artes Plásticas (Nationale Schule für Plastische Künste). Von 1944<ref name=":0" /> bis 1960 war er Mitglied der TGP. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Illustrator<ref name=":0" /> bei verschiedenen Verlagen, Zeitungen und Zeitschriften, fertigte Plakatentwürfe<ref name=":0" /> an und gab selbst die Zeitschriften Ahí va el golpe und El coyote emplumando heraus. Zwischen 1952 und 1958 erhielt er zahlreiche Preise, so 1953 den 1. Preis als bester Gebrauchsgrafiker.<ref name=":0" /> Auch gestaltete der Zeichentrickfilme<ref name=":0" /> als Schulungsmittel für Analphabeten und politische Propaganda.<ref name=":0" /> Im Jahre 1960 wurde Beltrán Direktor der Escuela Libre de Arte y Publicidad (Freie Schule der Kunst und Werbung) und fünf Jahre später Direktor der Kunstabteilung der Universidad Veracruzana in Xalapa. Er war 1968 eines der Gründungsmitglieder der Academia de Artes.<ref name="AA">Academia de Artes: Escultura – Alberto Beltrán</ref> 1988 schuf er ein Wandbild für das Gebäude des Procuraduría General de la República. Er war mehrere Jahre Chefredakteur der Tageszeitung El Día (Der Tag). Außerdem war er im Secretaría de Educación Pública Generaldirektor der Abteilung für Erforschung und Bewahrung der Volkskunst. Er war mit der Grafikerin Andrea Gómez<ref name=":0" /> verheiratet.

Literatur

  • Helga Prignitz: TGP, ein Grafiker-Kollektiv in Mexiko von 1937–1977. Berlin, 1981, ISBN 3-922005-12-8.
  • Helga Prignitz-Poda: Taller de Gráfica Popular. Werkstatt für grafische Volkskunst. Plakate und Flugblätter zu Arbeiterbewegung und Gewerkschaften in Mexiko 1937–1986. Berlin, 2002, ISBN 3-935656-10-6.

Weblinks

Einzelnachweise

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